Wahrnehmung - positive und negative Erfahrungen

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Ayna
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dabei seit: 20.12.2011

Hallo Suse! :H

Danke für deinen verständnisvollen Kommentar. Wirklich lieb. Fast wie bei einer Deutscharbeit! Ich habe das einfach so geschrieben, was an diesem Tag so passiert ist. Sowas erlebe ich eigentlich täglich. Wie Nina schreibt "stinklangweilige Normalität". Ganz so langweilig finde ich das nicht, da ich jezz aufsaugend durch mein Leben gehe, und mich auf "Konfrontationen" freue. Im Gegensatz dazu lebte ich früher eher mich versteckend, Kontakten aus dem Weg gehend. Das ist der grösste Unterschied, wie er zustande gekommen ist war ganz schön anstrengend, ist dabei aber zweitrangig. Ich hoffe auf weitere Geschichten und Erlebnisse von anderen Userinnen weil sie bei mir irgendwie die "Seele" streicheln. So, muss jezz los, in die Apotheke, "Glückspillen" holen.

LG  ;) Ayna 

☆~☽✪☾~☆

 

Andrea_K
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dabei seit: 29.11.2011

Positive wie negative Erlebnisse? Davon habe ich schon genug gehabt. *g*

Negativ:

Da fällt mir der wohl bisher schlimmste Moment in meiner Transition ein. Ich war hungrig und habe mir zu Fuß beim Chinesen etwas besorgt. Auf dem Rückweg nach Hause merkte ich, dass ich noch gerne eine Cola trinken würde. Also entschied ich nicht direkt nach Hause zu gehen, sondern auf meiner Straße nicht viel weiter runter auf der anderen Straßenseite zum Kiosk zu gehen und dort noch eine Cola zu kaufen. Ich sah schon recht früh, dass gegenüber vom Kiosk eine Meute von 5-6 Jugendlichen/jungen Erwachsenen stand, die ich im Nachhinein nicht unbedingt direkt dem rechten Milleu zuordnen würde, allerdings pöbelnd mit Tendenz zu eher rechtem Gedankengut und Gewaltbereitschaft. Klein-Andrea ging also schon früh auf die andere Seite und hörte, als ich ins Kiosk reinging schon die ersten Beschimpfungen wie "Schwule Sau!", "Schwuchtel" und Co. Na das kann ja heiter werden...

Als ich raus ging schaute ich direkt in ihre Richtung um ihnen klar zu machen "Ich habe Euch gesehen und ich habe keine Angst". Ruhig blieb ich dennoch, denn ich wollte nicht mehr als das signalisieren. Jeder noch so blöde Spruch von mir wäre dämlich gewesen. Da meine Wohnung auf der Straßenseite war, wo die Kollegen standen, musste ich dementsprechend die Straßenseite wechseln und durfte mir Beschimpfungen und Drohungen anhören, die voller Hass waren und in Richtung "Beweg Deinen Ar... aus diesem Bezirk, sonst treten wir Dir die Fresse breit!". Natürlich schreien das manche aus einer Abwehrhaltung heraus. Aber das klang einfach nur wie Hass. Purer, blanker Hass. Sie warfen mir noch irgendwelches Zeug hinter her.

Ich ging durch meine Haustüre und stieg die Treppen hoch. Sie wussten damit also auch wo ich wohne. Tolle Wurst. Ich habe mein Essen oben abgestellt und nicht angerührt, habe am ganzen Leib gezittert und wusste nicht wie es weiter gehen sollte.

Das Ende vom Lied war, dass ich diese Leute nie wieder gesehen habe, ich dennoch weiter so auf die Straße ging wie ich bin und mich zwar hab einschüchtern lassen und Angst hatte, aber diese Angst bekam mich nicht so weit, dass ich nicht trotzdem wieder raus ging als die die ich bin. Später habe ich einen Spruch gelesen: "Courage is being scared shitless and doing it anyway"Wahre Worte...

