Tempolimit auf Autobahnen

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Annabelle_Legault
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hmpf - {mal wieder Senf dazugeb}

....wenn ich mir die Diskussion hier durchlese, gibt es auch hier die berühmten zwei Lager von Verkehrsteilnehmern...

Ich zähle mich zu der Gruppe der berufs- und geschäftsbedingten Langstrecken-Vielfahrer. Sicherlich fahre ich auch gerne eine höhere Geschwindigkeit, wenn es Fahrzeug, Strecke und Limits es zulassen.

Nebenbei kenne ich auch einige Biofrauen, die mindestens genauso fahren Wink

Bestimmte Fahrverhalten an irgendwelchen Hormonspiegeln oder geschlechtspezifischen Eigenarten festzumachen, sehe ich nicht so.

Was ist mit den vielen Unsitten auf BAB´s ?

Mein Favorit schlechthin : Autobahnauffahrt irgendwo in D , ein Fahrzeug will einfädeln, ein anderer Verkehrsteilnehmer auf der rechten Spur mit niedriger Geschwindigkeit meint Platz machen zu müssen und zieht einfach nach links, ich dahinter mit Bremsung bis die Scheiben glühen, sowie bösen Flüchen und Bissspuren im Lenkrad. Während des ganzen Vorgangs schaut obiger Vordermann nicht einmal in den Rückspiegel..warum auch. :twisted:

Aber alles wird gut - ich bin für Tempo 90 und Liter Sprit 3.- Euro :mrgreen: :mrgreen:

Ciaoii

La Annabelle

Zwischen Wahnsinn und Verstand ist oft nur eine dünne Wand. (Daniel Düsentrieb)

Konstanze
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Annabelle_Legault schrieb:
Während des ganzen Vorgangs schaut obiger Vordermann nicht einmal in den Rückspiegel..warum auch. :twisted:

Oh doch, er muss einem doch den Vogel zeigen weil man ihn ja schließlich bedrängt hat, nachdem man ein paar Meter hinter ihm endlich auf seine Geschwindigkeit runtergebremst hat.

n/v
La Rouge
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dabei seit: 20.02.2007

Also jetzt dann doch noch ein Kommentar...

...die Hormone sind schuld! Ich war einer von den 7er Fahrern, bin zwar nie aufgefahren und habe mich an Geschwindigkeitsbegernzungen gehalten, aber durch das Geschoss, mit dem ich unterwegs war, erlebte ich Geschwindigkeit in einer anderen Dimension. Fahrzeugführer von langsameren Fahrzeugen können nicht abschätzen, wie lange ein Auto, daß sich von hinten mit 250km/h nähert, braucht, um hinter einem selbst abzubremsen. Deshalb kommt es immer wieder zu diesen "Ausbremsmannövern" Das muss man einfach miteinberechnen.
Durch das damals vorhandene Testosteron wurde dann hin und wieder das "aufmüpfige" Verhalten anderer mit einem überlegenen "Vorbeizisch" geahndet. Ich habe bei mir definitiv durch die Reduzierung des Testosterons ein anderes Fahrverhalten angewöhnt. Ich lasse mich weitaus weniger provozieren, fahre defensiver. Umgekehrt produzieren Frauen ja auch Testosteron; das erklärt die forsche Fahrweise der hier bereits erwähnten Damen. Könnte doch was dran sein, oder??

Liebe Grüße aus der schönsten Stadt der Welt,

La Rouge

"Unsere Kräfte können wir abmessen, aber nicht unsere Kraft" Friedrich Nietzsche, dt. Philosoph

AnneTG
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An die Schnellfahrerfraktion, die hier überraschenderweise fast so stark ist wie in den Leserbriefspalten von Auto-Zeitschriften:

Nirgendwo in Europa und anderswo wird auf den Autobahnen so aggressiv gefahren wie in Deutschland. Das hat natürlich etwas mit dem Fehlen eines Tempolimits zu tun. Auf Deutschlands Straßen herrscht das Recht des Stärkeren (wozu ich auch viele rücksichtslose LKW-Fahrer zähle!).

Stress und Staus werden vor allem durch die enormen Geschwindigkeitsunterschiede verursacht, die dabei zwangsläufig auftreten. Es gibt nun mal Fahrzeuge, die nicht schneller als 100 oder 120 fahren können oder Autofahrer, die nicht schneller fahren wollen (und jedes Recht der Welt dazu haben!). Dann muss es unausweichlich zu Bremsmanövern kommen, die Aggressionen auslösen, die aber gleichzeitig eine der wichtigsten Ursachen für Staus sind. Verkehrswissenschaftler haben herausgefunden, dass dichter Verkehr am besten fließt, wenn alle mehr oder weniger gleich schnell fahren.

Ich habe jedenfalls kein Mitleid mit einem Raser, der mit Tempo 180 abbremsen muss, weil er auf jemanden auffährt, der mit 130 eine LKW-Kolonne überholt.

@Nadine-Rose: Ich stimme dir zu, dass ein Tempolimit auch aus Umweltgründen sehr viel Sinn macht.

