David Duchovny als Transvestit bei Twin Peaks

Bild von Liv-Marit Norton

David Duchovny, bekannt geworden durch die Serie "Akte X", spielte vor einigen Jahren in der Kultserie "Twin Peaks" den Transvestiten Denise/Dennis Bryson.

Auf die Frage, ob er oft auf die Rolle als FBI-Ermittler in Akte X angesprochen würde, antwortete er: "Ja, und das Erstaunlichste dabei ist, daß die Leute tatsächlich denken, ich hätte eine Ahnung davon, wie die US-Bundespolizei arbeitet. Das wäre ja so, als ob George Clooney etwas von der Kunst der Chirurgie verstehen müßte. Mich wundert generell, welche Rollen bei Zuschauern auf Interesse stoßen. Bei Lynchs TV-Serie Twin Peaks beispielsweise habe ich einen Transvestiten gespielt. Danach hat mich jeder gefragt, wie ich mich als solcher gefühlt habe. Aber wie es war, einen Menschen zu spielen, der jemand anderen umbringt wie in "California" geschehen, das hat mich niemand gefragt. Dabei ist das doch wohl die weitaus außergewöhnlichere Situation."

http://www.xfiles-mania.de/archiv/article.php?article_file=1016374200.txt&printview=1 , 24.01.2010   17 Uhr 00 
 

Bild von Triona

Tja, für manche Leute scheint

Tja, für manche Leute scheint ein TV vlt bedrohlicher zu sein, als ein Mörder?

Oder sie scheinen die Beweggründe eines Mörders besser nachvollziehen zu können, als die eines TV?

Oder ist es nur so, daß TV (wie andere T*) einfach in "ernsthaften" Rollen so selten vorkommen, während die Darstellung von Mördern + Massenmördern in Film + Fernseh einfach so alltäglich ist, daß es schon kaum einem mehr bemerkenswert vorkommt?

 

liebe grüßé
triona

Aw, Thou beloved, do hearken to the Banshee's lonely croon!
___________________________________________________

sinn féin - ça ira !

Bild von Zonja

Was wir TGs bräuchten, wäre

Was wir TGs bräuchten, wäre eine ähnliche Lobby in den Medien, wie sie die Homsexuellen (Gott sei Dank) schon lange haben.

Ohne eine solche kämpfen wir wohl noch seeehr lange um Normalität + Akzeptanz. Das Beste was wir bis dahin alleine tun können, ist ein häufiges und gepflegtes Outdoor-Auftreten.

Der Eilfertige und der Lahme treffen sich auf der Fähre wieder.
(Aus Ägypten)

Bild von Tassi

Wieso ... prominete Lobby für

Wieso ... prominete Lobby für TG's gibts doch so einge Personen wie Olivia Jones, Lilo Wanders usw.

Die Frage ist halt immer was man genau unter Normalität und Akzeptanz versteht.

Normal ist für mich zum Beispiel, dass sich auch Schwule in der Öffentlichkeit Küssen ... je nach Gegend wird das wohl bstimmt nicht als Normal angesehen werden  und dementsprechend Aufsehen erregen.

Wenn das allerdings in Köln passiert, interessiert das nicht wirklich jemanden und ebenso wenig, wenn dort ein Mann seine feminine Seite auslebt, solange es irgendwie in einergewissen optischen Harmoie erfolgt.

Klar zu Affen machen kann man sich überall (auch in Köln) - aber dann geht es ja nicht mehr um Akzeptanz *lächel*

 

Generell bin ich der Meinung, dass der ganze Medienquatsch nix bringt und wenn man wirklich was erreichen will, sollte man den Kindern in der Schule beibringen, dass Sexuallität eben nicht nur aus schwarz und weiss besteht.

Niemand ist den Frauen gegenüber aggressiver oder herablassender als ein Mann, der sich seiner Männlichkeit nicht ganz sicher ist. (Simone de Beauvoir)

Bild von Julia_mari

Olivia Jones oder Lilo

Olivia Jones oder Lilo Wanders bringen als Lobby wenig, da sie in der Regel als Travestiekünstler gesehen werden.

