Urteil des Bundesverfassungsgerichts: Das dritte Geschlecht kommt

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Johanna
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Reale Person
dabei seit: 15.05.2007

Jetzt ist es offiziell vom BVG entschieden worden: Das dritte Geschlecht muss auch in die Geburtsurkunde kommen.

Geklagt hatte ein(e) Intersexuelle(r). Laut BVG muss jetzt die Eintragung eines dritten Geschlechts wie "inter" oder "divers" in der Geburtsurkunde möglich sein, oder die Angabe des Geschlechts muss dort ganz wegfallen.

Siehe http://www.tagesschau.de/inland/intersexuelle-geschlecht-103.html

 

Das betrifft uns eigentlich nicht, weil wir entweder männlich oder weiblich wollen, nur halt nicht immer den Eintrag, der nach der Geburt da drin stand. Für die Intersexuellen, denen oftmals keine eindeutige Zuordnung zu einem Geschlecht gelingt, ist das aber wichtig.

Kaylee
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dabei seit: 03.04.2016

Ich find es gut das man endlich diese Menschen nicht mehr bevormundet, wenn man bedenkt das man früher die Eltern direkt dazu gedrängt haben ein bestimmtes Geschlecht festzusetzen und diese dann noch Körperlich derart "angepasst" hat. Und selbst wenn die sich dann selber für ein Geschlecht entscheiden finde ich sollte das am Ende deren Wahl sein. 

Denke aber mal nicht das Geschlechter nun wegfallen, schließlich ist die Zahl der Betroffenden ja weiterhin sehr gering.

Sterben kann tödlich sein

Amaryllis
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dabei seit: 09.11.2016

Es betrifft, wenn ich das richtig verstanden habe, derzeit "nur" Intersxuelle.

Non-Binary etc. sind dabei (noch) nicht mit eingeschlossen ... oder ?

Anzahl der "Betroffenen" :

 

Hintergrund

In Deutschland leben schätzungsweise 100.000 Intersexuelle, die mit unterschiedlichen Geschlechtermerkmalen ausgestattet sind und sich einer traditionellen Geschlechtszuordnung entziehen. Während sich viele von ihnen klar als Mann oder als Frau fühlen, lehnen andere eine solche Zuordnung ab oder empfinden sich als einem dritten Geschlecht zugehörig. Für diese Menschen besteht derzeit nur die Möglichkeit, ihren Geschlechtseintrag vollständig streichen zu lassen, mit unabsehbaren rechtlichen Folgen für Partnerschaft und Familie. Zudem bedeutet das Konzept eines dritten Geschlechts nicht, überhaupt kein Geschlecht zu haben.

Der LSVD fordert den Gesetzgeber auf, einen umfassenden rechtlichen Rahmen für Personen zu schaffen, die sich einem dritten Geschlecht zugehörig fühlen. Dabei darf er nicht bei der Mindestvorgabe des Bundesverfassungsgerichts haltmachen, den dritten Geschlechtseintrag nur Personen mit biologischen Varianten der Geschlechtsentwicklung zu eröffnen. Maßgeblich ist das empfundene Geschlecht. Die Empfehlungen des Deutschen Ethikrates zur Intersexualität, die dem Deutschen Bundestag bereits 2012 vorlagen, müssen vollständig umgesetzt werden.

Quelle LSVD

 

Kaylee
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dabei seit: 03.04.2016

Sehe das auch eher als ein Schritt für Intersexuelle Menschen und muss auch ganz ehrlich sagen kann mit sogenannten Non Binärys wenig anfangen. Ansonsten wird es so sein wie der Fall mit der Leiharbeiterin die vom Arbeitgeber als Mann gesehen wurde, da sie eben einfach so aussah. Indemfall nur etwas fürs Papier. 

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