Medienwirksamer Prozeß um Brust-OP

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Tassi EX
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dabei seit: 02.05.2007

Stimmt und vor allem ist es ja auch so, dass insgesamt meist den Brüsten irgendwie das Volumen fehlt und alles recht pubertär aussieht.

Das ich deshalb psychisch extrem darunter leide, kann ich nicht sagen, doch stört es mich einfach und so werde ich mich gegen Ende Mai unter's Messer legen.

Nebenbei - so teuer ist das heute übrigens auch nicht mehr ....

 

... Tassja

SusanneGT
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Mich würde es mal Interessieren, ob jemand schon Erfahrung als TS

und einer Brust-OP hat?

Für mich gehört eine schöne Brust zum Frausein dazu!

 

Liebe Grüße

 

Susanne

juliahh123
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dabei seit: 29.09.2007

Hallo Susanne,

ich hab mir vor drei Jahren den Busen machen lassen. Ich hatte 1993, in einem Anflug von selbstzweifel, die durch hormonbedingtes Wachstum natürliche Brust, operativ wieder entfernen lassen. Ein großer Fehler, denn da wächst natürlich nichts mehr. Der Aufbau der jetzigen Brust wurde mit runden halbhohen Implantanten durchgeführt. Ich konnte entscheiden zwischen Tropfenform und rund. Bei Tropfenform besteht lt. Dr. ggf die Gefahr, dass sich diese verdrehen können / könnten. Ob das tatsächlich passiert ???.

Ich habe, weil ich im Brustbereich genug Platz hatte, die Implantat auf den Muskel setzen lassen, eine andere Möglichkeit ist es sie unter dem Brustmuskel zu plazieren. Wenn ich es recht erinnere, war auf dem Muskel etwas leichter bei der OP. Die Zugang wurde durch einen Schnitt in der Brustfalte gemacht. Geht aber auch durch die Axel. Ich hab mich für eine Grösse entschieden die zu meinen körperproportionen passt. Ich glaube es waren 275 ccm. Also völlig normale Brüste und keine mörder Ti.... Aktuell trage ich BH größe 85 B, wobei die 85 ja dem Umfang des Brustkorbes geschuldet ist. Interessant ist für mich, dass ich mich damit sowohl in der männlichen WELT, als eben auch in meinem gefühlten geschlecht, unbeschwert bewegen kann. OK ich gehe nicht in die Sauna, ins Schwimmbad oder ähnliches. Ich kann aber auch bestens darauf verzichten.

Zu den Kosten : Nun ich hatte Angebote von 6.000 € bis 2.500 €-. Ich habe den mittleren genommen, nicht zuletzt weil er in Hamburg sitzt. Op wurde ambulant durchgeführt mit lokaler anest. Nach ein paar Stunden ging es ab nach Hause. Ein paar tage nicht gearbeitet und einen Spezial-BH sind absolutes MUß. Da sollte ja nichts verrutschen.
Mann mag über mich denken wie man will, bis heute hat mich keiner aber auch wirklich keiner auf meinen Busen angesprochen.
Was mich mal interessieren würde ist , wenn ich mal ab Hamburg fliegen müsste und dann durch den Nacktscanner muß. Sind Sillis dort sichtbar ?

Lg Julia

 

 

 

 

 

 

 

Beate_R
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dabei seit: 03.02.2005

Hallo in die Runde,

weil das Brustwachstum bei mir nach vier Monaten weitestgehend zu Ende war, habe ich in der zweiten Runde meiner Ga-OP auch die Brust machen lassen. Ähnlich wie Julia passend zur Statur (230g -> 85A) und mit der gleichen Technik. Die Heilungsphase habe ich als sehr belastend empfunden (1/4 Jahr Stütz-BH) - vor allem aber nichts schweres heben (eine Einkaufstasche ist schon schwer....). Obwohl ich die Brust auf keinen Fall missen wollte, hatte ich lange Zeit große Schwierigkeiten, die Fremdkörper unter meiner Haut anzunehmen. Aber inzwischen ist auch das glücklicherweise Geschichte. 

Viele liebe Grüße

Beate 

jasminchen
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dabei seit: 17.06.2007

juliahh123 schrieb:
Ich hatte 1993, in einem Anflug von selbstzweifel, die durch hormonbedingtes Wachstum natürliche Brust, operativ wieder entfernen lassen. Ein großer Fehler, denn da wächst natürlich nichts mehr.

 

Hallo Julia,

das geht aber nur, wenn man die Hormone heimlich genommen hat. Hinterher behauptet man bei der Kasse, mein sei ein an Gynäkomastie leidender Mann und lässt sich damit die Bust wieder entfernen. In der Regel arbeitet man dann auch als Mann,so dass man bei der Kasse auch als Mann versichert ist.

