Neues aus der Gehirnforschung

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Roxanne
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dabei seit: 03.01.2006

Hat jetzt nicht unbedingt etwas mit Trans-x zu tun, aber.....

Zitat:
Lesben besitzen Männergehirne, Schwule haben Frauengehirne
München (ah) - Gehirne Homosexueller unterscheiden sich von denen Heterosexueller - sie ähneln vielmehr denen des anderen Geschlechts.

Das berichten Per Lindström und Ivanka Savic vom Karolinska Institut in Stockholm in der Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences".

Die Wissenschaftler untersuchten 90 Probanden. Lesbische Frauen hatten wie heterosexuelle Männer asymmetrische Gehirne. Die Gehirne der schwulen Versuchsteilnehmer waren dafür genauso symmetrisch wie die heterosexueller Frauen.

Außerdem stellten die Forscher fest, dass Gleiches für die Verschaltung der Amygdala gilt: Die Hirnstrukturen schwuler Männer glichen denen heterosexueller Frauen sowie die Hirnstrukturen lesbischer Frauen denen heterosexueller Männer. Die Amygdala ist ein Teil des limbischen Systems, das unter anderem mit der Verarbeitung von Angstgefühlen und Aggression in Verbindung gebracht wird.

Bereits zuvor hatten Studien gezeigt, dass Frauen und Männer beim Sprechen die Gehirnhälften unterschiedlich nutzen. Darüber hinaus gleicht die Hirnaktivität Homosexueller der des jeweils anderen Geschlechts.

Quelle: GMX-Nachrichten

Diese "Gehirnvermesser" erinnern mich irgendwie an die lustigen Professoren, die vor 100 Jahren mit Zirkel und Maßband die Köpfe der Leute vermessen haben, um daraus Rückschlüsse auf den Intelligenzgrad und die Evolutionsstufe zu erzielen. Nur die Meßinstrumente sind heute rostfrei...

Ich bezweifele, ob man aus den äusseren Merkmalen des Gehirns wirklich Rückschlüsse auf die sexuelle Orientierung machen kann. Ebenso zweifelhaft erscheinen mir Berichte über den Beweis für Transssexualität anhand von Gehirnstrukturen.

"Die Wissenschaft hast festgestellt, festgestellt, festgestellt,
daß Marmelade Frucht enthält..."

Thinking

Natürlichkeit ist langweilig 

Fanny
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dabei seit: 27.08.2005

Das erinnert mich an das XQ28-Gen. :roll:

Liv-Marit Norton
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dabei seit: 13.02.2006

Roxanne hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Ich bezweifele, ob man aus den äusseren Merkmalen des Gehirns wirklich Rückschlüsse auf die sexuelle Orientierung machen kann. Ebenso zweifelhaft erscheinen mir Berichte über den Beweis für Transssexualität anhand von Gehirnstrukturen.

An dieser (wahrlich nicht repräsentativen) Untersuchungsreihe hat u. a. Prof. Martin Ingvar mitgewirkt. Er arbeitet dort als Leiter des Departments für klinische Neurowissenschaft am Karolinska Institut, also nicht der schlechtesten Adresse, denn das Karolinska Institut im schwedischen Stockholm ist eine der größten medizinischen Universitäten Europas.

Jährlich werden dort vom Karolinska Institute Nobel Assembly die Nobelpreisträger für Medizin ausgewählt.

Falls aus den äusseren Merkmalen des Gehirns wirklich Rückschlüsse auf die sexuelle Orientierung gezogen werden können, bleibt immer noch genug Erklärungsbedarf, wie sich dieses Gehirn dann im "falschen" Körper
entwickeln konnte oder inwieweit postnatale Prägung verantwortlich zeichnet....

......eine Frage der Evolution ?

Eine echte Vision entwickelt ihr Eigenleben !

