Wer sieht wie Mann aus?

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jasminchen
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Reale Person
dabei seit: 17.06.2007

Dreiviertelmann schrieb:

Wichtiger als das Aussehen ist meines Erachtens das Auftreten. Wer männlich auftritt, sich als Mann verkauft, der wird als Mann wahrgenommen. Wer weiblich auftritt, sich als Frau gibt, wird auch, wenn der erste Eindruck eher männlich ist, als Frau wahrgenommen.

 

Nur leider gibt es nicht immer die Möglichkeit eines erneuten Zusammentreffens. Vieles ist ja auch Tagesformabhängig wie die Haare bei heißen Wetter oder Regen.

Jestem prawda, nie mam tajemnicy.

Extra Gottingam non est vita, et, si est, non est ita. Cogito ergo sum

Hrad přepevný jest Pan Bůh náš ….

 

http://en.wikipedia.org/wiki/Prime_Directive

 

Dreiviertelmann
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dabei seit: 20.03.2013

Ich glaube, du verstehst mich da falsch. Mit erster Eindruck ist nicht erste Begegnung gemeint. Mal ein konstruiertes Beispiel, das so noch nicht vorkam, aber jederzeit vorkommen könnte: Aus einer Touristengruppe kommt jmd auf mich zu um nach dem Weg zu fragen. Langhaarig zwar, aber nach Musterung des Gesichts ist der erste Eindruck männlich. Ich komm mit dieser Person ins Gespräch. Sie verhält sich dabei völlig weiblich. Als die Person weggeht, bleibt in meinem Kopf zurück "Nette Frau".

Ayna
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dabei seit: 20.12.2011

alles dreht sich immer um sich selbst, wie in einem karussell. immer die gleichen themen, immer die gleichen probleme.

ich lebe nicht für meine "krankheit". ich lebe nur für mich. was ICH will ist entscheidend, wie ICH mich sehe ist entscheidend.

IT ALL DEPENDS ON WHAT YOU BELIEVE!

so einfach ist das. ich habe mit mir kein problem. die anderen haben probleme.

ich habe fertig.

 

 

 

☆~☽✪☾~☆

 

Ayna
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dabei seit: 20.12.2011

ich bin kein mann, ich bin keine frau, ich bin kein ts/tv/tg oder was auch immer...

ich bin nur >AYNA< und das total!

☆~☽✪☾~☆

 

Martin-a
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dabei seit: 22.11.2012
KiVi-Wolf EX
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Ehemaliges Mitgllied
dabei seit: 19.02.2013

Wie Anya das beschreibt sehe ich das auch, ich bin einfach ich und ein Aspekt von mir ist das ich eben eine Frau bin, egal ob ich nun OP/Hormone oder was auch immer hatte/habe oder net. Ich bin jetzt Kira, ich war gestern Kira, vor nem Jahr oder nem Jahrzehnt und morgen werde ich auch Kira sein.

Diese ganze "Reise" ist für mich nur eine Reise zu meinem Ich und bietet mir am Ende eine möglichkeit so zu leben wie ich mich fühle. Reiner Egoismus, alles nur für mich. ^^

galaxy
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dabei seit: 28.04.2013

Ich brauche mein Ich nicht zu finden, denn das kenne ich, das musste ich nie suchen. Für mich erfüllt die Transition lediglich eine körperlich Funktion und wenn die versagt bleibt, bleibt zwangsläufig alles beim alten. Man kann da zwar immer tolle Dinge herumbauen, aber letztlich reduziert es sich darauf. Und dann gibts die, die Glück haben und die, die keins haben im Gen-Lotto. Eigentlich sehr simple. Die, die Glück haben, leben später mehr oder minder unbeschwert ihre Frau und die, die Pech hatten, werden ein Leben lang vom Transschatten verfolgt bis die Kiste zugeht. Wie "egal" das dem einzeln ist, hängt von der psychischen Konstitution ab.

Träume sind zum träumen da und nicht zum leben.

Suse
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dabei seit: 07.11.2012

Wenn ich mir jetzt mal die Mühe machen würde, die diversen Positivbeispiele aus noch diverseren Foren unserer Threaderöffnerin herauszusuchen (sie kriegt 'nen Handkuss, sie wird beim Einsteigen in den Bus vorgelassen usw.), dann würde jeder hier schnell merken, dass eine Diskussion zu einem solchen Thema mit einem solchen Eröffnungsbeitrag, den Monitor nicht wert ist, auf dem es geschrieben steht...

Ich war kein Mann, ich sah nur so aus.

kaninchen
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dabei seit: 26.12.2012

das versteh ich auch nicht, eigentl. will sie jetzt sascha genannt werden,da jeder sie für nen mann hält, und nun ein dasein als mann fristen, sich aber dann freuen über handküsse und  "pane"- hinterhergerufe

galaxy
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dabei seit: 28.04.2013

Man kann natürlich immer nachtreten oder aber versuchen andere Menschen und ihr Schicksal zu verstehen. Ich hatte letztens erst eine Trans, die kurz vorm Suizid war und die ich mit viel Kraft und Redekunst übereden konnte sich in eine Tagesklinik zu begeben. Natürlich habe ich genug eigene Probleme, aber man kann sich doch gegenseitig mal empathisch ein offenes Ohr anbieten. Fazit der Geschichte war das Rollback der Trans. Sie musste sich auf halben Wege einfach eingestehen, dass sie zu männlich wirkt und konnte so nicht leben - sie wurde ja von niemanden als Frau gesehen. Ob die HRT nun Schuld war oder generell die Ausgangslage sei dahin gestellt. Ich verstehe das aber, weil ein Leben als Frau nicht aus Idealen, sondern aus Realem besteht und wenn man den Sprung über die Wahrnehmungshürde nicht schafft, kann man einpacken. Da hilft auch das Schönreden und tolle Fantasie nix.

Ich denke, dass es nicht wenige gibt - die mögen zwar den Sprung schaffen und werden draußen nicht angespuckt, aber es besteht immer die Gefahr des Outings und wenn das Ziel war nicht offen als Trans zu leben, zerpurzeln so ganz schnell Träume. Wenn man vielleicht früh begonnen hat und/oder diese Probleme gar nicht hat, dann kann man immer urteilen, denn man hat die Sorgen ja nicht. Wenn man einen natürlichen Busen bekommen hat, kann man anderen kluge Ratschläge erteilen - sobald man aber selbst von den Problemen betroffen ist, wendet sich das Blatt schnell. Wenn der Gutverdiener plötzlich HartzIV bekommt, sieht die Welt schnell anders aus.

Träume sind zum träumen da und nicht zum leben.