Was seht ihr im Gegenüber

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Monika-Tersch
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dabei seit: 26.10.2005

...na kann man überhaupt pauschal sagen wenn man sieht, das kommt doch immer auf den einzelnen Menschen an.
Da kommt Symphatie oder Abneigung dazu, wie bei jedem Menschen und alles zusammen ergibt ein Bild im Kopf und manchmal ist es "stimmig" und manchmal auch nicht...

Liebe Grüße

Moni

__________hier ist mein Beitrag zu Ende__________

Gast
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Danke für die positiven Antworten, die ich bekommen habe. Und wenn mein Posting nützlich ist, freut mich das natürlich.Smile

rika
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dabei seit: 02.12.2007

Die visuelle Wahrnehmung und diejenige, die generell im Kopf gespeichert ist, kann bei anderen durch uns ganz schön durcheinander gebracht werden. Dies wird dann verstärkt, wenn wir Gestik und Stimme unverändert lassen (müssen).

Ich hatte solch ein Erlebnis: zuerst fanden ganz gute Freunde (Mann und Frau) mich höchst interessant, manchmal sogar kreativ. Ich besuchte sie abends in der Nachbarschaft und alles war so dachte ich ok. Und dann riss da etwas ab: man suchte den E. in mir, vermisste ihn gar. Den Kerl, der mit der Kettensäge Brennholz schneidet, grillt und das Haus umbaut. Es wurde "befürchtet" (!!!), dass ich mich umwandeln lasse und gar nicht mehr E. sein will! Man war einfach überfordert. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass man es anfangs einfach spannend fand, so eine(n) zu kennen und erleben. Das sprengt doch mal das bürgerliche Denken und man gibt sich interessiert und tolerant. Aber Vorsicht!

Fazit: rika geht dort nicht mehr hin, öffnet aber die Tür, wenn sie mich besuchen. Das ist nun mal mein Hausrecht.

Eine sehr sehr gute Freundin kennt rika und akzeptiert sie, mit Namen sprechen wir uns trotzdem kaum an und wenn bin und bleibe ich E. Vielleicht ist es für mich auch leichter als für andere: ich bin und bleibe E., geniesse rika in all ihren Verwandlungen und Nuancen.

Und damit will ich nochmals auf den Ausgangsbeitrag von Tanjafeelgood kommen: unser Sein ist eine Last die wir tragen, aber gleichzeitig eine große Bereicherung, die wir erleben und die anderen immer fremd bleiben wird.

rika

n/v
GabiStern
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dabei seit: 18.05.2005

Roxanne schrieb:
Gabi* schrieb:
Ich nenne meinen Mann auch häufig beim männlichen Vornamen wenn er als Frau unterwegs ist. (*gg ich habe ihn auf der TGCP im November so beharrlich mit seinem männlichen Vornamen angesprochen, dass er gefragt wurde, ob er gar keinen weiblichen Namen hat- und wir können beide darüber lachen!)

Na also Mädels! Wenn ihr eure Partner nicht in Verlegenheit bringen wollt, dann denkt in der Öffentlichkeit an den weiblichen Namen - oder zumindest etwas Neutrales, wie Schnucki, Schatzi etc. Thinking

Hallo Roxanne,

das witzige ist ja: ich sage sehr häufig einfach Schatz zu meinem Mann, nenne ihn aber auch Prinzessin. Dass ich ihn bei der TGCP überhaupt beim männlichen Vornamen angeredet habe ist mir selbst nicht aufgefallen. Vielleicht bemühe ich mich zur Tulip mal ihn ausschliesslich Prinzessin zu nennen:-)

@ Orangeplaty Schade! Ich hatte gedacht du kommst auch zu Tulip. Ich hätte dirch gern kennengelernt.
Vielleicht klappt es ein anderes Mal.

Liebe Grüße

Gabi

n/v
Triona
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dabei seit: 05.10.2007

Roxanne schrieb:
Na also Mädels! Wenn ihr eure Partner nicht in Verlegenheit bringen wollt, dann denkt in der Öffentlichkeit an den weiblichen Namen - oder zumindest etwas Neutrales, wie Schnucki, Schatzi etc. Thinking

Also, daß meine Liebste sich (noch) nicht dazu überwinden kann, mich mit einem meiner beiden weiblichen Namen anzusprechen, kann ich ja verstehen, und muß es zu einem gewissen Grade akzepzieren.

