28.01.2010, 23:10 Uhr, RTL II: Endlich Frau, endlich Mann! Transsexuelle in Deutschland

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Tassi EX
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dabei seit: 02.05.2007

Jeanine schrieb:
Das Geschlecht in der Geburtsurkunde und die Sozialisation sind zwei vollkommen verschiedene Dinge. Tanja verrät durch ihre Stimme eindeutig ihre männliche Vergangenheit, da nutzen dann auch die vielen OPs nichts mehr.

 

So und jetzt mal langsam, damit auch du es verstehst!

Tanja hat ihre OP hinter sich  und alles bürokratischen Hürden ebenso - ganz im Gegensatz zu dir.

Ich weiß nicht, was für dich der Begriff genau bedeutet, doch vielleicht bist du ja auch nur ein Mann mit Perücke (der Begriff TG ist ja reichlich dehnbar und nein ich habe nichts gegen Transvestiten).

Aber wenn du magst, kannst du mir gerne deine Kontaktdaten nennen und wir werden die nächste Anfrage eines Senders an dich weiter leiten - bin mal gespannt, was da rauskommt.

Ich kenne sowohl Tanja als auch Kelly von unserem Portal - klar über Geschmack läßt sich streiten, dennoch würde ich mir nicht anmaßen, in irgend einer Weise so über die beiden zu sprechen, wie du das machst.

Wie auch bereits einem anderem Thread dargestellt, hatten wir erst kürzlich eine derartige Anfrage für einen Dreh in Hannover, welche wir ablehnten. Als wir dann die Reportage über das Tollhaus in Hannover sahen, standen selbst uns die Haare zu Berge, was da für eine Geschichte draus gestrickt wurde. Da wurde der Barkeeper als Stammfreier dargestellt usw. - nur damit die Geschichte für den Sender möglichst maximale Qoute bringt.

Und ja - es ist tatsächlich so, dass sehr viele Transsexuelle leider auf diese Weise Geld für operative Maßnahmen verdienen. Das die Geschichte von RTL II so dargestellt wird, dass es generell auf alle Transsexuelle zutrifft ist eine andere Geschichte.

 

Beate Nina
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dabei seit: 03.01.2009

Habe mit die Sendung gestern auch angetan und empfand sie wie ein an den Haaren herbeigezogenes C-Movie. Unabhängig von den schon genannten Punkten hinterließ die "Seelenlosigkeit" von Tanja bei mir  einen besonders faden Eindruck. Ich konnte darin keine innere Natürlichkeit entdecken und alles wirkte Maskenhaft und fürchterlich aufgesetzt. Unwillkürlich enstanden innere Bilder von Legobaukästen und nicht richtig zusammen gefügten Einzelteilen. Zusammengefasst ein Volltreffer in die Klischeekiste und gewohnt hirntoter Jornalismus in bester RTL2 Manier.

n/v
Roxanne
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dabei seit: 03.01.2006

Kleiner, leiser, ordnender Zwischenruf...

Schön, daß die Diskussion lebendig ist, aber bevor jetzt die Teller fliegen: Bitte beachten, daß persönliche Meinungen nicht immer jederfraus Beifall finden, aber daß sie durchaus erwähnt werden dürfen...:mgreen:

Natürlichkeit ist langweilig    

tina666 EX
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dabei seit: 19.11.2009

Tassi finde dein beitrag cool :mgreen: :mgreen:

Kirsten EX
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dabei seit: 19.01.2008

Inga-M schrieb:
Aus Erfahrung behaupte ich mal, daß zum Thema Trans* arte und 3sat die besseren, dafür leider selteneren Berichte bringt.

 

Oder Vox. Ich fand die zwei Stern-TV-Reportagen und die Spiegel-TV-Reportage letztes Jahr eigentlich ganz gut.

Kimber EX
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dabei seit: 05.05.2009

Es gibt bei der Thematik nur zwei Arten von Reportagen:

Langweilige und reisserische.

Wenn man sich aufregen möchte, schaut man eben letzteres Format.

