Artikel in der FAZ

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Chantal-TS (nicht überprüft)
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Beate_R schrieb:
Es geht ganz einfach nur darum, dass Sandra (wie viele anderen Transvestiten auch) bedauert, dass ihre Frau ihrem So-Sein komplett ablehnend gegenübersteht und sich wünschte, es sei anders.

Liebe Beate!

Aber warum sollten das Ehefrauen nicht ablehnen? Ist das denn so schwer zu verstehen? Was für unrealistische Erwartungen haben manche Betroffenen, nur weil es in ein paar abzählbaren Fällen funktioniert. Diesen Wunsch liest man überall, oft gepaar mit Unverständnis gegenüber der Frau, die es wagt, sich wegen einer Krankheit abzuwenden. Natürlich ist vieles wünschenwert, ich träume auch oft von der Fee, die schon während der Zeugung eingreift.Aber hier geht es um eindeutige Erwartungen an einen Menschen.

Die Sichtweise sollte sich ändern. Nicht die Frau bekommt eine wunderbare Freundin, sondern der Mann kann von Glück reden, wenn er nicht heraus geschmissen wird. Ist das denn so schwer zu verstehen? Und in den wenigen Fällen, in denen es funktioniert, sollte der Mann einfach nur dankbar sein.

Mit lieben Grüßen

Danni
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dabei seit: 12.07.2006

Angekommen

Guten Morgen Monika-Tersch,

eine der größten, führenden Wirtschaftszeitungen hat sich dem Thema angenommen. Nun hoffe ich, dass andere seriöse Tageszeitungen usw.  bald nachziehen. Hoffentlich klären sich so viele Mißverständnisse und Gerüchte gehören bald der Vergangenheit an.

Viele Grüße

Danni

susannecolonia
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dabei seit: 28.10.2008

Warum sollte eine Ehefrau es ablehnen? Ist die Hoffnung oder Erwartung, mich so anzunehmen, wie ich bin auch eben mit dieser "Macke", unrealistisch? Natürlich bin ich dankbar und heilfroh, daß meine Frau sehr locker mit dem Thema umgeht. Ist das ein Widerspruch?

Für mich ist das ein großer Beweis an echter Liebe, diie nicht an die Bedingung geknüpft ist: "sei so, wie ich dich haben oder sehen will, sonst ist die Beziehung zu Ende". Wenn da wirklich ein tiefes Gefühl von echter Liebe füreinander da ist, dann wird eine Beziehung auch die Tatsache aushalten, daß der Mann auch zwischendurch mal in die Frauenrolle wechselt. Vom  Mann wird ja auch erwartet, die Eigenarten seiner Ehefrau auszuhalten, es sei denn er ist mit einer perfekten Traumfrau wie Chantal verheiratet. 

Chantal-TS (nicht überprüft)
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susannecolonia schrieb:
Warum sollte eine Ehefrau es ablehnen?

Warum wohl? Ist das so schwer zu verstehen, warum einige, um nicht zu sagen die Mehrzahl der Frauen, damit Probleme innerhalb der Beziehung haben? Aber es drückt natürlich sehr gut aus, wo Probleme her kommen können . Und Empathie ist nicht das, was der einen Hälfte der Bevölkerung zugesprochen wird. Wink

Chantal-TS (nicht überprüft)
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Nachsatz: Wie würdest Du, susannecoloni, reagieren, wenn Deine Frau meint, jetzt ein Teilzeitmann zu werden? Sich "Spielzeug" kauft, um Dir andere Seiten zu zeigen, dezent Hormone nimmt, um ein bischen Bartwuchs zu bekommen, sich eine Glatze rasiert sowie Springerstiefel anzieht und überhaupt ihre dominante männliche Seite auslebt?

Wie würdest Du reagieren, wenn das gar nichts mehr mit der Frau zu tun hat, die Du kennen gelernt hast?

