Warum seid ihr transexuell geworden?

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Karin
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 Ich weiß es genau, warum...

Der Klapperstorch war wiedermal besoffen.

Er hätte mich als girl nach Las Vegas bringen sollen. Dort war mit ein Leben als showgirl bestimmt.

In seinem Zustand hat er das falsche Bündel erwischt, das mit einem Baby miit Drullimatz.

Als er auf dem Weg nach Vegas langsam ausgenüchtert war, hat er seinen Irrtum bemerkt.

Damit er nicht wieder einen Riffel vom Oberstorch bekommt, wollte er seinen Fehler vertuschen.

Er kam auf die Idee das Mädel, das mit dem Drullimatz, in die hinterwäldlerischste Gegend zu bringen, die er kannte.

Und so landete ich hier, in Nordostbayern, wo es aus Tradition und christlichkeit keine Transsexuellen gibt.

Das ist der Grund

PS: den Storch habe ich inzwischen den Hals umgedreht J)

petra0169
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weil sich sooooo viele Klamotten angehäuft haben, das ich sie als Tranny nicht auftragen kann.

Sarah-HL
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dabei seit: 01.06.2012

Sorry Jasminchen,

ich hatte Blödsinn geschrieben. Der WAHRE und EINZIGE Grund, warum ich TS bin: vor 2 jahren hatte meine Schwester ihre Schminksachen bei mir vergessen. Als ich sie fragte, ob ich ihr die Sachen zu ihr nach hause schicken soll, winkre sie ab und meinte im Scherz, daß ich mich doch anmalen kann.

Eine von den Crémes war nicht mehr gut und da hatte ich mich mit TS angesteckt. Muss wohl sowas ähnliches wie ein Schimmelpilz sein, oder so.

Ich muss mal das Dr. Sommer Team fragen, ob ich das mit Makeupentferner wieder wegbekomme.

Das ist meine wahre Geschichte, ohne Flunkern oder so.

Vielleicht bin ich ja mit diesem Ansteckungsweg nicht alleine. Haalooooo, ist da noch eine, die sich auch an Makeup angeseckt hat?

Smile Sarah

En fiddl fund Wurbln un ein Harbsch mit Schronk un Borsch...

angelika-e
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dabei seit: 14.12.2005

Hallo Ihrs,

so abwegig finde ich Jasminchens Ausgangs-Statement gar nicht, und erst recht nicht ist es des ausgegossenen Spotts wert.

Vielmehr steht die (natürlich viel zu späte) Erkenntnis dahinter, dass uns die Disposition transexuell zu sein möglicherweise in die Wiege gelegt (und damit axiomhaft, d.h. nicht weiter erklärbar) ist, der Entschluss zu einem Leben als Frau jedoch immer auch von Lebensumständen mitbestimmt wird. Meines Erachtens besteht zwischen der Transidentität und einem Leben als Transsexuelle keine zwangsläufige Verbindung.

Mit einfachen Worten - je weniger uns am "alten" Leben als Mann gelegen ist, umso verlockender erscheint uns der Einstieg in ein "Neues". Nur dass wir fatalerweise die Probleme aus dem alten Leben ins neue mitnehmen, sogar noch ein paar obendrauf packen. Das ist ein Aspekt, über den wir alle uns ernsthaft Gedanken machen sollten ... am besten bevor wir irreversibe Schritte unternehmen. - Was nicht heißen soll, dass ein Leben als Frau nicht im Einzelfall der richtige Weg sein kann

Warum ich dennoch die "Pille gegen TS" nicht nehmen würde ? Weil ich, seit ich den Weg als Angelika gehe, nicht nur viel Neues, Spannendes und Schönes erlebt habe, sondern auch an den Herausforderungen dieses Weges gewachsen bin - mit durchaus positiven Auswirkungen auf mein gesamtes Leben. Wo auch immer es mich noch hinführen mag ...

Liebe Grüße, Angelika-Sophie

Nina91
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dabei seit: 23.10.2012

angelika-e schrieb:

Hallo Ihrs,

so abwegig finde ich Jasminchens Ausgangs-Statement gar nicht, und erst recht nicht ist es des ausgegossenen Spotts wert.

Vielmehr steht die (natürlich viel zu späte) Erkenntnis dahinter, dass uns die Disposition transexuell zu sein möglicherweise in die Wiege gelegt (und damit axiomhaft, d.h. nicht weiter erklärbar) ist, der Entschluss zu einem Leben als Frau jedoch immer auch von Lebensumständen mitbestimmt wird. Meines Erachtens besteht zwischen der Transidentität und einem Leben als Transsexuelle keine zwangsläufige Verbindung.

Naja dann wars bei mir, sicherlich auch kein Einzelfall, dass mich das Ganze so fertig gemacht hat, dass ich oft einfach nur noch in die Leere gestarrt habe, irgendwann Ängste entwickelt habe und nciht mehr mit Leuten sprechen konnte: Kurzum habe ich mich immer beschissener gefühlt und wurd daduch gezwungen was zu tun damit es mir besser geht. Transsexualität ausleben... Schauen wir mal zurück in meine Vergangenheit:

Das Jahr davor: Depressionen und zeitweise Ängstzustände

Das Jahr DAVOR: Extreme Soziophobie bei der Bundeswehr, schwere Nervositätszeichen (Zittern und zwanghaftes Lächeln) über Monate präsent, vor der Bundeswehr: Exzessiver Drogenkonsum und immer Party

Das Jahr DaVoR: Exzessiver Drogenkonsum und immer Party

Das Jahr daVOR: Mittelmäßiger Drogenkonsum, Soziophobie

Das Jahr davor: Leichter Drogenkonsum, schwere Soziophobie

Also mir gings noch nie gut, aber JETZT geht es mir gut und das ohne Irgendwelche beschissenen Drogen! Ums kurz zu machen könnte man also sagen: Damit es mir besser geht ... Ich denk mal aber das wird bei den allermeisten der Grund gewesen sein!