Als Ende zu dieser Geschichte sei erwähnt, dass sie auch ein Augenöffner war. Trotz der Panik und der Angst kam mir nie die Option "Geh einfach wieder als Kerl raus, dann kriegst Du keinen Ärger" in den Sinn. Ich hatte viele Ideen, wie es weiter gehen könnte, aber wieder zurück zu gehen kam für mich schon unbewusst nicht in Frage. Was mir klar machte, dass das der richtige Weg ist, auf dem ich ging. So konnte auch so ein Mist viel Gutes mit sich bringen.

Positiv:

Meine Schulzeit war - freundlich formuliert - recht beschissen. Ich war immer Aussenseiter, hatte auch schon Suizidgedanken und war mit mir, der Welt und allem furchtbar unzufrieden. Erst mit Beginn der Oberstufe begann es besser zu werden. 10 Jahre nach unserem Abi traf sich ein Großteil der Jahrgangsstufe wieder. Ich kam zwar als ich selbst, allerdings eher als graue Maus. Ich wollte schließlich nicht mit der Tür ins Haus fallen. Zuerst fiel es auch keinem auf, bis eine mich nach meinen lackierten Fingernägeln fragte. Ich antwortete wahrheitsgemäß warum und dann nahm die Sache ihren Lauf. Es sprach sich bei immer mehr Leuten durch und - was soll ich sagen? Es war ein rundum toller Abend mit einer Freundlichkeit, die ich selten erlebt habe. Ich bekam Zuspruch, Interesse und unterhielt mich mit Leuten, mit denen ich vorher kaum zu tun hatte.

Das Ende vom Lied war, dass ich tatsächlich doch Leute aus meiner Schulzeit auf Facebook addete und auch welche mich von sich aus angefragt haben. Über Facebook habe ich dann nach 2 Jahren auch wieder mit einer geschrieben, die wohl auch auf dem Treffen war, ich aber wenig wahrnahm (was mir heute noch peinlich ist, ich hab nämlich wohl am Anfang auch kurz mit ihr gequatscht, woran ich mich gar nicht mehr erinnern kann *g*). Um eine lange Geschichte kurz zu machen: Wir sind im September letzten Jahres zusammen gekommen, sie hat 2 Kinder, die mich beide lieben, wir wohnen zusammen in einem schönen Haus, Freunde und Familie auf beiden Seiten akzeptieren mich und uns und dieses Jahr feiern wir das zweite gemeinsame Weihnachten und unser Leben ist im Großteil so etwas von stinknormal. Es könnte schöner nicht sein. Smile

So, vielleicht später mal mehr von mir. Ich bin erst einmal gespannt auf die restlichen Posts hier, was so anderen passierte. Smile

P.S.: Ich bin 33, Transition begonnen irgendwo mit 26 rum - und ja, man sieht es mir an und hört es auch. So what? Wink

jasminchen
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dabei seit: 17.06.2007

Andrea_K schrieb:
Meine Schulzeit war - freundlich formuliert - recht beschissen. Ich war immer Aussenseiter, hatte auch schon Suizidgedanken und war mit mir, der Welt und allem furchtbar unzufrieden.

Was nebenbei die Fragen aufkommen lässt, warum in Transenkreisen so gemobbt wird, wir müssten es ja besser wissen, was wir so anderen Menschen antun. Das spricht meiner Meinung dann für besondere Bosheit.

Jestem prawda, nie mam tajemnicy.

Extra Gottingam non est vita, et, si est, non est ita. Cogito ergo sum

Hrad přepevný jest Pan Bůh náš ….

 

http://en.wikipedia.org/wiki/Prime_Directive

 

Andrea_K
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dabei seit: 29.11.2011

Da da keiner von Andrea wusste (und ich so direkt auch noch nicht), waren es andere Gründe, weswegen man mich mobben konnte - zudem habe ich da sicher auch meinen Teil dazu beigetragen habe, mir einen gewissen "Ruf" aufzubauen. Von daher muss es nicht zwangsläufig an "der Transerei" gelegen haben und ich fände es auch falsch, das alles darauf zurück zu führen. Ich bin mehr als nur TS - und habe sicher auch Makel (gehabt), die dazu führten, was in meiner Schulzeit dann darin mündete. Am Ende trägt jeder seinen Teil dazu bei.

