Warum seid ihr transexuell geworden?

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Michi-ts
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@ Jasminchen

Man wird nicht TS, man ist es !!!

Ich hatte einen gut dotierten Job und eine gute Ausbildung und war 25 Jahre fest im Beruf bis zum Outing.

Als Mann habe ich nicht versagt, aber ich konnte meine Rolle nicht mehr weiter aufrecht erhalten.

Nach meinem Wechsel habe ich sofort wieder einen neuen Job im erlernten Beruf erhalten.

Wenn Du den Kopf immer in den Sand steckst mußt Du dich nicht wundern, wenn Du hinterher mit den Zähnen knirschst. Smile

 

Kopfschüttelnde Grüße

 

Michaela

 

 

n/v
Suse
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Michi-ts schrieb:

Man wird nicht TS, man ist es !!!

Naja, wenn du gelesen hast was ich ausführlich beschrieben habe, dann kann man durchaus anderer Meinung sein...

Ich war kein Mann, ich sah nur so aus.

jasminchen
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Michi-ts schrieb:

Man wird nicht TS, man ist es !!! 

 

Hallo Michi,

die TS zugrundeliegende Transidenität mag von Anfang an vorhanden sein, was das Individuum daraus macht, entscheidet sich später und ist nicht zwangsläufig.

Nur weil TS teilweise (noch) bezahlt wird, ist es auch nicht legitimer oder besser oder mehr wert als andere Phänomene. 

LG Jasmina

Jestem prawda, nie mam tajemnicy.

Extra Gottingam non est vita, et, si est, non est ita. Cogito ergo sum

Hrad přepevný jest Pan Bůh náš ….

 

http://en.wikipedia.org/wiki/Prime_Directive

 

truckerlippi
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hallo jasminchen kannst du mal aufhören zu jammern das nimms in die hand und änderes jeder is für sich ver antwortlich jammern hilft nix man muss es ändern vor allem man muss es wollen ich schämen mich nicht das ich eine frau werde ich will es wenn du nur jammerst warum willst du dann eine frau werden bzw hast ich operieren lassen lg kristin

jasminchen
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dabei seit: 17.06.2007

truckerlippi schrieb:

hallo jasminchen kannst du mal aufhören zu jammern das nimms in die hand und änderes jeder is für sich ver antwortlich jammern hilft nix man muss es ändern vor allem man muss es wollen ich schämen mich nicht das ich eine frau werde ich will es wenn du nur jammerst warum willst du dann eine frau werden bzw hast ich operieren lassen lg kristin

 

Hallo Kristin,

offensichtlich hast Du den Inhalt meines Beitrages nicht verstanden. Es geht hier nicht um Selbstmitleid, sondern um Ursachenforschung und den Konsequenzen darus.

In meinen speziellen Fall war ich schon immer beides und werde auch immer beides sein, und zwar gleichzeitig und nicht nacheinander wie TV. Die rein männliche Zuordnung war falsch, Zwang durch Eltern und Ärzte.

LG Jasmina

 

 

Jestem prawda, nie mam tajemnicy.

Extra Gottingam non est vita, et, si est, non est ita. Cogito ergo sum

Hrad přepevný jest Pan Bůh náš ….

 

http://en.wikipedia.org/wiki/Prime_Directive

 

mohini
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dabei seit: 11.03.2012

jasminchen schrieb:

die TS zugrundeliegende Transidenität mag von Anfang an vorhanden sein, was das Individuum daraus macht, entscheidet sich später und ist nicht zwangsläufig.

....

In meinen speziellen Fall war ich schon immer beides und werde auch immer beides sein, und zwar gleichzeitig und nicht nacheinander wie TV. Die rein männliche Zuordnung war falsch, Zwang durch Eltern und Ärzte.

 

der name des threads ist vielleicht unglücklich gewählt, aber er spielt auf ein interessantes thema an: inwiefern ist es möglich, ts zu sublimieren?

ich bewundere und bemitleide gleichzeitig die ts, die erst spät einen wechsel (50+) wagen. bewundern tue ich sie für ihre mentale stärke und ihre sublimierungsstrategien. ich selbst bin 21 und halte es keinen tag mehr länger durch, ein mann zu sein, alle gedanken kreisen um das thema etc. jedoch vor der bartentfernung und intensiver logopädie hat ein wechsel keinen sinn. ich will frau sein und nicht als verkleideter mann wahrgenommen werden. also heisst es, noch mindestens ein jahr warten..

bemitleiden tue ich sie darum, sich ein leben als (erfolgreicher) mann aufgebaut zu haben und dann geht durch ts alles in die brüche. dann ist es wohl besser, seine ts früh auszuleben und gleichzeitig sein leben als frau aufzubauen. aber auch die gestiegene gesellschaftliche toleranz sehe ich als faktor, warum erst jetzt viele den schritt wagen.

