Ayna ist weg!

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Ayna
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dabei seit: 20.12.2011

Ich musste vorhin noch einkaufen. Wollte Hähnchen im Backofen grillen. Hatte ich Hunger drauf. Also dann: Bei Real aufm Parkplatz. Auf dem Weg zum Eingang musste ich an einer "halben Hähnchen-Bude" vorbei. Da wartete ein Päärchen auf seine Bestellung.

Die gafften mich vielleicht an! Das steigerte mein Selbstbewußtsein!

Ich denke mal, der Mann hätte gerne so eine Frau wie mich, und die Frau würde gerne so aussehen wie ich.

Alles Illusion, Leute.

So wie das zerupfte Grillhähnchen in Einzelteilen, was ich dann doch nicht gegessen habe. Deswegen hab ich auch ein ganz schlechtes Gewissen. Und Durchfall.

Alles nichts, um zu verzagen, Ayna

 

 

☆~☽✪☾~☆

 

Mischelles Rainer
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dabei seit: 13.05.2010

Habe gerade 1 Woche Urlaub in Cuxhaven hinter mir. Das Wetter war gut. Stundenlanges relaxen und Weitblick aufs Meer an der Grimmershorner Bucht. Einfach herrlich.

Auf gehts, Mädels.

 

LG Mischelles Rainer

Menschlichkeit sollte im Vordergrund stehen!!!

mischelletv
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dabei seit: 10.11.2005

@ Aina

 

Süße freu mich auf deinen Besuch , hoffe mit langem Spaziergang in der Bucht ?

 

Bussiiii

 

@ all , 

Ab September sind unsere Ferienwohnungen wieder überwiegend frei ... vielleicht mal nen Urlaub komplett gestylt ....

Ayna
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dabei seit: 20.12.2011

Illusion oder Wirklichkeit? Sucht es euch aus!

Alles besteht aus Materie. Glauben wir zumindest, oder ist der Tisch vor mir nicht undurchsichtig? Ich kann auch nicht da durch greifen. Also ist da was. Da muss was sein! Aus Holz. Braun. Mal genauer hinsehen. Besteht alles aus Molekülen, aus Atomen. Gutt. Also, ein Atomkern mit Elektron. Den Kern machen wir uns in unserer Vorstellung mal so gross wie ein Apfel. Ungefähr. Dann ist das Elektron so gross wie ein Stecknadelkopf. Ungefähr. Und der Apfel an der Spitze des Kölner Domes. Wir stehen davor. Dann wird der von dem an uns vorbeibeirasendendem Stecknadelkopf umkreist. So: ein Atom. Und woraus besteht jezz das Atom? Doch vor allen Dingen aus Nichts. Vakuum, für die Wissenschaftlerinnen unter uns.

H)

Offenbar besteht die gesamte Wirklichkeit aus vorwiegend Nichts! Also ist alles eine Illusion. In unserem Kopf sitzt ein Automat, der die einkommenden Sinneseindrücke, Hören, Sehen Tasten.usw. verarbeitet, und uns daraus ein "Bild" der Wirklichkeit produziert. Wie im Kino.

Neulich berichtete ich von dem letzten Einkauf. An der "halben Hähnchen Bude" starrte mich doch ein Päärchen um die vierzig völlig unverhohlen an, als ich vorbeiging. Wahrscheinlich wußten sie nichts mit mir anzufangen, oder sie dachten: "Was ist das denn bitteschön?", oder er dachte: "Den würd ich gerne poppen!", oder sie dachte: "So sähe ich gerne aus!", oder er: "So mutig wäre ich auch gerne!", oder "Das ist ja mein Kleid!", oder was auch immer. Vielleicht schliefen sie auch mit offenen Augen....            

;)

Solche Situationen kennt doch jede. Ein Mann lächelt mich an! Oder aus? Oder wie denn jezz? Zugegeben ist das Eine vielleicht wahrscheinlicher als das Andere. Aber es zeigt, wie unterschiedlich bestimmte Verhaltensweisen motiviert sind. Wie wir das dann verstehen oder in eine Schublade stecken ist dann der zweite Schritt "Stille Post". Offenbar müssen wir auf Wahrscheinlichkeiten nachhaltig reagieren, das heisst richtig, um z.B. nicht als "dumm" dastehen zu wollen. Das funktioniert witzigerweise, und bestimmt unseren Umgang untereinander. So könnte es im Extrem sein, dass frau sich gut unterhält, aber die Gesprächspartner völlig aneinander vorbeireden.

