Transsexuelle sorgt im Tennis-Zirkus für Unmut

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Beate Nina
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dabei seit: 03.01.2009

 

Also das mit dem Kraftvorteil kann ich auch nicht nachvollziehen, denn die Kraftverluste die nach einer Weile der Hormoneinahme auftreten sind schon beachtlich.Ich konnte bspw. vor der Hormonumstellung auf meinem Instrument 16tel-Läufe bei einem Tempo von 180 bpm souverän und ohne Anstrengung spielen und habe das auch jahrelang geübt.Das ist mir heute nicht mehr möglich und ich merke das auch in einigen anderen Bereichen.Auf der anderen Seite habe ich die Erfahrung gemacht, das ich mich gerade durch die Kraftverluste viel mehr mit Dynamik und einer schönen Tonbildung beschäftigt habe und heute das Gefühl habe viel relaxter und organischer zu spielen.Musik ist sicher kein Hochleistungsport aber es gibt im menthalen Bereich in jedem Fall paralellen und ich denke das bei mittelmäßigen Leistungen dort eher nach menthalen und technischen Schwächen zu suchen ist.Also würde Ich bei dem Eingangsartikel nicht umbedingt den Fokus drauf richten das die Spielerin eine TS ist.

L.G.

Bea

 

 

n/v
Triona
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dabei seit: 05.10.2007

Was in dem Artikel ja auch gar nit drinstand + auch mit viel Fantasie kaum hineinzudeuten war.

 

Liebe Grüße

Triona

Aw, Thou beloved, do hearken to the Banshee's lonely croon!

sinn féin - ça ira !

Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

Kimber EX
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Roxanne schrieb:

Auch auf die Gefahr hin, daß ich mich unbeliebt mache: Ich meine, daß MzF-TS im Profi-Damensport nichts zu suchen haben. Political correctness in allen Ehren, aber es kann doch nicht sein, daß auf der einen Seite kleinste Mengen Testosteron als Doping verboten sind, andererseits aber ein männlicher Körper im Damensport akzeptiert wird. Nein, ein Profisportler muß sich halt entscheiden, was er will.

 

Gewagte Aussage! Ich kann den Einwand allerdings durchaus nachvollziehen.

 

Was macht man denn, wenn eine (Trans)Frau ohne die GaOP und ohne Hormone, aber mit vollständiger juristischer Anerkennung sich im Profisport betätigen möchte? Zur OP und damit zu einer lebenslangen Abhängigkeit von Medikamenten nötigen? Oder reduziert der Sportverband ihre bereits erfolgte staatliche Anerkennung in ihrem Geschlecht zu einer Anerkennung zweiten Grades, indem man ihr einfach die sportliche Teilnahme verbietet? Ist es Doping, wenn man in einem biologisch männlichem Körper hohe Testosteronwerte findet?

 

Btw, eine Verringerung der körperlichen Leistungsfähigkeit durch die HRT ist zwar nicht zu leugnen, aber die Annahme, dass der Leistungslevel des biologisch männlichen Körpers damit automatisch auf einen vergleichbaren weiblichen Level sinkt, erscheint mir etwas voreilig und ziemlich pauschal. Ich nehme aber an, dass es schwer wird für eine aussagekräftige Studie geeignete Probantinnen zu finden, da die Zahl der transsexuellen Profikraftsportlerinnen mit einem Hang zu einem breitem Kreuz vermutlich ziemlich überschaubar ist.

 

Bei Sportarten wie Schach, Luftgewehrschiessen, Motorsport u.ä. mag das ja nicht so von Bedeutung sein, aber wenn ich mir das dann beim Frauenboxen vorstelle, wenn eine austrainierte Frau gegen eine austrainierte (Trans)Frau in der selben Gewichtsklasse antritt...ob man sich da als biologische Frau nicht irgendwie komisch vorkommt? So wegen Chancengleichheit?

 

Wie man dieses Problem allerdings wirklich im Sinne aller Beteiligten zufriedenstellend lösen kann, weiss ich auch nicht.

 

Ach ja...bevor jetzt jemand mit Raab gegen Halmich kommt...wir reden hier vom Profisport, nicht von Profi vs. Laie bei einem Schaukampf... Wink

 

Doug hatte Recht: Macht´s gut und danke für den Fisch.

Johanna
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dabei seit: 15.05.2007

Kimber schrieb:

Was macht man denn, wenn eine (Trans)Frau ohne die GaOP und ohne Hormone, aber mit vollständiger juristischer Anerkennung sich im Profisport betätigen möchte?

