Genug ??

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Liv-Marit Norton
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dabei seit: 13.02.2006

Oscar Wilde:

"Im Leben gibt es nur zwei Tragödien. Die eine ist, nicht zu bekommen, was man möchte, und die andere ist, es zu bekommen....."


Wie kommt ihr mit der "Genug- Grenze" klar ? Umfragen zufolge beklagen wir uns doch ständig, überarbeitet zu sein und viel zu wenig Freizeit zu haben. Im nächsten Moment meinen wir, dass unsere Lebensbereiche (Wohnungen, Häuser) mit viel unnützem Zeug vollgestopft seien. Am nächsten Tag arbeiten wir noch länger, um später noch mehr Dinge kaufen zu können, die uns anscheinend keine wirkliche Freude mehr machen.

Der Inhalt des Kleiderschrankes sei mal ausgenommen....... Wink

.......es mag fürwahr andere wirklich wichtige Dinge im Leben zu geben.......

 

Liebe Grüße

Liv- Marit

Eine echte Vision entwickelt ihr Eigenleben !

denise
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dabei seit: 05.10.2007

manchmal braucht es etwas laenger im leben, bis diese dinge klar werden, liebste liv.

ich glaube oscar hat es auch erst in seiner zweiten lebenshaelfte herausgefunden...

 

oder wie es eric burdon nur mit anderen worten sagte: when the trip is over, we all come back to mother booth....

Chantal-TS (nicht überprüft)
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Du hast das Problem doch schon erkannt. Dann finde für Dich die Lösung.

Meine liegt in der Reduktion auf das Wesentliche.

denise
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dabei seit: 05.10.2007

du verwechselst da was... ich hab in dem bereich keine probleme. :bigsmile: 

Jana72 (nicht überprüft)
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Liv-Marit Norton schrieb:
Oscar Wilde:"Im Leben gibt es nur zwei Tragödien. Die eine ist, nicht zu bekommen, was man möchte, und die andere ist, es zu bekommen....."

Eines meiner Lieblingssprichwörter (aus China glaube ich) sagt: "Hüte Dich vor Deinen Wünschen !"

Bezüglich der "GenugGrenze" läuft man mE ganz schnell folgendem Trugschluß hinterher: Fast jede neue Errungenschaft der Technik suggeriert uns Zeiterparnis : Mit der neuen Waschmaschine braucht man nur noch die halbe Zeit zum Wäschewaschen / mit dem neuen Auto braucht man für die selbe Wegstrecke nur noch 1/3 der Zeit wie mit'n ollen Moped  / und mit email braucht man nur noch 1/10 der Zeit als wenn man erst umständlich einen Brief schreiben muss...........usw.

Und was machen wir mit der vielen ersparten Zeit.....doppelt soviel Wäsche waschen, 3 mal so weit wegfahren und 10 mal mehr emails schreiben 

Roxanne
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dabei seit: 03.01.2006

Der Mensch ist schon merkwürdig. Immer will er mehr.

Früher war das nicht unbedingt ein Problem, denn Wünsche brauchten lange, um erfüllt zu werden - manche natürlich nie. Das ist vom Ansatz auch gut von der Natur gedacht, denn ohne das Streben nach "mehr" gäbe es keinen Fortschritt. Alle wären ja mit dem zufrieden, wie es ist. Heute, wo sich das Rad immer schneller dreht, laufen wir aber Gefahr uns in den eigenen Wünschen zu verheddern. Man hat ja ständig neue Schlüsselreize vor Augen. Sich selbst daraus auszuklinken, quasi das Hamsterrad mit einem Seitenschritt zu verlassen und nicht immer vorwärts zu rennen, braucht gewaltige mentale Stärke und Selbstbeherrschung.

Natürlichkeit ist langweilig 

Andrea Joy
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dabei seit: 04.10.2007

 

Ich versuche schon den Überblick zu behalten, über die Dinge die ich so zB. im Kühlschrank habe. In der Wohnung brauche ich auch Raumfreiheit, die Grenze ist erreicht: Zusätzliche Farbtupfer, Gegenstände wie selbst Blumen, passen kaum noch dazu. Sonst machts mich im Kopf unruhig.

Nimm nur soviel wie Du tragen kannst...Weniger ist eben oft mehr...Viel hilft nicht immer viel...das hab ich  schon mal gehört. Da fälllt mir auch die Geschichte vom Fischer ein , der nur so oft rausfährt , das es auch noch Zeit für sich selbst hat, was für ihn mehr Wert hat.

Ja und  Freude kann mir auch bereiten, das ich weiß, ich MUSS nicht alle Träumereien oder Wünsche erfüllen.