Wie macht frau es jezz so, dass dabei das maximale Ergebnis an "Lebensintensität" herauskommt? Unsere Mitmenschen können wir nicht steuern. Diese Wahrscheinlichkeiten strömen ständig auf uns ein. Was wir ändern können, sind die Schubladen, oder wie wir etwas verstehen wollen. Also der Automat in uns, der die Inputs sortiert. Bestenfalls so, dass ich nach hin aussen positiv reflektiere. Dass dann die äußere Reaktion auch positiv ausfällt, ist dann wahrscheinlicher! Das koppelt dann zurück, usw. Es erhält sich irgendwann selbst am Leben. 

Mein Jüngster sagte mir, als ich mich ganz schlecht fühlte nach der Trennung: "Du musst morgens dein Spiegelbild anlächeln! Das funktioniert wirklich!" Das mache ich seitdem, und wohin hat es mich gebracht? Ich bin ich selbst geworden! Ohne Angst vor Menschen leben zu können, sich Allem gewachsen zu fühlen, die Frau zu sein, die frau nun mal ist.

Wir sitzen im Kino, und machen einen Film. Und wir selbst spielen die Hauptrolle! Das ist so unglaublich, das ist bestimmt nur Illusion! Aber darüber lächele ich nur! 

:8) Ayna

Ps.: Ich weiss, das steht alles in irgenwelchen Psychologiebüchern  und Kosmologiebüchern viel besser. Aber kürzer geht "glaube" ich nicht.

☆~☽✪☾~☆

 

victoria
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dabei seit: 16.02.2012

@ Ayna;

Wie Du weist ,packe ich schon und ziehe an die Küste demnächst.

Hoffe Du besuchst mich dann auch mal,denn noch kenne ich niemanden da oben.

Einen "Neuen" Zirkus werde ich dann auch wieder aufbauen.(Du weist was ich meine).

Also auf in den Norden.

Alles Liebe Victoria

Victoria

Ayna
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dabei seit: 20.12.2011

 

Neues aus „Hinter-Uhlenbusch“

Neulich im Norden, in Hinter-Uhlenbusch sagte ich zu meiner Freundin: “Weißt du was, wir fahren heute abend mal in die große Stadt an der Elbemündung. Wir gehen in eine der traditionsreichsten Gaststätten da, und trinken einen Aperol-Spritz. Was hälst du davon?“ „Gute Idee, ich war seit zwanzig Jahren abends nicht mehr aus!“ sagte sie. „Okey, ich noch nie!“ sagte ich. Am Abend dann in die Stadt. Auf dem Weg holten wir noch eine gute Freundin ab, sie wollte auch mit.

Mitten im Hafen sind wir da. Noble Adresse. Kapitän-Alexander-Der-Grosse-Strasse. Draußen Tische auf dem Bürgersteig. Bäume. Sieht sehr einladend aus. Überall noch Platz. So fahren wir vor. Okey, ist auch kalt draußen, also gehen wir rein.

Wir haben Glück. An der Theke kann frau sich die Plätze noch aussuchen, bevor der große Andrang kommt. Mit Appetit auf Aperol (klingt wie Nagellackentferner) warten wir auf die Serviererin. Da kommt sie, ich kenne sie schon. Sie ist sehr nett! Sie begrüßt uns warm und freundlich mit den Worten: „Ihr wollt doch wohl keinen Aperol-Spritz?“. Dabei stemmte sie ihre Arme in die Flanken und blickte uns herausfordernd fragend an. - Nein! Natürlich nicht. Wie sie denn ausgerechnet darauf käme, wollten wir wissen. Sie hatte wohl keinen Prosecco mehr am Wochendende. Der Andrang war wohl zu groß? Es wurde voller, an der Bar.

