Ausgehen

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rafaela62
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Hallo Ihr lieben!

Mal nen neues Thema aufmachen, damit nicht alle Ostthüringer Aktivitäten unter >Stammtisch< laufen.

Am Freitag (31.10. - Reformationstag) bin ich mit einer sehr guten Bekannten, am frühen Nachmittag, zum Bummel über den Herbstmarkt in Gera verabredet. Selbstverständlich wird es da auch eine kleine "Aufwärmrunde" im Zug von Greiz nach Gera geben, wo ich sie abhole (mit Rumtopfschleckern). Es ist so eine ganz liebe, die mich schon vor meiner Zeit als TV kennt.

Des weiteren wird es sicherlich auch einige Weihnachtsmarktbesuche geben.

Diese unter anderem in Greiz, wo es auch schon eine "Vermisstenanzeige" von einem sehr nettem Lokal gibt. Tja, wenn Frau da ebend nun mal sehr positiv aufgefallen ist, wollen halt viele der Gäste und und ein Teil der Wirtsleute auch mal eine nette Lady wiedersehen. Das zeigt aber auch wiederum, das es vielleicht nicht so viele von uns gibt oder sich halt nur zu wenige raus trauen, wenn ich schon vermisst werde.

Mal sehen vielleicht auch dann zum >Märchenweihnachtsmarkt< in Gera wieder, auf einen Weihnachtsmarktbummel.

Bilder und Erlebnisberichte wird es dann demnächst auch dazu hier geben.

LG (die unternehmungslustige) Rafaela

Leitende Betreuerin der SHG Trans Jena   

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Optimismus und Selbstvertrauen sind das Wichtigste

Fanny
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Ist dann nicht auch Halloween?

Oder gibt es das nicht da in T.?

In jedem Fall viel Spaß an Euch alle. Tongue

rafaela62
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Klar gibet es in T. auch Halloween. das wird aber intensiver in der nordthüringer und westthüringer Region gefeiert. Es gibbet in meiner gegend nur zu wenige Hexen Tongue .

Lg

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Optimismus und Selbstvertrauen sind das Wichtigste

Eyleen
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Dann must Du mit gutem beispiel vorrangehen Wink

 

*Unser Glück und Seelenfrieden beruhen darauf, dass wir tun was wir für richtig halten und nicht das, was andere sagen oder tun.*

**Mahatma Gandhi**

rafaela62
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dabei seit: 20.01.2008

Hallo ihr lieben hier!

Ja ja - mal wieder ne kleine Anekdote die ich doch mal wieder loswerden muss.

Bin ja nun schon ne ganze Zeit nur noch en femme unterwegs.
War heute mal wieder bei meiner Bankberaterin, wegen einiger kleiner finanzieller Kontobewegungen.
So viel Geld hat Frau nun auch wieder nicht, das ich es gleich kofferweise umschichten muss.

Die war richtig nett zu mir (gehört sich ja auch zu einer netten Dame). Was mich aber dabei erstaunt hat,
war als zweite (!) Frage: Ob sie schon meinen Vornamen ändern soll ? Laughing out loud
Ich dachte hääääää? Na ja, sie hat mich ja auch schon einige male en femme gesehen dieses Jahr.
Aber das das gleich so gut rüberkommt, da war ich total paff. Laughing out loud

Da habe ich ihr natürlich sagen müssen, das das in Deutschland für normale Bürger halt doch etliche Jahre dauert.

War ebend in der Situation auch eine ganz neue Erfahrung für mich.

Da merkte ich halt wieder einmal - Thüringen gehört zu den Transgender - freundlichen Bundesländern.

Frau wird net komisch angeguckt oder angesprochen. Es ist halt so.

LG und ein schönes Winterwochenende wünscht euch
Rafaela

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Triona
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rafaela62 schrieb:
Da merkte ich halt wieder einmal - Thüringen gehört zu den Transgender - freundlichen Bundesländern.

