Sechsfacher Mörder wird Frau

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Rani
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Ääääh...?! Jetzt bin ich sprachlos. Was meint ihr dazu? Erweist er "uns" damit nicht einen Bärendienst bzw. rückt uns das nicht wieder mal in bestimmte gefährliche Ecken in den Augen der Öffentlichkeit?

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11575978/62249/%C2%A0Der-sechsfache-Moerder-von-Beelitz-erhaelt-eine-Hormonbehandlung.html

Liebe Grüße Sandra-Isabell

seamstress
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Rani schrieb:
Erweist er "uns" damit nicht einen Bärendienst?

 

Ohne den verlinkten Beitrag gelesen zu haben, gehe ich mal davon aus, dass er oder sie nicht vor hat, "uns" einen Dienst egal welcher Art zu erweisen. Kann ein Mörder nicht transident sein oder Tranidente keinen Mord begehen? Und seine Menschenrechte verwirkt auch ein Schwerverbrecher nicht.

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Minolfa
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dabei seit: 06.12.2007

Für mich spielt es keine Rolle, ob eines Tages ein Herr Wolfgang oder eine Frau Beate den Maßregelvollzug verlassen wird (oder auch nie). Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun, und wenn ein Schwerverbrecher transsexuell ist, sollten ihm selbstverständlich die selben medizinischen Möglichkeiten innerhalb der Anstalt offen stehen, wie den anderen draußen.

Ob er "uns" einen Bärendienst erweist? Nun, wenn er wirklich TS ist, wird er nicht lange über Political Correctness nachdenken. Dann gelten andere Regeln, die aus dem Inneren kommen.

Roxanne
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dabei seit: 03.01.2006

Wenn ich lese, was der alles verbrochen hat, hoffe ich daß er oder sie nicht so bald wieder aus der Anstalt rauskommt...Sick

Natürlichkeit ist langweilig    

seamstress
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dabei seit: 10.06.2007

michela schrieb:
Nun, wenn er wirklich TS ist, wird er nicht lange über Political Correctness nachdenken.

 

Nun ja, wobei eine Transition ja nicht unbedingt politically incorrect wäre... Wink

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Bettina EX
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dabei seit: 15.02.2009

Ich glaube nicht das er TS ist, zumal er sich an seinen Opfern auch noch vergangen hat !

Wahrscheinlich denkt er früher entlassen zu werden weil seine ach so schlimme Neigung an seinen Taten mitschuldig ist, ich habe leider im Laufe meines Vollzugslebens schon die unglaublichsten Dinge bei Sexualstraftätern in den Personalakten nachlesen können Puzzled

LG Bettina

Ich kann meine Träume nicht entlassen, ich schulde ihnen noch mein Leben !

rika
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dabei seit: 02.12.2007

Ich verstehe nicht, warum so etwas hier zum Thema wird. Da ist jemand hochgradig kriminell und einfach nur ein Mehrfachmörder, dem man einfach mal sagen muss: Rest des Lebens ist unter enger Kontrolle. Und weil er Frauenkleidung oder was auch immer beansprucht, schreiben wir darüber. Ich nicht mehr.

rika

n/v
seamstress
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dabei seit: 10.06.2007

Dürfen wir hier nur über tugendhafte Transidente (oder T-Sonstwas) schreiben? Nicht dass mich die Geschichte übermäßig interessieren würde, aber verschämtes Totschweigen muss dann wohl doch nicht sein.

 

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Beate Nina
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dabei seit: 03.01.2009

Was ich an der Geschichte besonders übel finde,ist die Tatsache das Jasmin F. gleichzeitig im selben Maßregelvollzug wegen wesentlich geringerer und absulut nicht vergleichbarer Vergehen sitzt und ihr sämtliche Hilfe von der gleichen Anstaltsleitung verwiegert wird.