Aber wahrschenlich hat La Rouge doch wohl Recht mit ihrem Hinweis auf die Hormone...

Anne

Ella
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dabei seit: 27.12.2005

Die Tempolimit-Diskussion geht schon deswegen ins Leere, weil eine lückenlose Überwachung nicht praktikabel ist.

Auch die Section controls, in denen die Durchfahrzeit gemessen wird, sind daneben, da es jede Menge Leute gibt, die entweder während der Zonen mal stehenbleiben und dann mit 200 weiterfahren oder während der Zonen ab- oder auffahren.

Anne hat recht, es sind die Geschwindigkeitsunterschiede, die das Problem darstellen.

Ich bin also der Meinung, daß eine spurabhängige Mindestgeschwindigkeit, wie sie auch auf der Wiener Stadtautobahn vorgeschrieben ist, eine grundsätzliche Lösung ist. Dabei sind 60 km/h Mindestgeschwindigkeit auf Autobahnen für 2. und 3. Spur wesentlich zu niedrig.

Die Umweltabwägungen sind je nach Fahrzeug mehr oder weniger schlüssig, meist jedoch reine Alibiaktionen, die meist von den Verursachern größeren Ausmaßes (Luftverkehr, Industrie) ablenken sollen.

Ich war immer sowohl mit sehr schnellen Fahrzeugen als auch mit einem 80km/h-schnellen alten Landrover unterwegs - mit ersteren, dort wo möglich, so schnelöl wie möglich, mit letzterem ganz einfach immer auf der ersten Spur. Ich habe daher kein Verständnis für Leute, die auf der 2. oder 3. Spur ewig mit 100 dahinkoffern.

Und ich kenne jede Menge Frauen, meine Freundin eingeschlossen, die genauso denken und fahren.

lgc

Die Karawane bellt, der Hund zieht weiter...

Monika-Tersch
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dabei seit: 26.10.2005

AnneTG schrieb:

Verkehrswissenschaftler haben herausgefunden, dass dichter Verkehr am besten fließt, wenn alle mehr oder weniger gleich schnell fahren.

Genau das ist der Punkt, an diesen Stellen gibt es bereits überwiegend Tempobeschränkungen, deshalb muss man nicht auf einer leeren Autobahn dahinschleichen...flexible Verkehrsleitsysteme wären hier von Vorteil, aber ein generelles Tempolimit ist einfach überflüssig.

Umweltgründe für Tempo z.B. 130km/h gibt es keine, das ist reine Polemik, die Einsparung an Abgasen ist marginal und vollständig vernachlässigbar.

Liebe Grüße

Moni

__________hier ist mein Beitrag zu Ende__________

Roxanne
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dabei seit: 03.01.2006

La Rouge schrieb:
Ich habe bei mir definitiv durch die Reduzierung des Testosterons ein anderes Fahrverhalten angewöhnt. Ich lasse mich weitaus weniger provozieren, fahre defensiver.

Dafür brauchte ich keine Hormone. Ist wohl das Alter bei mir.
:oops:
In der Jugend bin ich genug an die Grenzen gegangen, das brauche ich heute nicht mehr - ich will aber das Recht nicht missen, es zu dürfen, wenn ich es wollte.

Natürlichkeit ist langweilig 

Liv-Marit Norton
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dabei seit: 13.02.2006

....und falls wir wieder einmal im Stau stehen, sollten wir

http://www.youtube.com/watch?v=-4Z4_TZBueM

"TRAFFIC JAM" mit Stevie Ray Vaughn & Carlos Santana im Player haben....... Cool

Eine echte Vision entwickelt ihr Eigenleben !

Konstanze
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dabei seit: 29.04.2005

AnneTG schrieb:
Ich habe jedenfalls kein Mitleid mit einem Raser, der mit Tempo 180 abbremsen muss, weil er auf jemanden auffährt, ...

ich nehme an, du hast auch mit jemand kein Mitleid, dem jemand von links rein fährt.

n/v
AnneTG
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Konstanze schrieb:
AnneTG schrieb:
Ich habe jedenfalls kein Mitleid mit einem Raser, der mit Tempo 180 abbremsen muss, weil er auf jemanden auffährt, ...

ich nehme an, du hast auch mit jemand kein Mitleid, dem jemand von links rein fährt.

Ich glaube, jetzt sind wir an der Grenze einer sachlichen Debatte angekommen.

Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass jemand mit Tempo 180 auf unseren verstopften Autobahnen kein Recht auf freie Bahn hat und dass jemand mit 130 das gleiche Recht auf die Benutzung der Überholspur hat, um LKW's und andere langsamere Fahrzeuge zu überholen. Wer schneller fahren will, muss damit rechnen, dass er langsamere Fahrzeuge einholt und dafür abbremsen muss (genau so wie auf einer Landstraße, auf der man auf ein langsames Fahrzeug trifft und nicht überholen kann).

Aber was hat das mit einem Verstoß gegen Vorfahrtsregeln und daraus folgenden Unfällen zu tun?

Kopf schüttelnd und sich in ihrer Auffassung bestärkt fühlend
Anne