64jähriger im Minirock

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AndreaChristin
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dabei seit: 24.03.2009

Ich bin etwas erstaunt über einige Beiträge. Ich kann mich an meine Zeit diesbezüglich noch sehr gut erinnern. Auch ich bin nachts im Vollrausch, mit Rock und Heels durch die Gegend getorkelt. Und ab einem gewissen Alkohol-Pegel ist es schlichtweg nicht mehr möglich unfallfrei auf High Heels zu laufen.

Möglichweise ist der "Herr" eine TS, die noch auf der Suche ist.

Ich jedenfalls finde, dass eine solche Diskussion hier nicht sein sollte. Über jemanden den Stab zu brechen, weil "er" nachts in Mini und Heels irgendwo von den "Schatten" aufgegriffen wird, finde ich gerade hier, nicht so passend. Und was die Polizisten angeht, so muss nicht immer "etwas" bei einer nächtlichen Kontrolle dahinter stecken.

 

Andrea

n/v
Trans-Barbara
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dabei seit: 27.10.2008

AndreaChristin, Du sprichst mir aus dem Herzen!

Eigentlich wollte ich nicht mehr auf diesen sehr, sehr kargen und nichts sagenden Polizeibericht eingehen! Aber, ja, es gibt halt immer ein aber!! Wie z.B. Deine Gedanken dazu!!

Ich erinnere mich, als ich nach dem ersten Trannyball in Essen-Schonnebeck im hoch geschlitzten roten Paillettenkleid à la Tootsie mit nur zwei Bier intus zum Wagen zurück stöckelte - 10 cm hohe heels,  goldfarben - und mir ein Ehepaar und 50 Meter dahinter einer dieser seltsamen Schutzdienstvertreter entgegen kamen, die dort notwendig sind!!

Ich höre noch heute, wie der Ehemann deutlich sagte: Mannomann, die sieht ja scharf aus!(das ging wie Öl 'runter!!!!!) Der misstrauische Blick des Sicherheitsmannes spiegelte das Gegenteil wider!!! Was ging in den beiden Polizeibeamten vor?? Die konnten doch nicht anders, als auf die miniberockte ältere Dame zuzugehen! Wieviel ältere, hilfsbedürftige Menschen werden in der Republik denn täglich aufgegriffen, die lange durch die Straßen irren, ignoriert durch die Passanten!!?? Wäre sie es, möglicherweise unter Alkohol stehend,  nicht auch sein können?

Dämlich war der Redakteur, der diesen nichtssagenden Artikel wohl als Füllstoff in die letzte oder vorletzte Spalte geschoben hat!

Dessen ungeachtet, ich laufe auch gerne sehr kurz berockt zuhause herum und würde auch nicht so in der Öffentlichkeit auftreten- aber!! - die spießige Nachbarschaft würde ich schon 'mal gerne schockieren! Barfuß mit 30 cm langem Rock und fülligem Petticoat darunter den Rasenmäher schieben, das wäre ein highlight!

Eine gute Nacht wünscht Euch Barbara(65-jährig)

 

n/v
Greta
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dabei seit: 15.02.2009

Na klar, da läuft dem Lokal-Zeitungsmann doch der Geifer auf die Tastatur: Ein Exot wird gesichtet! Mal ganz was anderes als "Autospiegel abgebrochen" oder "Hund aufgegriffen"! Für den Schreiber war dieses Ereignis offenbar genau so aufregend und vermeldenswert wie für seine Redakteurs-Vorgänger vor 100 Jahren Jahren das Auftauchen eines Farbigen in einer Kleinstadt. Damals hätte der Journalist vermutlich kundgetan, dass ein "Wilder", bestenfalls ein "Neger", der womöglich noch eine verdächtige rote Mütze trug, im Braunschweiger Stadtpark von braven Gendarmen gründlich kontrolliert, dann aber gnädiglich wieder frei gelassen wurde. Braucht unsere Gesellschaft, die doch angeblich ach so tolerant ist, ihre "Exoten" und Meldungen über diese? Vermutlich - und die kleinbürgerliche Presse bedient dieses Spießer-Verlangen gar trefflich.

Trans-Barbara
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dabei seit: 27.10.2008

Greta,

ich wollte es wäre so, wie Du es so superscharf formulierst und meinst, es sei so! Ich hege da  manche Zweifel! Zu diesem Geifer sind die meisten Lokaljournalisten doch gar nicht in der Lage! Die armen Säcke müssen ihre täglichen Zeilen liefern, ansonsten droht die Kündigung. Also sammelt man alles zusammen, was veröffenlichswert erscheint. An den Artikel über die 'Minirockalte' denken die noch nicht mehr nach.

 Dir und allen im Forum wünscht schöne Pfingsttage die Barbara!

 

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n/v
Danni
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dabei seit: 12.07.2006

...auch Polizeibeamte sind nur Menschen...

Aber schon mal was von Erregung öffentlichen Ärgernisses gehört? Und welche Behörde arbeitet rund um die Uhr? Und wer ist in solchen Fällen meistens als erstes erreichbar?

Für die eingesetzten Beamten war es mit hoher Wahrscheinlichkeit auch ein Exotenfall, über den sie anschließend schmunzelten, weil kein einschreiten seitens der Polizei nötig war.

Das wäre ein kurzer Bericht gewesen - und fertig! Nur irgend jemand in der Behörde meinte sich wichtig tun zu müssen und schob dieses der Presse unter. Nach meinen Wissenstand ist Braunschweig keine Kleinstadt. Also scheint dort nicht viel los zu sein, so daß sich die Presse darauf stürzte.

Danni

Heike_007
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dabei seit: 10.04.2006

Danni schrieb:
... Nach meinen Wissenstand ist Braunschweig keine Kleinstadt. Also scheint dort nicht viel los zu sein, so daß sich die Presse darauf stürzte.
Danni

Braunschweig hat nach eigenen Angaben 240.531 Einwohner (www.braunschweig.de). Das ist zwar nicht klein, aber auch nicht so richtig groß. Meine Heimatstadt Halle (Saale) hat fast die gleiche Einwohnerzahl, dort könnte die gleiche Geschichte haargenau so auch passiert sein.

Auch Städte dieser Größe sind häufig recht provinziell, auch wenn man das dort gar nicht gerne hört.

Bei mir mag ein Jeder nach seiner Fasson selig werden (Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg 1620-1688).

Wolfgang
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dabei seit: 27.02.2007

Nun,aus eigener Erfahrung kann Ich sagen,das Braunschweig eigentlich sehr tollerant mit Menschen unserer Art umgeht.Wenn man natürlich so auftritt wie die Person aus dem Bericht,würde man wohl überall aufsehen erregen.

Beate_R
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dabei seit: 03.02.2005

Trans-Barbara schrieb:
Barfuß ... Rasenmäher schieben

Des Leichtsinns fette Beute ? Oder ein Highlight für die Chirurgie ?

Um mal konstruktiv zur Provokation der Nachbarn  zurückzukommen: wie wärs denn mit 70-er Jahre-Plateustiefeln zum Röckchen?

 

 

Viele liebe Grüße

Beate 

Trans-Barbara
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dabei seit: 27.10.2008

'Grüß Dich, Beate!

Danke für Deine Fürsorge! Zur Beruhigung: Mein Rasenmäher ist eine mit Muskelkraft angetriebene Maschine und eilt mir im Betriebszustand immer im sicheren Abstand voraus!

Aber zum Thema zurück: Schau 'mal in meine Galerie!

Herzliche Grüße von Barbara

  

 

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