Reportage auf ORF2

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Triona
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Fr, 31.07.2009 - 21:20 Uhr

REPORTAGE

(VPS 21:20)
Stereo
16:9
ORF 2 Europe
Länge: 36min

Wiederholung am
01.08.2009, 03:20

(Teletext S.777)

  

  AM SCHAUPLATZ
DER KLEINE UNTERSCHIED 
 Die Grenze zwischen männlich und weiblich verläuft fließender als es die Gesellschaft wahrhaben will. Über Jahre begleitet 'Am Schauplatz' eine junge Frau, die durch viele Operationen zum Mann wird. Und trifft einen Mann, der sich als Mischwesen zwischen den Geschlechtern definiert - aber als Frau lebt.
 
 Frau wird Mann
  "Niemand darf hier wissen, dass ich einmal eine Frau war. Sonst wäre ja alles umsonst gewesen", erzählt uns Finn, als wir ihn vor kurzem in Australien besucht haben. Dorthin ist er vor Jahren ausgewandert, weil es erfahrene Spezialisten für Geschlechtsanpassende Operationen gibt. Außerdem wollte die junge Frau sich in Österreich nicht als 'künstlicher Mann' zum Gespött machen lassen.

 ...

Aus Toni wird Moni
  Monique Justl (*) fühlt sich als Mischwesen zwischen den Geschlechtern. Sie ist als Mann geboren, die Rolle ist ihr aber längst zu eng geworden. "Ich bin ein Mann-Weib oder ein Weib-Mann, eine Transfrau, da es das in unserer Gesellschaft aber nicht gibt, lebe ich als Frau." Eine Operation zum anderen Geschlecht käme für Moni niemals in Frage. "Für mich wäre das nicht nur eine Verstümmelung meines Körpers sondern auch meiner Seele", sagt Moni. Ablehnung durch die Gesellschaft ist ihr egal. Die Menschen müssten eben lernen, dass es mehr gibt als nur Mann und Frau.

...  

Eine Reportage von Christine Grabner und Alfred Schwarz.

(*) auch bekannt als Monique Dumont

 

Liebe Grüße

Triona

Aw, Thou beloved, do hearken to the Banshee's lonely croon!

sinn féin - ça ira !

Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

Roxanne
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Über die Sendung und Moniques Ansinnen zur PÄ-Änderung wird in der Fischdose ja heftig gestritten.

Wiederholung der Sendung auf 3Sat am Mittwoch, den 05.08.2009 um 18:00 Uhr

Natürlichkeit ist langweilig    

jasminchen
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Das mit der Verstümmlung finde ich krass. Wer so heftig ragiert, wüncht es sich selbst meist sehnlichst. Ansonsten st der Ausdruck anmaßend und beleidigend Transfrauen gegegenüber, die halt ein anderes Lebensmodell inkl. gaOP haben.

 

LG C.J.

Jestem prawda, nie mam tajemnicy.

Extra Gottingam non est vita, et, si est, non est ita. Cogito ergo sum

Hrad přepevný jest Pan Bůh náš ….

 

http://en.wikipedia.org/wiki/Prime_Directive

 

Shima
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jasminchen schrieb:
Das mit der Verstümmlung finde ich krass. Wer so heftig ragiert, wüncht es sich selbst meist sehnlichst. Ansonsten st der Ausdruck anmaßend und beleidigend Transfrauen gegegenüber, die halt ein anderes Lebensmodell inkl. gaOP haben.

 

 

Ich finde es okay, wie sie das sieht. Offenbar scheint sie ja mit ihrem männlichen Körper und ihrem Genital sehr gut zurecht zu kommen. In ihren Augen scheint es dann halt eine Verstümmelung zu sein, wenn ihr zwischen den Beinen plötzlich was fehlt. Das heißt ja hoffentlich aber nicht, dass sie transsexuelle Frauen, die sich ihrem gefühlten, empfundenen und wahren Geschlecht angleichen lassen, als verstümmelte Menschen ansieht. Ich glaube jedenfalls nicht, dass sie darüber wirklich so denkt. Sie beleidigt mich persönlich nicht, wenn sie eine GaOP bei sich selbst als Verstümmelung ansehen würde. Im Gegenteil wär es wohl ein arger Fehler, wenn sie sich mit so einer Einstellung operativ einer Frau angleichen lassen würde.

Hauptsache sie ist mit ihrem Leben glücklich!

 

Triona
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dabei seit: 05.10.2007

jasminchen schrieb:
Das mit der Verstümmlung finde ich krass. Wer so heftig ragiert, wüncht es sich selbst meist sehnlichst. Ansonsten st der Ausdruck anmaßend und beleidigend Transfrauen gegegenüber, die halt ein anderes Lebensmodell inkl. gaOP haben.

 

Und in gewissem Sinne hat Monique doch recht mit Verstümmelung.

Schließlich wird ein organisch meist funktionierendes und an sich "gesundes" Körperteil weggeschnitten, bzw. eigentlich zerschnitten (um etwas anderes daraus zu machen).

Das dabei entstehende Gesundheitsrisiko ist sehr hoch - für manche sogar lebensgefährlich.

Und ob das neue dann nach der OP den Anforderungen und Ansprüchen genügen wird, läßt sich vorher nie sagen. Die Fälle sind ja gar nicht so selten, wo vorher körperlich "gesunde" Menschen am Ende mit Inkontinenz, Stoma, Nekrosen, ständigen Schmerzen, zahlreichen Nach-OP, fehlender sexueller Empfindungsfähigkeit usw. weiterleben müssen. 

Ähnliches gilt zB auch für die Hormontherapie - die Monique für sich konsequenterweise auch ablehnt.

