Verstecke

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Jula
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dabei seit: 12.12.2004

Anmerkungen in einem anderen Thread haben bei mich auf ein Thema gestoßen:
Diejenigen von uns, die in der Familie nicht oder nicht komplett geoutet sind, müssen ihre Sachen irgendwo verstecken. Das ist gar nicht so leicht.

Welche Verstecke habt/hattet ihr für eure Sachen?

Bei mir hat sich die Lage entspannt, seid meine Frau Bescheid weiß. Das ist schon ein paar Jahre her. Wie hat sie es erfahren? Durch mein supersicheres Versteck!
Wer kann denn ahnen, dass sie beim Saubermachen im Schlafzimmer mein Nachtspind nach vorne rückt und in dem Hohlraum zwischen Boden und erster Schublade Erstaunliches findet.
Das war mein bestes Versteck! Im Nachhinein (zu meinem Glück) nicht gut genug.

Wer hat besseres oder originelleres zu bieten?

NIVEAU ist keine Handcreme! Julas Homepagehttp://www.julaonline.de/

Thordis
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dabei seit: 14.09.2007

Da hast Du ja anscheinend noch nicht sehr viel Gaderobe gehabt!
Also ich habe eine große Kiste unterm Bett im Gästezimmer.
Das einfachste ist das Beste.
Unterwäsche und Strumpfhosen brauch ich nicht zu verstecken.
Thinking: Ist das vieleicht schon das halbe Outing.

Viel Spass beim Verstecken ist ja bald Ostern.

Liebe Grüße
Thordis

Ella
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dabei seit: 27.12.2005

Jula mit dem Nachtspind schrieb:
Wer hat besseres oder originelleres zu bieten?

1

Weder noch, nur... naja, als ich noch ein Jüngling mit lockigem Haar war, musste ich mich natürlich um Verstecke für meine aus Wäschekorbraubzügen zusammengeklaute Beute bemühen. Blöd in einem Haus, das vom Keller bis zum Dachboden von Großmüttern, Großvätern und div. Angehörigen in Beschlag genommen wurde. Also wich ich in die Garage aus, die für praktisch alles ausser Ford T-Modellen zu kurz und damit nur für den Rasenmäher, die Gartenchemikalien der 60iger und mich
da war.

Und so schlich ich mich, sooft es ging, in die Garage, dresste mich und roch enFemme (bzw. enJeuneFille) wie eine Tankstelle mit angeschlossener Spritzmittelfabrik. Noch Jahre danach verband ich Crossdressing mit Krassstinking und frisch gedüngte Rosenbeete rufen auch heute noch das Bild des Kleinen im kurzen Blauen in Erinnerung.

Glücklicherweise war ich nicht alleine!
Ich teilte die Kammer wie auch die Kleidung schwesterlich mit Spinnen, die sich offensichtlich freuten, daß jemand mit Stoffen Motten zur Verspeisung anlockte. Abschütteln bekam so eine ganz besondere Bedeutung für mich...

Ob sich der Rasenmäher auch freute, hat er mir nie verraten.

2

Später mit Schulzeiten wurde ich mutiger. Ich dresste im Haus, immer auf der Hut und mit offenen Ohren nach Treppenschritten. Kam jemand rauf in meinen Elfenbeinturm, huschte ich ins Klo, zog mich um, versteckte die Kleidung auf einem Brett hoch innen über der Klotüre und huschte wieder zurück.

Doch nicht alle, die aus dem Klo kamen, hatten einen roten Kopf: Als nämlich eines Tages mein Grossvater das Klo in meinem Stock aufsuchte, brachte er die klemmende Tür nicht auf und diese ihn in Wallung.

So wie ich ein rechter Jähzornling, drückte, zog, hämmerte und trat er gegen Tür, Wand und das Lebensunglück im Allgemeinen - bis das Brett über seinem Kopf nach- und die Wäsche freigab.

Er hatte nicht nur weisses Haar, als er aus dem Klo und Richtung meinem Zimmer stürmte: Er hatte ein Spitzenunterhemd auf. In Weiss.

lgc

Die Karawane bellt, der Hund zieht weiter...

Roxanne
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dabei seit: 03.01.2006

Ich lach mich scheckig, Cristin...

Meine Verstecke?

- Ein Fach im Kinderschrank
- Eine Holzkiste, die im Wald vergraben war(!)
- Ein Schrank in der gemieteten Garage für´s Motorrrad
- Ein extra Schrank in der Azubi-Bude mit Schloß
- Ein noch größerer Schrank....ach nee, ab da kein Versteck mehr.

Natürlichkeit ist langweilig    

Liv-Marit Norton
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dabei seit: 13.02.2006

Die Lage hat sich bei mir ebenfalls entspannt, ich höre bisweilen sogar ermutigende Worte meiner Lieben: " Warum hängst Du DEINE Sachen nicht in DEINEN Schrank ??" Die Antwort gebe ich ihr sofort: "In MEINEN Schrank
passen sie nicht mehr hinein...."

Zum Versteck:

Es war so sicher, oh ja ! Ich gestaltete meine Schallplattenschrankwand ein wenig um, auf einem der 10 verbundenen Regalteile stehen ungefähr 150 LP, insgesamt also etwa 1500. Ich nahm etwa 100 LP aus dem untersten Regalteil, welches perfekt durch eine Lautsprecherbox abgeschirmt wurde, heraus.