Sie zauberte dann allen Widrigkeiten zum Trotz irgendwie noch zwei „Aperol-Spritz“ für meine Freundin und mich. Mit Orange. „Ist allerdings ohne Eis, weil das haben wir nämlich nicht.“ fügte sie zur Erklärung hinzu. Egal, wenigstens das heissbegehrte Getränk!

Wir ließen es uns schmecken. Kurze Zeit später kramte sie mit der Kellnerin zuammen in ihren Geldbörsen. Sie hatten offenbar kein Wecheselgeld. Die Stimmung am Tresen stieg. Mmmh… ?!?  Das musste der Gast offenbar selber mitbringen. Ich hatte zum Glück genug dabei.

Ich bestellte noch ein Ginger-Ale, ich musste noch fahren. Ich bekam dann ein Tonicwater stattdessen, ohne Eis und Orange, welches aber sehr lecker war. Am Tresen  dann war es später so, als ob wir uns alle schon seit Jahren kennen, bisher nur noch nicht über den Weg gelaufen sind. Einer von den Männern, muss ich zugeben, sah echt süß aus! 

Leider mussten wir gehen, es war spät geworden. „Wir kommen bestimmt wieder!“ riefen wir zum Abschied. Es war wirklich ernst gemeint!

Zu Hause in Hinter-Uhlenbusch angekommen, hustete auf dem Acker nebenan ein Pferd. Das Handy meiner Freundin "muuhte". Das tut es dauernd!

„Nee, das war wirklich toll! Schade, daß das schon wieder vorbei ist, aber gut, daß alles so war!“

Das find ich auch.

;)

Ayna

 

 

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Fanny
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dabei seit: 26.08.2005

Applause

 

Ayna
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dabei seit: 20.12.2011

Ich habe gesündigt!

Vorhin auf dem Nachhauseweg bekam ich plötzlich unbändigen Hunger auf ein gebratenes Kotelett. Ich habe Religion Religion sein lassen und bin auf den Edeka-Markt-Parkplatz abgebogen. Da war ein Entscheidungsspielraum von cirka zwei Sekunden. Eine Sünde! Vielleicht sieht es keiner.  An der Fleischtheke im Markt kaufte gerade eine Kundin zwölf! Koteletts auf einmal. Sie hatte einen auffälligen polnischen Akzent. Ich hatte Angst, es bleibt keins mehr übrig für mich! Da waren dann noch zwei, Himmel sei Dank. Vor lauter Hunger verdrehte ich die Augen.

Ach, die haben hier Dijon-Senf, lecker! Nehm ich auch noch mit! An der Kasse war vor mir eine etwa gleichalterige Frau wie ich. Als sieh mich sah, erstarrte sie ganz kurz zur Statue mit weit aufgerissenen Augen! Sie, sehr elegant und gepflegt, also wie ich, musterte mich von Kopf bis Fuss. Ich dachte: "Sieh mich an! Ich bin deine Konkurrenz!"

Ich lächelte sie an. Sie war beeindruckt!

Ich war dran. Die Kassiererin und ich schauten uns lachend an. Sowas wie mich hatte die Kundin wohl noch nie gesehen! Das Kotelett hab ich verschlungen, ich glaub, ich bin schwanger!

Echt oder Illusion?

 ;) Ayna

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Ayna
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dabei seit: 20.12.2011

Gestern war ich auf einer Kirmes. Auf dem Platz in der Stadt, wo ich Dreiradfahren gelernt habe.

Ich fuhr so mit dem Dreirad herum, als plötzlich ein Trecker mit Anhänger auf den Platz fuhr. Ein Mann stieg aus und fegte eine Ecke vom Platz sauber. Dann holte er Holzbalken aus dem Anhänger, um sie sternförmig auf den Boden zu legen. Ich dachte: "Häh? Wat macht der denn da?". Dann sah ich in dem Anhäger hinten drin kleine Autos und Fahrräder. Und Lichterbalken. Da begriff ich es. Der baut ein Kinderkarussell auf. Das habe ich mir ganz genau angeguckt. Dann kamen noch mehr Anhänger, noch mehr Balken, noch mehr Leute - es war Kirmes!