Doug hatte Recht: Macht´s gut und danke für den Fisch.

tanjak
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dabei seit: 08.03.2005

Roxanne schrieb:
michela schrieb:
Für die Mehrheit der Betroffenen wäre es daher wünschenswert, wenn die Medien zu einem unentspannten Umgang mit dem Thema beitragen würden.
Liegt es nicht auch zu einem Teil an euch selbst? Wenn sich keine normal Lebende für einen Fernsehbericht zur Verfügung stellt, erscheinen die auch nicht im Fernsehen. Jetzt werden die Argumente kommen: "Die Medien suchen doch nur schillernde Erotikbeispiele um Sensation zu machen."Mag ja bei manchen Sendern sein, aber bei fast allen Anfragen verschiedenster Sender, die ich in den Foren der letzten Jahre mitbekommen habe, wollte sich keine melden.

Ich habe mal an RTL 2 geschrieben und wollte mich für eine Sendung bewerben. Es kam zurück das ich nicht Medienwirksam genug sei und man deswegen kein Interesse habe.

Die wollen gar keine "normalen" Menschen zeigen, selbst wenn sich welche zur Verfügung stellen.

Inga-M
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dabei seit: 18.03.2005

Es ist wohl leider so, daß gelebte Normalität zu langweilig ist. Man

ist erst "medienwirksam" genug, wenn man ganz oben oder ganz

unten angekommen ist.

 

Sollte uns das nicht unglaublich froh stimmen? Die meisten von uns

sind doch weit weg von den Extremen.

 

lG von der grauen  , Inga

P.M.O.S.F

Rapunzel
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dabei seit: 16.04.2006

Smile Inga, du bist richtig!

Levve un levve losse!

Ronja S. EX
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dabei seit: 01.04.2008

Zum Thema Finanzierung von medizinischen Maßnahmen muß ich hier zwingend noch ein paar Fakten schreiben bzw. Fragen stellen!

Zitat

"Und ja - es ist tatsächlich so, dass sehr viele Transsexuelle leider auf diese Weise Geld für operative Maßnahmen verdienen. Das die Geschichte von RTL II so dargestellt wird, dass es generell auf alle Transsexuelle zutrifft ist eine andere Geschichte."

Ja, Tassi, die Geschichte von RTL2 mag sicher eine andere sein. Aber ich weigere mich zu glauben bzw. halte ich diese Aussage für unbelegt, dass sich sehr viele Transsexuelle - Du schriebst es - prostituieren, um Geld für operative Maßnahmen zu verdienen. Ich würde Dich außerdem bitten, einmal darzulegen, auf welche operativen Maßnahmen Du Dich berufst. Es wäre sehr interessant, das im Zusammenhang der Thematik zu wissen! Ich versuche im Rahmen unserer SHG Betroffenen zu helfen, aber eine solche Aussage ist mir noch nicht untergekommen. Und ich kenne keine Personen, die auf der Basis Prostitution Geld verdienen. Ich selbst bin Empfängerin des ALG II, aber ich sähe keine Veranlassung, mich prostituieren zu müssen; um etwa meinen Lebensunterhalt zu bestreiten oder meine medizinischen Notwendigkeiten bezahlen zu können. Das wäre ein Unding und vollkommen undenkbar!!!

Eine geschlechtsangleichende Operation wird von der gesetzlichen Krankenkasse getragen. In der Aussage des Filmbeitrages wurde es anders dargestellt, nämlich, dass sich Transsexuelle ihre medizinischen Maßnahmen selbst erarbeiten müßten. Das ist falsch! Und wer einen solchen Müll für bare Münze nimmt, darf sich gern in die Kategorie "Falschgeld" einordnen. Und andererseits, ich strebe selbst in mittelbarer Zeit die gaOP an, und ich habe keine Sorge über die Kostenübernahme meiner OP. Gesonderte Sachen wie z. B. Brustepithesen übernimmt keine Kasse, aber alle anderen Maßnahmen, angefangen von der HET, gaOP bis hin zur dauerhaften Haarentfernung im Gesicht wird von den Kassen übernommen.

Meine Frage ist, welche medizinischen oder operativen Maßnahmen (abgesehen von RTL2) müssen durch Verdienste wie z. B. Prostitution finanziert werden, da es wohl keine andere Möglichkeit der Finanzierung zu geben scheint? Und weshalb, wenn die Krankenkasse diese eh zu zahlen verpflichtet ist? Das verstehe ich nicht, aber ich werde bestimmt schnell aufgeklärt!?

 

 

 

Lebe Dein Leben wie du selbst, und Du wirst überrascht sein, was Du alles kannst.