Es gibt einen Haufen Menschen die sich für sie engangieren und im moment versuchen Geld für einen brauchbaren Anwalt zu sammeln um dieser Wilkür entgegenzuwirken.

http://www.freitag.de/community/blogs/christianberlin/praeventivjustiz-2--jasmin-und-der-christopher-street-day

Mein Mitgefühl für Wofgang/Beate  S. der/die unter anderem auch ein Baby (von den getöteten Frauen mal ganz abgesehen) getötet haben hält sich sorry, absulut in Grenzen.Trotzdem würde ich mir nicht anmaßen diesem Menschen  seine Transidendität nicht zuzugestehen.(Sofern diese tatsächlich vorhanden ist)

L.G.

Bea

n/v
Ronja S. EX
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dabei seit: 01.04.2008

Ein solches Thema gab es doch vor kurzer Zeit schon einmal!?

Was mich an der Geschichte stört, dass, egal mit welcher extrem kriminellen Vorgeschichte diesen Personen ihre Veranlagung zu leben verweigert wird. Sei es die VÄ, sei es die Hormontherapie. Jeder hat das Recht, zu leben, wie er oder sie sich fühlt. So steht es im Grundgesetz.

In einer Demokratie wie unserer haben alle Bürger, auch Straftäter, einen Anspruch darauf, ihr Leben zu leben. Und wenn es auch auf viele unglaubhaft wirkt, daß Sexual- oder Gewaltstraftäter transsexuell seien könnten oder sind, so gibt es Gutachter, die dafür zuständig sind und das entsprechend beurteilen können und auch werden.

Weshalb soll einem Straftäter, der sich im Straf- oder Maßregelvollzug befindet, verwehrt werden, seine Transsexuealität zu leben und den Weg zum Wunschgeschlecht gehen zu können? Das wäre nicht verfassungsgemäß und widerspricht dem Grundgesetz.

In dem Aspekt, wo es um Menschen geht, die der Öffentlichkeit - resp. anderen Menschen - generell wieder zur Gefahr werden können, gibt es m.E. keinen Kompromiß zu Maßnahmen wie der dauerhaften Inhaftierung oder der Sicherungsverwahrung.

Aber ich bin auch der Meinung, daß diesen Menschen auch zugestanden werden muß, ihr Leben zu leben, wenn sie den Drang haben, in dem anderen Geschlecht leben zu müssen. Auch wenn sie Zeit ihres Lebens "weggeschlossen" werden, und das mit Recht!! Es sind trotzdem Menschen.

Einen Bärendienst kann ich nicht erkennen. Das ist eine andere Klasse, die gern durch die Medien hochgespielt wird.

So neu ist das das ja wohl nicht....

LG Ronja

 

 

 

Lebe Dein Leben wie du selbst, und Du wirst überrascht sein, was Du alles kannst.

Johanna
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dabei seit: 15.05.2007

Bettina schrieb:

Ich glaube nicht das er TS ist, zumal er sich an seinen Opfern auch noch vergangen hat !

Wahrscheinlich denkt er früher entlassen zu werden ...

Genau diese Vermutung wird auch im Bericht geäußert:

Wilfried Rasch, der Nestor der forensischen Psychiatrie in Deutschland, hatte erhebliche Zweifel, dass Wolfgang S. tatsächlich transsexuell war, wie er vorgab. „Ich habe das Empfinden, dass er so den Weg in die Freiheit sucht“

Beate Nina schrieb:

Was ich an der Geschichte besonders übel finde,ist die Tatsache das Jasmin F. gleichzeitig im selben Maßregelvollzug wegen wesentlich geringerer und absulut nicht vergleichbarer Vergehen sitzt und ihr sämtliche Hilfe von der gleichen Anstaltsleitung verwiegert wird.

Wolfgang/Beate S. hatte Mitte der neunziger Jahre auch schon mal eine Namensänderung versucht, die ihm aber verweigert worden war. Bei ihm ging es auch nicht unbedingt schneller.

Der Fall Jasmin ist für Außenstehende sehr schwer zu beurteilen, da man zwar die Argunemte ihrer Unterstützer, nicht aber diejenigen der Anstaltsleitung kennt.

Der Fall Wolfgang/Beate S. ist meiner Ansicht nach sehr ungeeignet, um über die Rechte von TS in der Gefangenschaft zu reden, da er sehr schlimme und abartige Verbrechen begangen hat und ich nicht bereit wäre, mich in irgendeiner Weise für ihn einzusetzen.