Der Sport tut schon gut daran, nicht nach juristischen Kriterien, die ja auch von Land zu Land unterschiedlich sind, vorzugehen, sondern nach sportlich fairen Kriterien. Und da sind i. d. R. die Muskeln entscheidend, welche hormonell bedingt sind. Die genannte juristisch anerkannte Transfrau ohne Hormone dürfte wohl nur bei den Männern mitmachen.

Zitat:
Zur OP und damit zu einer lebenslangen Abhängigkeit von Medikamenten nötigen?

Wenn sie bei den Frauen mtimachen möchte, bleibt wohl nichts anderes übrig, um fairen Sport zu gewährleisten.

Zitat:
Oder reduziert der Sportverband ihre bereits erfolgte staatliche Anerkennung in ihrem Geschlecht zu einer Anerkennung zweiten Grades, indem man ihr einfach die sportliche Teilnahme verbietet?

Es ist dann diskriminierend, wenn keine sportlich begründeten Punkte gegen die Teilnahme sprechen.

Zitat:
Ist es Doping, wenn man in einem biologisch männlichem Körper hohe Testosteronwerte findet?

Wenn sie natürlich, d. h. nicht von außen zugeführt sind: Nein.

Wenn du bei der Frage an die Transfrau denkst: Da ist eine faire Regelung zu finden, und mit den zwei Jahren Sperrfrist nach der OP ist die Transfrau sicher nicht bevorteiligt.

Zitat:
Btw, eine Verringerung der körperlichen Leistungsfähigkeit durch die HRT ist zwar nicht zu leugnen, aber die Annahme, dass der Leistungslevel des biologisch männlichen Körpers damit automatisch auf einen vergleichbaren weiblichen Level sinkt, erscheint mir etwas voreilig und ziemlich pauschal.

Nach zwei Jehren HRT ist das aber längst der Fall. Der Muskelabbau geht recht schnell.

Zitat:
Bei Sportarten wie Schach, Luftgewehrschiessen, Motorsport u.ä. mag das ja nicht so von Bedeutung sein,

Männer sind besser im Schach. Das könnte hier eher zu Ungerechtigkeiten führen.

Zitat:
aber wenn ich mir das dann beim Frauenboxen vorstelle, wenn eine austrainierte Frau gegen eine austrainierte (Trans)Frau in der selben Gewichtsklasse antritt...ob man sich da als biologische Frau nicht irgendwie komisch vorkommt? So wegen Chancengleichheit?

Die Größe ist der einzige Vorteil der Transfrau (sofern es denn ein Vorteil ist). Für Muskeln und Technik müssen beide gleichermaßen trainieren.

Kimberley, Roxanne: Ich verstehe euch nicht. Ständig wird über mangelnde Akzeptanz von Transgendern geklagt. Ist aber wirklich mal Akzeptanz gegeben, klagt ihr, dass es zu viel Akzeptanz sei.

 

Konstanze
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dabei seit: 29.04.2005

Kimber schrieb:
aber wenn ich mir das dann beim Frauenboxen vorstelle, wenn eine austrainierte Frau gegen eine austrainierte (Trans)Frau in der selben Gewichtsklasse antritt...ob man sich da als biologische Frau nicht irgendwie komisch vorkommt? So wegen Chancengleichheit?

Tina aus KA (bzw. aus Pforzheim) war früher dt. und europäischer Kickboxmeister. Nach ihrer Aussage, hat sich durch die Hormonumstellung ihre körperliche Kraft massiv reduziert. ihres Erachtens auf vergleichbares Frauenniveau.

 

 

n/v
Lydia EX
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dabei seit: 18.01.2008

@ Johanna: ich kenne keinen Transgender, der/die bei Sportarten im anderen Geschlecht antritt. Wer stets die Trennung zwischen Transsexuellen (=die wahren Frauen) und Transgendern herbeigerdet hat, darf sich nicht wundern, dass Transgender für Transsexuelle nicht noch als kleines Dankeschön in die Bresche springen. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass z.B. Roxanne sich in der Vergangeheit ernsthaft beklagt hat über mangelnde Akzeptanz. Zu Roxy schaut man maximal auf!

 

 

Beate_R
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dabei seit: 03.02.2005

In den USA gibt es eine Amateurläuferin, die nach ein paar Monaten HRT feststellte, dass sie unter den Frauen ziemlich genau die relativen Leistungen brachte, die sie vorher unter den Männern leistete. Sprich, die Jungs rannten ihr alle davon.

