Heute Abend auf SAT 1 - Planetopia

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Gast
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Szene aus meinem Traum aus der vergangenen Siesta.
13:52 Uhr Ortszeit Hamburg.

Im Selbstgespräch mit meiner Alter Ego Nicola.

Meine entscheidenden Finger sind übrigens auch gleich lang.

MUSS ich mich denn jetzt operieren lassen? Ich will doch gar nicht …
Mir geht’s doch gut, so wie es ist. Ehrlich!

Was soll das Skalpell? Nimm das weg!

Wenn ich genau hingucke, dann ist der Ringfinger tatsächlich länger!
Schau doch mal! Schau doch mal!

HILFE! NEIN! NEIN!

Ichwillnichichwillnichtuntersmesser!

Wecker klingelt. Ich bin schweissgebadet in meinem rosa Pyjama.
Vorsichtshalber lege ich mal die Hand auf den Fotokopierer. Die sind wirklich gleichlang, wenn man mit etwas gutem Willen misst. Mist.

Beate_R
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dabei seit: 03.02.2005

Keine Gnade - Du hast den 5-Minuten-TS-Schnelltest bestanden :mrgreen:

Viele liebe Grüße

Beate 

Triona
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dabei seit: 05.10.2007

Nicola schrieb:
Szene aus meinem Traum aus der vergangenen Siesta.
13:52 Uhr Ortszeit Hamburg.

Im Selbstgespräch mit meiner Alter Ego Nicola.

Meine entscheidenden Finger sind übrigens auch gleich lang.

MUSS ich mich denn jetzt operieren lassen?
Ich will doch gar nicht ... *
Mir geht’s doch gut, so wie es ist. Ehrlich! **

Was soll das Skalpell? Nimm das weg!

Wenn ich genau hingucke, dann ist der Ringfinger tatsächlich länger!
Schau doch mal! Schau doch mal!

HILFE! NEIN! NEIN!

Ichwillnichichwillnichtuntersmesser!

Wecker klingelt. Ich bin schweissgebadet in meinem rosa Pyjama.
Vorsichtshalber lege ich mal die Hand auf den Fotokopierer. Die sind wirklich gleichlang, wenn man mit etwas gutem Willen misst. Mist.

Hallo Nicola,

das sagst du jetzt noch so lässig.

* Aber du glaubst gar nicht, wie schnell sich sowas ändern kann. Surprise (KEIN :mrgreen:)

** Das freut mich für dich. Ich hoffe daß es dir immer gut geht.
Ganz egal wohin dich dein Weg noch führen mag oder auch nicht.

Und dann noch ein Alptraum .... (hier eher :mrgreen:)
Kommt mir aber doch irgendwie bekannt vor. (KEIN :mrgreen:).
Bloß daß es bei mir nie Alpträume waren. (Die mir als solche aber durchaus nicht unbekannt sind.)

Liebe Grüße
Triona

Aw, Thou beloved, do hearken to the Banshee's lonely croon!

sinn féin - ça ira !

Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

ursine
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dabei seit: 05.01.2007

Na da kann ich ja von Glück sagen, dass ich meinen letzten Termin in der Endokrinologie des Max- Planck- Instituts München aus gesundheitlichen Gründen nicht wahrnehmen konnte, sonst wäre meine Hände wohl auch auf dem Kopierer gelandet Wink

Professor Stalla ist übrigens ein seriöser Arzt und Wissenschaftler, der mit seiner Ambulanz schon einer Menge Menschen geholfen hat.
Wer sich etwas intensiver mit der TS- Thematik beschäftigt hat, hat wahrscheinlich mitbekommen, dass es bereits eine Menge Studien zum Thema Verhältnis Ring- zu Zeigefinger gibt. Die in der Sendung Angesprochene war die Zweite in der speziell auf TS eingegangen wurde.
Die Ergebnisse scheinen alle in die selbe Richtung zu weisen, nämlich dass die Länge des Ringfingers bereits im Mutterleib durch Geschlechtshormone, hier vor Allem durch das Testesteron bestimmt werden. Auf der Suche nach der Ursache von TS ist die Hypothese einer pränatalen Prägung dadurch sicher gestärkt, jedoch noch lange nicht bewiesen.