Seejungfrau
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dabei seit: 08.04.2008

Was ist mit Menschen die Bisexuell sind?
Wie sehen unsere Gehirne aus? :roll:

Minolfa
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dabei seit: 06.12.2007

Tja Seejungfrau,

im hinteren Ende des Gehirns liegt der sehr locker gelagerte "Hirnocritus Major". Durch dessen Lage wird die Symmetrie im Hirn erheblich beeinflusst. Wer nachts auf der Seite schläft, steht auf Frauen, wer auf dem Rücken schläft, findet Männer toll. Und wer einen unruhigen Schlaf hat... :twisted:

Ciao, Michela (die wegen einer angebrochenen Schulter auf dem Rücken schläft)

Seejungfrau
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dabei seit: 08.04.2008

@ Michaela - ok wie erklärst du dir das? Ich bin seit über 27 Jahren mit einem Mann zusammen und auch verheiratet. Schlafe nur auf der Seite - also stehe ich auf Frauen und dürfte nicht auch auf Männer stehen. Auf dem Rücken kann ich so gut wie nie schlafen. Bin nur Bi sonst nichts! Nach deiner Erklärung müßte ich eine reine Lesbe sein! :roll:
Und nun?

Minolfa
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dabei seit: 06.12.2007

Willkommen im Club, Seejungfrau!

Es gibt zu jeder noch so wilden Hypothese (wie die obige frei erfundene) immer ein paar Einzelfälle, die das zu widerlegen scheinen. Ich habe extra nochmal eine Stunde mit Prof. Dr. Dr. Hirn telefoniert, und er meinte, das wäre wie bei den Fingerlängen von Transsexuellen. Ich sei da ja wohl genau so ein Beispiel für einen Einzelfall, denn eine ordentliche TS darf keinen Ringfinger haben, der länger ist als der Zeigefinger. Shock

Das Rezept zum Mitschreiben: (Doktoranden, bitte bitte nicht nachmachen!)
Man nehme eine hinreichend kleine Gruppe von Probanden, so dass im Prinzip alles oder nichts bewiesen werden kann. Bei medizinischen Studien ist dank Geldmangel diese Situation nahezu immer gegeben. Jetzt braucht man nur noch ein wichtiges Untersuchungsthema, also z.B. "Ist Kaffee gesünder für Frauen als für Männer?". Dank Korrelation mit irgendwelchen Zufällen lässt sich meist auch das Gesuchte nachweisen. Cool

Ciao, Michela

Seejungfrau
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dabei seit: 08.04.2008

Nah dann wollen wir mal schauen was den netten Leuten weltweit noch so alles für eine sogenannte Studie einfällt!
Bin ich gespannt! Vielleicht kann mir ja jemand - bevor ich irgendwann mal das Zeitliche segne, alle meine ungeklärten Fragen beantworten!
Schauen wir mal! Smile

Roxanne
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dabei seit: 03.01.2006

Sagt mal, habt ihr nicht auch den Eindruck, daß alle paar Wochen völlig widersprüchliche "Forschungsergebnisse" veröffentlicht werden?

Mal heißt es: Kaffee entwässert, ist also nicht gut für den Wasserbedarf des Körpers. Dann wieder Quatsch: Wasser ist Wasser für den Körper.

Oder: Egal ob man abends oder morgens isst: alles macht gleich dick. Dann wieder der alte Spruch: Morgens essen wie ein Kaiser, mittags wie ein Bauer und abens wie ein Bettelmann, weil es nachts ansetzt.

Ewig Widersprüche....

Natürlichkeit ist langweilig 

Liv-Marit Norton
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dabei seit: 13.02.2006

Diese Abbildung soll die Übereinstimmungen zeigen, von denen im Ausgangsbericht zu lesen war.

Gehirne Hetero- und Homosexueller
Mittels Positronenemissionstomografie (PET) analysierten die Forscher die Verschaltung der Amygdala in den Gehirnen hetero- und homosexueller Probanden. Ähnliche Ergebnisse erhielten sie bei heterosexuellen Männern und lesbischen Frauen, sowie bei schwulen Männern und heterosexuellen Frauen.

Für Jutta:

Woody Allen sagte einmal,
"Bisexualität verdoppelt deine Chancen auf ein Samstagabend-Rendezvous." Cool

Eine echte Vision entwickelt ihr Eigenleben !

Monika-Tersch
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dabei seit: 26.10.2005

Roxanne schrieb:
Sagt mal, habt ihr nicht auch den Eindruck, daß alle paar Wochen völlig widersprüchliche "Forschungsergebnisse" veröffentlicht werden?...

...da gilt wie immer der bewährte Spruch "glaube nur den Statistiken die du selbst erlogen hast" und daran halte ich mich permanent :roll:

Liebe klare Grüße

Moni

__________hier ist mein Beitrag zu Ende__________