"La Mala Educación", ein Fim von Pedro Almodóvar (2004, Esp)

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Liv-Marit Norton
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Ich möchte LA MALA EDUCACIÓN von Pedro Almodóvar vorstellen. 

Der Film stellt sich als eine Mischung aus Alfred Hitchcocks Meisterwerk VERTIGO und der surrealen Welt eines Luis Bunuel dar, übertrifft aber beide an Intensität der Gefühle, Komplexität der Handlung und Präzision der Bildsprache. 

Die Geschichte beginnt 1980 in Madrid. Nach dem Ende von Francos totalitärem Regime genießen auch die spanischen LGBT ihre neugewonnenen Freiheiten.

Der schwule Regisseur Enrique sucht verzweifelt nach einem Stoff für einen neuen Film. Er bekommt Besuch von einem jungen Mann, der sich als alter Schulfreund Enriques vorstellt und als Schauspieler auf der Suche nach Arbeit ist. Zunächst nur widerstrebend empfangen, stellt sich der Besuch als Ignacio vor, besteht aber darauf,  nun Angel genannt zu werden. Er hinterlässt dem Regisseur einen Roman, der autobiografische Züge aus deren gemeinsamer Jugendzeit enthält. Noch am Abend beginnt Enrique den Roman zu lesen. Schnell haben die Schilderungen den Regisseur völlig in ihren Bann gezogen und in Enriques Kopf entsteht bereits ein Film,  den er zu drehen gedenkt.

Der Roman handelt von zwei jungen Travestiekünstlern, Zahara und Paquito, die mehr schlecht als recht ihren Lebensunterhalt auf Kleinkunstbühnen verdienen und ihre Finanzen mit Beischlafdiebstählen aufbessern. Die beiden landen eines Tages in einem Dorf, wo Zahara (der eigentlich Ignacio heisst) seine Schulzeit in einem kirchlichen Internat verbracht hat. Als 10-Jähriger hatte er sich damals (1964) in einen Mitschüler namens Enrique verliebt. Diese zarten Bande wurden aber vom Direktor der Schule, Pater Manolo, zunichte gemacht. Enrique musste die Schule verlassen, weil auch Pater Manolo sich unsterblich in den jungen Ignacio verliebt hatte. Nun war für Ignacio (in der Rolle des Transvestiten Zahara) die Zeit gekommen, sich an Pater Manolo zu rächen und ihn mit einem Manuskript über die damaligen Kindesmissbräuche dieser Anstalt zu erpressen. 

Im Mittelteil des Filmes - und zurück in der Realität - fährt Regisseur Enrique in das Dorf seiner Jugend und befragt die Mutter seines Schulfreundes Ignacio über dessen Familie und dessen Lebenslauf aus. Er erfährt dort erstaunliche Dinge, die der Geschichte eine neue Richtung geben. Zu Hause in Madrid wird Enrique von Angel genötigt, ihm die Hauptrolle (der Zahara) in seinem neuen Film zu geben. Es bedarf jedoch viel körperlicher Zuwendung seitens Angel bis Enrique endlich einwilligt.

Am Abschluss eines Drehtages stellt sich ein Herr im Büro des Regisseurs als Verlagsleiter Manuel Berenguer vor, der Interesse an der Veröffentlichung des Romanes zeigt. Im folgenden Gespräch gibt sich Herr Berenguer als ehemaliger Pater Manolo zu erkennen, der im nun folgenden dritten Abschitt von LA MALA EDUCACIÓN die Geschichte aus seiner Sicht zu Ende erzählt.  

 

Eine echte Vision entwickelt ihr Eigenleben !

ElleCommandante
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Schreibst' bitte noch den Sender und den Ausstrahlungstermin dazu..? Danke..!

 

M:E.

 

P.S.: Von Almodóvar hat mir mit vielen Filmen Vergnügen bereitet...

n/v