Frau wird net komisch angeguckt oder angesprochen. Es ist halt so.

Das ist ja sehr schön für dich + für alle thüringer Schwestern.

Aber eigentlich hab ich den Eindruck, daß das überall in Deutschland + Mitteleuropa so ist und daß es eigentlich überall spürbar besser wird, als wohl vor ein paar Jahren noch.
Zumindest hab ich schon lange nirgends mehr offene oder gar gewaltsame Feindseligkeit bemerken müssen.
Von bestimmten Stadtvierteln speziell in einigen Großstädten - in West- + Ostdeutschland übrigens gleichermaßen - mal abgesehen.

Und zur VÄ:
Über die Dauer + Widrigkeiten + Zumutungen des Verfahrens wundern sich nicht nur immer mal wieder die freundlichen Frauen bei der Post in Aue, wo ich fast täglich zu tun habe + und wo dies auch wegen der dort u.a. getätigten Geldgeschäfte besonders ins Auge fällt.

Wobei allerdings gerade der Postplatz (mit Bushof) nicht gerade zu den Plätzen in Aue zählt, wo eine T* zu jeder Tageszeit gänzlich ungestreift drüber gehen kann. 100 Meter weiter in welche Richtung auch immer gibts aber normalerweise überhaupt nie irgendwelche Probleme - zu welcher Tageszeit auch immer.

Liebe Grüße
Triona

Aw, Thou beloved, do hearken to the Banshee's lonely croon!

sinn féin - ça ira !

Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

Triona
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dabei seit: 05.10.2007

Da hab ich doch gestern Abend im Kaufland eine sehr nette Verkäuferin nach dem Unterschied zwischen 2 ähnlichen Küchengeräten gefragt.
Da schaut sie mich mit großen Augen an, weil sie überhaupt nicht wußte, wozu diese Dinger überhaupt gut waren. (Es handelte sich um Passiersiebe zum Pürrieren von Gemüse, Babybrei u.ä. - noch so altmodische mit einer Kurbel dran, wie ich schon länger mal eines haben wollte + zufällig im Vorbeigehen auf der Suche nach etwas anderem gesehen hatte.)

Ich hab ihr gesagt, wozu sie gut sind, + meinte zu ihr, daß sie demnach nicht so einen erfahrene Hausfrau sei Smile .
Da meinte sie. "Nee, nicht wirklich. Und daß sie nur selten zum Kochen käme." - Klar, bei dem Job.

Und dann hat sie mich plötzlich gefragt:
"Sie sind doch aus Aue?"
I: "Ja, doch - weshalb?"
S: "Sie leben doch gerade ihren Traum aus, Frau zu sein?"
I: " Smile *sorgfältig abwägend den Kopf wiegend* Hmm, nicht ganz. Für mich ist es mittlerweile eine Realität.
Und das einzige, was mich irgendwann mal gestört hatte, war, daß ich bald 50 Jahre eigentlich nicht wirklich gelebt habe."
S: "Aber ist es nicht bisweilen bisserl schwierig, so zu leben in so einer kleinen Provinzstadt, wenn man anders ist als die meisten anderen?"
I: "Nee. Find ich nicht.
Daß man mal von irgend einer Glatzkopfhorde eins auf die Jacke kriegen kann, kommt wahrscheinlich in bestimmten Vierteln mancher Großstädte viel häufiger vor. Zumindest nach meinem Eindruck.
Und über den Postplatz gehe ich im Sommer nach 20 Uhr halt nicht alleine.
Das tut wahrscheinlich keine Frau - sie sicher auch nicht."
Was sie dann prompt bestätigte.
Und noch sagte, daß sie mich bewundern würde, und daß sie es gut findet, was ich mache + wie ich es machen würde.
Und wünschte mir noch viel Freude + ein gutes Gelingen meiner Küchenarbeit mit dem Gerät, für das ich mich dann entschieden hatte.

