Gender Ghetto in pink

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MelanieD
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dabei seit: 08.10.2007

Bisher war ich eigentlich Lego Fan, *seufz*

http://www.sueddeutsche.de/leben/lego-produktlinie-fuer-maedchen-gender-ghetto-in-pink-und-lila-1.1289860

Hoffentlich entdeckt das meine Tochter nicht so bald...

-Melanie

Roxanne
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dabei seit: 03.01.2006

*lach*   Ich finde es herrlich, wie sich die Übereifrigen der SZ darüber aufregen. Denen ist es lieber, wenn die Kinderwünsche ignoriert werden. Ausserdem ist es ja nicht verboten, daß sich auch die Jungs in die pinke Traumwelt verlieben Smile

 

Du hast Angst um deine Tochter? Und wann gehst DU einkaufen?  

 

 

 

 

Natürlichkeit ist langweilig    

Triona
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dabei seit: 05.10.2007

Na ja, ist ja wohl schon was dran an der Kritik der SZ.

 

liebe grüße

triona

Aw, Thou beloved, do hearken to the Banshee's lonely croon!

sinn féin - ça ira !

Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

jasminchen
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dabei seit: 17.06.2007

Hi,

ist ja so dämlich wie braune Schweine für Jungs.....

LG Jasmina

Jestem prawda, nie mam tajemnicy.

Extra Gottingam non est vita, et, si est, non est ita. Cogito ergo sum

Hrad přepevný jest Pan Bůh náš ….

 

http://en.wikipedia.org/wiki/Prime_Directive

 

MelanieD
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dabei seit: 08.10.2007

Naja, ich find's einfach schade, dass nach 4 Jahren Consulting und "Forschung" nix andres rausgekommen ist als ein paar Avatare die Kuche backen...Schade ist es natürlich auch, dass die aktuelle Situation an Hochschulen und in der Wirtschaft leider auch noch weit davon entfernt ist, Frauen gleichberechtigt wahrzunehmen. Da würden ein paar pinkfarbene mindstorm sets besser helfen.

Und nein, *ich* werde mir da nix von der "friends" Linie kaufen, Legoröckchen pieksen mir zu sehr :D

 

-Melanie

Roxanne
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dabei seit: 03.01.2006

Anstatt "typisch weibliches" abschaffen zu wollen, sollte man lieber lockerer damit umgehen. Es ist ja heute schon so irre, daß sich Mütter vor ihren Freundinnen rechtfertigen müssen, wenn die Tochter gern rosa Vorhänge haben möchte.  

Nicht die Abschaffung des traditionellen Frauenbildes und femininer Chlichees sollte das Ziel sein, sondern ein entspanntes Umgehen mit Rollenbildern. Jedem das, was ihm oder ihr gefällt.

Aber ich habe eh schon resingniert. Unsere Kinder werden heute in Ganztagsschulen kaserniert und auf das staatlich-prädestinierte Sozialverhalten konditioniert. Individuelle Charakterbildung ist so nicht möglich. Wie im Science-Fiction-Film einer faschistischen Zukunft: Eine im Gleichschritt marschierende Masse, deren Gehirne jahrelang weichgespült wurden.

 

Natürlichkeit ist langweilig    

MelanieD
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dabei seit: 08.10.2007

Roxanne schrieb:

Anstatt "typisch weibliches" abschaffen zu wollen, sollte man lieber lockerer damit umgehen.

 

Naja, ich jedenfalls bin nicht für abschaffen, sondern für Alternativen schaffen. Wenn sich, wie von der SZ angemerkt, die Jungs- und Mädels Welten *kombinieren* lassen würden, meinetwegen. Das geht ja aber nicht! Barbie könnte immerhin noch mit Ken knutschen (wenn auch etwas steif).Weg mit Lego, ab in die Werkstatt mit den Kids Smile

-Mel

Rapunzel
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dabei seit: 16.04.2006

Zu der Zeit als ich noch intensiv mit Lego spielte, war es tatsächlich noch ein kreatives Spielzeug und zwar für Jungen und Mädchen. Wer ne Feuerwehr brauchte oder ein Puppenhaus, der baute es sich aus dem einfachen Zubehör. Schmale Fensterchen und Einersteine wurden als Figuren benutzt. Auch die Phantasie  wurde angeregt. Weder musste typisch weibliches oder männliches abgeschafft, noch angeschafft werden.

Heutzutage gibt es Bausätze mit Vorgaben. Alles ist fertig, sogar die Figuren werden immer realistischer. Wo bitte bleibt da die Anregung zur Kreativität und Phantasie? Und mit den Bausätzen entstand dann auch gleich mal die Geschlechtertrennung.                                                                  

Und, Roxanne, wer sagt, dass es die Wünsche der Kinder sind? Da könnt ich aus meiner Arbeit grade etwas anderes berichten. Spielzeughersteller sind Erwachsenenköpfe!

Es ist genau das, was aus dem Bericht hervorgeht, Profitmacherrei. Werbung lockt Erwachsene und natürlich erst recht Kinder. Und da werden die Mädchen mal mit pink gelockt, weil es eine Lebensphase gibt, wo sie es so sehr lieben.

