GLÜCK AUF! Die Steigerin kommt

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Triona
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GLÜCK AUF, GLÜCK AUF! Die Steigerin kommt.

Und sie hat ihr helles Licht bei der Nacht

schon angezünd't.

 

Ich hab es schon immer gewußt, obwohl es selbst von vielen Bergmännern immer wieder angezweifelt wird. Lange schon habe ich gesucht nach aussagekräftigen Beweisen. Jetzt gibt es eine Dokumentation über Frauen im Bergbau - auch unter Tage.

http://www.das-glueck-da-unten.de/dgdu.htm

Zeitzeugen berichten über ein fast unbekanntes Kapitel deutscher Geschichte.

In den Jahren 1946 bis 1949 herrsche einerseits ein drückender Mangel an Bergleuten in der DDR, so daß auch Frauen angeworben wurden - trotz offiziellem Verbot der Arbeit von Fauen im Bergbau unter Tage. Da der Mangel an Bergleuten durch den enormen Bedarf der Wismut im Uranbergbau und deren bessere Essensrationen und Bezahlung viele Bergleute dorthin gehen ließ, stellte sich bald auch in anderen Bergbauzweigen dieser Mangel ein. Was auch dazu führte, daß Frauen im Steinkohle, Kupfer- und Salzbergbau Arbeit fanden,

Andererseits gab es zahlreiche Kriegswitwen, die ihre Famlien nicht anders ernähren konnten, als durch die Sonderrationen und die bessere Bezahlung im Bergbau unter Tage - hier wieder besonders im Uranbergbau, aber auch anderswo.

Aufschlußreich ist auch, wie in der DDR ab dem Ende der 1950-er-Jahre wieder von oben versucht wurde, die zwischenzeitlich beschlossenen und vielerorts auch in die Tat umgesetzten Gesetze zur Gleichstellung von Frauen wieder zu unterhöhlen. Dies geschah auch unter erheblichem Druck von Außen, da die DDR in dieser Zeit starke Bestrebungen um internationale Anerkennung als Staat unternahm. Ob dies der maßgebliche Grund war, oder ob das auch anderen Interessen entgegen kam, will ich hier mal dahingestellt sein lassen. Jedenfalls wurden die Frauen nach und nach wieder aus der Untertagearbeit herausgedrängt. Einige wehrten sich erfolgreich dagegen. Einige wenige arbeiteten dort bis zu ihrem Ruhestand.

Seit 2009 in der EG derartige Beschäftigungsverbote nicht mehr Gesetz sein dürfen, haben wieder 2 Frauen eine Ausbildung in einem Bergmännischen Beruf aufgenommen.  Über die Lage im akademischen Bereich heute wird in der Dokumentation allerdings nicht eingegangen.

 

liebe grüße

triona

Aw, Thou beloved, do hearken to the Banshee's lonely croon!

sinn féin - ça ira !

Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

claudiaw
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Erinnere mich noch immer an meine erste Begenung mit 'ner Vermessungssteigerin bei Lansing Salt in Ithaka/NY (der Typ, der ihr den Theo hinterher trug hatte bestimmt nichts zu lachen) ... und an die Maschinenfahrerinnen in der Steinkohle untertage in WV, allerdings aufgrund von Umgebung und Kleidung kaum irgendeinem, geschweige denn dem weiblichen Geschlecht zuzuordnen waren, außer, sie machten den Mund auf ...

Außer Geologinnen, die es "ausgehalten haben, u. T. Praktukum zu machen oder bei den allfälligen Grubenfahrten während des Studiums habe ich das weibliche Geschlecht in der Umgebung eher selten erlebt ... Transen gibt's dort - außer mir - aber auch ... erinnere mich mal an eine Begegnung vor ca. 10 Jahren auf einer Party, wo rauskam, dass die "Kollegin" im Salzbergbau Bohrwagen fährt Smile (und ich habe die Dinger vor ca. 20 Jahren bei der SMAG noch gebaut ... )