Es handelte sich bei meinen Kleidungsstücken hier um eine "Notration". Also säuberlich zusammengefalten und mit den damals noch gebräuchlichen Musikkassetten nach vorn verdeckt.

Zwei kleinere Aktenordner rundeten das Bild oben als "Deckel" ab.
Wunderbar !

Meine Musiksammlung war mein Heiligtum, da konnte nichts passieren.

Nach einem Krankenhausaufenthalt staunte ich nicht schlecht, als ich im sicheren Versteck eine alte Decke fand...... :oops: Shock Thinking

Danach zeigte ich meiner Frau auch die restliche Kleidung, die sie NIEMALS gefunden hätte.... Wink

Heute lachen wir über DIESE Situation, damals gewiss nicht.

Eine echte Vision entwickelt ihr Eigenleben !

Gast
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@Cristin:
bitte, bitte schreibe ein Buch! Viele Lebensgeschichten! Ich verspreche Dir, wenn du diesen Stil benutzt, wird alles ein Bestseller. Versprochen!!

Mein bestes Versteck? Das war ein uralter Musikschrank. So einer aus den 40-iger, 50-iger Jahren. Kennt ihr die? Ein Radio mit dicken Knöpfen und einem Plattenspieler. Diesen Schrank funktionierte ich teilweise in einen Technik-Ersatzteilschrank um, denn der Plattenspieler funktionierte nicht mehr und das Radio brachte nur MW-Sender hervor. Niemand, aber auch niemand interessierte sich für diesen Schrank. Aber er war von außen sehr schön.

Was lag also ferner, als dort auch mein anderes "Werkzeug" dort zu deponieren?

Tja, aber meine damalige Partnerin schien nach Werkzeug oder sonst was zu suchen und öffnete genau die verkehrte Seite. Der Schock bei ihr war damals groß.

Es gibt kein Versteck, welches Frauen früher oder später nicht finden.

Lieben Gruß

Tanja

GabiStern
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dabei seit: 18.05.2005

Was für ein schöner Thread:-)
Ich bitte die Betroffenen recht herzlich alles hier niederzuschreiben. Das ist schon fast Stoff für ein kleines Buch:-)
Danke für ein paar herzliche Lacher als Betthupferl.

Ich freue mich auch über ein LAchen zum Frühstück oder Mittagessen...

wartend

Gabi

n/v
Roxanne
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dabei seit: 03.01.2006

TanjaFeelgood schrieb:
Es gibt kein Versteck, welches Frauen früher oder später nicht finden.

Manche versuchen ja etwas vor ihren Frauen im Küchen- oder Putzschrank zu verstecken

Okay, 2 Euro in die Macho-Kasse :oops:

Natürlichkeit ist langweilig    

Monika-Tersch
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dabei seit: 26.10.2005

... na wirklich herrlich hier hahahaha

Auch bei mir ist es zum Glück nun easy, Gott sei Dank

Aber früher, also ganz früher war es einfach, Mutter nicht zuhause und ich allein, schon war der Schrank durchwühlt und ich ganz herrlich eingedeckt, was meine Mutter so alles anzog Shock ...gut das ich geschaut hatte Wink

Dann würde man aber doch älter und älter und man brauchte seine eigenen Sachen, die verschwanden dann im Keller in einen Koffer in einen Raum mit Vorhängeschloss, zu dem ich ganz zufällig den einzigen Schlüssel hatte, na so was Tongue

Aber das ist zum Glück Geschichte und nun kann man drüber Lachen.

Liebe Grüße

Moni

__________hier ist mein Beitrag zu Ende__________

seamstress
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dabei seit: 10.06.2007

TanjaFeelgood schrieb:
Was lag also ferner, als dort auch mein anderes "Werkzeug" dort zu deponieren?

Offenbar alles... Wink

Tja, in meiner Jugendzeit hatte ich diverse Verstecke, vom Dachboden bis zu den hinteren Ecken meines Kleiderschranks. Die meisten hat meine Mum irgendwann entdeckt, aber mich nie darauf angesprochen. Nur die ihrem Schrank entlehnten Kleidungsstücke waren danach wieder an ihrem angestammten Platz...

:oops:

__________________________
It's a Barnum and Bailey world
Just as phony as it can be
But it wouldn't be make-believe
If you believed in me

Annette
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dabei seit: 09.10.2007

o ja,da fällt mir auch einiges ein.Mein erstes Versteck,da war ich so zwischen acht und zehn,war ein kleiner Karton,den ich in unserem Holzschuppen verbarg.Hinter Holz und anderem Gerümpel war meiner Meinung nach ein gutes Versteck.
Viel war ja nicht drin,aber das waren damals meine größten Schätze,ein abgebrochener Lippenstift meiner Mutter und ein ausrangierter BH meiner Schwester.
Niemand hätte es je gefunden,wäre nicht eines Tages der Schuppen abgerissen worden und meine Schätze verschwanden auf nimmer wiedersehen.
Viele Jahre später hatten wir dann lange Zeit ein Wohnmobil und es gelang mir,ein recht gut verstecktes Geheimfach zu schaffen.Das war damals schon sehr günstig,mit dem Wohnmobil mal abends schnell wegfahren und Frau hatte auch gleich noch einen guten Raum zu umziehen und stylen.
Später,als meine TS dann so stark wurde,daß ich es nicht mehr aushielt,habe ich mich bei meiner Familie und Freunden geoutet und ein Versteck war nicht mehr nötig.

Eure Annette

n/v