Liebe Grüße
Triona

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Eyleen
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dabei seit: 09.08.2008

@Triona

Da hst Du ja wirklich eine sehr schöne und nette Erfahrung gemacht.

 

*Unser Glück und Seelenfrieden beruhen darauf, dass wir tun was wir für richtig halten und nicht das, was andere sagen oder tun.*

**Mahatma Gandhi**

Zonja EX
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@ Triona + @ all

Zitat:
Aber eigentlich hab ich den Eindruck, ... daß es eigentlich überall spürbar besser wird, als wohl vor ein paar Jahren noch

Hallo Ihr,

die ihr schon jahrelange Erfahrungen "auf der Straße" habt, werdet das bestimmt beurteilen können. Aber auch ich als "Einjährige" meine, dass sich die unschönen/peinlichen/beklemmenden Situationen in der Öffentlichkeit durchaus in Grenzen halten. Jedenfalls meine Erfahrung.

Seien wir uns bewusst: Diese Tendenz zum Besseren besitzt eine Eigendynamik. Und nur wir selber(!) müssen und können diese in Schwung halten, indem wir die Bevölkerung zunehmend mehr an uns gewöhnen - und das wiederum genießen und uns dadurch zum nächsten Outdooring animieren lassen. - Das heiß also:

Wir müssen uns draußen mehr en femme zeigen: Je öfter wir alle outdoor, desto seltener negative Einzelerfahrungen.
Damit trägt jede von uns eine gewisse Mitverantwortung durch die eigene Aktivität .

Und wenn ich bedenke, welch nachhaltig glückliche Gefühle dabei in uns entstehen, dann werden wir für diese "Arbeit" sogar gut entlohnt.

Es grüßt
Zonja

 

 

 

mischelletv
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Hy Zonja ,
genau ... und in dem Sinne bin ich mit meiner Freundin Mounique letztens spazieren gegangen und als uns kalt war sind wir in Duhnen ins Cafe Leuchtfeuer gegangen um uns aufzuwärmen .
Netter Laden mit tollen Kaffee Variationen .

Triona
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Zonja schrieb:
... Seien wir uns bewusst: Diese Tendenz zum Besseren besitzt eine Eigendynamik. Und nur wir selber(!) müssen und können diese in Schwung halten, indem wir die Bevölkerung zunehmend mehr an uns gewöhnen - und das wiederum genießen und uns dadurch zum nächsten Outdooring animieren lassen. - Das heiß also:

Wir müssen uns draußen mehr en femme zeigen: Je öfter wir alle outdoor, desto seltener negative Einzelerfahrungen.
Damit trägt jede von uns eine gewisse Mitverantwortung durch die eigene Aktivität .

Und wenn ich bedenke, welch nachhaltig glückliche Gefühle dabei in uns entstehen, dann werden wir für diese "Arbeit" sogar gut entlohnt.

Genau, da hast du den Nagel exakt auf den Kopf getroffen.

Immer eine jede zu aller erst an die eigene Nase gefaßt.
Anders wird sich nie was zum Besseren ändern.

Und wir TS, die wir nie mehr anders rausgehen, werden euch Teilzeitfrauen da doch gleich tatkräftig unterstützen. Laughing out loud
Zumindest sehe ich das so. Wink
Und ich mach das gerne und will es nie mehr anders haben. Laughing out loud

Ich denk das kann vorteilhafte Wechselwirkungen ("Synergie-Effekte") haben in der Wirkung von T*-Menschen - egal ob TV, TS, TG, IS oder was auch immer - auf andere Menschen. Nur deren Gewöhnung an uns kann zu vorteilhafteren Meinungen über + Verhaltensweisen gegenüber uns in der Öffentlichkeit + im Bewußtsein der Menschen führen.
Nur was alltäglich ist, wird auch irgendwann mal keine nachteiligen oder häßlichen Reaktionen mehr hervorrufen.

Liebe Grüße
Triona

Aw, Thou beloved, do hearken to the Banshee's lonely croon!

sinn féin - ça ira !

Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.