Wahrnehmung - positive und negative Erfahrungen

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jasminchen
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dabei seit: 17.06.2007

Granada schrieb:
Da haben mir auch schon mehr als einmal Jugendliche bzw. jüngere Erwachsene "Schwuchtel" und ähnlich übles hinterhergerufen.

 

Schwuchtel ist doch eher Kompliment. Transexuell gilt als wirklich schlimm, schwul ist ja noch ein normaler Mann, ohne Hormone usw. Schwulsein ist wesentlich akzeptierter.

Jestem prawda, nie mam tajemnicy.

Extra Gottingam non est vita, et, si est, non est ita. Cogito ergo sum

Hrad přepevný jest Pan Bůh náš ….

 

http://en.wikipedia.org/wiki/Prime_Directive

 

Johanna
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Was mir einmal passiert ist, ziemlich zu Anfang meiner "Laufbahn", als mein Passing noch nicht so toll war:

Ich ging einen Fuß-Radweg entlang und war noch etwa zehn Meter von einer Hauptstraße entfernt. Da kam aus dieser eine Radfahrerin an, bog in den Radweg ein, stoppte überraschend und blickte mich mit großen Augen staunend an. Unmittelbar darauf kam eine zweite Radfahrerin an, stoppte ebenso abbrupt und schaute mit dem gleichen erstaunten Gesichtsausdruck in meine Richtung. Da meinte die erste Radfahrerin zu der zweiten: "Also hier sind wir bestimmt nicht her gekommen."

Tja, hätte die Radfahrerin ihren Mund gehalten und nichts gesagt, dann hätte ich abends sicher Frust gehabt wegen schlechten Passings.

Und was lernen wir daraus? Nicht jede ungewöhnliche Reaktion der Umwelt auf uns zu beziehen. Die meisten Leute sind viel mehr mit ihren eigenen Dingen beschäftigt.

 

Suse
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dabei seit: 07.11.2012

jasminchen schrieb:

Schwuchtel ist doch eher Kompliment. Transexuell gilt als wirklich schlimm, schwul ist ja noch ein normaler Mann, ohne Hormone usw. Schwulsein ist wesentlich akzeptierter.

Ach Cveta, wieder mal eine deiner Weisheiten, die ich nicht so stehen lassen kann. Beides steht auf ziemlich gleicher Stufe, es wird da kaum ein Unterschied gemacht.

Wo wir dann gerade bei den Negativbeispielen sind, hab ich dann auch noch eins.

War mit meiner Partnerin auf dem Altstadtflohmarkt gleich am Rhein. Als wir nach Hause wollten, gingen wir durch einen Park, da sich kurz dahinter die U-Bahn Station befindet.

Wir gingen Hand in Hand und es kamen uns zwei Pärchen entgegen (jugendlich, die männlichen Parts mit Migrationshintergrund - ich hasse diese Formulierung aber sie trifft es halt auf den Punkt). Das eine Pärchen lief ca. 10 Meter hinter dem anderen. Als das erste etwa auf gleicher Höhe war, meinte der Typ zu seiner Freundin: "War das jetzt ein Mann oder eine Frau?" Sie lachte und meinte: "Das war 'ne Transe."

Mittlerweile waren wir auf Höhe des zweiten Pärchens, als dann dieser Typ meinte: "Dann lass' ihn doch wenn er schwul ist."

Wie man leicht erkennen kann, sind die Unterschiede nicht so wirklich bekannt und die Grenzen fließend.

Wichtiger daran war, dass mir dieses Erlebnis so ziemlich am hintersten Körperteil vorbei ging!

Ich war kein Mann, ich sah nur so aus.

Ayna
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dabei seit: 20.12.2011

Johanna schrieb:

"Und was lernen wir daraus? Nicht jede ungewöhnliche Reaktion der Umwelt auf uns zu beziehen. Die meisten Leute sind viel mehr mit ihren eigenen Dingen beschäftigt."

Wohl wahr! Ebenso wie im Forum.

☆~☽✪☾~☆

 

Lina
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dabei seit: 02.03.2008

jasminchen schrieb:

Granada schrieb:
Da haben mir auch schon mehr als einmal Jugendliche bzw. jüngere Erwachsene "Schwuchtel" und ähnlich übles hinterhergerufen.

 

Schwuchtel ist doch eher Kompliment. Transexuell gilt als wirklich schlimm, schwul ist ja noch ein normaler Mann, ohne Hormone usw. Schwulsein ist wesentlich akzeptierter.