Brigitte
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dabei seit: 22.07.2008

Chantal-TS schrieb:

Nachsatz: Wie würdest Du, susannecoloni, reagieren, wenn Deine Frau meint, jetzt ein Teilzeitmann zu werden? Sich "Spielzeug" kauft, um Dir andere Seiten zu zeigen, dezent Hormone nimmt, um ein bischen Bartwuchs zu bekommen, sich eine Glatze rasiert sowie Springerstiefel anzieht und überhaupt ihre dominante männliche Seite auslebt?


Wie würdest Du reagieren, wenn das gar nichts mehr mit der Frau zu tun hat, die Du kennen gelernt hast?


"Die Springerstiefel werden aber ausgezogen, im Bett!"

Moni-Ka
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dabei seit: 21.01.2007

Beate_R schrieb:

Was Manuelas Aussage anbelangt, Manuela würde TS zum Psychologen schicken: das tut sie normalerweise nicht, sondern sie bedient sie wie alle anderen Kundinnen auch - auch wenn sie Transitionen gegenüber wohl eher zurückhaltend eingestellt ist.

Genau das ist auch meine Erfahrung. Der Satz in der FAZ scheint mir unglücklich formuliert.

Beate_R schrieb:

Nur auf konkrete Frage verweist sie m.W. auf Inoschka Prehm.

Die sich dann auch im Transnormal-Gästebuch verewigt hat, was durchaus zum Thema paßt:

http://www.transnormal.de/index.php/gaestebuch?start=10  (auf den siebten Beitrag von oben scrollen).

Zitat Dr. Prehm: "... kann ich nur sagen, dass Ihr Platz für so manche Betroffene das Sprungbrett in das neue Leben war und ist."

 

Liebe Grüße

Monika

 

"A little bit of Monica in my life" (Lou Bega, Mambo No. 5)

susannecolonia
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dabei seit: 28.10.2008

Ich habe bislang noch keine Hormone genommen und dies auch nicht vor. Soweit ich diesen Thread und den dort erwähnten Artikel in der FAZ richtig verstanden habe, berichtet dieser in erster Linie  von einem Laden in FFM, in dem TV's geholfen wird, für einige Stunden in die weibliche Rolle zu schlüpfen  und von denen nehmen die wenigsten solch gravierende körperliche Veränderungen vor, wie Du jetzt in dem umgekehrten Szenario (Frau zu Mann) schilderst.

Aber vielleicht bin ich ja der deutschen Sprache nicht so mächtig wie Du und habe das alles nicht richtig verstanden. Wenn Du nicht allzu teuer sein solltest, nehme ich gerne noch Deutsch Nachhilfeunterricht bei Dir. Das wird sicherlich eine große Bereicherung in meinem Leben sein, denn  Du mußt  ja unglaublich emphatisch sein. 

susannecolonia
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dabei seit: 28.10.2008

@Brigitte bin ich vollkommen Deiner Meinung. Ins Bett gehören keine Springerstiefel, im Grunde überhaupt kein festes Schuhwerk, womöglich noch nicht mal geputzt...schreckliche Vorstellung

Chantal-TS (nicht überprüft)
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Es beginnt doch schon damit, dass Männer sich am ganzen Körper rasieren, was das Gegenstück zum hormonbedingten Bartwuchs für die Frau wäre. Und manche Frauen mögen einfach kein glatt rasiertes "Baby" neben sich, sondern hatten sich in einen Kerl verliebt. Ist diese Transferleistung so schwer zu bringen?

Man schlüpft nicht mal ebenso in die weibliche Rolle. Manche Männer meinen sicherlich, dass sie mit Strumpfhose, Rock, Schminke und Perücke zur Frau werden. Aber genau darum bleiben es Männer und werden niemals eine gute Freundin werden können. Was nicht heißt, dass man sie nicht mag. Im Gegenteil zeichnen sich die meisten Transvestiten durch sehr viel Herzlichkeit aus. Aber kaum durch Weiblichkeit.