Neues aus der Gehirnforschung

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NB-Sabine
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dabei seit: 26.12.2006

...aus jeder Studie, Untersuchung und zugehörigen Statistiken lassen sich immer auch scheinbare oder falsche Zusammenhänge ablesen...

...ein klassiker dafür ist der vermeintliche Zusammenhang zwischen Telefonen und Rauchern... Wink

...früher (z.B. 1950) gab es nachweislich weniger Telefone und es gab auch weniger Raucher, demnach könnte man schließen, daß man die Telefone abschaffen müßte um wieder weniger Raucher zu haben... Shock :mrgreen: Wink ob man an so einen vermeintlichen Zusammenhang dann glaubt oder nicht, kann ja jede(r) selbst entscheiden...interessant werden solche Annahmen erst dann, wenn man nachweisen kann daß und wie sich zwei größen tatsächlich beeinflussen, dazu benötigt man aber mehr als eine Studie mit ein paar Messergebnissen, man muß also den Grund dafür finden (und beweisen können), warum die Messergebnisse genau so ausfallen bzw. z.B. hier warum sich die untersuchten Gehirne in der vorgefundenen Weise ähneln...erst dann wird es interessant, alles andere ist eher Spekulation...

Roxanne schrieb:
Ewig Widersprüche....

Das liegt häufig ganz einfach daran, daß sich neue Erkenntnisse und alte "Erkenntnisse"/Gerüchte noch lange Zeit immer wieder "begegnen"...nur weil heute jemand herausfindet, daß irgend etwas ganz anders ist, hören andere noch lange nicht auf die frühere Meinung/Sichtweise/Ansicht bzw. den alten/überholten Erkenntnisstand immer weiter zu verbreiten...zudem gibt es natürlich nie die Gewissheit, daß nicht auch der aktuelle Erkenntnisstand irgendwann ebenfalls wieder widerlegt wird... Shock :mrgreen: Wink

n/v
Johanna
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dabei seit: 15.05.2007

Eine Frage dabei ist auch immer, was ist Ursache und Wirkung.

Werden die Personen von Männern/Frauen angezogen, weil ihre Gehirne entsprechend ausgeprägt sind, oder sind ihre Gehirne derart ausgeprägt, weil sie auf Männer/Frauen stehen, oder gibt es gar keinen Zusammenhang?

Interessant wäre es dann ja, hier Transsexuelle mit einzubeziehen, bei denen sich die sexuelle Orientierung im Laufe der Transition ändert; mit Untersuchungen vor und nach der Transition.

Gruß
Johanna

Roxanne
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dabei seit: 03.01.2006

Johanna schrieb:
Interessant wäre es dann ja, hier Transsexuelle mit einzubeziehen, bei denen sich die sexuelle Orientierung im Laufe der Transition ändert; mit Untersuchungen vor und nach der Transition.

Hierzu mal eine gewagte Theorie...

Wir kennen das ja, daß Menschen sich oft in die verlieben, die um sie sind. Auch wenn die Auswahl klein ist, findet sich trotzdem jemand. Ein Beispiel: Vier Schiffbrüchige auf einer Insel (2 Männer, 2 Frauen) mit hoher Wahrscheinlichkeit bilden sich Paare - auch wenn die Partner so grottenhäßlich sind, daß man sie in der Stadt nie "ausgewählt" hätte.

Ähnliches kann Männer/Frauen im Gefängnis betreffen. Der Mensch findet einen Partner und fühlt Liebe....

Die Beispiele passen auf den ersten Blick nicht auf eine post-OP in der Stadt, aber wenn sie in einem Umfeld lebt, wo alles rundherum (und sie selbst?) erwartet, daß sie sich einen Mann als Partner aussucht....sucht sie sich auch mit hoher Wahrscheinlichkeit einen aus. Die meisten Frauen stehen einfach nicht "zur Verfügung".

Der Mensch ist nicht gern alleine und sucht sich jemand - irgendwie, irgendwo. Wenn man in einer Lage ist, wo sich nur ein kleines Klientel anbietet, verliebt man sich trotzdem "automatisch" irgendwann in jemanden.
.

Natürlichkeit ist langweilig 

Seejungfrau
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dabei seit: 08.04.2008

Danke Liv!
Den Spruch kannte ich noch nicht - werde ihn mir aber merken!
Vielleicht trift der ja auch irgendwann auf mich zu! Smile

seamstress
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dabei seit: 11.06.2007

Roxanne schrieb:
Die Beispiele passen auf den ersten Blick nicht auf eine post-OP in der Stadt, aber wenn sie in einem Umfeld lebt, wo alles rundherum (und sie selbst?) erwartet, daß sie sich einen Mann als Partner aussucht....sucht sie sich auch mit hoher Wahrscheinlichkeit einen aus. Die meisten Frauen stehen einfach nicht "zur Verfügung".

