Ich will einen Mann :)

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Victoria1 EX
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Ehemaliges Mitgllied
dabei seit: 14.10.2012

mohini schrieb:

Hallo Victoria,

erstmal Glückwunsch, wenn du bereits mit heteromännern zusammenwarst, ohne dass sie etwas von Trans gemerkt haben-Respekt, das ist denke ich mal das, was sich hier so ziemlich jede für ihre Angleichung wünscht:)

andererseits halte ich es persönlich für den falschen weg, seinen (Sexual-) Partnern keinen reinen Wein bezüglich Trans einzuschenken. Halte es für sinnvoller, von Anfang an mit offenen Karten zu spielen, nachher ist die Enttäuschung umso größer, wenn er es über drei Ecken spitz kriegt. Das kann dann durchaus unschön werden. Gekränkter Männerstolz trägt oft sehr häßliche Blüten.

als Beispiel sei hier der Belgier mit seiner indonesischen (Trans-) Ehefrau genannt, wo anscheinend die liebe sich zeitgleich mit dem zwangsouting verabschiedete.

 

Hallo Mohini,

 

danke. Klar ist das schön. Aber irgendwo ist es doch auch schon ein Versteckspiel. Es ehrt mich das sie nichts merken. Aber es macht mich auch sauer. Denn ich will doch für das was ich bin und was ich erlebt habe respektiert und geliebt werden. Doch die meisten Männer betrachten einen mit "anderen Augen" wenn man Ihnen die Wahrheit sagt.

Zwar habe immer ich meine langjährigen Beziehungen beendet, aber es kann doch nicht sein, dass ich immer allein bleibe. Zur zeit macht mir das schon etwas zu schaffen.

Victoria1 EX
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Ehemaliges Mitgllied
dabei seit: 14.10.2012

Michaela schrieb:
Ich war dieses Jahr das erste mal dort, eingeladen von einer Firma und war erstaunt, dass das Publikum im Gegensatz zu anderen Volksfesten erträglich war. Betrunkene sicherlich auch, aber nicht nur Vollpfosten. Das Problem der Vergangenheit wird Dich immer wieder einholen. Entweder hat man konsequent mit allen familiären und freundschaftlichen Kontakten abgebrochen oder es kommt immer wieder die Frage auf, wann man es dem Freund gegenüber erwähnt. Und Du wirst von Deiner Schwiegermutter immer wieder gefragt werden, wann Du Kinder willst. Ich habe das zwanzig Jahre durch gemacht. Ich drücke Dir die Daumen. Es reicht einer, und der wird sich finden.

 

Ich habe konsequent alles alten Kontakte aus dem Leben verbannt. Die erkennen mich heute eh nicht mehr. Meine Familie steht zu mir und erzählt das eh niemandem. Und ja die Schwiegermuttis... immer das selbe Spiel. Sobald sie mich kennenlernen lieben sie mich und wollen ein Enkelchen.

Das schlimmste ist ja auch noch das ich seit geraumer Zeit unbedingt ein Kind möchte.

Lythande
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dabei seit: 23.02.2011

Avi schrieb:

Zumindest den Zusammenhang zwischen früher HRT und gesteigerter Körperhöhe gestatte ich mir dem Reich der Legenden zuzuordnen.

Von Kastraten ist schon bekannt, dass sie ziemlich gross wurden. Und was anderes sind Transfrauen, die nur Testo-Blocker nehmen, ja vom körperlichen auch nicht.

Geschlechtshormone stoppen nun mal das Wachstum, ein Extremfall ist zum Beispiel der Fall eines Paares, das ihrer geistig zurückgebliebenen Tochter Östrogene gegeben hat, damit es in Kleinkindgröße blieb, um es besser händeln zu können.

Fehlen die Geschlechthormone, sei es Testo oder Östrogen,  geht das Wachstum noch ne Weile länger weiter.

Also ist nur das Testo zu blocken nicht ganz ungefährlich. Wenn man nicht gleich Östrogene geben wird, wird man wohl irgendwie anders noch das Wachstum stoppen.