Am eigenen Leib merke ich es auch: momentan strengen mich gut  20 km auf dem Rennrad in der Ebene etwa so an wie früher gut 40 km in der Eifel, und langsamer bin ich obendrein. Der Leistungseinbruch war innerhalb von Wochen nach Beginn der HRT zu spüren - das dürfte wohl daran liegen, dass Testosteron ja nicht nur anabol wirkt, sondern auch die Leistungsentfaltung der Muskeln verbessert (*deshalb* ist es als Dopingmittel beliebt). Der zweite Effekt tritt ziemlich rasch ein. Dementsprechend rasch schwindet auch die Leistungsfähigkeit, wenn das Hormon unterdrückt wird.

Viele liebe Grüße

Beate 

Lydia EX
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dabei seit: 18.01.2008

Die Nachweisführung, dass MzF-Transsexuelle keinerlei Vorteile gegenüber tatsächlich biologisch geborenen Frauen im Sport haben, ist interessant. Ich erkenne an, dass der Wille da ist, den Unterschied zwischen beiden zu verwischen indem man bestehende Vorteile des einen negiert oder versucht unter den Tisch zu kehren oder zumindest auf ein Maß zu reduzieren, dass es außer acht gelassen werden kann.  Auch die Beweggründe dazu sind nachvollziehbar. Nämlich den Nachweis anzutreten, dass Transfrau (TS) = Frau (wie biologisch geboren) ist. Jeder Außenstehende wird bei dem Gedanken die Stirn runzeln und nach dem Bauchgefühl sagen, dass dies unwahrscheinlich ist. Denn auch nicht ohne Grund gibt es Sperrfristen gerade im Leistungssport.

Die Lösung des Problems könnte sein, dass der/die Betroffene selbst so vernünftig ist und sich einfach vom "Leistungssport" zurückzieht oder auf Sportarten umsattelt, wo der mögliche Vorteil in keinster Weise ausgespielt werden kann - zum Beispiel Großfeldhalma oder Wattebauschweitwurf. Möglicherweise auch Schach. Allerdings sehe ich gerade beim Letzteren erhebliche Nachteile, denn Frauen behaupten ja allzugern, dass Mann mit dem (dann ja nicht mehr vorhandenen) Schw...  denkt.

Die gesamte Diskussion ist unterm Strich nur zu einem geeignet: wieder eine schwere Diskriminierung gefunden zu haben und empört sich drüber aufzuregen.

Im Leben erfolgreiche (transsexuelle) Frauen stehen ihren "Mann". Und zwar völlig selbstbewusst und ohne steten Verweis darauf, "woher" sie kommen. Auch schwingen sie nicht mit der transsexuellen Diskriminierungs-Keule, wenn mal was nicht so läuft wie gewünscht.

 

 

Konstanze
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dabei seit: 29.04.2005

Lydia schrieb:
Die Nachweisführung, dass MzF-Transsexuelle keinerlei Vorteile gegenüber tatsächlich biologisch geborenen Frauen im Sport haben, ist interessant.

Lydia, was zickst denn so?

gab es irgendwo schon mal Probleme, dadurch dass eine MzF im Profisport signifikant überlegen war?

n/v
Johanna
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dabei seit: 15.05.2007

Zitat:
Auch die Beweggründe dazu sind nachvollziehbar. Nämlich den Nachweis anzutreten, dass Transfrau (TS) = Frau (wie biologisch geboren) ist.

Blödsinn. Aber mehr als eine Provokation sollte das wohl auch nicht sein.

Für die wenigen transsexuellen Profisportlerinnen brauchen wir solche Regelungen nicht. Das sind so seltene Fälle, da könnten es auch Einzelfallentscheidungen tun.

Viel wichtiger finde ich diese Regelung für den Breiten- und Amateursport, jetzt nicht irgendein Volkslauf, sondern wo Tuniere oder Kreisligen gespielt werden. Das könnte für einige von uns durchaus noch in Frage kommen. Und eine Regelung, die im Profibereich akzeptiert ist, wird im Amateurbereich immer akzeptiert. Daher finde ich hier die Vorbildfunktion der Profiregelung gut. Denn wenn ich vom Vereinssport dauerhaft ganz ausgeschlossen wäre oder gezwungen wäre, dies im Geburtsgeschlecht zu machen, obwohl keine Notwendigkeit im Sinne der sportlichen Fairness besteht, wäre das arg diskriminierend.

Nur für Transfrauen ohne OP oder Hormone und für Dauertransvestiten gibt es noch keine befriedigende Lösung.