Oh, eine sehr gewagte These, liebe Roxanne. Oder vielmehr zwei. Sexuelle Orientierung als Folge gesellschaftlichen Drucks bzw. mangelnder Alternativen. Ersteres erscheint ja nicht ganz abwegig, wobei es wohl eher die praktizierte denn die präferierte Sexualität betrifft. In der heutigen Zeit spielt das aber wohl keine so große Rolle mehr, zumal bei Menschen, die dem gesellschaftlichen Druck schon einmal getrotzt haben (post-OP TS).

Und den Mangel an Alternativen mag ich ja für die einsame Insel oder das Gefängnis gelten lassen, ansonsten halte ich es aber eher für unwahrscheinlich, dass man sich mit Männern einläßt, bloß weil's auf dem Land keine passende Frau gibt. Schließlich wagen ja sogar alleinstehende Jungbauern eher eine Brautschau im Privatfernsehen, als dass sie sich einander zuwenden! :mrgreen:

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It's a Barnum and Bailey world
Just as phony as it can be
But it wouldn't be make-believe
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Roxanne
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dabei seit: 03.01.2006

seamstress schrieb:
Oh, eine sehr gewagte These, liebe Roxanne.

Ja, durchaus. Aber weißt du, wenn ich so manchmal höre "Ich habe meine Seelenverwandte, die Liebe meines Lebens gefunden. Dies ist die eine, die ist für mich bestimmt" oder ähnliches, dann ziehen sich mich doch die Augenbrauen hoch...

Wenn diese Person in Thailand, Nigeria oder Peru leben würde, hätte sich eine andere gefunden. Es gibt doch mehr als einen Menschen für einen anderen. Vielleicht nicht so romantisch, aber das ist die Natur.

Natürlichkeit ist langweilig 

seamstress
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dabei seit: 11.06.2007

Roxanne schrieb:
Es gibt doch mehr als einen Menschen für einen anderen.

Durchaus, Rox, unbestritten. Nur bezüglich des Geschlechts des Wunschpartners sind meines Erachtens die wenigsten so beliebig, wie es deine These unterstellt.

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Gast
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Na nun bin ich vollends irritiert...
Bin ich bi, schlaf ich auf dem Rücken, bin ich schwul, schlaf ich auf dem Bauch? Und wenn ich den Briefkasten streichel, geht im Kühlschrank das Licht aus? *lach

Also, ich will es mal so formulieren: ich drehe mich des nachts nach der einen oder anderen Seite. Sehen wir es mal so, so bin ich flexibel - was ich auch sonst bin. Was mich dabei stört, ist nicht der Gedanke der sexuellen Ausrichtung, sondern vielmehr die langen Haare, die ich dann im Mund habe... :mrgreen: :mrgreen:

Seejungfrau
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dabei seit: 08.04.2008

Finde es einfach nur gut - das jeder Mensch ein Unikat ist!
Wir haben unsere eigenen Gefühle und Wünsche und Träume, die uns kein Mediziner oder Forscher nehmen kann!
Wir sollten einfach nur auf unser Bauchgefühl und unser Herz hören, was sie sagen!
Alles andere dürfte uns nicht iritieren! Es gibt zu viele Menschen, die sich wichtig nehmen und meinen die Welt mit ihren Theorien verändern zu müssen! Wir sehen ja hier im kleinen was da raus kommt! Ein GROßES Fragezeichen! Smile

@ Ronja - binde dir nachts einen Zopf - dann bekommst du beim umdrehen keine Haare in den Mund! Smile

Beate_R
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dabei seit: 03.02.2005

Mal von den gewagten Thesen zurück zu den Forschungsergebnissen, und zwar zu einem älteren, nämlich der BSTc-Studie:

Die häufig erwähnte Studie aus Nature (übrigens eine hoch renommierte Zeitschrift, die sehr stark hinsichtlich der Qualität ihrer Beiträge selektiert), in der im Gehirn transsexueller Frauen Normabweichungen festgestestellt wurden, so dass die betroffenen Regionen denen genetischer Frauen glichen, wurde vom Verlag freigegeben.

Viele liebe Grüße

Beate