Ayna ist weg!

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Ayna
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dabei seit: 20.12.2011

Neues aus Hinter-Uhlenbusch

Neulich beim Frühstück: Brötchen, Kaffee, Eier, Tomaten, Fisch, Käse, Wurst, pipapo... . Richtig gemütlich. Die Sonne schien uns dezent auf den Tisch. Frühstück aufm Land eben, Wolken ziehen vorbei, Trecker fahren vorbei. - Ein Auto. - Dann ein Moped. Dann wieder ein Trecker. Mit Anhänger. Aber halt. Der hält ja hier! Fährt über eine kleine Brücke auf die Wiese gegenüber. Da, wo immer die Kühe stehen. Mal stehen sie durcheinander, mal auf einen Haufen, alle in die gleiche Richtung blickend. Bei Regen, bei Sonne, im Morgennebel, bei Halbmond. Ich erkenne sie schon am Blick. Oder am Gesicht. Ich wollte ihnen gerade Namen geben. Die Bauern laden zehn von ihnen auf den Anhänger. Dann fahren sie wieder ab. 

Ich lege mir gerade eine Scheibe Rindersalami auf mein Brötchen und gucke hinterher. Mein nächstes Steak widme ich den "Kühen von Hinter-Uhlenbusch"!

Rückfahrt in die Zivilisation. ( oder wie frau es auch immer nennen mag! )

Über Bederkesa, Drangstedt, an Fickmühlen und Hymendorf vorbei nach Bremerhaven, Oldenburg, Osnabrück, Münster ins Ruhrgebiet zurück!

Meine Ruhrstadt! Ich liebe sie auch, wie das Meer! Ich kann nicht auf Ruhrstadt verzichten! Überall Lichter, Häuser, Autobahnen, Industrie, und so weiter! Völlig andere Welt!

Was das alles mit mir als Frau zu tun hat? 

Ich kann mich endlich um die wirklichen Probleme kümmern!

Liebe Grüsse, :star: Ayna

☆~☽✪☾~☆

 

Ayna
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dabei seit: 20.12.2011

               Geht ma kurz IN euch und haltet inne!

         Ich hab ein Video gefunden, das hatte NULL Aufrufe!

http://www.youtube.com/watch?v=sS0k8Clkouc&feature=g-all-u

                 :8)       Noch´n schö´n Ahm'd, Ayna 

 

☆~☽✪☾~☆

 

victoria
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dabei seit: 16.02.2012

@  Ayna;

Gerade waren es schon (ich glaube) 18 gelesen zu haben.

Ist nicht schlecht.       Auch 'n schö'n Ahm'd ,daer.

Selbst das abschreiben fällt nicht leicht.

Drück Dich und bis dann.

Victoria

 

 

Victoria

Lina
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dabei seit: 02.03.2008

GAr nicht schlecht - scheint eine ganze Serie zu sein.

Wie kommt es, dass du die erste Zuschauerin warst - kennst du den Urheber.

 

 

 

Nur ein mal war ich die erste  Zuschauerin eines Youtube-Videos. 

Ayna
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dabei seit: 20.12.2011

Hallo Lina! Ja ich schaue schon länger "Invisible Cities". Ich habe das im Abo. Ich finde das ist Hör- und Seherweiternd. Grenzen sprengen ist immer gut! Aber wem sage ich das?

LG ;) Ayna

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Ayna
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dabei seit: 20.12.2011

 

Neues aus Hinter-Uhlenbusch

Neulich standen wir nachts um ein Uhr vor dem Haus am Fleet im Stockfinstern, leerten das Sektglas und rauchten die letzte Zigarette. Zwischen den Wolkenfetzen sah frau die Milchstraße. Grandios! Totale Ruhe! Totenstille! Kein Laut zu hören, außer etwas Blätterrascheln. Ich konnte mir meinen Tinnitus endlich mal in Ruhe anhören. Mein Gott, so hohe Töne. Wie Musik in einem Horrorfilm: „Die Tote im Fleet“. Silke und ich scherzten die Beklemmung weg. Jedenfalls haben wir es versucht. Irgendwie hatte sie auch Angst. „In einer Gegend, wo frau nur Fisch ißt, kann es nicht wirklich gruseln.“  sagten wir uns um uns Mut zu machen. Es gibt schließlich noch so reale Dinge wie den „Skipper“ in Cuxhaven.

Wir dachten, wir sind völlig allein. Dumm, daß wir uns einen Horrorfilm angesehen hatten.

Plötzlich geht Licht an! In ungefähr dreihundert Meter Entfernung, über den Acker, leuchtet eine ganze Batterie Lichtwerfer auf einen Pferdestall. Nachts um ein Uhr! Die Tiere werden unruhig. Sie fangen an zu wiehern. Immer mehr. Das „wehte“ zu uns herüber wie ein „Sirenengesang“. Das Alles unter dem freien Firmament!