 

Du weißt ausgezeichnet, dass "Schwuchtel" immer diffamierend gemeint ist. Wie lange glaubst du, dass ich mich von dir als "Schwuchtel" titulieren ließe - länger oder kürzer als von einem dämlichen türkischen Jugendlichen?

Ja,ich bin bi und ich bin auch trans - so bin ich und anders möchte ich auch nicht sein. Beleidigende Ausdrücke benutzt mir gegenüber nur Idioten, die sich in Sicherheit glauben, weil die von mir weit weg sind oder die mein Verhalten fälschlicherweise als Schwäche missverstehen.

Lina
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dabei seit: 02.03.2008

jasminchen schrieb:

Granada schrieb:
Da haben mir auch schon mehr als einmal Jugendliche bzw. jüngere Erwachsene "Schwuchtel" und ähnlich übles hinterhergerufen.

 

Schwuchtel ist doch eher Kompliment. Transexuell gilt als wirklich schlimm, schwul ist ja noch ein normaler Mann, ohne Hormone usw. Schwulsein ist wesentlich akzeptierter.

 

Du weißt ausgezeichnet, dass "Schwuchtel" immer diffamierend gemeint ist. Wie lange glaubst du, dass ich mich von dir als "Schwuchtel" titulieren ließe - länger oder kürzer als von einem dämlichen türkischen Jugendlichen?

Ja,ich bin bi und ich bin auch trans - so bin ich und anders möchte ich auch nicht sein. Beleidigende Ausdrücke benutzt mir gegenüber nur Idioten, die sich in Sicherheit glauben, weil die von mir weit weg sind oder die mein Verhalten fälschlicherweise als Schwäche missverstehen.

Michaela
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dabei seit: 11.11.2012

Nebem dem ganzen positiven Dingen mal etwas Negatives:
Als Frau wird mir in Fachgesprächen immer eine geringe Fachkompetenz als jedem männlichen Kollegen zugeschrieben. Wenn man z.B zusammen mit einem Kollegen einen dritten Mann anspricht, läuft das Gespräch immer zwischen den beiden Männern ab.

Anfangs regte ich mich darüber auf, heute lachte ich über die pussierlichen Fussi-Bären. Sie können nicht anders. Und wenn die Männer fertig sind, beginne ich und treffe die Entcheidungen. Smile

Suse
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dabei seit: 07.11.2012

Abgesehen davon, dass sich positive und negative Erfahrungen und Erlebnisse bislang so ziemlich die Waage gehalten haben, passt dein Beispiel in keinster Weise zum Thema.

Es geht in diesem Thread darum, ob TS, TV, CD oder wer auch immer, in der Öffentlichkeit als Frau wahrgenommen werden und diesbezüglich positive oder negative Erfahrungen gemacht haben. Es geht nicht darum, ob Männer sich grundsätzlich oder in Einzelfällen eher diskriminierend gegenüber Frauen verhalten. Wenn du diesbezüglich gerne einen Erfahrungsaustausch hättest, dann mach dir bitte einen eigenen Thread dafür auf! Danke!

Ich war kein Mann, ich sah nur so aus.

Avi
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dabei seit: 05.05.2008

Suse, 

auch wenn ich sicherlich kein Fan von Michaela bin (tja, wer hätte das gedacht^^), passt es imho doch genau hier herein.

Immerhin scheint sie in ihrer sozialen Rolle so gut angekommen zu sein, das sie als Frau wahrgenommen und auch so behandelt wird.

Direkt negativ, indirekt ein ziemlich positives Beispiel wie es gehen kann und worauf man sich vorbereiten sollte.

 

Aber das ist nur meine Meinung, und es ist dein Fred.

Nicht böse sein.

 

lg

Sky is no Limit

Beate_R
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dabei seit: 03.02.2005

Mit Trans hat das allerdings wenig zu tun. Das geht doch Frauen überwiegend so, und nicht nur im Job, sondern fast überall im Leben. In meinem ehemaligen Beruf habe ich das gemerkt, beim Musikmachen schlägt es immer wieder durch. Meine Basslehrerin erlebt es allerdings trotz langer Profikarriere auch immer wieder mal. Transspezifische Probleme wohl auch - aber die sind nur selten konkret greifbar.

Viele liebe Grüße

Beate