Aber ich habe sie auch schon mal gebeten, mich in der Öffentlichkeit mit weiblichem Namen anzusprechen. Eine geschlechtsneutrale Koseform war bei uns bisher nie üblich. ("Schatzl" war nur im Bett.) Das fällt uns jetzt anscheinend auf die Füße. Sad

Hier kommt noch hinzu, daß sie in den letzten Jahren immer weniger Lust dazu hatte, sich überhaupt mit mir zusammen in der Öffentlichkeit zu zeigen, wenn ich nicht erkennbar "als Mann" ging.

Vor ein paar Jahren hat sie sogar einmal einen Riesenstreit vom Zaun gebrochen mit ein paar Leuten, die sich offenbar hinter meinem Rücken über mich lustig gemacht zu haben schienen. Da war ich lediglich vollständig in lila gekleidet. Und da es die Straßenparade zum Aufstieg des FCE in die 2. Bundesliga war, dessen Vereinsfarbe bekanntlich zufälligerweise lila ist, war ich nicht der/die einzige in dieser Farbe, die für manche ja eine gewisse Aussage beinhaltet. Ich beachte sowas ja kaum mehr, bzw. konnte sowas noch nie recht ernstnehmen. Aber sie leidet halt mehr darunter, weil sie diejenige ist, die sich schief angeschaut fühlt, weil sie mit "so einem" zusammen ist.

Aber ich denke bzw. hoffe zumindest, daß sich das in letzter Zeit etwas zum Besseren geändert hat. Zumindest scheint sie mittlerweile verstehen zu können, daß es für mich kein zurück mehr gibt. Und wir kommen seither wieder viel besser miteinander aus, und ich denke wir achten uns gegenseitig viel besser als vordem, nachdem wir vor einem Jahr eigentlich schon so gut wie auseinander waren.

Liebe Grüße
Triona

Aw, Thou beloved, do hearken to the Banshee's lonely croon!

sinn féin - ça ira !

Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

Jula
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dabei seit: 12.12.2004

Um der Debatte noch eine weitere Facette hinzuzufügen
(die Sache mit der Partnerin und dem männlichen Namen kenne ich natürlich auch):
Meine beste Freundin kennt mich auch als Mann und da wir auch Kollegen sind, haben wir gemeinsame Bekannte, die nichts von meiner weiblichen Seite wissen. Jedenfalls bin ich für sie IMMER und in jeder Aufmachung ihre Freundin.
Da habe ich schon ein paar mal tief durchgeatmet, wenn sie mich (in männlicher Version) in aller Öffentlichkeit mit einem fröhlichen "Ey Süße! Schön, dich zu sehen!" begrüßt hat. Komischerweise ist das noch nie jemandem erkennbar aufgefallen.

NIVEAU ist keine Handcreme! Julas Homepagehttp://www.julaonline.de/

Triona
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dabei seit: 05.10.2007

Jula schrieb:
Da habe ich schon ein paar mal tief durchgeatmet, wenn sie mich (in männlicher Version) in aller Öffentlichkeit mit einem fröhlichen "Ey Süße! Schön, dich zu sehen!" begrüßt hat. Komischerweise ist das noch nie jemandem erkennbar aufgefallen.

Da brauchst dir wirklich keine Gedanken drüber machen.
Und wundern tut mich das gleich gar nicht.
Das kommt in den besten Familien vor, :mrgreen:
daß mal unter Freunden oder auch Partnern eine "witzige" Anrede verwendet wird, der für Außenstehende manchmal etwas seltsam anmuten mag, wenn sie denn überhaupt hinhören.

So habe ich es schon öfter erlebt (in allen Ecken Deutschlands und Europas), daß Männer einen eindeutigen Frauennamen als Spitznamen trugen. Und umgekehrt natürlich auch. Und mit Trans* hat das in den seltensten Fällen auch nur irgend etwas zu tun. Zumindest nicht bewußt.(Vgl. hierzu auch Johnny Cashs Lied "A Boy Named Sue", das sich allerdings auf einen gegebenen Vornamen bezieht.)

Meist rührt der Spitzname aus irgend einer mehr oder weniger lustigen oder sonderbaren Begebenheit in dunkler Vergangenheit, an die sich meistens kaum einer der Beteiligten noch erinnern kann (oder will, im Falle des / der Betroffenen). Aber Spitznamen sind halt außerordentlich zäh. Und der Träger des Spitznamens wird idR nicht gefragt, ob er / sie diesen Namen überhaupt dulden will. Da kommt es dann immer drauf an, wie der / diejenige damit umgeht. Entweder souverän vereinnahmend (vgl. Nigger, Schwuler, usw.) oder jedes mal auf 180, wenn der Name genannt wird.