 

Sabine

 

Lythande
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dabei seit: 23.02.2011

mohini schrieb:

als Beispiel sei hier der Belgier mit seiner indonesischen (Trans-) Ehefrau genannt, wo anscheinend die liebe sich zeitgleich mit dem zwangsouting verabschiedete.

Die Liebe von ihr zu ihm endete doch auch schon etwas früher, wenn sie da schon wieder andere Männer hatte.

Die Arschkarte hat eher er gezogen und nicht sie, hätte sie offen trans gelebt, hätte sie vielleciht nie nen Mann bekommen.

Wobei ich auch eher vorziehe, mit offenen Karten zu spielen, aber stealth ist für mich ja eh keine Option.

 

Sabine

 

mohini
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dabei seit: 11.03.2012

hallo sabine,

hatte die ganze geschichte nur bruchstückhaft mitgekriegt. war davon ausgegangen, dass der mann, nachdem er von der ts seiner ehefrau wind bekam, sich emotional von ihr distanziert hat. aber wenn sie vorher schon fremdgegangen ist, braucht sie auch kein mitleid zu erwarten.

 

Victoria1 schrieb:

Ich habe konsequent alles alten Kontakte aus dem Leben verbannt. Die erkennen mich heute eh nicht mehr. Meine Familie steht zu mir und erzählt das eh niemandem. Und ja die Schwiegermuttis... immer das selbe Spiel. Sobald sie mich kennenlernen lieben sie mich und wollen ein Enkelchen.

du lebst also stealth? finde das sehr interessant. diesen weg können nur sehr wenige gehen. wie lebt es sich denn stealth? lebst du in der ständigen angst, irgendwie aufzufliegen? würdest du umziehen und nochmal von neu anfangen, wenn du durch einen dummen zufall geoutet werden würdest?

für mich ist stealth defintiv keine option, auch wenn ich optisch durchaus als frau durchgehe. irgendetwas wird mich im intensiveren persönlichen kontakt immer verraten. mir persönlich reicht es, so zu passen, dass ich auf der straße als frau durchgehe und einfach in ruhe gelassen werde. trans gehört zu mir, ich kann und will es nicht leugnen. dazu kommt, dass ich nicht nur frau bin, sondern auch durchaus noch die eine oder andere männliche eigenschaft habe.

um stealth leben zu können, müsste ich alle zelte abbrechen und in eine andere stadt ziehen. das würde für mich bedeuten, mein komplettes soziales netzwerk aufzugeben. das ist es mir persönlich nicht wert. dann bin ich lieber "die transe".

 

mistral505
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dabei seit: 21.10.2012

Egal, wie es sich in dem belgischen Fall verhielt: So mance fristet als "Dunkeltranse" ihr Dasein, ob das nun zweckmäßig sein mag oder nicht. In der heutigen Zeit sollte das nicht mehr angesagt sein, gal ob auf dem plattenLand oder in Metropolregionen.

http://curumba.eurosonor.de >>> THE NEW DOUBLE CD "Dany's Diary - Lost Illusion" <<<

susanne-ffm
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dabei seit: 14.10.2007

Erinnert mich irgendwie an eine fernsehsendung (krankenhausserie) die ich mal gesehen habe.

Frau wird mit Unterleibsschmerzen eingeliefert dabei ein besorgter Ehemann.

Er unterhält sich mit jemanden und äussert ein starken Wunsch nach Nachwuchs.

Im Behandlungszimmer stellt dann der Doc fest das es ein Blinddarm ist und es kommt raus das Sie eine TS ist.

Sie redet mit dem Doc das die Info nicht weitergegeben werden soll.

Der Doc bekommt aber auch mit das Er Kinderwunsch hat.

Zum Schluss bittet er Ihn zum gespräch und sagt das die OP gut verlaufen ist aber leider an der Gebährmutter was war und leider auf dauer Kinder verhindert.