Auf dieser Kirmes waren wir gestern. Einundfünfzig Jahre später! Da bin ich Dreirad gefahren. Anke, Silke und ich. Wir hatten massiv viel Spass, schon auf dem Weg dorthin. Dann haben wir Karussells angeschaut.  Big Monster!  "Wollen wir darein gehen?". "Zu wild! Aynas Mütze fliegt weg!" sagte Anke, Silkes beste Freundin. Tja, frau kann nicht Alles haben! (altes russisches Sprichwort). Wir schlenderten über die volle Kirmes, als plötzlich Anke und Silke auf einen "Typ" zeigten und sagten: "Kumma da!" Ich guckte hin, und sah jemanden mit Wampe hektisch kaugummikauen und dachte: "Kenn ich nicht!"

"Das ist Uli! Uli Schröder!" sagten sie. Ich musste zweimal hin gucken. Ja, tatsächlich! Das ist Uli Schröder!   Wir kennen uns seit dem Kindergarten! Haben uns vor etwa zehn Jahren aus den Augen verloren. Wir haben zusammen in einer Band gespielt. Wir haben zusammen "Gott ich weiss nicht was" gemacht. Zuerst hab ich ihn nicht angesprochen. Als er uns zum zweiten Mal begegntete, dann aber! Ich hab ihn angesprochen. "Hey Uli! Weisst du, wer ich bin?". Er blickte mich überrascht an. Mich, Ayna! Zum ersten Mal als Ayna. Sofort kam ein Gespräch auf. Wir hatten uns etwas zu erzählen. Auf Augenhöhe.

Und er erzählte dann von der Zeit in der Volksschule, Unterstufe, Mittelstufe... . Ayna als junger Vater. Eigentlich sei ich schon immer Ayna gewesen. Er erzählte auch Sachen über sich, die uns eigentlich schon unser Leben hindurch verbinden. 

Sowas erzählt auch nur jemand, der eine seit dem Kindergarten kennt!

Er hat mich zuerst nicht erkannt, ich ihn aber auch nicht! Ich wusste es an dem Tag morgens eh alles noch nicht, was passieren wird! Ich bin gespannt auf morgen!

8) Ayna

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Ayna
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dabei seit: 20.12.2011

:star:     Dieses schreib ich aus Anlass des Ersten Jahrestages meiner Befreiung.    :star:

Als Kind war ich Ayna, ohne meinen Namen zu kennen. Im Kindergarten, in der "Volksschule". Am Anfang im Gymnasium. Ich machte mir keine Gedanken. Warum auch?

Dann so mit dreizehn Jahren etwa fiel ich plötzlich auf. Durch die Kleidung, die ich trug. Ich fühlte mich eigentlich wohl. Ich war ich selbst, als plötzlich die Aussenwelt anfing, über mich zu reden. Ich fiel irgendwie auf, konnte es mir nicht richtig erklären. Ich durfte nicht auffallen! Deswegen hat mich der Inhaber meines Körpers in seinem Kopf in einen Käfig eingesperrt. Zumindest in der Öffentlichkeit. Damit er mit "normalen Klamotten" weiter Freunde hatte und für voll genommen wurde, und nicht über mich geredet wurde. Auf einer Kirmes sah ich eingesperrt in seinem Kopf Mädchen an einem Karussell stehen. Ich sagte ihm: "Geh zu den Mädchen rüber! Was bist du hier mit den Jungs unterwegs?" Aber er verbot mir endgültig, mich weiter einzumischen. Als er dann noch eine Freundin hatte, fürchtete ich: "Aus seinem Kopf komme ich nie wieder raus!" Zum Glück für mich dauerte die Beziehung nur ein halbes Jahr. Wie hätte sie gut gehen können? Ayna in seinem Kopf! "Er wird nie eine richtige Beziehung haben können!" dachte ich, hoffentlich merkt er das bald! Es war erst der erste seiner Versuche.

