Die Welt in der Krise...

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Ella
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dabei seit: 27.12.2005

Ob Piraten, Ölpreisschock, der Angriff der Derivate, platzende Blasen allerorten - die Welt scheint aus den Fugen.

Manche vergraben schon ihr Gold und horten Reis, andere hoffen, dass übermorgen die Sonne wieder scheint, die Dritten meinen, daß eh alles egal sei, wieder andere drücken ausschließlich persönliche Sorgen oder denken, daß sie immer irgendwie die Kurve kratzen werden...

Ich für meinen Teil wählte "5", weil ich durchaus nicht sicher bin, was nach der "very great depression" kommen wird - dieser aber bin ich mir sicher. Und ich glaube, dass in den kommenden härteren Zeiten der so oft hinaufbeschworende Toleranzlevel eher weiter absinken wird.

Wir leben privat mittlerweile schon recht bescheiden, könnten noch ein paar Abstriche verkraften und würden wohl auch immer irgendwie durchkommen - aber auch die Notwendigkeit und Lebbarkeit eines umfassenderen Paradigmenwechsels wird überlegenswertes Thema.

Wie seht ihr "the big picture" und die eigene Befindlichkeit? Beeinflusst das euren transindentischen Alltag und damit verbundene Entscheidungen?
Ist das alles für euch überhaupt Thema?

LGC

Die Karawane bellt, der Hund zieht weiter...

Gast
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Hallo Cristin!

Ich hätte gerne gewählt, aber mein englisch ist nicht so super gut, dass ich deine Auswahl anklicken könnte. Schade.

Aber eine Antwort kann ich dennoch geben.

Ich finde, man sollte nicht so schwarz sehen. Natürlich, die Zeiten sind hart für den einen oder anderen, aber es geht immer weiter.

Wie es kommen wird, man weiß es nicht. Okay, es werden immer mehr Leute entlassen, weniger Geld ist im Umlauf und die Stimmung der Menschen wird gedrückt. Aber davon die eigene Laune abhängig machen und weniger als TV agieren? Nein! Ich glaube auch nicht, dass die Toleranz der anderen darum sinkt.

Ich habe die letzten 3 Jahre mit sehr wenig Geld auskommen müssen, bezog ALG II. Ich habe gelernt, mit diesem Geld zu leben (wenn man das so nennen Kann) und aus zu kommen. Und jeder, der in Arbeit ist und meint, er verdient wenig, mag mal versuchen, damit zurecht zu kommen und schon werdet ihr sehen: so schlecht geht es den arbeitenden Menschen nicht.

Gruß

Tanja

Johanna
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dabei seit: 15.05.2007

Bei der Auswahl dachte ich nur:

Die deutsche Sprache in der Krise..

Roxanne
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dabei seit: 03.01.2006

Hmm, tja, die englichen Sprüche und die dahinter stehenden Aussagen sind nicht für jederman so deutlich.

Ich glaube, daß die Krise noch lange nicht überstanden ist und es werden für einige noch schwere Zeiten kommen, bis es wieder aufwärts geht. Ich hoffe einfach, daß der Laster mich nur so touchiert, daß ich mit ein paar Beulen weiterfahren kann. Was will man sonst tun?

Natürlichkeit ist langweilig    

denise
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dabei seit: 05.10.2007

ich geb roxanne mal recht. es wird eine weile dauern, bis wir uns davon wieder erholen und mit wievielen beulen wir aus der krise kommen werden, kann glaube ich noch keiner absehen.
natuerlich hat es auch auswirkungen auf uns. die kosten fuer gutachten oder epilationen aufzubringen, faellt bei schrumpfenden finanziellen mitteln nicht gerade leichter.
ich stecke zwar den kopf nicht in den sand, aber den noetigen optimismus aufrecht zu erhalten, ist nicht immer einfach.

andrea-b
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dabei seit: 03.09.2004

Also ich würde mich schon mit einer Landesbürgschaft von nur 5 mio. € zufrieden geben. Laughing out loud

Aber nur weil ich kein Automobil-Konzern oder Finanzriese bin! Shock

Ich denke wir "kleinen Leute" müssen so weitermachen wie bisher und unser Geld wie bisher in die Schweiz verschieben :twisted:

Spaß beiseite - ich habe mir vor 3 Monaten ein neues Auto gekauft - es standen ein Audi A4 oder aber ein "billig- Auto" zur Diskussion. Ich habe mich für den Skoda Fabia - Reimport aus Italien entschieden. Neupreis 9000 € - drin ist u.a. ein original VW Motor, Verbrauch 5,7 liter.