In der Schwulenbewegung hat erst das Outen von Promis durch Rosa von Praunheim auf dem heissen Stuhl (RTL?) in Deutschland
den Stein ins Rollen gebracht. Promis wie Kerkeling standen mit einem Mal im Rampenlicht und mussten reagieren.
Ich denke das ganze würde für die Transgenderbewegung erst dann etwas bringen, wenn sich einige Promis als Transgender outen.
Leute die im Flammenkostüm in der Promikocharena rumlaufen oder eine Erotiksendung moderieren bringen da glaub ich weniger etwas.

Bild von Tassi

*schmunzel* wieso sollte sich

*schmunzel* wieso sollte sich eine Transsexuelle, welche ganz normal in der Öffentlichkeit als Frau wahrgenommen wird, als Transgender outen?

(A ) fühlen sich viele der Gruppe der Transgender nicht zugehörig

(B ) sind die meisten, welche ich kenne und eine recht normales bürgerliches Leben führen froh, dass man ihnen die Vergangenheit nicht ansieht - warum sollte diese dann also den Schritt zurück machen und eine Lanze für den Oberbegriff Transgender, also auch für Transvestiten, mit welchen sie absolut nix am Hut haben, brechen?

Niemand ist den Frauen gegenüber aggressiver oder herablassender als ein Mann, der sich seiner Männlichkeit nicht ganz sicher ist. (Simone de Beauvoir)

Bild von Roxanne

Tassi schrieb:.. sind die

Tassi schrieb:
.. sind die meisten, welche ich kenne und eine recht normales bürgerliches Leben führen froh, dass man ihnen die Vergangenheit nicht ansieht - warum sollte diese dann also den Schritt zurück machen und eine Lanze für den Oberbegriff Transgender, also auch für Transvestiten, mit welchen sie absolut nix am Hut haben, brechen?

Tja, so bedauerlich wie wahr. Die Transvestiten müßten da schon allein um Akzeptanz durch Präsenz kämpfen. Transsexuelle vorschieben, bzw. auf sie bauen, ist nicht erfolgversprechend.

Natürlichkeit ist langweilig

Bild von Julia_mari

Es geht mir hier nicht um

Es geht mir hier nicht um Transsexuelle, sondern um TV, CD usw. Sorry hätte ich differenzieren müssen.

Bin da Deiner Meinung als TS gehe ich auch nicht auf die Strasse und schreie laut meine Lebensgeschichte raus. Die TS, die ich kenne führen auch ein normales Leben und brechen keine Lanzen für irgendwelche Bewegungen.
Vielleicht kann man die Schwulenszene auch nicht mit der Transgenderszene vergleichen. 

Ich wollte eigentlich nur damit ausdrücken, dass das Kleidertragen für Männer, um es mal so auszudrücken, mehr Akzeptanz in der Bevölkerung haben würde, wenn Promis sich auch dazu bekennen würden.

Und dann muss man ja auch sehen, dass viele TS sich erst über die TV Schiene finden oder auch erstmal an dem Status arbeiten müssen "normal" zu leben. Da denke ich ist eine höhere Akzeptanz in der Bevölkerung auch hilfreich und macht die Sache stressfreier für den einzelnen.

Bild von Tassi

Nunja - es gibt, so denke

Nunja - es gibt, so denke ich, erstaunlich viele prominente Menschen, welche heimlich diese Neigung ausleben.

Das Problem, wie du schon richtig feststellen konntest, ist die Öffentlichkeit.

Reflektierend auf die Vergangenheit gab es ja schon den ein oder anderen Versuch in der Modebranche das Tragen von Röcken, Absatzschuhen, Strumpfhosen u.ä. zu propagieren, was allerdings recht schnell von der großen Masse als Unmännlich oder gar Schwul abgestempelt wurde.

Betrachte doch allein, wie schnell der Männerrock wieder von der Bildfläche verschwunden ist.

 

Niemand ist den Frauen gegenüber aggressiver oder herablassender als ein Mann, der sich seiner Männlichkeit nicht ganz sicher ist. (Simone de Beauvoir)

Bild von Roxanne

Schwule bleiben immer schwul.

Schwule bleiben immer schwul. Transvestiten bleiben es auch. Transsexuelle verschwinden (bis auf offensichtliche Ausnahmen), weil sie als normale Frauen leben.

Natürlichkeit ist langweilig