Die Werbung suggeriert hauptsächlich. Ohne neuem XY hätten ich es weniger GUT.  Ich bleibe aber oft doch bei meiner Lieblinshose/-rock, kann ja nicht dem Kommerz- und Finanzinfarkt zu erliegen.   Big smile

Ja ich bin unvollkommen und veränderlich. Das heisst andererseits ich kann und sollte weiterstreben im Gleichgewicht zu sein. Auch meine eigenen Ansprüche können mich unglücklich werden lassen. Die Weisheit lehrt ja: zwischen wichtig und unwichtig zu unterscheiden.   Laughing out loud

Manchmal schaffe ich es schon - Darauf zu schauen was ich alles schon habe Smile   Und: Wenn ich im "Jetzt" nicht auch mal glücklich sein kann, bleibe ich immer getrieben von unerfüllten Wünschen.

 

 

Das Licht ist das Leben, das Sein ist es Selbst. Die Dunkelheit vermag das Licht nicht zu löschen, doch das Licht erhellt die Dunkelheit! Das Beste ist: Da zu sein, während man unterwegs ist http://www.myspace.com/abelectriclove&

Karin
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dabei seit: 03.04.2007

 

Ich habe meine genug Grenze inzischen erkannt. Mein Arbeitgeber nicht!

Ich würde lieber halbtags arbeiten und die Hälfte verdienen, nur Wirtschaftsunternehmen kennen eben keine Grenzer, es ist nie genug.

Ich habe meinen Lebensstandart aufs niedrigste gesetzt, da ich eh die bin, die ein altes Handtuch 100 zusammenflickt, bevor sie ein neues  nimmt.

Ansonsten schaffe ich mir nur n was ich brauche. Hab auch keinen Fernseher, das Teil brauche ich nicht.

Ein gaaaaaanz kleines Hobby gönne ich mir allerdings.... Schuhe, da werde ich immer wieder schwach Innocent

´s Kaa

Rapunzel
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dabei seit: 16.04.2006

.......es mag fürwahr andere wirklich wichtige Dinge im Leben zu geben.......

Gerade heute dachte ich wieder intensiv darüber nach.

Ich lebe recht spartanisch, weil ich dass was ich habe nicht für Unwichtiges hergeb. Weil ich mich von überflüssigen Dingen entlasten wollte und es zum Großteil (aber noch nicht ganz) geschafft habe. Es hat mich erdrückt, belastet, ließ mich gefangen fühlen.

Als Kind wünschte ich mir: Wenn ich einmal groß bin............dann..........habe ich alles das, was meine Eltern sich nicht leisten, mir bieten konnten.

Dann dachte ich dem Wunsch näher zu kommen und irgendwann stürtze er ein, wie ein Kartenhaus. Und wieder mal musste ich mich besinnen: Worauf kommt es im Leben an.

Kürzlich hatte ich etwas übrig, hätte mir einiges leisten können, Wünsche erfüllen können; aber sponsorte es an meine Mama, mein Kind, gerade die es nötig hatten.

Ich sah soviel Elend...nicht in weiter Ferne...nah an mir...

Es fällt mir schwer es hinzunehmen, wenn ich andere Menschen mit diesen meinen Gedanken und Erfahrungen nicht erreiche. Aber ich lerne, die meisten Menschen müssen die Erfahrung selber machen, um zu begreifen.

Warum kam mir heute der Gedanke: Ich habe eine Tochter auf dem Gymnasium. Die ältere hat es absolviert. Laut einer Lehrerin könne sie, statistisch gesehen, nicht das Gymnasium besuchen.

Heute war ich zur Elternpflegschaft. Als die Schikimikis in den Saal stolzierten, wollte ich in einem Moment mein Haupt senken. Dann dacht ich: Quatsch, alles nur Fassade. Und: Will ich das überhaupt, gibt es nichts wichtigeres im Leben?

Doch, es gibt wichtigeres, sehr viel wichtigeres. Gesundheit an Leib und Seele!

Dazu gerade Soviel, dass man in der Gesellschaft nicht den Stolz verliert.

 

Levve un levve losse!

Inga-M
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dabei seit: 18.03.2005

Und gerade heute Morgen dachte ich darüber nach, daß Knappheit

einen gewissermaßen "in Gang hält". Sie ist also nicht generell

schlecht. Spärliche Ernährung - von guter Qualität - hält schlank

und gesund. Mangel an Bargeld hingegen nervt nur. Crazy

Eines aber kann ich nie genug haben, nein, nicht Schuhe oder

Kleider, sondern Wissen, Erkenntnis ist das wonach ich Verlangen

habe.

 

lG, Inga

--

Carpe diem - Jeden Tag ein Karpfen

 

P.M.O.S.F

Fanny
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dabei seit: 27.08.2005

Ah, Sättigung, Überdruß?

Genug ist wenn das Leben soviel bietet, dass du nicht mehr jeder Gelegenheit hinter rennst.

Genug getranst, genug gesurft?

Letzt riefen die Kids. Ich warf alles in die Ecke und rannte mit ihnen durch das Watt.

Genug um das reale Leben nicht zu vergessen, genug weil es sonst auch zu spät seien kann,

genug der Worte. Smile