Die Aufgabe des Autos von A nach B zu fahren (zu 90% alleine) erfüllt es bestens.
Dies ist menie Meinung zum Thema Weltkriese - Automobilkonzerne - aber das weiß ja eh jede. Evil

Übrigens:
mein nächstes Auto wird von Tatamotors der Nano sein - für 1700 €, um von A nach B zu kommen reicht dies ebenso. Und hierfür ist doch ein Auto da?
Ausser Daimler und Co entwickeln ein Auto das mit einem anderen Antrieb ausgestattet ist. Vielleicht gibt es auch bald eine Flatrate Wink

LG Andrea

n/v
Gast
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andrea-b schrieb:
Vielleicht gibt es auch bald eine Flatrate

Gibt es! Allerdings mit einem Elektro-Auto. Leider ist mir die Firma grade nicht im Kopf hängen geblieben.

Ich erinnere mich schwach, dass man 200 Euro/Monat zahlt und dann fahren kann, was die Batterie her gibt. Aufladen der Batterie am heimischen Strom muss man allerdings selber zahlen.

Gruß

Tanja

ElleCommandante
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dabei seit: 20.06.2005

Nun,

nachdem "Road to Nowhere" sowie "Stairway to Heaven" fehlen, nehme ich die Tüte aus Alt. 2.

Ansonsten kennen wir derzeit nur die Spitze des Eisbergs, werden auch in der Nicht-Irrealwirtschaft massive Kapazitätsanpassungen erleben, aber mit Kishon gesprochen: "Die Lage ist zwar kritisch, aber deswegen von einer Krise zu reden..!?"
Es liegt aber auch eine Chance in der Krise, die Neo-Liberalismen endlich 'mal vom Tisch zu fegen und zu durchdenken... Wobei das nun seit über zweihundert Jahren auf sich warten läßt, denn von Adam Smith wird zwar gerne seine "unsichtbare Hand des Marktes" zitiert, nicht aber seine Bedenken hinsichtlich des Allgemeinwohlinteresses etwa der Unternehmer (z.B. ed. Recktenwald, S. 212 f.), einem der grundlegenden Irrtümer der Friedmans & Lemminge...

Nebenbei: Wir garantieren uns unsere -soweit vorhanden- Spareinlagen ja nun gegenseitig, als eine Art im Notfall zu ziehender Volks-Wechsel... Den Tätern auf den Vorstands- und Aufsichtsratsbänken garantiert's das Liechtensteiner Bank- und Stiftungsrecht... Es lebe der feine Unterschied...

“Pogrom gegen Manager” (Wulff)? Nö, denn das letzte Pogrom ging gegen Gläubige und nicht Gläubiger, die zumeist auch nur nichtschuldenfreie, aber eben schuldlose Schuldner waren...

S'E.+++

n/v
Beate_R
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dabei seit: 03.02.2005

Mhmm, meine Befindlichkeit... Krise hin oder her, zu meiner momentanen Befindlichekeit passt keines aus der Auswahl so recht, sondern Kleines Senfkorn Hoffnung. Bei näherem Hinsehen kein Opium fürs Volk, sondern ein Hinweis darauf, dass wir aufgerufen sind, unseren Beitrag zu leisten.

Viele liebe Grüße

Beate 

Roxanne
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dabei seit: 03.01.2006

Beate_R schrieb:
Kleines Senfkorn Hoffnung.

Das mit dem Link funzt nicht richtig, ich übernehme das mal:

Ludger Edelkötter - Kleines Senfkorn Hoffnung
1.) Kleines Senfkorn Hoffnung,
mir umsonst geschenkt,
werde ich dich pflanzen,
dass du weiter wächst,
dass du wirst zum Baume
der uns Schatten wirft,
Früchte trägst für alle alle,
die in Ängsten sind.

2.)Kleiner Funke Hoffnung,
mir umsonst geschenkt,
werde ich dich nähren,
dass du überspringst,
dass du wirst zur Flamme,
die uns leuchten kann,
Feuer schlägt in alle alle,
die im Finstern sind.

3.)Kleine Träne Hoffnung,
mir umsonst geschenkt,
werde ich dich weinen,
dass dich jeder sieht,
dass du wirst zur Trauer,
die uns handeln macht,
leiden läßt mit allen allen ,
die in Nöten sind.

4.) Kleine Münze Hoffnung,
mir umsonst geschenkt,
werde ich dich teilen,
dass du Zinsen trägst,
dass du wirst zur Gabe,
die uns leben läßt,
Reichtum selbst für alle alle,
die in Armut sind.

Natürlichkeit ist langweilig    

Fabienne
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dabei seit: 19.02.2005

Zum Glück ist mein Job krisensicher im wahrsten Sinne des Wortes Wink . Je mehr Krisen, um so besser Cool

n/v