Und morgen gibt es Hormone

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Andrea_K
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dabei seit: 29.11.2011

Heß und Krege benutzen bei zu wenig "Ausgangsmaterial" auch eine Verlängerung mittels Skrotumhaut, um auf eine annehmbare Tiefe zu kommen.

 

3 Jahre ist wirklich lang. Aber wenn es a ) die Möglichkeiten gibt, durch Rückzieher anderer Patientinnen früher dran zu sein und b ) es für Dich einfach der richtige Arzt und die richtige Methode ist, dann ist es im Endeffekt besser so lange zu warten, als nur wegen der langen Wartezeiten einen Chirurgen aufzusuchen der aber nicht das macht, was Du gerne hättest. Auch wenn Du dann das Ergebnis nicht so schnell bekommst, wie Du es gerne hättest.

 

Natürlich ist es eine einmalige Sache. Aber ganz sicher wird man sich da nie sein ob am Ende das raus kommt, was man sich erhofft.

 

P.S.: Doofe Smileycodierung. Tippt mal das b und dann die Klammer zu hintereinander ein und guckt, was passiert. Tongue

Minolfa
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dabei seit: 06.12.2007

Objektiv gesehen hat jede Methode ihre Vor- und Nachteile. Die Penis-Inversion ist im Vergleich die risikoärmste, dafür fehlen eben die "extra-Features", mit denen Dr. Schaff, Dr. Pottek und Dr. Suporn ihre speziellen Methoden bewerben. Wenn aber eine Patientin nur wegen der Wartezeit einen Arzt wählt, zu dem sie kein Vertrauen hat, wird sie sich vermutlich Vorwürfe machen, wenn was schief geht oder nicht den persönlichen Ansprüchen genügt.

Wenn es gut und wunschgemäß läuft, ist der gewählte Chirurg natürlich super und wird in den Himmel gelobt. Deshalb ist bestimmt auch die Frage sinnvoll: Stehe ich zu meiner Wahl auch in dem Fall, dass die OP nicht wunschgemäß verlaufen sollte? Oder mache ich mir dann Vorwürfe, nicht auf Chirurg XY gewartet oder Methode YZ bevorzugt zu haben?

Calista
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dabei seit: 04.01.2013

KiVi-Wolf schrieb:
Ich finde die Ergebnisse nicht so toll, also optisch. Die Möglichkeit feucht zu werden finde ich bei der kombinierten sehr ansprechend, auch die tiefe der Neo-Vagina erscheint mir bei der kombinierten weitaus besser. Grundlegend wohl auch das ich das Gefühl habe, dass die kombinierte Methode weniger Risiken birgt und am ehesten eine gut Empfindungsfähige Neo-Vagina erzeugt.

Das optische Ergebnis ist sicherlich Geschmackssache. Es ist aber auch nicht von der verwendeten Methode abhängig, sondern vor allem vom Geschick und den Vorlieben des jeweiligen Operateurs. Auch mit einer klassische PI kann man sehr plausibel aussehende Ergebnisse erzielen.

Das mit der eingenähten Harnröhre halte ich mittlerweile ehrlich gesagt für ein Spielerei, bei der niemand so genau weiß, wieviel das bringt. Zwei von drei Operateuren, mit denen ich gesprochen habe, halten das für Quatsch (die dritte war Dr. Morath, Dr. Schaffs Co-Operateuse) — schlicht, weil die Harnröhre nunmal gar kein Sekret produziert. Lubrikation produzieren meines erachtens vor allem die Bartholinschen Drüsen (also die ehemaligen Bulbourethraldrüsen), und die Paraurethraldrüse (also die ehemalige Prostata). Beide bleiben bei allen mir bekannten Methoden erhalten. Nicht umsonst berichten auch Patientinnen, die nach der klassischen PI operiert wurden, dass sie durchaus feucht werden bei Erregung. Und umgekehrt sagt Dr. Pottek, der bekanntlich ebenfalls die Harnröhre mit in die Vagina einbaut, dass die Meisten trotzdem Gleitgel brauchen werden.