Leider vergingen dann noch fast vierzig Jahre. Er war hartnäckig. Er wollte der Welt beweisen, wie gut er "Mann" sein konnte. Er bewies es auch! Ich wurde immer mehr eingesperrt. Manchmal fütterte er mich, offenbar wollte er selbst nicht, daß ich verhungere. Er schenkte mir schöne Schuhe, oder ein auffälliges T-Shirt oder ich durfte mal kurz ganz raus! Das war eigentlich immer traurig, weil ich wusste, daß ich wieder eingesperrt werden würde. Sein zweiter Sohn ironischerweise, den ER gezeugt hatte, sprach ihn plötzlich mit meinem Namen an, als er sprechen lernte: "Aina!" 

Das war vor achtzehn Jahren. Seine Söhne haben es immer gewusst, daß ich in ihres Vaters Kopf eingesperrt auf meine Befreiung wartete. Lebenslänglich? Zu der Zeit geschah es, daß er zufällig Zugriff auf Östrogene hatte. Ich bettelte ihn an. Und er stahl sie für mich. Ich bekam alle paar Tage ein paar Stäubchen. Die drei Tabletten mussten halt sehr lange reichen. Aber eigentlich dachte ich: "Warum lässt er mich nicht einfach sterben? Warum quält er mich so?"

Das bekam dann natürlich seine Frau mit. Es gab Probleme. Ich wurde ganz weggesperrt. In ganz einsamsten Momenten durfte ich mal Luft holen. 

Dann vor sieben Jahren etwa, geschah eine Wendung. Er kümmerte sich auf einmal um mich. Ich war sein kleiner, größter Schatz, den er hatte. Er hatte gemerkt,Der durfte nicht kaputt gemacht werden. Ich war plötzlich sein Lebensmittelpunkt, ohne daß jemand davon erfahren durfte. Er wusste, er funktioniert nur durch mich! Alles was wir hatten waren Augenblicke, ohne wirklich im echten Leben zu sein. Immerhin etwas. Da wusste ich, daß ich überleben würde. Er würde mich noch brauchen! Dann kam die Trennung von seiner Frau. Wegen mir natürlich! Ich wurde ganz weggesperrt, nicht mehr gefüttert. Ich bekam einen kleineren Käfig. Ich konnte mich nicht mehr rühren. Der Mann, in dem ich vegetierte wollte mich sterben lassen. Es hat nicht funktioniert!

Nach anderthalb Jahren dann war es soweit. Er hatte sich in dieser Zeit offenbar keinen Millimeter weiterentwickelt und ist ständig vor einen Prellbock gerannt. Keine Türen öffneten sich mehr. Es war wie, als ob alles zu Eis erstarrt. Er brauchte meine Hilfe. Da erlaubte er mir dann: "Okey, ich werde dich wohl nie los! Du darfst hier zu Hause raus. Aber mehr nicht. Dann geht es uns Beiden gut." Ich freute mich riesig! Das war vor einem Jahr.

Schnell hiess ich Ayna, und ich wollte natürlich ganz raus! Ich hatte Blut geleckt. "Du willst mich doch jezz nicht in der Wohnung einsperren? Das hast du mit deinen Katzen auch nie gemacht!" warf ich ihm an den Kopf. Er hatte verloren!

Zuerst ging er mit mir an der Leine raus, später dann ohne Leine. Als er gemerkt hat, daß ich sehr gut klarkomme, ist er dann auch aus unserer Wohnung ausgezogen. Er hat mich losgelassen. Ich brauchte ihn nicht mehr. Brauchte kein Gefängnis mehr! Ich hab hier nur noch ein bißchen altes Zeugs, womit er sich beschäftigt hatte, als ich in seinem Kopf saß. Mittlerweile wohne ich hier alleine, habe sein Umfeld übernommen. Endlich FREI!!!! Ich danke ihm dafür, dass er mich nicht hat sterben lassen. Und daß er mir ein paar warme Socken gegen kalte Füsse da gelassen hat. Ich hab ihn seitdem nicht mehr gesehen. Ausser auf alten Fotos. Aber das sind ja nur Fotos! Er hat mir meinen Körper zurück gegeben! Den darf ich jezz zur Frau machen! Niemand sperrt mich mehr ein oder stellt mir Hindernisse in den Weg! Endlich! Ich bin FREI!

Saudankbar für Alles, :star: Ayna

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