Und wisst ihr worauf Mädchen und Jungs gleichermaßen abfahren? Auf Glimmer und Glitzer in allen Farben, besonders Silber und Gold. Vom Papierschnipselchen bis zur Farbe. Vielleicht dauert es nicht lange und Lego kommt auch darauf?

Lego war mal mein Held der Spielzeughersteller.

 

 

Levve un levve losse!

Roxanne
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dabei seit: 03.01.2006

Rapunzel schrieb:
Zu der Zeit als ich noch intensiv mit Lego spielte, war es tatsächlich noch ein kreatives Spielzeug und zwar für Jungen und Mädchen. Wer ne Feuerwehr brauchte oder ein Puppenhaus, der baute es sich aus dem einfachen Zubehör. Schmale Fensterchen und Einersteine wurden als Figuren benutzt. Auch die Phantasie  wurde angeregt. Weder musste typisch weibliches oder männliches abgeschafft, noch angeschafft werden.

Heutzutage gibt es Bausätze mit Vorgaben. Alles ist fertig, sogar die Figuren werden immer realistischer. Wo bitte bleibt da die Anregung zur Kreativität und Phantasie? Und mit den Bausätzen entstand dann auch gleich mal die Geschlechtertrennung.                                                                  

Und, Roxanne, wer sagt, dass es die Wünsche der Kinder sind? Da könnt ich aus meiner Arbeit grade etwas anderes berichten. Spielzeughersteller sind Erwachsenenköpfe!

Ja, das stimmt alles, das muß ich zugeben. Am Anfang wird man beeinflusst.

 

Natürlichkeit ist langweilig    

JenniferS
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dabei seit: 31.12.2006

Rapunzel schrieb:

Lego war mal mein Held der Spielzeughersteller.

 

 

Es war einmal vor einigen Jahren in Braunschweig, als ein Kindergarten kurz vor Weihnachten überfallen und die Kasse für die Neuanschaffungen geklaut wurde. Eine kriminelle Natur hatte ein leichtes Ziel ausgemacht und im übertragenen Sinne dem Kind erfolgreich den Lolli geklaut.
Stolz muß der Täter auf seine Tat gewesen sein, so stolz , daß er die Tür eintreten mußte, weil er nicht mehr durchs eingeschlagene Fenster paßte.

Der Fall wurde in der Zeitung öffentlich, die Bestürzung war groß, aber niemand half. Bis eines Tages jemand diese Zeitung las und nach dem Rechten sehen wollte.

Dummerweise war niemand da, die Kirche zu, die Gemeinde verschlossen, der Pfarrer in unerreichbarer Ferne.. ein trostloses Bild .. überall traurige Kinder soweit man hören konnte .. ihre Tränen formten die schönsten Eiszapfen bis .. , ja , bis im neuen Jahr endlich wieder auf war. Da stapfte morgens ein ziemlich dick eingepackter Mann durch den Schnee. Er hielt einen riesigen Karton im Arm. Als man ihn durch die Pforte ins Innerste gelassen hatte, erstrahlten die Augen der Kleingärtnerinnen und der Kleinen in neuem Glanze, denn in dem Karton war LEGO und zwar das universelle Lego..
"Toll, da können wir endlich weiterbauen." und schwupps wars Lego in einem Balg Kinder verschwunden.

So trug es sich zu, auch wenn die Öffentlichkeit bis zum heutigen Tage, nie wieder etwas davon gehört hat.

Jenny

Was die Kleinen mit dem Rest aus dem Karton gemacht haben, habe ich nie erfahren, aber das Lego zum selberbauen war der Renner.

Jenny

Johanna
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dabei seit: 15.05.2007

Ganz allgemein:

Zu unserer Kindheit und Jugend war wohl die Zeit des Unisex, als gerade Frauen, die noch dabei waren, um Gleichberechtigung zu kämpfen und z. B. noch nicht so lange Hosen trugen, auf die Abschaffung der Geschlechterklischees drängten. Heute sind Geschlechterklischees bei Kindern wieder stärker verbreitet, egal, ob nun Spielzeug, Kleidung oder z. B. Schulranzen.

Was Lego betrifft:

Geschlechter-Stereotypen sind da nicht neu, die sind aufgekommen, seitdem Lego die ganzen Serien herausgebracht hat. Verglichen mit einigen Jungenserien ist die neue Mädchenserie noch geragezu hübsch, niedlich und realistisch(!). Aber für alle Serien gilt: Untereinander oder mit normalem Lego lassen sie sich eigentlich nicht kombinieren, vom Stil, Farben etc passt da nichts zusammen. Da macht die pinkene Mädchenserie keinen Unterschied. Bei den Serien kann man fast nur das vorgegebene Modell bauen, da so viele spezielle Teile und ungewöhnliche Farben dabei sind.

Die universellen Lego-Steinchen gibt es immer noch. Aber bei den ganzen Serien geraten sie irgendwie in den Hintergrund. Schade eigentlich. Leider wollen die Kinder immer die Serien haben, weil das irgendwie toller aussieht.