Naja weiß jetzt nicht, wieso ich mich jetzt dazu hab hinreißen lassen das zu schreiben, aber ich lass es mal stehen...

Liebe Grüße

Nina <3

Suse
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dabei seit: 07.11.2012

Im ersten Moment dachte ich auch: eine von Cvetas zum 1000. mal gelesenen Provokationen, aber, sie hat wahrscheinlich selbst nicht im entferntesten damit gerechnet, es hat tatsächlich einige Leute hier zum Nachdenken angeregt.

"Transsexuell geworden", da schreibt man gerne vorschnell "Wie geworden? Ich war das schon immer!"

Also ich war es nicht schon immer! Ich habe mich seit meiner Kindheit als Mädchen bzw. Frau gefühlt, aber Transsexualität ist es m.E. erst, wenn ich diesen Weg der Transition auch gehe. Hätte mir jemand, an manchen Punkten meines Lebens, eine solche Pille angeboten... ich hätte sie geschluckt. Ok, es hat zum einen damit zu tun, dass es, als ich Mitte/Ende zwanzig war noch kein Internet gab und ich keine Infos über TS hatte. Nachdem ich die männliche Pubertät durchgemacht hatte, fühlte ich mich ganz oft in meinem Leben ganz schön beschissen. Ich wusste nicht wirklich was es war und wollte es weghaben. So einiges habe ich versucht, doch es hatte nie etwas geholfen. Das ist der Grund, warum ich mich auch sehr spät entschieden habe, mein wahres Ich zu leben. Es ist nicht alles Zuckerschlecken und der Himmel auf Erden. Es hatte eine sehr befreiende Wirkung, aber es gibt, nicht nur die aus dem "alten Leben", durchaus Probleme die man vorher nicht hatte. Es gibt etliche Baustellen, die abzuarbeiten sind. Trotz alledem würde ich nie mehr auf die Idee kommen, eine solche Pille nehmen zu wollen...

Aber die Antwort zur Eingangsfrage steht noch aus: Ich bin transsexuell geworden, weil ich es anders nicht mehr ausgehalten habe, weil die Diskrepanz zwischen meinen Gefühlen und der männlichen Schauspielerei immer mehr gewachsen ist, weil es mich auf meine alten Tage noch zerissen hätte!

LG

Suse

Ich war kein Mann, ich sah nur so aus.

Kerstin Sonsbeck
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dabei seit: 09.12.2009

Ich fände, anstatt zu fragen warum wir transsexuell geworden sind, wäre es viel interessanter zu fragen:

Wie habt Ihr gemerkt, das Ihr transsexuell seid?

Nicht Anzüge, sondern Kleider machen Leute!

Hier gibts so einige Bilder von und mit mir:

https://www.flickr.com/photos/41786035@N03

http://picasaweb.google.de/Kerstin6000

Suse
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dabei seit: 07.11.2012

Kerstin Sonsbeck schrieb:

Ich fände, anstatt zu fragen warum wir transsexuell geworden sind, wäre es viel interessanter zu fragen:

Wie habt Ihr gemerkt, das Ihr transsexuell seid?

Nachdem was ich dazu geschrieben habe, wäre es für mich die völlig falsche Frage...

...nochmal, falls es aus meinem Geschreibsel nicht so ganz klar geworden ist: Ich habe gar nicht gemerkt, dass ich transsexuell bin. Vielmehr habe ich mich immer als Frau/Mädchen gefühlt. Transsexualität beginnt für mich an dem Punkt, an dem ich den transsexuellen Weg einschlage, und sie hört auf wenn dieser quasi zu Ende gegangen ist. Ab da würde ich es vielleicht als "Frau mit transsexueller Vergangenheit" bezeichnen.

Ich war kein Mann, ich sah nur so aus.

Lythande
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dabei seit: 23.02.2011

Kerstin Sonsbeck schrieb:

Wie habt Ihr gemerkt, das Ihr transsexuell seid?

Mit etwa 10 habe ich nen Artikel gefunden, in dem Menschen beschrieben wurden, die nicht mehr in ihrem Geburtsgeschlecht leben wollten und anfingen, in ihrem richtigen Geschlecht zu leben. Da wurde mir dann bewusst das ich auch so bin, und es mir irgendwann mal möglich sein wird, es auch zu tun, allerdings war as ganze so mit Angst besetzt, dass ich das erst viel später gegenüber meinen Eltern zur Sprache bringen konnte, und es etliche Anläufe zur ernsthaften Realisierung brauchte.

 

Sabine

 

jasminchen
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dabei seit: 17.06.2007

Suse schrieb:

Transsexualität beginnt für mich an dem Punkt, an dem ich den transsexuellen Weg einschlage, und sie hört auf wenn dieser quasi zu Ende gegangen ist.

 

Hallo Suse,

für mich bestand dieser Weg dann aus sich selbst Leben(Schulungen, VHS, Vereine, Ärzte weiblich Besuchen), Selbsthilfegruppen, T*-Foren, Psychotherapie, Vornamensänderung und abschließend gaOP mit Personenstandsänerung.

Danke für obiges statement.

LG Jasmina

 

 

 

Jestem prawda, nie mam tajemnicy.

Extra Gottingam non est vita, et, si est, non est ita. Cogito ergo sum

Hrad přepevný jest Pan Bůh náš ….

 

http://en.wikipedia.org/wiki/Prime_Directive