Das BP Öldisaster

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Seejungfrau
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@ seamstress -  das würde ich auch nicht unterstreichen. Genügsam sieht  anderes aus.

Warum ich so über die USA denke würde hier den Raum sprengen.

Wyny
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Für die Erde auf der wir leben gibt es keinen Plan B. Das gilt für alle riskanten Techniken (auch A-Kraft), Geldgeschäfte und die  Bevölkerungszunahme.

Keine Regierung, keine Religion oder relevante Gruppierung traut sich angesichts einerseits der offenkundigen Möglichkeiten,

andererseits der Macht und Finanz-Verhältnisse an eine Ethik-Debatte heran.

Es ist inzwischen sichtbar, daß aus den Energien durch Wind Sonne und andere vorhandene Formen ausreichende Energien

vorhanden sind. Den Energie-Giganten ist aber nicht daran gelegen von ihrem Kapital und ihrer Macht etwas abzugeben.

Investoren investieren aber nicht dort, sondern dorthin, wo Geld neues Geld generiert, also in Unsinnsprojekte. Das schafft jedoch

keine Werte sonder hier wird nur vom starken Kapital der kleine Anleger / Häuslebauer / Riestersparer abgezockt.

Desgleichen die Auto-Industrie. E-Auto ist für die nicht lukrativ genug. BP allein den Vorwurf zu machen, hieße die

Gesellschaftsstruktur dahinter zu übersehen. Crying

juliahh123
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dabei seit: 29.09.2007

Wyny schrieb:
Für die Erde auf der wir leben gibt es keinen Plan B. Das gilt für alle riskanten Techniken (auch A-Kraft), Geldgeschäfte und die  Bevölkerungszunahme.Keine Regierung, keine Religion oder relevante Gruppierung traut sich angesichts einerseits der offenkundigen Möglichkeiten,andererseits der Macht und Finanz-Verhältnisse an eine Ethik-Debatte heran.Es ist inzwischen sichtbar, daß aus den Energien durch Wind Sonne und andere vorhandene Formen ausreichende Energienvorhanden sind. Den Energie-Giganten ist aber nicht daran gelegen von ihrem Kapital und ihrer Macht etwas abzugeben.Investoren investieren aber nicht dort, sondern dorthin, wo Geld neues Geld generiert, also in Unsinnsprojekte. Das schafft jedochkeine Werte sonder hier wird nur vom starken Kapital der kleine Anleger / Häuslebauer / Riestersparer abgezockt.Desgleichen die Auto-Industrie. E-Auto ist für die nicht lukrativ genug. BP allein den Vorwurf zu machen, hieße dieGesellschaftsstruktur dahinter zu übersehen. Crying

 

 

Wenngleich vom Grössten erstellt, so doch interessant. Siehe Seite 3 der Reports 

http://www.exxonmobil.de/unternehmen/service/publikationen/downloads/files/Energieprognose09.pdf

Der Energiehunger den wir "Weltweit" haben wird nicht mal zu einem Bruchteil durch Erneuerbare erfüllt werden können. Und wer glaubt tatsächlich daran, dass die Schwellenländer zurückstecken würden.

Ein Deutscher darf einen Porsche fahren, ein Chinese aber nicht ????. So wird es nicht leicht einen anderen Weg einzuschlagen.

D'accored  : KEIN Plan B

Lg Julia

rika
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Hallo Seejungfrau,

zu sagen, dass die (300 Mio) Amerikaner ein raffgieriges Volk sind, finde ich recht pauschal. Während meiner 2 1/2 Jahre dort habe ich genauso viele Facetten wie hier erlebt, Vorurteile wurden bestätigt und widerlegt. Trotzdem habe ich ein zwiespältiges Gefühl gegenüber der amerikanischer Denkweise, aber nicht den Menschen.

Gehen  wir mal etwas zurück: da gab es Bhopal, Tschernobyl, die Giftgaskatastrophe in Italien, Fluten und Erdrutsche durch menschgemachte Dämme, aber auch Grubenunglücke wie Lengede. Alle Katastrophen waren nicht natürlich, sondern wir Menschen haben sie verursacht, die eben mit der Natur so umgehen, wie wir sie brauchen. Und jetzt bohrt BP ein tiefes Loch - von vielen Technikbegeisterten bejubelt - und schießt voll daneben.

Fazit: sog. Zivlisation, wenn darunter Industrialisierung verstanden wird,  hat einen hohen, sehr hohen Preis. Der Stahlwerker (ich habe in einem gelernt) stirbt - für die Industrialisierung. Und der Mensch durch den Autounfall auch.

Und davor? Starben die Menschen früh durch Krankheiten und fehlende Hygiene.

Wir werden heute älter, erleben den Fluch der Sterblichkeit durch die Geister, die wir rufen, brauchen und nicht wollen.

rika (wie immer furchtbar philosophisch)

n/v
seamstress
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dabei seit: 11.06.2007

juliahh123 schrieb:
Der Energiehunger den wir "Weltweit" haben wird nicht mal zu einem Bruchteil durch Erneuerbare erfüllt werden können.
__

 

Oh doch, kann er. Oder besser, könnte er. Schon relativ wenig Wüstenfläche reichte aus, den kompletten globalen Energiebedarf zu decken. Nur birgt das Projekt derzeit noch zuviele Risiken und verspricht in Relation zu wenig Profit, als dass es momentan mit Nachdruck verfolgt wird. Immerhin, ein Konsortium hat sich zumindest schon mal zusammengefunden.

