Gay-Games in Köln

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Tyreesa
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dabei seit: 26.06.2010

zur Zeit finden in Köln ja die Gay-Games statt.

Ich kenne nicht den Hintergrund dessen, aber allein die Bezeichnung verursachte einige Grübelfalten. Warum Gay-Games?

Stellen die Leute sich damit nicht automatisch selbst irgendwie ins Abseits? Sind schwule oder lesbische Sportler bei normalen Wettkämpfen ausgeschlossen? Außerdem dürfen ja auch andere - also nicht homosexuelle Sportler teilnehmen...

Ich will damit jetzt nicht sagen, daß ich etwas gegen Homosexuell orientierte Menschen habe, aber für mich sieht Integration und Toleranz einfach anders aus. Das ist für mich das Gleiche, als wenn ein Schwarzer - oder Farbiger zB. einen Job nicht bekommt, und natürlich davon ausgeht, daß das mit seiner Herkunft oder Hautfarbe zu tun hat. Diese Einstellung sorgt automatisch dazu, daß eine Integration von vornherein ausgeschlossen ist, weil der "Betroffene" selbst sich ja in diese Schublade gepackt hat.

Was denkt ihr darüber?

n/v
ElleCommandante
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dabei seit: 21.06.2005

Alleine schon der Name "Gay-Games" klingt doch schon endschwul...

 

S'Elle

 

P.S.: Machen Die dort nur Wettbewerbe mit Finger im Po und so oder auch die schwulen Disziplinen wie Diskurswurf und Ringen?

n/v
Fabienne
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dabei seit: 19.02.2005

Fragt doch die Gay-Community, die das organisiert. Ist vielleicht einfacher, bevor provokante oder diskriminierende Postings hier auftauchen.

http://www.games-cologne.de/de

n/v
Jula
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dabei seit: 12.12.2004

Die Gay Games sind eine tolle Sache finde ich. Man kann als Breitensportler zusammen mit Spitzensportlern antreten. Außerdem ist es eine Gelegenheit, die Regenbogenflagge  auch mal in Verbindung mit Sport zu bringen. Wenn ich an die (Nicht-)Diskussion um schwule Fußballprofis denke, die es nicht geben darf, und an die billigen Klischees über die Sportlichkeit von Schwulen, dann gibt es da noch einiges zu tun.

NIVEAU ist keine Handcreme! Julas Homepagehttp://www.julaonline.de/

Roxanne
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dabei seit: 03.01.2006

Tja, eigentlich(!) wären solche Wettbewerbe völlig überflüssig, weil schwule Sportler genauso Sport treiben, wie Heteros. Aber aus den von Jula bereits angeführten Gründen, doch eine interessante Idee. Vielleicht grad weil man darüber nachdenkt: Was ist denn an denen nun so anders?

Natürlichkeit ist langweilig 

Tyreesa
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dabei seit: 26.06.2010

Es ist immer gut, wenn Beiträge komplett gelesen werden.

Ich verurteile ja nicht die Games als solches, sondern vielmehr das dadurch noch geförderte Schubladendenken. Also wäre es erfreulich, wenn sich die Diskussion dahingend weiter entwickeln würde.

Danke

n/v
JenniferS
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dabei seit: 31.12.2006

Jula schrieb:

Die Gay Games sind eine tolle Sache finde ich. Man kann als Breitensportler zusammen mit Spitzensportlern antreten. Außerdem ist es eine Gelegenheit, die Regenbogenflagge  auch mal in Verbindung mit Sport zu bringen. Wenn ich an die (Nicht-)Diskussion um schwule Fußballprofis denke, die es nicht geben darf, und an die billigen Klischees über die Sportlichkeit von Schwulen, dann gibt es da noch einiges zu tun.

Meinst Du sowas Smile

- Es sind nur Sportarten erlaubt, die einen Körperabstand von min. 30 cm benötigen
- Bei Eistanzen hob sich der Herr einen Bruch an seinem Partnerdingsbums.
- Das Klammern beim Ringen mußte abgeschafft werden
- Kugelstoßen wurde leider von den Herren mißverstanden
- Beim 100m Lauf der Herren gewann der Mann mit dem knackisten Po
- Beim 7 Kampf verlißen die Hälfte der Teilnehmer nachdem Gerücht das Feld, daß draußen gratis Designerschuhe zu haben wären.
- Beim Rodeln wurde der Teilnehmer aus Frankreich gesperrt, da sein Po gewachst war.
- Bei der Siegerehrung kam es zu Protestem, da auch die anderen Teilnehmer Proseco zur Hand hatten.