Die Tiefe, die Dr. Schaff erzielt, ist eigentlich völliger Blödsinn — das ist in meinen Augen tatsächlich zu einem guten Stück ärztlicher "Machbarkeitswahn". Eine natürlich gewachsene Vagina hat nunmal nur eine Tiefe von 8 - 12 cm. Gut, da ist natürlich die Dehnungsreserve ein wenig größer, aber irgendwann ist auch damit Schluss. Und mal abgesehen davon: den Mann, der eine 20-cm-Vagina ausfüllen kann, muss man erst mal finden... Wink

Und, wie bereits mehrfach gesagt wurde, machen auch andere Operateure Verlängerungen — aber eben nur, wenn tatsächlich Bedarf besteht. Und das hat einen guten Grund: Die ringförmige Naht am Übergang zwischen Penisschafthaut und Skrotalhaut wird immer die Tendenz haben, einerseits zu verhärten, und andererseits sich zusammenzuziehen. Dr. Schaff verlangt nicht umsonst äußerste Bougier-Disziplin — um genau diese Schwachstelle geschmeidig zu halten. Außerdem eignet sich Penisschafthaut auch eigentlich besser als Auskleidung für die Vagina wie Skrotalhaut, weil Penisschafthaut geschmeidiger und dehnbarer ist. Es hat durchaus einen Grund, dass Dr. Supporn die Skrotalhaut mesht (was Dr. Schaff meines Wissens nicht macht, wenn ich das richtig in Erinnerung habe).

Auch die Empfindungsfähigkeit hängt nicht von der OP-Methode ab, sondern davon, ob der Operateur nervenschonend arbeiten kann. Darin ist Dr. Schaff — als Mikrochirurg — sicher gut, aber auch das können andere genauso.

Und was Risiken angeht: welche Risiken birgt die kombinierte Methode denn nicht, die die klassische PI birgt?

Zu guter Letzt: Wie gesagt, versteh mich bitte falsch. Dr. Schaff ist mit Sicherheit ein sehr guter Operateur, der sein Handwerk definitiv beherrscht. Wenn Dein Bauch sagt, dass er — und nur er — der Richtige ist, dann nimm die drei Jahre Wartezeit in Kauf, und begib Dich in seine Hände. Du hast, wie Du schon sagt, nur einmal die Chance, und da solltest Du natürlich zu dem gehen, bei dem Du Dich am Besten aufgehoben fühlst, und zu dem Du das nötige Vertrauen haben kannst, dass er alles richtig machen wird. Falsch machst Du mit Dr. Schaff sicher nichts.

Aber ich würde Dir trotzdem empfehlen, Dich nicht nur auf Dr. Schaff zu versteifen, sondern auch noch mit ein paar anderen Operateuren zu sprechen, und zu hören, was die so erzählen. Mir hat das jedenfalls die Augen geöffnet — neben der Tatsache, dass mir schon zweieinhalb Jahre Wartezeit deutlich zu lang geworden sind...

Thessa

Minolfa
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dabei seit: 06.12.2007

Calista schrieb:
Nicht umsonst berichten auch Patientinnen, die nach der klassischen PI operiert wurden, dass sie durchaus feucht werden bei Erregung.

Das stimmt bedingt. Bei der PI kommt die Feuchtigkeit aber durch die Harnröhrenöffnung und kann deshalb nur den vorderen Teil der Vagina befeuchten. Vielleicht nimmt ein Penis beim weiteren Eindringen genügend davon mit, insbesondere wenn ein Kondom eh schon eine flutschige Oberfläche hat?

Bei allen OP-Techniken bleibt das Problem, dass die Feuchte eigentlich erst so richtig beim Höhepunkt entsteht ... also die Frau den Höhepunkt erreichen muss, bevor der Mann eindringt, was zumindest bei traditionellem Liebesspiel oft nicht der Fall sein wird.

Suse
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dabei seit: 07.11.2012

Calista schrieb:
Und mal abgesehen davon: den Mann, der eine 20-cm-Vagina ausfüllen kann, muss man erst mal finden... Wink

Na, hör mal... Travesta ist voll mit solchen Männern... Wink

Ich war kein Mann, ich sah nur so aus.