DWT/TV und devot, gehört das zusammen?

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Deleted User (nicht überprüft)
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Hallo zusammen,
bin ein noch recht neuer Teilnehmer in diesem Forum und würde mich selbst als Damenwäscheträger bezeichnen. Nun gibt es neben meiner Neigung, mich weiblich zu kleiden, auch den Wunsch, von einer dominanten Frau dazu gezwungen zu werden. Meine Frau erfüllt mir diesen Wunsch hin und wieder, so dass ich eigentlich ganz zufrieden bin. Hier habe ich auch schon sehr viele "Schwestern" gefunden, die sich in ihrem Profil als devot bezeichneten und es gibt auch einiges an Literatur z.B. "Ins Röckchen gezwungen".
Es stellt sich die Frage, ob das eine "Frau sein zu wollen" etwas mit dem Anderen " Devot zu sein" zu tun hat. Würde gern mal Eure Meinung dazu hören (lesen).
Gruß
Rora

Ava
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dabei seit: 23.01.2005

Ich kann nur für mich sprechen: Nein!

Johanna
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dabei seit: 15.05.2007

Nun, in der BDSM-Szene gibt es bei einigen tatsächlich den Wunsch, in Frauenkleider gezwungen und zwangsfeminisiert zu werden, um dadurch erniedrigt zu werden. Die Erniedrigung macht dann den eigentlichen Reiz aus. Ich selbst habe hierfür allerdings keinerlei Verständnis.

Die meisten Forumsteilehmer hier (mich selbst eingeschlossen) machen hingegen Crossdressing, um ihre weibliche Seite auszudrücken und sie zu leben. Das Crossdressing ist also etwas befreiendes, vielleicht sogar lebensnotwendigen, aber in keinem Falle erniedrigend oder devot. Ich fühle mich in Frauenkleidern jedenfalls wunderbar, wie ich es in Männerkleidung nie tue.

BettinaStaal
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dabei seit: 14.04.2005

"In's Röckchen" zwinge ich mich nur selber... :oops:
Aber im Ernst: Das gehört nicht "zwingend" zusammen - wobei natürlich in mehr fetisch-orientierten Fisch-Foren doch der Eindruck erweckt wird, dass es so sein müsste. Über diese "devote Lust" denke ich, dass sie ehr mit "keine Meinung haben wollen" gleich zu setzen und ein Schutzschild für die eigene Passivität ist.
Die dev/dom-Beziehung in der BDSM-Szene ist ganz anders definiert.
Die sexuelle Orientierung - auch bei denen, die immer "devot" im Profil stehen haben - halte ich für "ganz normal" - egal jetzt ob hetero- oder homosexuell.
Gleichberechtigte Grüße
Bettina

n/v
Monika-Tersch
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dabei seit: 26.10.2005

BettinaStaal schrieb:
...Über diese "devote Lust" denke ich, dass sie ehr mit "keine Meinung haben wollen" gleich zu setzen und ein Schutzschild für die eigene Passivität ist.

...das denke ich auch wenn ich höre "ins Röcken gezwungen"
"So brauche ich nichts zu tun und habe keine Verantwortung für mein tun, ich will das ja nicht" :roll:

Diese Fantasien herrschen wohl meistens dort, wo es im stillen Kämmerchen ausgelebt wir, was nicht heißt das ich es verurteile, den ich sage immer, jeder wie er/sie gerne will Cool

Ich glaube Devot ist was anders, aber ich lasse mich auch gern eines bessern belehren Laughing out loud

Liebe Grüße

Moni

__________hier ist mein Beitrag zu Ende__________

Alita-Saleema
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dabei seit: 19.11.2006

Devot sein hat meiner Meinung nach eher etwas mit "sich führen bzw. fallen lassen" zu tun, als mit irgendeinem Zwang oder gar Unterwerfung..
Das "Dominantsein" hat im Gegensatz dazu was mit der "Lust an der Führung" zu tun. Da ist beiderseits viel gegenseitiges Vertrauen in den anderen nötig.
Aber das ist eh ne Sache für sich selbst und hat mit Crossdressing/Transvestismus/blablubber absolut nix zu tun.. :oops:

steffitg
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dabei seit: 16.06.2007

Warum sollte da "absolut kein Zusammenhang" bestehen. Ich interpretiere es mal so, dass der Drang zum TV/CD vorhanden ist. Gepaart mit dem Wunsch nach Dominanz könnte man es so deuten, dass man zu der eigentlich selbst ersehnten Rolle "gewzungen" werden möchte. Wobei sich dann die Frage stellt, ob der devote Part nicht gleichzeitig die Regie führen möchte.

Carolacd
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dabei seit: 07.12.2006

Hallo Rora,

habe zu dem Thema "ins Röckchen gezwungen" mal vor einiger Zeit im I-Net etwas geforscht.

Nach Meinung vieler Fachleute hat dies vor allem einen psychologischen Hintergrund. Wenn man sich als Mann Frauenkleider anzieht, sich also von der "herrschenden" Rolle Wink in die weibliche Rolle begibt, so ist dies in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabu. Dies ist bedingt durch die Erziehung und das eingebläute Rollenverhalten.
Eine Möglichkeit, sich bei diesem Tun vor sich selbst zu rechtfertigen, vielleicht auch unbewusst, ist dass man sich durch Zwänge dazu bringen lässt. Es hat mit devot im Sinne Dom/Sub eigentlich sehr wenig zu tun.

Liebe Rora, wenn dieses Spielchen Deiner Frau und Dir gefällt, warum nicht. Auch das Tragen von Frauenkleidung durch Männer in der Öffenlichkeit ist zwar für die Gesellschaft ungewohnt, aber nicht verboten.

Ganz liebe Grüße und noch ganz viel Spass dabei

Carola

Gast
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Tja, wenn du devot im Sinne von unterwürfig meinst, und davon gehe ich mal aus, sehe ich da nicht wirklich einen ursächlichen Zusammenhang. Das es der Einen oder Anderen einen "Kick" verschaffen kann, "Ins Röckchen gezwungen" zu werden, zum "demütigen Dienen in Rock und Schürze", bleibt unbenommen (Was dem Einen sein Uhl, ist dem Anderen sein Nachtigall).

Abgesehen davon, dass mir das aber viel zu reduziert (Was weiß ich, je länger das Kloputzen dauert, desto höher der Lustgewinn oder so) und auf einem denkwürdigen Frauenbild beruhend erscheint, will ich nicht Frau sein um schwach und unterwürfig zu sein. Und schon gar nicht fremdbestimmt und unter Zwang. "Frau sein zu wollen" hat für mich viele Adjektive, aber devot taucht in dieser Liste eher ziemlich weit hinten unter des Wortes Übersetzung hingeben auf.

vlg

Natascha