Zypries fordert Adoptionsrecht für Homosexuelle

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Roxanne
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Brigitte Zypries spricht sich für eine Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften bei der Adoption aus. Kinder bräuchten das klassische Rollenmodell nicht, meint die Justizministerin. Das bestätigt eine Studie. Diese untersucht auch die Frage, ob Kinder gleichgeschlechtlicher Paare diskriminiert werden.

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, auch homosexuellen Paaren die Adoption von Kindern zu ermöglichen. „Das Kindeswohl ist in Regenbogenfamilien genauso gewahrt wie in anderen Familienformen“, sagte Zypries bei der Vorstellung einer Studie zu Kindern in homosexuellen Lebensgemeinschaften. „Persönlichkeitsentwicklung, schulische und berufliche Entwicklung der betroffenen Kinder verlaufen positiv.“ Sie entwickelten sich genauso gut wie Kinder aus heterosexuellen Beziehungen.

Nach Schätzungen leben rund 16.000 Kinder in Deutschland bei gleichgeschlechtlichen Paaren, die große Mehrheit davon bei lesbischen Frauen. Die meisten Kinder stammen aus früheren heterosexuellen Beziehungen. 2200 dieser Kinder leben bei eingetragenen Lebenspartnerschaften. Gleichzeitig wächst der Anteil von Kindern aus künstlicher Befruchtung. Dabei verlassen sich viele lesbische Paare auf die Hilfe schwuler Freunde.

Zypries forderte, Deutschland müsse das europäische Adoptionsübereinkommen anwenden, das Adoptionen durch homosexuelle Paare möglich macht. Der Koalitionspartner sähe sich dazu allerdings „nicht in der Lage“, kritisierte die Ministerin. Bisher hätten elf von 47 Staaten das Übereinkommen unterzeichnet. Es tritt in Kraft, wenn mindestens drei Staaten es in nationales Recht umsetzen. Dies wird nach Zypries' Einschätzung binnen eines halben Jahres der Fall sein. Daneben müssten eingetragene Lebenspartnerschaften auch steuerrechtlich gleichgestellt werden.

Quelle: Die Welt

Diese Initiative erleichtert vielleicht zukünftig auch die Möglichkeiten für TG-Familien Kinder zu adoptieren.

 

 

 

 

 

 

Natürlichkeit ist langweilig 

Liv-Marit Norton
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dabei seit: 13.02.2006

Die Ansicht der CDU/CSU veranschaulicht dazu CDU- Generalsekretär Peter Kauder:

Für den CDU-Politiker Volker Kauder wäre, wie er bereits früher deutlich machte, ein Adoptionsrecht für Schwule und Lesben nicht mit dem christlichen Menschenbild seiner Partei vereinbar. „Es geht bei diesem Vorschlag allein um die Selbstverwirklichung von Lesben und Schwulen und nicht um das Wohl der Kinder“, sagte Kauder. „Volles Adoptionsrecht für Schwule und Lesben widerspricht den Interessen von Kindern.“

http://www.welt.de/politik/article3878741/Sollten-schwule-Paare-Kinder-adoptieren-duerfen.html

Der stellvertretende Bundestags-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Bosbach (CDU): "Kinder sind am besten aufgehoben bei Mann und Frau. Eine völlige Gleichstellung möchten wir nicht."

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,637915,00.html

24.7.2009, 8 Uhr 30

.....und den Menschen ein Wohlgefallen.....Sad

 

 

Eine echte Vision entwickelt ihr Eigenleben !

Beate_R
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Und bei all dem sollte man nicht vergessen, dass der Bundestag in dieser Legislaturperiode keine Gesetze mehr durchbringen kann. Eine typische Sommerloch-Sonntagsrede, vielleicht mit dem Hintergrund, sich selbst schon mal auf die Zeit auf der Oppositionsbank einzustimmen.

Es zeigt allerdings auch, wie verbohrt manche konservative Politiker sind.

Viele liebe Grüße

Beate 

Johanna
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Roxanne schrieb:

Diese Initiative erleichtert vielleicht zukünftig auch die Möglichkeiten für TG-Familien Kinder zu adoptieren.

Da kann alleine schon die Existenz der Studie nützlich sein, auf die man bei den Adoptionen vermittelnden Organisationen verweisen könnte.

Roxanne
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Nebenbei...

Hat die SPD nicht zur eine Frauenquote, sondern auch eine Alphabet-Namensquote?

Ypsilanti, Zypries...Wink

Natürlichkeit ist langweilig 

Triona
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dabei seit: 05.10.2007

Roxanne schrieb:

...

Zypries forderte, Deutschland müsse das europäische Adoptionsübereinkommen anwenden, das Adoptionen durch homosexuelle Paare möglich macht. Der Koalitionspartner sähe sich dazu allerdings „nicht in der Lage“, kritisierte die Ministerin. Bisher hätten elf von 47 Staaten das Übereinkommen unterzeichnet. Es tritt in Kraft, wenn mindestens drei Staaten es in nationales Recht umsetzen. Dies wird nach Zypries' Einschätzung binnen eines halben Jahres der Fall sein. Daneben müssten eingetragene Lebenspartnerschaften auch steuerrechtlich gleichgestellt werden.

...

 

Vgl hierzu auch den anderen Faden mit dem neuen Mediengesetz in Litauen.

Und bei 47 Unterzeichnerstaaten scheint das hier noch nicht mal ein EU-Gesetz oder -Abkommen zu sein.

 

Liebe Grüße

Triona

Aw, Thou beloved, do hearken to the Banshee's lonely croon!

sinn féin - ça ira !

Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

Cathrine
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dabei seit: 30.04.2007

Beim stern haben wir auch darüber Diskutiert raus kahm wieso solten Homosexuelle schlechtere Eltern sein als  Heterosexuelle. Wichtig wäre hierbei nur das Familienleben und nicht die Sexuelle Orientierung.

http://www.stern.de/blog/82_wahlfisch/archive/2722_zweimal_papa_ist_besser_als_gar_kein_papa.html

 

n/v
Roxanne
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Natürlichkeit ist langweilig 

Beate_R
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dabei seit: 03.02.2005

Und ie Welt dreht die Kommentarfunktion just in dem Moment ab, in dem sich zunehmend Leute zu Wort melden, die den anfänglich ganz übrwiegend dumpf-konservativen Kommentaren widersprechen und letztlich auch der eigenen Position.

Viele liebe Grüße

Beate