28.01.2010, 23:10 Uhr, RTL II: Endlich Frau, endlich Mann! Transsexuelle in Deutschland

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Tassi EX
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@Roxanne ... *lächel* ich weiß doch ...

Glaube mir, ich seh das eh alles recht entspannt- egal ob es um Transsexuelle oder Tansvestiten geht Wink

Jeanine EX
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ich finde auch die Darstellung von Gino genau so schlecht. Der Zuschauer meint, alle TVs seien homosexuelle Drag Queens. Das entspricht definitiv nicht der Realität. 90 % der TVs, die ich kenne, sind heterosexuell und keine Fetisch-Transen.

Und Tanja ist keine Frau, sondern eindeutig als TS erkennbar. Sobald sie nur den Mund aufmacht, verrät sie sich durch ihre Stimme. Nur Insider können da einen minimalen Einfluss von Hormonen raus hören, für alle anderen eindeutig männlicher Klang. Aber so einer Prostituierten kann das nicht erklärt werden.

Girlie be all you can be

Shima
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Jeanine schrieb:
ich finde auch die Darstellung von Gino genau so schlecht. Der Zuschauer meint, alle TVs seien homosexuelle Drag Queens. Das entspricht definitiv nicht der Realität. 90 % der TVs, die ich kenne, sind heterosexuell und keine Fetisch-Transen. Und Tanja ist keine Frau, sondern eindeutig als TS erkennbar. Sobald sie nur den Mund aufmacht, verrät sie sich durch ihre Stimme. Nur Insider können da einen minimalen Einfluss von Hormonen raus hören, für alle anderen eindeutig männlicher Klang. Aber so einer Prostituierten kann das nicht erklärt werden.

1. Bei der Sendung ging es um Transsexuelle in Deutschland., also nicht um TVs. Von dem her hätte dieser Gino oder die anderen Drag-Queens sowieso nicht in diese Sendung gehört

2. Haben die Hormone keinerlei Einfluss auf die Stimme von transsexuellen Frauen. Tanja ist eine Frau, weil sie bereits eine Genital-Angleichung hatte und laut geltendem deutschen Recht deshalb wahrscheinlich über einen weiblichen Personenstand inklusive einer weiblichen Geburtsurkunde verfügt.

Jeanine EX
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Shima schrieb:
Tanja ist eine Frau, weil sie bereits eine Genital-Angleichung hatte und laut geltendem deutschen Recht deshalb wahrscheinlich über einen weiblichen Personenstand inklusive einer weiblichen Geburtsurkunde verfügt

Das Geschlecht in der Geburtsurkunde und die Sozialisation sind zwei vollkommen verschiedene Dinge. Tanja verrät durch ihre Stimme eindeutig ihre männliche Vergangenheit, da nutzen dann auch die vielen OPs nichts mehr.

 

Girlie be all you can be

Shima
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@Jeanine

Was regst Du Dich deshalb auf? Tanja hat um ihre transsexuelle Vergangenheit ja schließlich kein Geheimnis gemacht. Vom Gesetz her ist sie dennoch eine Frau. Gut möglich, dass Dir das nicht passt, ändern wird es daran aber nichts. Wink

Und was die Sozialisation anbetrifft. Übers Rotlicht mag man ja denken, wie man will. Dennoch machte Tanja auf mich den Eindruck, als ob sie dauerhaft mit einer weiblichen Sozialisation leben würde.

 

Jeanine EX
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Shima schrieb:
Tanja hat um ihre transsexuelle Vergangenheit ja schließlich kein Geheimnis gemacht. Vom Gesetz her ist sie dennoch eine Frau. Und was die Sozialisation anbetrifft. Übers Rotlicht mag man ja denken, wie man will. Dennoch machte Tanja auf mich den Eindruck, als ob sie dauerhaft mit einer weiblichen Sozialisation leben würde.

aufgrund der männlichen Stimme gibt es für Tanja keine weibliche Sozialisation, das Gesetz interessiert mich nicht

Girlie be all you can be

Ronja S. EX
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Jetzt habe ich mir alle Beiträge durchgelesen und muß zwangsläufig noch einen Beitrag zum Thema hinzufügen.

Mir ist aufgefallen, dass niemand über die mehrfache Aussage gestolpert ist, dass Kelly, die Mitbewohnerin sich das Geld für die gaOP mittels Prostitution zusammensparen bzw. verdienen muß. Abgesehen vom schon vornherein dürftigen und teils wahrheitlich bedenklichen Gesamtkonzept führt diese (mehrfache) Aussage m. E. die Authentizität der Produktion endgültig ad absurdum. Vermutlich hat entweder der entsprechende Redakteur seine Hausaufgaben nicht sorgfältig genug erledigt oder die Medienfirma, die diesen Film produzierte, hat unfähige Mitarbeiter oder solche, die dem Thema Transsexualität unaufgeschlossen oder unwissend (vllt. kontraproduktiv) gegenüberstehen.

Ich mache mir wirklich Gedanken darüber, welcherart Schaden eine solche Sendung verursacht. Und da ich einige Zeit im Einzelhandel in der Kundenbetreuung gearbeitet habe, kenne ich eine Faustregel, die auch hier anzuwenden ist: eine einzige schlechte Kundenmeinung macht zehnmal mehr Schaden als 10 gute. Und so sehe ich es hier auch. Somit werden z.B. Bestrebungen zur Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung behindert und erschwert.