Daß diese "Verstümmelung" im Fall von TS häufig gewünscht + ersehnt wird, weil sie ja ein äußerst ungeliebtes Körperteil loswerden wollen + dafür meist ein anderes draus gebaut haben wollen, steht auf einem ganz anderen Blatt. Aber an den Tatsachen ändert sich dadurch nichts.

Diesen Wunsch herabzusetzen zu wollen, wenn man ihn selber nicht hat, wäre allerdings wirklich unangebracht, wie Shima schon sagte. Aber so habe ich Monique auch nicht verstanden. Hat sie auch nicht gesagt.

Schließlich gibt es eben verschiedene unterschiedliche Lebensmodelle, die jedes für sich für den / die jeweils Bertoffene/n Gültigkeit haben + die für diese vor allem lebbar sein müssen. Und diese müssen von allen anderen akzeptiert werden, so lange dadurch niemand anderes zu Schaden kommt.  Eines gegen ein anderes ausspielen zu wollen, würde uns doch wieder nur sinnlos spalten.

 

Liebe Grüße

Triona

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Shima
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dabei seit: 18.01.2009

Triona schrieb:
Diesen Wunsch herabzusetzen zu wollen, wenn man ihn selber nicht hat, wäre allerdings wirklich unangebracht, wie Shima schon sagte. Aber so habe ich Monique auch nicht verstanden. Hat sie auch nicht gesagt.

 

 

Die Fernsehsendung habe ich nicht gesehen. Ich habe nur Dein Eingangsposting gelesen in dem ja Moni darin zitiert wird: "Für mich wäre das nicht nur eine Verstümmelung meines Körpers sondern auch meiner Seele"

In diesem Satz spricht sie ja nur von sich persönlich und nicht über andere.

 

Für jede(n), der/die sich mit seinem/ihrem männlichen Körper im Einklang fühlt, mag eine GaOP oder eine HRT eine Verstümmelung sein. Für eine transsexuelle Frau hingegen, die sich nichts sehnlicher wünscht, als ihren Körper ihren Empfindungen und Gefühlen angleichen zu lassen, ist eine GaOP oder HRT sicherlich keine Verstümmelung, sondern eher eine Erlösung. Für mich persönlich war die GaOP ein voller Erfolg, also alles andere als eine Verstümmelung. Ein Verzicht auf eine GaOP hätte mich nicht nur psychisch komplett am Rad drehen lassen und früher oder später ins Grab gebracht, sondern wär für mich als heterosexuelle Frau auch einem Verzicht auf meine gelebte weibliche Sexualität gleich gekommen.

 

Die GaOP habe ich für mich nicht als Verstümmelung angesehen, sondern als Korrektur-OP eines anatomischen Geburtsfehlers. Eine Verstümmelung wär es für mich, wenn man einen Kerl einer GaOP unterziehen würde, obwohl bei ihm nicht der Wunsch, das Bedürfnis und die Notwendigkeit einer anatomischen Angleichung ans weibliche Geschlecht besteht. Und dann gibt es natürlich auch noch etliche Menschen, die zwischen den Geschlechtern leben und sich damit locker arrangieren können. Auch für solche Menschen mag eine GaOP eine Verstümmelung sein. Vielleicht könnte man Moni zu solch „zwischengeschlechtlichen“ Menschen zählen. Darüber vermag ich kein Urteil ab zu geben, kenne sie ja nicht persönlich. Sich körperlich einer Frau angleichen lassen, will sie aber offensichtlich nicht, zumal sie ja eine GaOP ans weibliche Geschlecht für sich persönlich als Verstümmelung ihres männlichen Genitals ansieht. Wär ja schlimm, wenn sich eine Person mit einer solchen Einstellung operieren lassen würde.

 

Eine GaOP jedoch generell und pauschal als Verstümmelung anzusehen und komplett in Frage zu stellen, weil eine solche Operation für einem selbst nicht in Frage kommt, wäre eine anmaßende Respektlosigkeit gegenüber aller Post-OP´s, die nach ihrer GaOP endlich glücklich, normal und zufrieden leben können. Einem Menschen, der eine solche pauschalisierende Aussage trifft, nur weil er selbst davon nicht betroffen ist oder eine solche OP für sich persönlich ablehnt, würde es dann jedenfalls an Empathie, Toleranz und Verständnis fehlen.

 

Ronja S. EX
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dabei seit: 01.04.2008

Roxanne schrieb:
Über die Sendung und Moniques Ansinnen zur PÄ-Änderung wird in der Fischdose ja heftig gestritten. Wiederholung der Sendung auf 3Sat am Mittwoch, den 05.08.2009 um 18:00 Uhr

Leider hab ich keine Schüssel und das nicht sehen können. Und am 5.8. bin ich beim Gutachter. Bleibt nur, den VCR zu programmieren und zu hoffen, daß es so auch gesendet wird! Na mal sehen..

 

Lebe Dein Leben wie du selbst, und Du wirst überrascht sein, was Du alles kannst.

Cathrine
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dabei seit: 30.04.2007

Jedem das seine und mir das meine. Ich bin für GA-OP.

Wenn ich mit einem Schwanz hätten leben wollen wäre ich ein Mann geblieben und Homosexuell geworden.

Nicht das ich was gegen Transsexuell mit Schwanz habe aber für mich wäre es halt nichts weil ich ja auch Äusserlich eine Frau sein will!!, und kein Zwidder oder sonst was.

n/v
Triona
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Hallo Ronja + andere.

Ich hab die Reportage auf VHS-Video (Magnetband). Nur die ersten paar Minuten fehlen, da es früher begonnen hatte.

Wer es ausleihen will + evtl sogar eine Möglichkeit hat, das Band zu kopieren, mag sich ja bei mir melden.

 

Liebe Grüße

Triona

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