Wahrnehmung - positive und negative Erfahrungen

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NanaVistor
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dabei seit: 09.05.2009

Ganz aktuell, von heute Nacht, ohne oder mit Transition, nur just for fun Wink

Gestern war ich in einer Disko, das erste Mal in meiner hübscheren Daseinsform.

Ich war auf dem Weg heim von einem Stammtisch (Weltstadt Plattling).

Früher schon, bin ich da an einer großen Diskothek bei Regensburg vorbeigefahren, und ich dachte schon öfter daran, da könnte ich doch mal....

Also von der Autobahn runter (es war erst kurz vor Eins) und dort hin. Nur wenige Hundert Meter.

Glücklicherweise fand ich einen Parkplatz in Eingangsnähe, denn es regnete in Strömen.

So schnell ich konnte, hetzte ich würdevoll zum Eingang.

Der Türsteher hatte nichts Besseres zu tun, als mir selbige aufzuhalten, und mir im Vorbeigehen, einen angenehmen Aufenthalt zu wünschen. Um diese Zeit war wenig los und anstehen war nicht notwendig.

Mühelos konnte ich die vielen Treppen zum eigentlichen Eingang hochstöckeln (Stöckeln eigentlich nicht, meine Stiefel haben einen relativ flachen und breiten Absatz).

Ich durfte anstandslos das Eintrittsgeld entrichten und hinein.

Da ich vorher noch in der anderen  Stadt herumgelaufen bin, und noch dazu auf einem Stammtisch war, war ich mit meinem Winterpullover und der dicken Strumpfhose nicht unbedingt passend gekleidet. Drinnen war es einigermaßen voll und daher recht warm.

Ich machte einen Rundgang durch die verschiedenen Areas. Bei den Durchgängen wurde mir fast immer ganz höflich die Tür aufgehalten.

Ständig erfolgte Lächeln und Gegenlächeln. Bei der meist anwesenden Dunkelheit war es recht unwahrscheinlich, dass mein wahres Wesen ohne weiteres offenbar wurde.

Auf der Damentoilette (wohl eher Mädchenklo), ging es zu wie am Taubenschlag. Ich tat was alle jungen Mädels dort tun, sich ordentlich nachschminken (und auf die anderen schauen wie sie ausschauen).

Bei einem nächsten Besuch muss ich mich aber angemessener kleiden, mit meinem dicken Winterpulli war es einfach viel zu warm.

Die jungen Dinger waren alle in enge kurze Kleidchen gezwängt und hatten teilweise Mörderheels dran.

Daran muss ich beim nächsten Mal denken und mich anpassen.

Diese jungen Dinger, sind früher schon immer jünger geworden, die sind nun noch viel jünger (aussehend). Obwohl Schminke 10 Jahre jünger macht, kam ich mich mit meinen dann 36 doch steinalt vor.

Na ja, beim nächsten Mal werde ich mich jugendlich kleiden. Ein sehr enges und noch kürzeres Kleid, weit ausgeschnitten und supersexy, dazu noch mördergeile Heels, und ich werde kaum noch auffallen. Wink

Mal sehen…

Ich trank noch zwei (alkoholfreie) Cocktails, einen an der Bar und einen in der großen Area, schaute den jungen Leuten beim Rumhopsen zu. Die Musik, wenn man das Negerzeugs als Musik bezeichnen wollte, war nicht allzu laut und erträglich.

Um Drei Uhr habe ich den Schuppen wieder unbeschadet verlassen.

Bei immer noch strömenden Regen setzte ich meinen Heimweg fort.

Ein Erlebnis reicher…B)

Liebe Grüße und ein frohes Fest

Nana

Ayna
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dabei seit: 20.12.2011

Schöner Bericht, aber "Negerzeugs" geht gar nicht!!!

Wir kämpfen darum, nicht mehr diskriminiert zu werden, und du (Nana) benutzt ein solches absolutes Unwort. Synonym für Diskriminierung schlechthin. Über Musikgeschmack kann frau streiten, aber bitte nicht mit solchen unmöglichen Formulierungen. 

LG Ayna

☆~☽✪☾~☆

 

NanaVistor
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dabei seit: 09.05.2009

Zu allererst: wer ist wir?

Ich kämpfe nicht darum nicht diskriminiert zu werden, denn ich werde es nicht!

Was ist gegen das Wort „Neger“ einzuwenden?

Ich war bis vor kurzem fast drei Jahre mit einer afroafrikansichen Nordafrikanerin mit negroider Abstammung zusammen. Sowohl sie selber, als auch ihre Familie und deren Freunde sind Menschen mit extrem dunkler Pigmentierung und bezeichnen sich selber und sprechen sich mit „Neger“ an. Es ist allgemeiner Sprachgebrauch, immer noch. Wieso sollte ich das nicht tun?