 

Solarstrom aus der Wüste

Quelle: www.freie-welt.eu

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Roxanne
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dabei seit: 03.01.2006

Zum Thema, ob BP durch dieses Disaster kaputt gehen kann....

 

 

Spiegel-Online "Aktienmärkte spekulieren auf das Ende von BP

"Der Energiemulti BP muss ums Überleben kämpfen. Wegen der unkalkulierbaren Kosten der Ölpest ist der Kurs des Unternehmens an der New Yorker Aktienbörse auf ein 14-Jahres-Tief abgestürzt. Schon stellen Analysten die Zukunft des Unternehmens in Frage, glauben an einen Verkauf oder gar eine Abwicklung.

New York - Der Börsenwert von BP ist in nur sieben Wochen um über 82 Milliarden Dollar abgestürzt. Der Ölkonzern ist damit nur noch halb so viel wert wie vor der Katastrophe im Golf von Mexiko. Am Mittwoch rutschte die Aktie an der Wall Street erneut um 16 Prozent ab und lag nur noch bei 29,20 Dollar, so niedrig wie zuletzt im August 1996. Die Marktkapitalisierung liegt jetzt unter dem Buchwert. In Einzelteilen wäre BP also mehr wert als im Ganzen.

(....)

 

 

Natürlichkeit ist langweilig 

Heike_007
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dabei seit: 10.04.2006

Roxanne schrieb:
Aktienmärkte spekulieren auf das Ende von BP

Der Energiemulti BP muss ums Überleben kämpfen. Wegen der unkalkulierbaren Kosten der Ölpest ist der Kurs des Unternehmens an der New Yorker Aktienbörse auf ein 14-Jahres-Tief abgestürzt. Schon stellen Analysten die Zukunft des Unternehmens in Frage, glauben an einen Verkauf oder gar eine Abwicklung.


Analyst ist ein toller Beruf: Vom gemütlichen Schreibtisch aus für oder gegen ein Unternehmen Stimmung machen und damit entscheidend über dessen Wohl und Wehe bestimmen Sick

Diese Leutchen haben zu viel Macht, genau wie die Rating-Agenturen und können nach Gutdünken schalten und walten, da sie niemand so richtig kontrolliert. Durch Spekulation auf fallende Kurse oder Verluste sind in der Vergangenheit schon eine ganze Reihe Unternehmen in den Ruin getrieben worden.

Deshalb fodern wir: Nieder mit den Spekulanten :mgreen:

Bei mir mag ein Jeder nach seiner Fasson selig werden (Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg 1620-1688).

Jana72 (nicht überprüft)
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Heike_007 schrieb:
............ die Rating-Agenturen und können nach Gutdünken schalten und walten, da sie niemand so richtig kontrolliert.

 

....da ist sicher was wahres dran, aber mir ist das trotzdem zu einseitig formuliert.

Es ist ja nicht Schuld einer RatingAgentur, dass Griechenland jenseits von Gut und Böse veschuldet ist. Sicherlich könnte man den (glaube ich vor allen amerikanischen) RatingAgenturen den Vorwurf machen, sie bewerten einseitig schlecht zu Lasten der europäischen Märkte.  Nur lässt sich dies schwerlich von europäischer Seite vorwerfen, wenn man selbst im europäischen Haus jahrelang die Augen vor der Wahrheit verschlossen hat. Da kommt es irgendwie nicht gut an, wenn man mit dem Finger auf den Boten zeigt.

Roxanne
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dabei seit: 03.01.2006

Jana72 schrieb:
Da kommt es irgendwie nicht gut an, wenn man mit dem Finger auf den Boten zeigt.

Ich denke auch, daß man das differenzieren muß. Die Verbalattacken der letzten Wochen sind so pauschal nicht gerechtfertigt. Zuerst ist eine Ratingagentur nur ein professioneller Beobachter und Bewerter, dessen Urteil sich andere bedienen, die nicht so den Durchblick haben. Das gab es im Prinzip schon immer. Da sich viele auf das Urteil (der guten Agenturen) verlassen, hat ihr Urteil auch Folgen. Somit haben sie tatsächlich eine Macht.

Wenn die Agenturen nur die Wahrheit sagen und Zustände einfach feststellen, sind die, die die Zustände verschleiern wollen, natürlich nicht begeistert. Das ist das eine.

Dann kommt aber in den letzten Jahren etwas hinzu, was eigentlich nicht so sein sollte: Investoren kooperieren mit diesen Agenturen und machen gemeinsame Sache um Geld zu machen. Da werden geschickt Informationen lanciert, deren Auswirkungen schon vorher einkalkuliert und entsprechend Gelder angelegt. Man kann sowas eigentlich als Insidergeschäft ansehen, das nichts mehr mit Spekulation zu tun hat, denn das Ergebnis ist vorausschaubar. Wenn ich im Casino vorher weiß, daß die 6 am Roulettetisch kommt und dort mein Geld hinlege, dann ist es kein Spiel mehr.

Es darf also nicht darum gehen, die Ratingagenturen zu verbieten - das geht eh nicht. Es muß darum gehen, ihre Unabhängigkeit festzuschreiben und die strikte Beschränkung auf ihr Geschäftsfeld streng zu kontrollieren.

 

 

 

 

Natürlichkeit ist langweilig 

seamstress
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Ja ja, immer diese Spekulanten...

 

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