Eine Erkenntnis im übrigen, die mir heute positiv zu Nutzen kommt....

Warum gerade in "der Szene" sich gegenseitig eher zerfleischt wird, ist mir allerdings auch ein Rätsel.

Suse
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dabei seit: 07.11.2012

Liebe Andrea,

vielen Dank für deine asuführlichen Schilderungen! *smile*

Der für mich wichtigste Abschnitt in diesem Zusammenhang ist folgender:

Andrea_K schrieb:

Als Ende zu dieser Geschichte sei erwähnt, dass sie auch ein Augenöffner war. Trotz der Panik und der Angst kam mir nie die Option "Geh einfach wieder als Kerl raus, dann kriegst Du keinen Ärger" in den Sinn. Ich hatte viele Ideen, wie es weiter gehen könnte, aber wieder zurück zu gehen kam für mich schon unbewusst nicht in Frage. Was mir klar machte, dass das der richtige Weg ist, auf dem ich ging. So konnte auch so ein Mist viel Gutes mit sich bringen.

Klar könnte ich auch nachvollziehen, dass jemand es anders macht als du und vor Angst aufgibt. Aber, hätte der- oder diejenige sein/ihr Problem damit gelöst? Dieses spezielle mit ziemlicher Sicherheit, ja! Aber das andere Problem wäre wieder da, das Problem, dass sich alles nicht richtig anfühlt, dass man wieder das macht, was man vielleicht schon jahrelang vorher gemacht hat, nämlich leiden. Dieses Leiden wäre dadurch mit Sicherheit nicht beendet gewesen.

LG

Suse

Ich war kein Mann, ich sah nur so aus.

NanaVistor
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dabei seit: 09.05.2009

Es war einer meiner besten Tage.

Im August diesen Jahres, aus dieser Zeit stammt auch dieser Bericht. Ich habe fast alles aufgescheschrieben.

Heute war ein sehr liebenswerter Tag, d.h. es waren alle besonders liebenswürdig.

Gestern habe ich einen Termin in der Nähe von Nürnberg aufgedrückt bekommen. Ich konnte ihn einigermaßen günstig legen und den späten Nachmittag und den frühen Abend in Nürnberg verbringen, d.h. Nana-Time („zufällig“ hatte ich mein Nana-Unterwegs-Umwandlungs-Überraschungs-Paket dabei).

Ich hatte ein bisher ungetragenes Sommerkleidchen mit einem kurzen und sehr luftigen Rockteil an. Bei jedem unvorsichtigem Windstoß wollte er hochfliegen und alles offenlegen. Nur gut das ich nichts zu verbergen habe. :-D^^

Meine neuen 9cm-Sandalen hatte ich auch gleich an, und das obwohl das Nürnberger Pflaster alles andere als leicht zu stöckeln ist. Aber den etwas breiteren Absatz habe ich mit Bedacht ausgesucht.

Gleich am Anfang bin ich in ein Schuhgeschäft. Im ersten Stock gibt’s Größe 43. Kaum war ich oben, kommt schon eine Verkäuferin und fragt, ob sie mir helfen könne. Ich wollte mich nur etwas umsehen. Als ich die 43er erreichte war sie wieder da, und wollte sofort wieder beraten. Ich ließ es über mich ergehen, viel Auswahl gab es nicht mehr, nur Sommerschuhe und ich begann nach Festeren zu sehen. Die Angestellte war extrem nett und hilfsbereit.

Ich suchte nichts Besonderes in Nürnberg und bin nur so rumgebummelt. Im ersten Bekleidungsgeschäft war noch nichts, Aber im zweiten kam sofort wieder eine Verkäuferin und fragte……

Ich weiß nicht woran es lag, vielleicht an dem auffällig gemusterten Kleid, aber heute schauten und sprachen mich auffällig viele Leute an. Nicht negativ, oder so als hätten sie mich erkannt, nur höflich, hilfsbereit oder eben freundlich.