Ein anderes Beispiel, diesmal betreffend den offiziellen Namen, das aber in gewisser Hinsicht grundsätzlich ähnlich gelagert ist, aus dem ehemaligen Bergbauausrüstungsbetrieb der Wismut in Aue.

Da war einer, der hieß mit Nachnamen Ficker. Nun ist das in dieser Gegend ein durchaus recht häufiger Familiennamen, der einen Beruf in der Weberei bezeichnet. Aber in dieser Abteilung schien es merkwürdigerweise gelegentlich irgendwelche Feixereien unter den Kollegen zu gegeben zu haben, wenn sein Name fiel. Was eigentlich nur auf das geistige Niveau in dieser Abteilung irgendwelche Rückschlüsse zuläßt.

Also als dieser Kollege dann irgendwann mal heiratete, da hat er doch den Namen seiner Frau angenommen. Und hat geglaubt, daß er diese Feixereien endlich los wäre. Aber der Schuß ging nach hinten los. Von da an hieß er in aller Munde nur noch der "Ex-Ficker".

Und das hängt ihm nach Jahrzehnten noch an wie Pech. Wahrscheinlich heißt er nach Jahrzehnten noch heute so, wenn er denn nicht gestorben ist. (Ich kenne ihn nicht persönlich, aber die Geschichte wird in Aue heute noch gelegentlich erzählt. Auf daß diese Geschichte jetzt durch die Erwähnung im weltweiten Netz noch weitere Kreise ziehen möge. :mrgreen: )

Nun will ich es mal gut sein lassen mit Schwänken aus dem Land hinter den 7 Bergen bei den 7 Zwergen. Zurück zu Julas Befürchtungen.

Also, ich wette mit dir, daß das so etwa von 9 von 10 Leuten, die dabei sind, nicht einmal recht wahrgenommen wird. Das hier offensichtlich nicht richtig dazuzupassende wird von den meisten Menschen idR einfach ausgeblendet und somit ganz unbewußt gar nicht wahrgenommen.
(Vgl. hierzu Jula, "Wohin die Kugel rollt", bzw. in solchen Fällen vor mehr oder weniger langer Zeit mal hingerollt ist. Den passenden Verweis magst du bitte selber nachliefern. Du kannst das besser.)

Ein anderes Beispiel hab ich an anderer Stelle selber mal beschrieben.
Da hat ein Kunde von mir, der mich schon paar Jahre als Mann kannte, meine in einem zufälligen Gespräch am Ende der Arbeit ausdrücklich geäußerten Zweifel an seiner Aussage, daß wir "doch beide Männer seien" auch nach ausdrücklicher Wiederholung einfach "nicht gehört" und hat das Gespräch anderweitig fortgesetzt, als wenn nichts derartiges gesagt worden wäre. Das war ein mißlungener Versuch einer damals noch etwas zaghaften Aufdeckung meinerseits. (Verweis kommt später)

Was nach Abschluß einer einmal vorgenommenen Geschlechtswahrnehmungs-Festlegung an zweifelhaften oder gar entgegengesetzten Signalen ausgesendet wird, wird von den meisten Menschen einfach ausgeblendet, d.h. mehr oder weniger unbewußt einfach nicht wahrgenommen. Erst wenn eine diffuse und bei jedem anscheinend irgendwo anders liegende Grenze irgendwann einmal ganz eindeutig überschritten wird, kommen dann so meist ganz erstaunte Sprüche wie "Du hast dich aber irgendwie verändert." oder "Das erklärt mir aber jetzt so manches.", "... wenn ich mir das jetzt so recht überlege", usw.

Liebe Grüße
Triona

Aw, Thou beloved, do hearken to the Banshee's lonely croon!

sinn féin - ça ira !

Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

Gast
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Gabi* schrieb:

@ Orangeplaty Schade! Ich hatte gedacht du kommst auch zu Tulip. Ich hätte dirch gern kennengelernt.
Vielleicht klappt es ein anderes Mal.

Ich weiß noch nicht, ob wir da kommen können, wie teuer ist das überhaupt?

lg,
orangeplaty

Roxanne
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dabei seit: 03.01.2006

Teuer?

Pfft...10,- Dinger für einen Abend unter netten Leuten? :mrgreen:

(einige kostenlose Unterkünfte sind wohl noch frei..)

Natürlichkeit ist langweilig    

Gast
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Hm, Unterkunft hätten wir evt...wir haben einen Bekannten in Hannover. Müssten ihm nur mal erzählen, dass mein Freund TV ist... Laughing out loud
Mal schauen, ich kann nichts versprechen, da wir momentan viel um die Ohren haben.

lg,
orangeplaty