Über Musikgeschmack braucht auch nicht gestritten werden, denn es ist gemeinhin bekannt, dass meiner ausgezeichnet und umfassend ist.

Musik, die von hauptsächlich nordamerikanische Afroamerikanern mit negroider Abstammung fabriziert wird, bezeichne ich schon von je her mit „Negermusik“, und zwar aus dem Grund, weil sie eben eine solche ist.

Liebe Grüße

Nana

Liv-Marit Norton
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dabei seit: 13.02.2006

Hallo Ayna und Nana......

haltet Euch doch bitte nicht länger mit diesem Begriff auf. Es gibt diverse Urteile, die sich eindeutig lesen......so z. B. OLG Köln 24 U 51/09, Urteil vom 19. Januar 2010........Ayna, Nana hat es bestimmt nicht diskriminierend gemeint. 

 

Liebe Grüße

Liv-Marit

 

Eine echte Vision entwickelt ihr Eigenleben !

Brigitte
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dabei seit: 22.07.2008

Hallo,

 

mit der Musik, die in Gaststätten läuft werde ich auch nicht warm. Entweder so Zeugs wie schon erwähnt oder grauenhafte Remixes. Schlimm.

Ein Lokal in meiner Stadt hat Britpop, das geht. Nur das Publikum ist soo jung, unter den jungen Hüpfern komme ich mir alt vor.

 

Brigitte

Suse
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dabei seit: 07.11.2012

Ich hatte vor ein paar Tagen einen Traum. Im Normalfall träume ich recht viel, wie jeder andere Mensch auch, kann mich aber nicht an irgendetwas Konkretes erinnern. Auch von diesem Traum weiß ich nicht allzuviel:

Keine Ahnung wo ich war und was ich da machte. Da war irgendein kleiner weißer Plastikeimer, der in der Mitte am Boden eine speziell geformte Aussparung hatte. Ich nahm ein anderes weißes Plastikteil, welches am unteren Ende exakt das Gegenstück dazu hatte und setzte es dort ein. Irgendwie sah ich in eine andere Richtung und als ich mich wieder umdrehte, hatte ein kleiner, etwa 6 Jahre alter Junge, dies wieder auseinandergenommen. Ich fragte ihn warum er das gemacht hatte. Da sah er mich freundlich an und meinte: "Also, ich habe nichts gegen Ausländer, Behinderte oder Transen, aber ich rede nicht mit ihnen!"

Im Traum war ich sprachlos, was mir im normalen Leben nicht so schnell passiert! Smile

Schöne Restweihnachten

Suse

Ich war kein Mann, ich sah nur so aus.

Michaela
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dabei seit: 11.11.2012

NanaVistor schrieb:
Die jungen Dinger waren alle in enge kurze Kleidchen gezwängt und hatten teilweise Mörderheels dran.

Daran muss ich beim nächsten Mal denken und mich anpassen.


Bist Du ein junges Ding und hast Du Kleidergröße 32? Wenn Du es nachmachst, wirst Du spöttische Bemerkungen bekommen, bleibst Du Deinem altersgerechtem Stil treu, wirst Du weiterhin in Ruhe gelassen werden und kannst die Abende entspannt genießen. Es war doch schön, wie es war, oder?

Was hast Du für Ausgrenzungen erwartet? Solange Du nicht aus dem Rahmen fällst, sind die Leute gerade in Diskotheken tolerant, weil sie feiern wollen. Stöckel tagsüber an einer dörflichen Bushaltestelle vorbei, dann hörst Du andere Sachen. Smile

Für Dich mag das böse N. Wort neutral gemeint sein. Es wird von vielen Gruppen ganz anders ausgelegt. Lies die Begründung zum Urteil und verstehe die Diskriminierung. Genauso argumentieren Menschen, die andere abfällig "Transe" benennen. Die meinen das ganz lieb. Sad
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Suse schrieb:
Vielleicht habe ich mich ja nicht klar genug ausgedrückt. Dass es in meinem Thread um die Zeit während der Transition geht, betrifft nur TS. Es sollen aber auch alle anderen (TV, CD, DWT, Androgyne und wen immer ich jetzt noch vergessen habe) ihre Erfahrungen dort niederschreiben. Diese haben aber mit Transition überhaupt nix zu tun,

Dir ist der Begriff Transition nicht klar. Es gibt die äußere gegenüber der Gesellschaft und die innere, der Selbsterkenntnis und Weiterentwicklung. Du verwechselst den Alltagstest mit Transition. Jeder Transvestit macht eine Transition mit. Sie verläuft anders als bei Transsexuellen, aber es gibt Veränderungen der inneren Wahrnehmung und der äußeren. Deine Beschränkung auf einen willkührlichen Zeitraum ist unnötig. Ist der nächtliche Ausgang von Nana kein erster Schritt eineräußeren Transition? Sind stealth Erfahrungen im Job und in Beziehungen nicht die letzten Schritte der Entwicklung?