Es scheint tatsächlich so zu sein, dass in der Regel MzF Transsexuelle ein eher weibliches Verhältniss der Fingerlängen als der Schnitt der männlich Geborenen habe - Aber keine Regel ohne Ausnahme.
- Und- daraus zu schliessen, dass alle Menschen mit etwa gleich langen Ring- und Zeigefingern entweder Frauen oder TS sind ist definitv falsch. Es heisst nur, dass in einer bestimmten Phase vor der Geburt die hormonellen Komponenten etwas anders zussammengemischt waren, wie bei der Mehrheit der Menschheit.

Grüßele
Ursula

PS
An dieser Stelle Danke an Wiebke, die nicht nur dem Mut gehabt hat in einer solchen Sendung mitzuwirken, als auch für Ihren ständigen Einsatz für andere Betroffene (unter anderem hat sie nicht nur mich nach der OP mehrmals im Krankenhaus besucht)

n/v
Beate_R
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dabei seit: 03.02.2005

ursine schrieb:

Professor Stalla ist übrigens ein seriöser Arzt und Wissenschaftler,

anders wäre er ganz sicher nicht Max-Planck-Direktor geworden.

Aber was sagt das darüber aus, ob er auf einem wissenschaftlich für ihn ja vermutlich nur Nebengebiet nicht in eine einseitige Richtung rennt, nämlich die der hormonellen Störung im Mutterleib?
Und wieso ist dann der Befund bei FzM-TS so gut wie immer indifferent?

Zitat:

wahrscheinlich mitbekommen, dass es bereits eine Menge Studien zum Thema Verhältnis Ring- zu Zeigefinger gibt.

und dass Herr Manning, der "Fingerlängenforscherpapst" die Messmethode mittels Kopierer und Lineal (die er in der Vergangenheit selbst angewendet hatte) für nicht aussagekräftig hält und auch darüber publiziert.

Übrigens wird alles mögliche in Korrelation zur Fingerlänge gebarcht - sucht mal in http://www.ncbi.nlm.nih.gov/sites/entrez nach "manning 2D:4D" - vom mathematischen Abstraktionsvermögen über die Befähigung zum Fussballspiel, das Einparken bis hin zum Hüfte-Brustkorbverhältnis.

Zitat:

... Auf der Suche nach der Ursache von TS ist die Hypothese einer pränatalen Prägung dadurch sicher gestärkt, jedoch noch lange nicht bewiesen.

Durch Korrelationen wie diese kann man bekanntlich auch die These untermauern, dass die Kinder vom Klapperstorch gebracht werden.

Zitat:
Es heisst nur, dass in einer bestimmten Phase vor der Geburt die hormonellen Komponenten etwas anders zussammengemischt waren, wie bei der Mehrheit der Menschheit.

die trotz passender Fingerlängen ganz überwiegend nicht transsexuell ist.

Dann vielleicht noch folgender Aspekt: auch Hodenhochstände oder Phimosen werden ja hin und wieder sowohl mit TS als auch mit Hormonstörungen in verbindung gebracht. Auch hier allerdings gibt es weitaus mehr nicht transsexuelle Betroffene als transsexuelle.

Im Grunde ist die Ursache auch weitgehend egal - ob nun körperlich oder psychisch - wir sind nun mal so wie wir sind und müssen das beste draus machen.

Viele liebe Grüße

Beate 

Sama79
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dabei seit: 10.11.2006

Beate_R schrieb:
Dann vielleicht noch folgender Aspekt: auch Hodenhochstände oder Phimosen werden ja hin und wieder sowohl mit TS als auch mit Hormonstörungen in verbindung gebracht. Auch hier allerdings gibt es weitaus mehr nicht transsexuelle Betroffene als transsexuelle.

Hodenhochstand und Transsexualität - hast Du da mal ein paar weitere Infos, Beate?

Beate_R
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dabei seit: 03.02.2005

Nein, nichts konkretes, hab nur in einem Artikel von Sophinette Becker die relativ allgemeine Aussage gelesen.

