Lindenstraße

10 Antworten [Letzter Beitrag]
TV Regiene
Bild von TV Regiene
Offline
dabei seit: 02.08.2005

Immer wieder Sonntags, mit allen Varianten des Lebens. Da müsste sich doch eigentlich auch mal ein Mensch, Paar oder auch eine kleine Gruppe mit unserem Lebensstiel befassen und immer mal wieder zeigen. Denn ich könnte mir vorstellen, wenn es gut rüber gebracht wird, kann dies für uns in der Gesellschaft mer Verständnis und Aufmerksamkeit bedeuten. Den ich kenne keine andere Serie die so regelmäßig geschaut wird ob wohl viele sagen ich doch nicht.

Triona
Bild von Triona
Offline
Reale Person
dabei seit: 05.10.2007

Und meinungsbildend scheint mir das obendrein zu sein. Ich kenne so manche Leute, die haben z.B. über Schwule und Lesben außer Gerichtsschau u.a. Sendungen im Revolverblatt-Stil :roll: noch kaum etwas anderes zu Gesicht bekommen als Lindenstr. (bzw. in neuerer Zeit bezügl. Lesben noch Ulrike Folkerts / Lena Odenthal)

Liebe Grüße
Triona

Aw, Thou beloved, do hearken to the Banshee's lonely croon!

sinn féin - ça ira !

Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

Liv-Marit Norton
Bild von Liv-Marit Norton
Offline
Reale Person
dabei seit: 13.02.2006

Gibt es die "Lindenstraße" wirklich noch....?? Ein Urgestein......

Ich habe damals in den Anfängen ab und an mal geschaut....anyway, long time ago.

Wenn das Thema vernünftig "angepackt" wird, wäre es ja nur begrüßenswert.
An anderer Stelle wurde hier schon mal berichtet, dass die Schwulen- und Lesbenthematik beinahe schon den Status der Normalität erhalten habe.

So wird es sich auch mit unserer "Species" entwickeln. Die Medien brennen darauf, neue Themen zur Erhaltung der Einschaltquoten zu kreieren.

Seriösität anstatt Voyeurismus in der Berichterstattung oder Einarbeitung sollte hier allerdings oberste Priorität haben.

Eine echte Vision entwickelt ihr Eigenleben !

Moni-Ka
Bild von Moni-Ka
Offline
Reale Person
dabei seit: 21.01.2007

Keiner liest die Bild-Zeitung...
Keiner geht zu McDonald's...
Keiner wählt die CDU...
Keiner schaut die Lindenstraße...

...doch, letzteres tu ich häufig. Daß das "T-Thema" dort noch nicht angepackt worden ist, wundert mich allerdings auch.

Liebe Grüße

Monika

"A little bit of Monica in my life" (Lou Bega, Mambo No. 5)

Inga-M
Bild von Inga-M
Offline
Reale Person
dabei seit: 18.03.2005

Damals, als "Lindenstraße" anfing Kult zu
werden, habe ich mir eine Folge angesehen.
Bis zum Schluß. Und ich sah funzeliges Licht,
ein Farbspektrum von schwarz über grau bis
braun und angespannte, gestreßte Gesichter.
Dafür brauchte ich keinen Fernseher, das hatte
ich zuhause.

CDU habe ich genau 2X gewählt - beim 1.X hat sich
der Ministerpräsi totgebadet... beim 2.Versuch, bei
"Birne" hat es nicht geklappt. Lang ist's her.

Es geht - manchmal - nichts über einen Burger!

Zur Blöd"zeitung" habe ich an anderer Stelle schon
geschreibt.

Aber zurück zum Thema: Falls mal eine Tranny gesucht
wird, können die mich ruhig zum Casting einladen.
Ich ziehe außerdem ein Bein nach und decke damit
gleich zwei Minderheitengruppen ab. Multitasking
eben.

Grietz, ze Inga

P.M.O.S.F

Kirsten EX
Bild von Kirsten EX
Offline
Reale PersonEhemaliges Mitgllied
dabei seit: 19.01.2008

Die Lindenstraße ist ja auch sonst immer so um die Verknüpfung von Realität und Fiktion bemüht (langjährige GuckerInnen wie ich erinnern sich vielleicht an Klausis Aktivitäten bei Robin Wood).

Vielleicht sollten die echt mal einen Schauspieler/eine Schauspielerin casten, der/die sich gerade auf den Weg der Transition begibt - das wär doch mal was. Dr. Carsten Flöter ist dann der Hausarzt von unserem T-Girl oder T-Boy. Smile

Natürlich fände ich auch die Vorstellung reizvoll, dass plötzlich jemand aus der Stammbesetzung feststellt, eine vom Körper abweichende Geschlechtsidentität zu haben. Nur für den betreffenden Schauspieler/Schauspielerin stelle ich mir das doch ein bisschen anstrengend vor auf die Dauer.

PS: Schäme mich nicht, auch mal die Bild in der S-Bahn gelesen zu haben, und zu McDonalds gehe ich auch manchmal.