Bei den Frauen war die Blickrichtung sehr auffällig. Stets sahen sie zuerst meine Schuhe an, dann wanderte der Blick hoch zum Rock und wieder runter zu den Schuhen. Das konnte ich öfter beobachten.

Zwischendurch ging ich in ein Kaufhaus. Es waren recht viele Menschen drin. Aber sobald ich in die Damenwelt eintauchte, kam eine Verkäuferin……..

Irgendwann erreichte ich die riesige Lorenzkirche am Ende der Fußgängerzone. Ich zückte meine Kamera und machte ein paar Bilder. Anscheinend wirkte ich sehr hilfesuchend. In der Nähe werkelte eine junge Frau am Schloss ihres Fahrrads. Sie sah mich und fragte sofort, ob sie mich knippsen sollte? Ich war natürlich begeistert.

Kurze Zeit später war ich auf der Museumsbrücke, nur wenige Augenblicke später, ich hatte den Apparat noch in der Hand, klopfte mir ein Wiener auf die Schulter und fragte: soll ich sie aufnehmen…..

Ich ging noch in ein weiteres Schuhgeschäft: kann ich ihnen………

Auf dem Weg zurück, die Fußgängerzone entlang, kam ein junger Mann auf mich zu: hallo schöne Frau, „hätten sin Interesse an der UNO-Unterorganisation (Namen habe ich vergessen)“. Ich sprach kurz mit ihm und bin weiter.

Ich gönnte mir einen Kaffee in einem Cáfe. Und noch ehe der Bediener fragen konnte, fragte ich ihn, ob er nicht eine Aufnahme von mir machen könnte. Machte er natürlich sehr gerne.

Vor dem Brunnen unter dem weißen Turm wollte ich schon immer ein Bild haben. Ratet mal! Nein es fragte dieses Mal niemand. Aber ein Mann und eine (seine) Frau machten gerade Bilder. Die fragte ich einfach. Es waren Engländer oder Amerikaner. Es artete richtiggehend aus. Beide wollten abwechselnd Bilder von und mit mir machen, ich machte welche von ihnen und zusammen auch noch einige. Es war sehr lustig.

Soviel Ansprache und Liebenswürdigkeit wie heute, habe ich noch nie erlebt. Aus einem spontanen Kurzausflugstag wurde einer meiner Allerschönsten überhaupt.

Liebe Grüße

Nana

(Ein Auszug meiner bisher neunmonatigen Existenz)

Suse
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dabei seit: 07.11.2012

Liebe Nana,

schön, dich jetzt auch hier zu lesen!

LG

Suse

Ich war kein Mann, ich sah nur so aus.

Lina
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dabei seit: 02.03.2008

Mehrmals hat das System rausgeschmissen - und plötzlich ist mein Post doppelt erschienen ...

Lina
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dabei seit: 02.03.2008

Erst vorweg - ich switche, lebe also nicht Vollzeit als Frau. Frauenkleidung hat aber auch keine fetischistische Bedeutung für mich. Die weibliche Seite von mir ist kein Spiel, die ist ein wichtiger Teil meiner Identität.

 

An negativen Erfahrungen kann ich nur wenige berichten. Und kaum welche von neuem Datum.

Zweimal bin ich in Hamburg als "Schwuchtel" beschimpft worden - Da war ich interessanterweise in Männerlook-Trainingsanzug unterwegs und machte Lauftraining. Das finde ich schon irgendwie skurril. In beiden Fällen waren es mutmaßlich türkische Jugendliche. Das eine Mal bin ich extra an ihnen vorbeigegangen und habe die "kick-ass"-Körperhaltung weg gelassen, die ich sonst bei solchen Idioten einschalte. Und Bingo, gleich konnte jemand nicht die Klappe halten, wie sonst üblich.