Jenny

Heike_007
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dabei seit: 10.04.2006

Jula schrieb:
Die Gay Games sind eine tolle Sache finde ich. Man kann als Breitensportler zusammen mit Spitzensportlern antreten. Außerdem ist es eine Gelegenheit, die Regenbogenflagge  auch mal in Verbindung mit Sport zu bringen. Wenn ich an die (Nicht-)Diskussion um schwule Fußballprofis denke, die es nicht geben darf, und an die billigen Klischees über die Sportlichkeit von Schwulen, dann gibt es da noch einiges zu tun.

Roxanne schrieb:
Tja, eigentlich(!) wären solche Wettbewerbe völlig überflüssig, weil schwule Sportler genauso Sport treiben, wie Heteros. Aber aus den von Jula bereits angeführten Gründen, doch eine interessante Idee. Vielleicht grad weil man darüber nachdenkt: Was ist denn an denen nun so anders?

Im Gegensatz zum Profi-Fußball outen sich ja die Teilnehmer schon automatisch durch ihre Mitwirkung Wink

Ansonsten ist da kaum etwas Anderes zu entdecken, außer vielleicht, dass unbeabsichtigt doch wieder das Schubladendenken gefördert wird.

 

Bei mir mag ein Jeder nach seiner Fasson selig werden (Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg 1620-1688).

JenniferS
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dabei seit: 31.12.2006

Heike_007 schrieb:
Ansonsten ist da kaum etwas Anderes zu entdecken, außer vielleicht, dass unbeabsichtigt doch wieder das Schubladendenken gefördert wird.

Könnte auch daran liegen, daß die Cheerleaderinnen vergessen hatten sich zu rasieren Smile

http://www.multimedia.augsburger-allgemeine.de/cms_media/module_bi/1383/691791_1_klein_19648211.jpg

Davon mal abgesehen, 10.000 Teilnehmer , also das sind Dimensionen einer Olympiade. Und Spaß scheints ja auch gemacht zu haben Wink

Jenny

Kerstin Sonsbeck
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dabei seit: 09.12.2009

Heike_007 schrieb:

Im Gegensatz zum Profi-Fußball outen sich ja die Teilnehmer schon automatisch durch ihre Mitwirkung Wink

Nö!

Die sind tolerant. Es dürfen auch Heteros teilnehmen.

 

Nicht Anzüge, sondern Kleider machen Leute!

Hier gibts so einige Bilder von und mit mir:

https://www.flickr.com/photos/41786035@N03

http://picasaweb.google.de/Kerstin6000

Jula
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dabei seit: 12.12.2004

Da Tyreesa mich wohl gerügt hat, dass ich nicht auf die Sache mit den Schubladen eingegangen bin, möchte ich kurz erläutern:

Das habe ich einfach nicht verstanden! Wieso fördern die Gay Games das Schubladendenken? Sie sind eine Sportveranstaltung, die für alle (egal ob schwul oder nicht) offen ist. Ein Sportfest unter der Regenbogenflagge eben, genau wie auch Firmen Sportfeste veranstalten oder Vereine oder Länder. Fördert ein Sportfest des Deutschen Turnerbundes auch das Schubladendenken? Oder der kommende "real.- Berlin Marathon", weil er den Namen von Real trägt und nicht den von Aldi? Besonders an den Gay Games sind nur einige Disziplinen, die die offiziellen Verbände nicht im Programm haben (Paartanz der Männer ...) für die es aber bei Homosexuellen ein Interesse gibt. Sollen die Schwulen und Lesben mit Wettkämpfen solange warten, bis der Deutsche Tanzverband (oder wie immer der heißt) endlich auch rein männliche und weibliche Paare zulässt? Das könnte dauern! Und weil sie die Wettkämpfe zwischenzeitig selbst organisieren, fördern sie das Schubladendenken?

Wie gesagt, ich habe es nicht verstanden. Tyreesa, ich bitte um nähere Erklärung.

NIVEAU ist keine Handcreme! Julas Homepagehttp://www.julaonline.de/