Eine Erklärung: der Pferdewirt bestieg noch einmal eine seiner Stuten?!? (Pfui Deibel!) Horror! :Sp

Am nächsten Tag waren wir mit dem Auto unterwegs. Schon beim Frühstück, mit dem üblicherweise dezentem Sonnenschein auf dem Tisch, fuhr dauernd ein Trecker mit Gülleanhänger am Haus vorbei. Später dann auf unserer Tour, kam uns immer wieder dieser Trecker mit Gülleanhänger entgegen, oder wir mußten ihn überholen. Er war überall! Deja vus? Murmeltier? Eine mögliche Erklärung: Seit den Achtziger Jahren bekommt jeder Neugeborene vom Landkreis einen Trecker mit Gülleanhänger geschenkt.

Frau versucht sich, etwas vor zu machen!

Als dann plötzlich ein Huhn mit abgehacktem Kopf auf die Straße läuft!! Blutüberströmt! Und entsetzlich kräht und gackert! Notbremsung! Reifen quietschen. Frau will es ja nicht überfahren! Das arme Huhn!-

Wir hätten uns den Horrorfilm nicht anschauen sollen!

>) Ayna

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mischelletv
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dabei seit: 10.11.2005

oohhhh süße ... und ich sag noch "guck nicht diesen Film " hihihihihi

tja selbst schuld grins kannst ja nicht hören .

 

kommt schnell wieder , war schön im skippy

 

bussiiiii

 

ps . angenehme Träume ... har har har

Ayna
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dabei seit: 20.12.2011

 

 B) Endlich Urlaub! B)                                                                     

Ja! Frau mag es kaum glauben: Mein Sommerurlaub fängt an! Nach langer soziologischer Abmeldung durch Spätdienste, anderer Kram und solcher Sachen und heute noch Frühdienst – Flurputzen – Spülen fängt heute mein Urlaub an. Ich war voller Tatendrang nach Dienstschluss. Mit irgendwem spazieren gehen, irgendwo Kaffee trinken, irgendwann nach Hause gehen, einen trinken. Auf den Urlaub.

Sommerurlaub? Ja echt, hab dieses Jahr in die Röhre geschaut bei der Urlaubsplanung! Deswegen jezz Sommerurlaub. Das Wetter ist aber auch wunderschön. Zu Hause angekommen, erst mal telefonieren. Merkwürdig. Einer nach dem Anderen ist nicht da. So was! Doch dann: Max! Wir plaudern ein wenig und verabreden uns zum schnacken und kochen. Mit Tomatenlachs gefüllte Blätterteigtaschen. Sehr lecker!! Und viel Gequatsche dabei. Fünfundzwanzig Minuten. Sehr interessant.

Die Zeit vergeht… .

Spülen, Küche putzen, Flur putzen, mich putzen… . Dauert alles. Langsam wird es dunkel. Dann schneller. Ist doch erst fünf! Für Sommerurlaub und Spazierengehen doof. Naja, mal sehen, was draus wird.

Sitze ich also am Küchentisch und tipp so meinen Senf, als ich mich im Küchenfenster gespiegelt von der Seite sehe. Frau! Wie weiblich wird das denn?!? Wahnsinn! Das bin ich: Ayna! Habbich mich doch fast vergessen! Aber warte, da ist noch immer mein Gesicht von früher im Spiegel. Aus meinem vergangenen Leben. Ich denk an die Gesichter „Vorher-Nachher“.

Dazwischen

  -  eine Operation.  Stutz! Doppelstutz!! Will Ayna das? Braucht Ayna das?

Mein Gesicht hinter dem ich eingesperrt vierzig Jahre lang nicht wahrgenommen werden durfte. „Ja, Ayna. - Das passiert alles mit dir!“ sagte ich halb schizophren zu mir selber. Dabei fällt mir ein, operieren lassen würde ich mich im Leben nicht freiwillig! Ins Krankenhaus gehe ich nur zum Arbeiten oder werde mit Blaulicht, Füsse voran, reingefahren. Chirurgen sind Aufschneider. Genug davon. Das ist nur MEINE Sicht! Ich hab schon jezz mehr, als ich in meinen kühnsten Täumen erwartet hätte. Dass mir DAS passiert! Ich will das Schicksal nicht selbst herausfordern. Hab schon zu viel Glück gehabt!

Hab jezz Urlaub.

Sommerurlaub.