Und ich wünschte mir, dass auch öffentlich-rechtliche Sender (Heike schrieb es schon) das Thema endlich mal in einer sachlichen und informativen Weise aufgreifen würden. In der "Zahlungsaufforderung" in diversen Fernsehwerbespots der GEZ ist ja die Rede davon, dass man unabhängige und seriöse Medien braucht... Wink

Noch eins:

Roxanne schrieb:

1) Der Titel "Transsexuelle in Deutschland" ist sehr unpassend. Weder Tanja noch Gino sind als TS zu bezeichnen. Die eine ist nun rechtlich Frau, Gino ist DragQueen. Nur die Freundin Kelly ist aktuell transsexuell.

2) Gino ist nach meinem Empfinden sehr positiv dargestellt. Kommt witzig und lebensfroh rüber. Ich meine Sheilas Bedenken waren unbegründet.

3) Tanja erscheint weniger sympathisch. Sie tritt recht arrogant auf, obwohl die vielen Operationen ziemlich viel verwurstet haben. Der männliche Körperbau mit den künstlichen Brüsten, die wie aufgepappt aussehen, gefällt mir überhaupt nicht. Dann frage ich mich, ob sie ein Gebiss trägt, weil sie so spricht, als wenn sie den Mund nicht aufmachen darf, damit nichts rausfällt. Kann aber auch an den Wangenknochen liegen, wo Kaffeetassen einoperiert wurden. Bei einem Casting für einen billigen Nacktkalender, den sich Bauarbeiter in den Spind hängen, würde sie durchfallen.

4) Tanja trägt mit 44 zum ersten Mal ein Korsett? Ich lach mich tot....

5) RTL macht die Aufnahmen von der GaOP auf den PC-Bildern unkenntlich. Wie albern ist das denn?

6) Was die DragQueens da zur körperlichen "Mutation" zeigen, ist ziemlich primitiv. Alf scheut sich den Penis zu verstecken "Könnt ja wehtun"  und von Silikonprothesen haben sie scheinbar noch nie gehört. Stopfen sich den BH mit Socken aus! Da hat ja jede TG-Anfängerin mehr im "Werkzeugkasten". Ich würde mich nicht wundern, wenn die noch nie etwas von Epilation gehört haben.

Roxi, ich habe ähnliche, wenn nicht sogar fast identische Ansichten! 

Bei meinereiner und meinem Umfeld ist dieser Filmbeitrag als "generell durchgefallen" klassifiziert worden. Vergleichsweise zu einem in der Schule geschriebenen Aufsatz hieße es hier: Thema verfehlt! Sechs, setzen.

Ich wünsch allen ein schönes WE!

LG Ronja

 

Lebe Dein Leben wie du selbst, und Du wirst überrascht sein, was Du alles kannst.

tina666 EX
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Jeanine

 

Was meinst du wie viele Transsexuelle Frauen eine Männliche Stimme haben?

Möchtest du Mann oder Frau sein jetzt echt nur an der Stimmer ausmachen?

Ich kenne auch genug Bio Frauen die eine Stimme haben wie ein Mann der extrem viel Raucht.

Sorry  dein Beitrag regt mich voll auf!!!

Minolfa
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In Second Life betreibe ich eine Info-Station für Transgender (und sonstige Interessierte). Dadurch kamen auch mehrfach Reporter von Internet-Zeitungen, Blogs oder dergleichen auf mich zu. Es ist nicht so, dass ich mich Reportern grundsätzlich verweigere. Nur gibt es ganz klar zwei unterscheidbare Richtungen. Manche sind an Sachinformationen interessiert und verzichten auf eine Verknüpfung mit meiner realen Identität. Mit denen komme ich zusammen, auch wenn das Niveau noch so tief gelegt ist:

- Dead Link -

Interessant sind auch die Kommentare, nämlich dass der Vorschlagenden und der Reporterin sehr wohl die Problematik eines Outings bewusst sind.

Auf eine Mail-Anfrage eines anderen Reporters antwortete ich:

Zu einem schriftlichen Interview wäre ich bereit, sowohl per Text-Chat in SL als auch klassisch per Mail. Mein Avatarname darf genannt werden, meine reale Identität (Michela X.) nicht. Es gibt viele Leute in meinem Umfeld, die nichts von meiner männlichen Vergangenheit wissen ... und das soll nach Möglichkeit auch so bleiben.

Es kam keinerlei Antwort mehr, nicht mal ein "sorry, wir haben es uns anders überlegt".

Wenn die Medien von den Outing-Shows abrücken und sachorientierte Produktionen machen, dann kann ich mir eine Kooperation vorstellen. Im Fernsehen könnte man zum Beispiel Spielszenen mit Schauspielern nachstellen, oder den Kopf von hinten zeigen.

Shima
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Jeanine schrieb:
Shima schrieb:
Tanja hat um ihre transsexuelle Vergangenheit ja schließlich kein Geheimnis gemacht. Vom Gesetz her ist sie dennoch eine Frau. Und was die Sozialisation anbetrifft. Übers Rotlicht mag man ja denken, wie man will. Dennoch machte Tanja auf mich den Eindruck, als ob sie dauerhaft mit einer weiblichen Sozialisation leben würde.
aufgrund der männlichen Stimme gibt es für Tanja keine weibliche Sozialisation, das Gesetz interessiert mich nicht

Glaub mir Schätzchen, den deutschen Rechtsstaat interessiert es nicht im geringsten, wie Du darüber denkst. Und ich glaube, Tanja ist es ebenfalls egal, wie jemand wie Du über sie denkt. Wink

Wer weibliche Sozialisation alleine an der Stimme fest macht, nehme ich persönlich sowieso nicht für voll. In diesem Sinne verabschiede ich mich von Dir.