Einmal gelang es in Kopenhagen ein arabisch oder türkisch aussehender Typ zusammen mit einem mutmaßlich eingeborenen Dänen mich zu verunsichern. Ich ging der Straße entlan in unterwegs von einer Schwulenkneipe, die gerade dicht gemacht hatte. Die fuhren erst an mir vorbei in einem aufgemotzten hellblauen Pickup-Truck, bremsten dann, riefen in einem aggresiven Ton, dass ich eine Transe wäre. Keine klare Drohung, aber bedrohliches Verhalten. Ich ging weiter aLs wäre nichts.

In Hamburg dagegen, habe ich immer das Gefühl, dass mein Passing immer perfekt ist - ODER dass es den Leuten am Popo vorbei geht.

Jedoch ist mir mal Folgendes passiert (habe ich auch in einem anderen Thread berichtet): Auf einer stark besuchten Damentoilette bei IKEA wurde ich, während ich wartete, von einer Dame angesprochen: "Ist das Ihre Tochter, die da rum läuft?"

"Nein, ist es nicht", antwortete ich. Es ging um ein etwa 4-5-jähriges Mädchen, dass scheinbar unbegleitet war.

Sonst passiert eigentlich nichts Ungewöhnliches. Ich war mal auf einer Party bei einem Kunden. Gut, nicht bei IRGENDEINEM Kunden, sonderm bei dem Autor des Fotobuches "Dunkelwelten" (wer sich dafür interessiert, check www.freyfrouw.de) Die Party war anlässlich der Veröffentlichung und er hatte alle, die irgendwie am Entstehen des Buches eingeladen - also auch eine ganze Menge Models. Der kannte mich bis dahin nur in Männerlook, Aber ich hatte wirklcih keine Lust auf einer Party mit 20 supertollen Models zu sein, und mich nicht locker mit denen unterhalten können, ohne dass die eine oder andere es als Anbaggern versteht. Ich konnte also nur en femme erscheinen. Das war ein wunderbarer Abend. Die Models waren total süß und ich habe viel mit ihnen gequatscht. Der Wirt, also mein Kunde, hat mir höchstpersönlkich den Rotwein gebracht - andere mußten selber vom Buffet holen. Und einmal ging er im Flur an mir vobei, klapste mich leicht auf den Hintern und sagte, "du siehst traumhaft aus".

Und neulich auf der Messe "Trau dich" - alles was mit Hochzeit zu tun hat.

Mit so vielen Modebegeisterten, Profis und Stylisten an einem Ort ist perfektes Passing wohl doch undenkbar. Einige wenige Frauen schauten mich im Vorbeigehen skeptisch an. Die Frau in der Garderobe fragte mich interessiert, ob es gefallen hat - wahrscheinlcch hat sie es auch gemerkt. Aber sonst alles normal. Ein älterer Herr sah mein interesse für ein total süßes Kleinkind in einem Kinderwagen als Anlass, ein paar Worte mit mir zu Quatschen.

Ältere Herren halten mir übrigens gerne die Tür auf - ich muss wohl einen sehr damenhaften Eindruck auf sie machen.

Granada
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dabei seit: 10.10.2012

Hallo Lina!

Lina schrieb:

Zweimal bin ich in Hamburg als "Schwuchtel" beschimpft worden - Da war ich interessanterweise in Männerlook-Trainingsanzug unterwegs und machte Lauftraining. Das finde ich schon irgendwie skurril. In beiden Fällen waren es mutmaßlich türkische Jugendliche. Das eine Mal bin ich extra an ihnen vorbeigegangen und habe die "kick-ass"-Körperhaltung weg gelassen, die ich sonst bei solchen Idioten einschalte. Und Bingo, gleich konnte jemand nicht die Klappe halten, wie sonst üblich.

Daß man in so mancher Sportbekleidung offenbar tiefsitzende Homophobien wecken kann ist mir auch schon passiert. Wir Speedskaterinnen und Speedskater tragen zum Training und Wettkampf ähnlich wie die Eisschnelläufer enganliegende einteilige Rennanzüge. Da haben mir auch schon mehr als einmal Jugendliche bzw. jüngere Erwachsene "Schwuchtel" und ähnlich übles hinterhergerufen.

LG

Julia