Viele liebe Grüße

Beate 

MarinaTS
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dabei seit: 10.02.2008

Also ich fand die Sendung wenig interessant und auch viel zu oberflächlich. Es wurde angekündigt mit wissentschaftlichen Beweisen für Transsexualität und letztlich wurde nur kurz dieser komische Fingertest gezeigt. Und das wurde dann auch noch mit einem Bruchteil der Bevölkerung gemacht,
was ich nicht für repräsentativ halte.

Was ist mit denen, bei denen es nicht zugetroffen ist und sich trotzdem als TS fühlen?

Letztlich war es doch nur ein Bericht über einen Transmann und eine Transfrau wie sie derzeit leben,
aber die wirklichen Sorgen und Nöte wurden auch hier nicht rausgestellt...

LG Marina

Ella
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dabei seit: 27.12.2005

Der Beitrag war (nur für uns, wohlgemerkt) zwar nicht informativ, jedoch in einem Ton, den ich mir durchaus für Medienberichte wünsche - sachlich, ohne allzu grosses Leidensdruckgeschleime - und ohne Narrenbeschau.

Die Fingerlängengeschichte möchte ich nach Beates Beispiel

Zitat:
Im Grunde ist die Ursache auch weitgehend egal - ob nun körperlich oder psychisch - wir sind nun mal so wie wir sind und müssen das beste draus machen.
gerne so wie jeden anderen Erklärungsversuch abhaken -

Erklärungen sind nur dann wichtig, wenn man sich a. rechtfertigen will oder muss, b. was daran ändern wollen würde (sei es an sich oder pränatal oder dergleichen) - und all dies macht keinen Sinn.

Mir könnte es wurscht sein, ich falle unter alle physis-orientierten Erklärungsmodelle (Ringfinger 2 cm kürzer als Zeigefinger, Hodenhochstand, Phimose, Hormonstatus, you name it) - und? Was bringt mir das? Gar nichts. Also.

Zitat:
aber die wirklichen Sorgen und Nöte wurden auch hier nicht rausgestellt...

Wozu auch - die sind so individuell wie der Mensch - und wen interessiert es wirklich (ausser Betroffene selbst?)

start living, stop jammering!

lgc

Die Karawane bellt, der Hund zieht weiter...

Michaela_Bodensee
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dabei seit: 31.01.2006

Ich habe den Beitrag vorgestern zufällig bei YouTube entdeckt. Aufgefallen ist er mir auch nur, da auf dem Eingangbildes dort Herr Prof. Stalla gezeigt wird und ich deshalb neugierig geworden bin. Immerhin ist er mein behandelnder Endokrinologe und mir sein Behandlungszimmer nicht ganz fremd ist.

cristin schrieb:
Der Beitrag war (nur für uns, wohlgemerkt) zwar nicht informativ, jedoch in einem Ton, den ich mir durchaus für Medienberichte wünsche - sachlich, ohne allzu grosses Leidensdruckgeschleime - und ohne Narrenbeschau.

Ich kann mich cristin anschliessen. Ich finde den Beitrag sehr interessant und vor allem sehr informativ für die Zielgruppe, für die er erstellt wurde, nämlich den "Normalbürger". Ich finde auch, daß er zu einem besseren Verständnis und besserer Akzeptanz uns gegenüber beitragen kann. Sicher ist es nur ein kleines Mosaiksteinchen in den Bemühungen von dem Rest der Welt akzeptiert zu werden, aber man verändert eben die Welt nicht von heute auf morgen. Allerdings sollte man immer wieder mit ähnlichen Beiträgen und vielleicht auch mit Aktionen unsererseits etwas für eine bessere Akzeptanz tun. Ich möchte deshalb nochmal an das Posting von Farah hier im Forum erinnern, die damit versucht hat, etwas in diese Richtung zu tun und versuchen wollte. Leider scheint das nicht richtig verstanden worden zu sein.

Ach ja, daß mit dem Verhältnis Ring und Zeigefinger, kam auch schon mal in einem anderen Zusammenhang in einer BBC Reportage und auch schon mal in einer RTL Show. Ich glaube, man sollte solche Untersuchungen nicht ganz ernst nehmen. Mir kommt das eher wie Kaffeesatz lesen vor. Aber letztendlich scheint vielleicht doch etwas daran zu sein?

Liebe Grüße vom Bodensee,

Michaela