Minolfa
Bild von Minolfa
Offline
Reale Person
dabei seit: 06.12.2007

Kirsten schrieb:
Vielleicht sollten die echt mal einen Schauspieler/eine Schauspielerin casten, der/die sich gerade auf den Weg der Transition begibt ... Nur für den betreffenden Schauspieler/Schauspielerin stelle ich mir das doch ein bisschen anstrengend vor auf die Dauer.

Hallo Kirsten,

Schauspieler (mit hinreichender Qualifikation fürs Fernsehen) sind selten und Transidente erst recht. Die Kombination wäre für eine Produktionsfirma schon ein ziemlicher Lottogewinn. Außerdem glaube ich nicht, dass das Publikum so geduldig wäre, 3 Jahre lang zu verfolgen, wie sich die meiste Zeit eben nichts von außen sichtbares tut.

Dahingegen glaube ich, dass es für einen Schauspieler (und die Maskenbildner) überhaupt kein Thema ist, einen Transidenten zu spielen. Wenn jemand die Rolle eines Massenmörders, Außerirdischen oder Staatsmannes spielt, hat er ja gewöhnlich auch keine persönliche Erfahrung damit. Ein guter Schauspieler muss sich durch Lektüre und eventuell Interviews in die Rolle einfühlen können, ohne selbst betroffen zu sein.

Prinzipiell fände ich es für eine Unterhaltungsserie aber sowieso passender, das Transgender-Thema mit einem Transvestiten zu beginnen. Da ist einfach die Spaß-Komponente viel größer, als bei der medizinlastigen TS.

Liebe Grüße, Michela

Gast
Bild von Gast

Hallo Lindenstraßenfans!

Ja, es gibt sie noch, doch habe ich eine Ewigkeit nicht mehr rein gesehen.

Wie viele der Lindenstraßen-Schauspieler hat denn wirklich eine Schauspielschule besucht? Wohl wenige. Hm, sollte man mal die Lindenstraße anschreiben? Also als TV würde ich mich melden. Schauspielern scheine ich zu können, sagt zumindest meine Ex-Frau. Laughing out loud

Gruß

Tanja

seamstress
Bild von seamstress
Offline
Reale Person
dabei seit: 10.06.2007

michela schrieb:
Außerdem glaube ich nicht, dass das Publikum so geduldig wäre, 3 Jahre lang zu verfolgen, wie sich die meiste Zeit eben nichts von außen sichtbares tut.

Hallo Michela,

Transsexualität hat ja nicht nur eine medizinische Komponente, sondern auch eine gesellschaftliche. Themen wie Ausgrenzung, Spott, Ablehnung, Diskriminierung könnten behandelt werden, aber natürlich auch positive Seiten. Und nicht zuletzt der Aspekt Beziehungen.

Daneben gibt es ja noch ein Leben abseits der Transsexualität. Carsten wird ja schließlich auch nicht auf seine Homosexualität, Dr. Dressler auf seine Behinderung und Urszula (?) auf ihre ausländische Herkunft reduziert.

Sabine (die die Serie seit 15 Jahren nicht mehr schaut)

__________________________
It's a Barnum and Bailey world
Just as phony as it can be
But it wouldn't be make-believe
If you believed in me

Minolfa
Bild von Minolfa
Offline
Reale Person
dabei seit: 06.12.2007

seamstress schrieb:
Transsexualität hat ja nicht nur eine medizinische Komponente, sondern auch eine gesellschaftliche. Themen wie Ausgrenzung, Spott, Ablehnung, Diskriminierung könnten behandelt werden, aber natürlich auch positive Seiten. Und nicht zuletzt der Aspekt Beziehungen. Daneben gibt es ja noch ein Leben abseits der Transsexualität...

Hallo Sabine,

da hast du natürlich Recht. Aber das trifft doch für alle Transgender gleichermaßen zu? Daher dachte ich, dass die bei TS zusätzlich nötigen Medizin-Themen eher langweilig sind für Zuschauer einer Unterhaltungsserie, und deshalb ein Transvestit geeigneter wäre. Außerdem ist Ablehnung und Diskriminierung von Transvestiten in unserer Gesellschaft noch viel verbreiteter, insofern wäre der didaktische Wert auch größer.

Aber ich schaue die Serie eh nicht, es muss mich also nicht wirklich interessieren, ob andere Zuschauer sich langweilen oder nicht ... Wink

Liebe Grüße, Michela

Kirsten EX
Bild von Kirsten EX
Offline
Reale PersonEhemaliges Mitgllied
dabei seit: 19.01.2008

seamstress schrieb:

Daneben gibt es ja noch ein Leben abseits der Transsexualität. Carsten wird ja schließlich auch nicht auf seine Homosexualität, Dr. Dressler auf seine Behinderung und Urszula (?) auf ihre ausländische Herkunft reduziert.

Exactement.

@Michaela
Sich in eine Transidente reinzuspielen, sollte für einen Schauspieler in der Tat nicht so schwer sein - hat Dominique Horowitz vor ein paar Jahren auch mal hinbekommen. Allerdings wirst du als Stammbesetzung einer Dauer-Soap mehr oder minder eine zeitlang auf diese eine Rolle festgenagelt sein. Keine Ahnung, ob das jemand als reizvoll empfindet, der nicht zumindest eine Neigung dazu hat.

Georg Uecker (Carsten Flöter) ist ja auch im wahren Leben schwul.