Du hast in einem gerade gelöschten Thema schon massiv diskriminierend auf andere der Gruppe eingehauen. Andere der Gruppe als "schwachsinnig und dämlich" zu bezeichnen ist nicht witzig. Auch Du solltest erkennen, dass "TV, CD, DWT, Androgyne und wen immer ich jetzt noch vergessen habe" die Sache nicht als großen Spaß machen.

NanaVistor
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dabei seit: 09.05.2009

Michaela schrieb:
NanaVistor schrieb:
Die jungen Dinger waren alle in enge kurze Kleidchen gezwängt und hatten teilweise Mörderheels dran.

 

Daran muss ich beim nächsten Mal denken und mich anpassen.

Bist Du ein junges Ding und hast Du Kleidergröße 32? Wenn Du es nachmachst, wirst Du spöttische Bemerkungen bekommen, bleibst Du Deinem altersgerechtem Stil treu, wirst Du weiterhin in Ruhe gelassen werden und kannst die Abende entspannt genießen. Es war doch schön, wie es war, oder? Was hast Du für Ausgrenzungen erwartet? Solange Du nicht aus dem Rahmen fällst, sind die Leute gerade in Diskotheken tolerant, weil sie feiern wollen. Stöckel tagsüber an einer dörflichen Bushaltestelle vorbei, dann hörst Du andere Sachen. Smile Für Dich mag das böse N. Wort neutral gemeint sein. Es wird von vielen Gruppen ganz anders ausgelegt. Lies die Begründung zum Urteil und verstehe die Diskriminierung. Genauso argumentieren Menschen, die andere abfällig "Transe" benennen. Die meinen das ganz lieb. Sad

Da hast du wohl den ironischen Unterton überlesen?

Mein Körperbau allein verhindert schon ein entsprechendes Aussehen, ob gewollt oder nicht.

An dörflichen Bushaltestellen bin ich auch schon vorbeigekommen, und auch eingestiegen und mitgefahren. Die heftigste Reaktion war, ob ich echt bin? Nichts weiter.

Ich gebe dir vollkommen Recht, es war und ist immer ein Genuss. Je selbstsicherer ich im Laufe des vergangenen Jahres geworden bin, umso mehr kann ich die Sache genießen.

Ausgrenzungen habe ich nicht erwartet, ich habe bisher noch keine erlebt. Aber wenn man etwas noch nicht lange macht, keine oder nur wenig Erfahrung hat, etwas zum ersten Mal macht, da ist immer ein flaues Gefühl im Magen, zumindest bei mir ist so.

Du hingegen bist vermutlich fertig auf die Welt gekommen und musstest keine Erfahrungen sammeln, hast nie etwas zum ersten Mal gemacht, oder warst dir irgendwie unsicher?

liebe Grüße

Nana

Michaela
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dabei seit: 11.11.2012

NanaVistor schrieb:
Da hast du wohl den ironischen Unterton überlesen?
Hatte ich. Viele meinen ernst, was Du geschrieben hast, darum war mir der feine Unterton entgangen. Ich begann mit 14 das Leben umzustellen. Da gab es andere Kämpfe und andere Hürden. Schöne Erlebnisse mit der Großmutter, Ablehnung und Ausgrenzung von näheren Verwandten. Es gab Abgrenzung in der Schule, auch wenn ich dort offiziell als Junge lernte. Jugendliche bemerken, wenn man anders ist, und hauen drauf.

NanaVistor
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Michaela schrieb:
NanaVistor schrieb:
Da hast du wohl den ironischen Unterton überlesen?
Hatte ich. Viele meinen ernst, was Du geschrieben hast, darum war mir der feine Unterton entgangen.

Meine Berichte sind eben so, schon immer Wink

Michaela schrieb:

Ich begann mit 14 das Leben umzustellen. Da gab es andere Kämpfe und andere Hürden. Schöne Erlebnisse mit der Großmutter, Ablehnung und Ausgrenzung von näheren Verwandten. Es gab Abgrenzung in der Schule, auch wenn ich dort offiziell als Junge lernte. Jugendliche bemerken, wenn man anders ist, und hauen drauf.

Ich habe erst im März angefangen mit der Transerei und bin so gesehen nicht mal ein Jahr ein alt. Wir unterscheiden uns also grundlegend.

Bevor ich richtig damit angefangen habe, habe ich mich gut vorbereitet und mir die Sache genau überlegt. Wie ich es angehe, was ich mache und was ich erreichen will.

Dabei bin ich weder verbissen noch unüberlegt und gehe alles mit einer gewissen Lockerheit und Gelassenheit an.

liebe Grüße

Nana