(28.6.10) Bundestag: Grünen-Fraktion will Transsexuellengesetz ersetzen

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Karin
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Warum irgend ein Gesetz ändern ????

Wir sind doch ausreichend geschützt! Hat die Bundesregierung ja vor Kurzem erst festgestellt.

am Samstag bekam ich einen Brief von der AOK. Kostenübernahme für genitalangleichende Operation abgelehnt.

Begründung: Die Diagnose Transsexualität alleine begründet noch nicht das Vorliegen einer Krankheit im versicherungsrechtlichen Sinne.

Ohne OP keine Personenstandsänderung und ich darf meinen Freund nicht heiraten. Also bleibe ich in Steuerklasse  1

Warum sollten irgend jemand ein Gesetz ändern. Wir sind doch ausreichend geschützt.

Viele von den unwissenden normalos glauben ja tatsächlich noch, dass es uns Transsexuellen hauptsächlich um das sexuelle geht, und wir ja sowieso alle Huren sind.

Und nach den neuen Gesetzen sind ja Huren ausreichend geschützt, also warum ein Gesetz ändern, wir sind doch ausreichend geschützt.

Und wenn  wir inhaftiert werden , eventuell im Männergefängnis, ach ja, auch da sind wir ausreichend geschützt, es soll ja angeblich dort Kondome geben. Und als Huren halten wir das schon aus.

Warum ein Gesetz ändern, wir sind doch ausreichend geschützt

lg

Karin  ( männlich, im gesetzlichen Sinne) 

 

Minolfa
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dabei seit: 06.12.2007

Dass ein erster Entwuf unreif rüberkommt, gestehe ich den Grünen zu ... bis zu einem Gesetz würden noch viele Parteien, Experten und (hoffentlich) Betroffenenverbände gehört.

Die Mediziner und Krankenkassen werden vor Eingriffen auf Gutachten bestehen, dafür ist einfach das Risiko zu groß, jemand unentschlossenen "umzuwandeln". Sie sind auch nicht an Personenstandsregelungen gebunden, sondern haben ihre eigenen Behandlungsstandards.

Gerade eine Vornamensänderung könnte deutlich vereinfacht werden! Es wäre doch echt kein Drama, wenn jemand schon zu Beginn der Alltagserprobung sich auch im Ausweis einen passenden Namen zulegen darf. Sofern die Verwaltungsgebühr kostendeckend festgelegt wird, könnte er das auch 20x ändern, ohne der Gesellschaft zu schaden. Und wenn sich ein "Bio"-Mann zum Affen machen will, soll er sich doch Brunhilde nennen, wenn er Spaß dran hat.

Eine Lockerung der Personenstandsänderung ist heikel, weil dann vermutlich in Folge das Verbot der Homo-Ehe gekippt würde. Es bräuchte nur noch ein Schwuler (oder eine Lesbe) beim Verfassungsgericht auf Gleichberechtigung klagen. Ich hätte damit kein Problem, bin aber nicht die Mehrheit.

Kimber EX
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dabei seit: 05.05.2009

Tassi schrieb:
Dieser meinte, dass das ganze Verfahren eine recht aufwendige Sache ist, doch leider auch die Gutachten dazu da sind um sicher zu stellen, dass es sich tatsächlich um Transsexualität handelt und der Wunsch, den Namen zu ändern wirklich von Dauer ist.

 

Für gewöhnlich nennt man das doch schlicht und ergreifend ´Pech!´, `Selbst schuld!´ oder ´dumm gelaufen!´, wenn ein Mensch etwas tut und später bereut. Warum sollte es hier anders sein?

Doug hatte Recht: Macht´s gut und danke für den Fisch.