Ist es also im kaufmännischen Bereich besser, dort nicht als Frau aufzutreten, weil sonst der Arbeitsplatz wegen konservativer Wertevorstellungen von Kunden, Arbeitgeber (Firmenimage, mangelnde Seriösität) gefährdet ist?

Für mich heißt dass dann konkret, dass ich mir als gelernte Steuerfachangestellte in neues Beufsfeld suchen muss.

Den Busen hätte ich mir nie entfenen lassen, denn den habe ich schon seit der Pubertät. Wäre auch sonst kaum auf die Idee gekommen, mich für eine Frau zu halten.

LG Jasmina

 

 

Jestem prawda, nie mam tajemnicy.

Extra Gottingam non est vita, et, si est, non est ita. Cogito ergo sum

Hrad přepevný jest Pan Bůh náš ….

 

http://en.wikipedia.org/wiki/Prime_Directive

 

Diane.M EX
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dabei seit: 08.10.2007

Brustaufbau Prozess verloren !
Hallo Leute,
ich habe heute eine Schlappe beim Sozialgericht erhalten.

Meine Krankenkasse ( Knappschaft ) hatte die Kostenübernahme für einen Brustaufbau abgelehnt ich habe Wiederspruch und Klage eingereicht.
Beim Sozialgericht lag ein neues Urteil vor wo jemand weiter versucht hat zu klagen als ich.
Diese neue Urteil wurde in meinem heutigen Verfahren zu Grund gelegt .... !
Mein Anwalt hat mir anschliessend einiges gesagt woraus folgt:

Brustaufbau ist somit ein Kostenfaktor den man selber zahlen muß !

Weil dieses Urteil aus dem anderen Verfahren nun als Maßstab gilt und jede KK das ausnutzen wird um nicht bezahlen zu müssen.

Aber es ist noch so, wenn man dann den Brustaufbau selbst bezahlt
und es Folgeprobleme gibt, wie z.b. nach 16 Jahren müssen die Silikonkissen
aus welchen Grund auch immer, getauscht werden, auch diese Kosten trägt man dann selbst, alles was dann darauf "geschoben" werden könnte auch ...... d.h. ein Rattenschwanz ohne Ende.

Lg Diane

Tassi EX
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dabei seit: 02.05.2007

Naja ganz so einfach ist es nicht. Das Einzige was mir als Langzeitproblem einfällt ist ne Kapselfibrose und warum sollte hier die KK die Kosten übernehmen müssen?

Ich finde's auf jeden Fall richtig, dass das Gericht so entschieden hat, denn selbst Bio-Frauen wird nur in den seltensten Fällen eine Brust-OP bezahlt.

Chantal-TS EX
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Ehemaliges Mitgllied
dabei seit: 22.08.2010

Tassi schrieb:
Ich finde's auf jeden Fall richtig, dass das Gericht so entschieden hat, denn selbst Bio-Frauen wird nur in den seltensten Fällen eine Brust-OP bezahlt.

Genau, denn dafür gibt es klare Richtlinien. Ungefähr lautet der Text:" Eine deutliche Entstellung muss beim Vorübergehen erkannt werden." Das liegt z.B. bei einer Brustamputation vor, aber selbst in solchen Fällen wird heute schon in Einzelfällen das Tragen von Epithesen als erträglich eingestuft.

Eine Erweiterung der NachOP ist bei vielen Ärzten möglich und beschränkt die eigenen Kosten massiv. Es sind dann nur die Implantate und zwei bis drei Stunden Arzt, Anästhesist und OP-Schwester selber zu bezahlen. Das ist finanzierbar.

Johanna
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dabei seit: 15.05.2007

Tassi schrieb:
Ich finde's auf jeden Fall richtig, dass das Gericht so entschieden hat, denn selbst Bio-Frauen wird nur in den seltensten Fällen eine Brust-OP bezahlt.

Das sehe ich nicht so. Bio-Frauen werden auch mit noch so flacher Brust eindeutig als Frau angesehen. Bei Transsexuellen ist das nicht immer so. Wenn ansonsten ein eher männlicher Körperbau vorliegt, könnte trotz GaOP ohne Brustaufbau ein mangelhaftes Passing vorliegen, so dass ein normales Liebes- und Sexualleben nicht möglich wäre. Und Korrekturen von Problemen an Sexualorganen, wegen derer kein Sex möglich ist, werden von Krankenkassen übernommen.

Die Einschränkungen durch eine zu flache Brust könnten also im Einzelfall wesentlich größer sein als bei Biofrauen.

Es wäre also eine Einzelfallentscheidung, ob die KK den Brustaufbau zahlen müsste.

Kimber EX
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dabei seit: 05.05.2009

Da ich weder den einen noch den anderen Fall im Detail kenne, kann ich zu dem Entschluss des Gerichts nur eines sagen: Ich habe keine Ahnung, ob ich den Entschluss des Gerichtes gut oder schlecht finden soll.

Doug hatte Recht: Macht´s gut und danke für den Fisch.