 

in letzterem punkt kann ich mich selbst wiedererkennen. bin nicht mann oder (nur) frau, habe selbst etwas von beidem. jedoch, wenn ich mich schon einer beiden vorherrschenden rollen unterwerfen muss, so wähle ich diejenige, welche mir am ehesten entspricht. und das ist in meinem falle dann die weibliche.

Michaela
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dabei seit: 11.11.2012

Aus meiner beruflichen Arbeit wird immer klarer, dass es nicht "die Transsexualität" gibt. Sehr wenige wissen von frühester Kindheit eindeutig um die eigene Transsexualität und kämpfen dafür.

Bei sehr vielen manifestiert sich erst später im Leben der Wunsch, das zerrüttete männliche Leben zu beenden und etwas anderes zu versuchen. Diese Gruppe, ich nenne sie "spontan Transsexuelle", geht mit falschen Erwartungen in den Weg und scheitern regelmäßig, da sie von den alten Problemen eingeholt werden und gesellschaftlich vereinsamen.

Ich rate heute allen ab mittlerem Alter davon ab, eine Transition zu beginnen. Es gibt genügend therapeutische Ansätze, um als Mann glücklich zu werden. Es werden heute viel zu schnell Hormone gegeben und es werden Menschen nur deshalb operiert, weil die Ärzte keine Lust auf weitere nervende Gespräche mit Androhung von Selbstmord haben.

Wer nach zwei eindeutig negativen Gutachten so lange weiter zu anderen Psychiatern rennt, bis er ein Papier in den Händen hält, welches Ärzte zur Gabe von Hormonen veranläßt, ist selber über die Folgen dieser Fehlbehandlung verantwortlich.

Denkt über Euer Leben nach. Ihr habt nur eines.

Lythande
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dabei seit: 23.02.2011

Michaela schrieb:

Ich rate heute allen ab mittlerem Alter davon ab, eine Transition zu beginnen. Es gibt genügend therapeutische Ansätze, um als Mann glücklich zu werden. Es werden heute viel zu schnell Hormone gegeben und es werden Menschen nur deshalb operiert, weil die Ärzte keine Lust auf weitere nervende Gespräche mit Androhung von Selbstmord haben. Wer nach zwei eindeutig negativen Gutachten so lange weiter zu anderen Psychiatern rennt, bis er ein Papier in den Händen hält, welches Ärzte zur Gabe von Hormonen veranläßt, ist selber über die Folgen dieser Fehlbehandlung verantwortlich. Denk über Euer Leben nach. Ihr habt nur eines.

Es gibt doch genug Beispiele von erfolgreichen Transitionen auch jenseits der 40, die auch nicht den Anschein machen, damit gesellschaftlich zu vereinsamen, und die auch nicht erst diverse Anläufe brauchen, um zu zwei positiven Gutachten zu kommen.

Etwa http://mysvenja.blogspot.de/ als Beispiel für Trans ohne OP oder http://mein-wahres-leben.blogspot.de/ für Trans mit OP.

 

Sabine

 

 

Michaela
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Lythande schrieb:
Es gibt doch genug Beispiele von erfolgreichen Transitionen auch jenseits der 40

Du meinst damit z.B. die Themenstarterin, die sich in vielen Foren bemüht, gegen den verbohrten Strom sinnvolle Warnungen auszusprechen?

Es gibt jenseits der dreißig einige wenige positive Beispiele und sehr viele verkorkste Weg. Schau Dir die Selbstmordquote an. Ich habe einige hundert Transsexuelle behandelt und kann auf Basis dieser Erfahrung Jasminchen nur unterstützen.

Martin-a
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dabei seit: 22.11.2012

Michaela,

ich kann nachvollziehen, wie Du zu Deiner Meinung kommst.

Aber Deine Formulierungen "der Wunsch, das zerrüttete männliche Leben zu beenden", "Ich rate heute allen ab mittlerem Alter davon ab, eine Transition zu beginnen. Es gibt genügend therapeutische Ansätze, um als Mann glücklich zu werden", "gegen den verbohrten Strom"  usw. lesen sich nicht unbedingt wie eine objektive Aussage.

Meiner Interpretation nach sprichst Du allen (auch den "einigen wenige positive Beispielen") die Berechtigung und die Chance ab, sich auf den für sie vielleicht doch richtigen Weg zu begeben, nur weil Du zu viele verkorkste Wege gesehen hast? 

 

Martin-a

--

Zwischen Schwarz und Weiß gibt es unendlich viele Graustufen. Und dann gibt es noch die Farben