Schlusszehne - Er umarmt Sie - und sagt "ich habe erfahren das du durch die op keine kinder mehr haben kannst - wenn du magst - lass uns eins adoptieren

---- Cut zum wirklichen Leben ----

Ich weiss ja nicht ob die Idee gut genug ist Enkel wünschende Schwiegermütter zu besänftigen - sprich zu sagen das man leider keine Kinder durch ne OP mehr gebähren kann, aber vielleicht eine Möglichkeit - Oder ?

"Liebe X leider hatte ich vor Jahren eine UnterleibsOp und kann leider keine Kinder bekommen"

und dat gute ist nicht gelogen Innocent

Michaela
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dabei seit: 11.11.2012

mistral505 schrieb:

Egal, wie es sich in dem belgischen Fall verhielt: So mance fristet als "Dunkeltranse" ihr Dasein, ob das nun zweckmäßig sein mag oder nicht. In der heutigen Zeit sollte das nicht mehr angesagt sein, gal ob auf dem plattenLand oder in Metropolregionen.


Warum sollte eine Frau oder ein Mann nicht als solche bzw. solcher leben und jedem neuen Bekannten die Transsexualität aufdrängen? Wie Du an den beschriebenen Reaktionen erkennst, ist es alles andere als egal, ob das Umfeld jedes intime Detail kennt.

Minolfa
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dabei seit: 06.12.2007

Naja, hier geht es nicht um irgendwelche Bekannten, sondern um den geliebten potentiellen Lebenspartner. Für mich wäre es jedenfalls undenkbar, einem geliebten Menschen zu vertrauen, entsprechendes Gegenvertrauen zu erwarten, und dann einen Teil meines Lebens mit einer Lügengeschichte zu verheimlichen.

Wirklich auch im engsten Kreis absolut "stealth" zu gehen hat die Folge, dass für die Vergangenheit ein Märchen zusammengedichtet werden muss: Eltern tot, Krebsoperation untenrum, oder sonstwas. Dazu kommt immer die Angst, dass durch einen Zufall doch die Vergangenheit rauskommt. Diese große lebenslange Belastung wird von vielen Psychiatern als nicht empfehlenswert angesehen, Veröffentlichungen beschreiben es als noch nicht abgeschlossene Transition, weil noch kein Friede gefunden wurde mit allen Aspekten der eigenen Person.

Michaela
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dabei seit: 11.11.2012

Minolfa schrieb:

Naja, hier geht es nicht um irgendwelche Bekannten, sondern um den geliebten potentiellen Lebenspartner. Für mich wäre es jedenfalls undenkbar, einem geliebten Menschen zu vertrauen, entsprechendes Gegenvertrauen zu erwarten, und dann einen Teil meines Lebens mit einer Lügengeschichte zu verheimlichen.


Lügen sind etwas anderes, als nicht darüber zu reden. Man lernt Menschen kennen und liebt sie so, wie man sie erlebt. Die Vergangenheit ist anfangs etwas Vergangenes. Liebe findet in der Gegenwart statt. Glaubst Du, jeder Inhaftierte erzählt zuerst, dass er Knasti war, jeder Krebspatient erwähnt die Krankheit, die jederzeit wieder ausbrechen kann, jeder Beziehungsunfähige, dass es bisher nur Kurzbeziehungen hatte?

Der Zeitpunkt, an dem man die eigene Transsexualität offenbart, ist sehr individuell zu wählen. Es gibt kein Rezept dafür. Macht man es am Anfang, werden viele Beziehungen nicht zustande kommen dafür ist das Thema auf dem Tisch, macht man es nach ein paar Wochen, kann eine große Liebe schmerzhaft zerbrechen, macht man es gar nicht, kann alles gut gehen, genauso kann man sich aber in Lügen verstricken und muss einen Teil des Lebens ausblenden.

Ich rede über das Thema nicht mehr. 25 Jahre nach der GaOP hat das Leben davor keinen großen Einfluss mehr.