Ayna

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Minolfa
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dabei seit: 06.12.2007

Klasse, Ayna! Dann bleibt mir nur, Dir einen schönen Urlaub zu wünschen. Selber habe ich gerade den letzten Urlaubstag und bin gestern aus der Türkei zurückgekommen. Vorgestern im Meer gebadet, und bei der Landung Schneefall! Viel Spaß, ich werde im Büro an Dich denken...

Liebe Grüße, Minolfa

Ayna
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dabei seit: 20.12.2011

Vielen Dank, Minolfa! Sehr lieb von dir!

 

Rundgang um den Flögelner See

Wir parken auf dem Parkplatz vor dem  „Gasthof am See“. Hier hat offenbar alles geschlossen. Die Nachmittagssonne kämpft sich durch den Hochnebel. Links am Gasthof vorbei kommen wir zum See. Ein Hinweisschild „Zum Biergarten“ weist den Weg. Was am Ufer aussieht wie fester Grund, entpuppt sich als Matsch, in dem ich mit einem Schuh versinke. Der ist danach hellbraun. Auf der Terasse vorm Gasthof stehen noch die Tische und Stühle der Sommersaison zusammengekettet, damit sie nicht flüchten. Boote liegen an den Anlegern. Auch angekettet. Kein Mensch zu sehen. Viele Bäume haben schon ihr Laub verloren. Die übrigen versuchen mit Rottönen um die Wette zu leuchten. Im Uhrzeigersinn gehen wir weiter ein Stück am Ufer entlang. Dann zwingt uns dichtes Gestrüpp nach links auf die Strasse. Da hier eine Brücke über einen Zufluß führt, hätten wir sowieso hierher gehen müssen. Uns begegnen zwei Autos. Ein rotes und ein silbernes. Bei der nächsten Gelegenheit biegen wir wieder zum See ab. Zwischen kleineren Äckern auf dem Feldweg erreichen wir ein Gehöft. Es liegt in einem kleinen Wäldchen, welches uns die Sicht auf den See nimmt. Enten quaken. Sonst Totenstille. Weiter am Nordufer versuchen wir an einigen Stellen wieder an den See heran zu kommen, was uns bei zwei, drei Anlegestegen auch gelingt. Obwohl wir nicht müde sind, machen wir eine kleine Rast. Wir sitzen am Ufer bei den Booten und lassen den Blick in die ziemlich tief stehende Sonne schweifen. Dunst liegt auf dem See. Immer noch kein Mensch zu sehen. Wir kommen uns vor, wie Eindringlinge in einen Feiertag. Wir fragen uns: „Ist der Mond auch da, wenn niemand hinsieht?“  Der Weg führt weiter bis an eine undurchdringliche, hohe Hecke. Dahinter liegt offenbar ein verlassener Campingplatz. Der Lärm des Sommers ist verweht. Unsere Stimmen sind die einzigen Geräusche. Wir gehen also an der Hecke entlang nach links, und erreichen die Zufahrtsstraße zum Platz. „Straße“ ist etwas übertrieben. Die Schranke am Eingang ist zu, die Rezeption und die Wirtschaftsgebäude haben ihre Läden geschlossen. Hier ist alles ausgestorben. Weiter geht es auf der Straße am Ostufer entlang. Der Campingplatz weicht einem Wald, durch den wir ab und zu den See schimmern sehen. Es riecht gelegentlich nach Pilzen. Einige Häuser verlieren sich hier an schmalen Wegen, auf denen wir versuchen wieder ans Ufer zu gelangen. Es gelingt uns zwar, aber Grundstückszäune verhindern einen weiteren Fußweg am Ufer. Also wieder zurück zur Straße. Diese knickt am Südufer nach rechts ab, und so gehen wir in die untergehende Sonne. Flaches Land. Frau ahnt schon den Winter.  Bevor wir wieder den kleinen Ort erreichen, können wir ab und zu noch einmal auf den See blicken. Wir beschliessen durchs Dorf zum Auto am Gasthof zurückzukehren. Vor den Häusern stehen hier und da Trecker, als seien sie gerade erst hier abgestellt worden. Immer noch niemand zu sehen, der uns das Gefühl gibt, wir liefen nicht durch ein Geisterdorf. Alltag ist hier kaum vorstellbar. Es wird dunkel und kälter. Das Auto bringt uns nach Hause zu Kaffee, Pflaumenkuchen mit Sahne. Und zu gleichfarbigen Schuhen.

Niemand hat mir hier gefehlt! Außer meine Großeltern, die mich links und rechts an der Hand halten, und dann zu meinen Eltern zurückbringen. Meine Eltern erklären mir dann: „Laß doch den geistigen Dünnschiß! Das ganze Leben dreht sich doch nur ums Geld!“. „Ja, stimmt!“

 

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