TS und andere Ident-Phänomene

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Avi
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dabei seit: 05.05.2008

Kerstin Sonsbeck schrieb:
... Bei diesen Personen geht es darum, das sie ihren Körper nur als perfekt wahrnehmen, wenn Körperteile amputiert oder gelähmt sind. Dazu kommt noch, das ich diese Menschen genau so wenig verstehe, wie wahrscheinlich ein "Stino" einen Transgender. Damals bin ich zu dem Schluß gekommen, das man die Sachen an sich nicht miteinander vergleichen kann.

 

Liebe Grüße,

dat Kerstin

Ich weiß, wir hatten die Diskussion schon mal.

Togal.

Bei diesen Personen geht es darum, das hier der Physische Körper dem für sie real existierendem Körperempfinden angepasst wird. 

Durch die Herstellung eines Gleichklanges von äußerer und innerer Wahrnehmung wird das Spannungsfeld, in welchem sich diese Personen bewegen, aufgelöst.

Ihnen ist durchaus bewusst, das sie einen funktionierenden Körper beschädigen.

Aber auch sie können dem nicht entkommen.

 

Sky is no Limit

Johanna
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Lythande schrieb:

Wenn man jetzt sein Kind als Furry großziehen würde, selber als Vorbild ständig als Furry durch die Gegend läuft, könnte das Furry-Sein dann schon von Kategorie 1 in die Kategorie 2 wandern, also Teil der kulturellen Identität des Kindes werden?

Wenn es nicht nur die Eltern machen würden, sondern auch Teile der Gesellschaft, dann ja. Die Eltern alleine schaffen das nicht, Kinder lassen sich auch viel durch die Umwelt, also die Menschen, denen sie begegnen, beeinflussen. Es wäre dann allerdings eine gesellschaftliche oder regionale Identität, aber keinesfalls eine "als Tier". Bei den heutigen Furries, die Cveta angesprochen hat, ist das aber nicht ansatzweise der Fall.

Jana72 EX
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dabei seit: 03.08.2009

Johanna schrieb:
, zum anderen muss es auch eine angeborene Geschlechtsidentität geben, denn ohne diese wären unsere Gefühle nicht erklärbar.

wieso muss das so sein ?......Diese "unsere"Gefühle könnten doch auch auf "Erlerntes" beruhen und müssen nicht zwangsläufig angeboren sein

Michaela
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dabei seit: 11.11.2012

Jana72 schrieb:

Johanna schrieb:
, zum anderen muss es auch eine angeborene Geschlechtsidentität geben, denn ohne diese wären unsere Gefühle nicht erklärbar.

wieso muss das so sein ?......Diese "unsere"Gefühle könnten doch auch auf "Erlerntes" beruhen und müssen nicht zwangsläufig angeboren sein

Blasphemie! Wie kann man so etwas schreiben? Wenn es erlernt wäre, könnte man es verändern. Das das in sehr vielen Fällen klappt muss totgeschwiegen werden, sonst zerfällt das Kartenhaus der Argumentation.

"Wir" ist im Zusammenhang eines komplexen Syndroms mit unterschiedlichsten Ursachen sehr amüsant. Wir bedeutet sicherlich, dass jeder Wäsche- oder Trachtenliebhaber exakt dasselbe empfindet wie Intersexuelle?

Lythande
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Grad was über eine Studie mit Äffchen gelesen (Link), wo sich deutlich zeigte, dass die Mädels sich vorwiegend Dinge wie Puppen interessierten, während die Jungs sowas wie Autos präferierten.

Ne gewisse Präferenz zu geschlechtsspezifischen Dingen scheint also angeboren zu sein, auch wenn der Mensch natürlich auch großen kulturellen Einflüssen unterliegt.

 

Sabine

P.S: Nur frage ich mich gerade, wieso sich Affen für Autos interessieren? Was für einen evolutionären Vorteil kann es für einen Affen haben, ein angeborenes Interesse an Autos zu entwickeln. Und beim Menschen ist es ja nicht viel anders, ein Auto ist doch noch ein sehr neues kulturelles Gut. Das Auto scheint etwas wichtiges anderes zu symbolisieren, aber was?

jasminchen
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dabei seit: 17.06.2007

Michaela schrieb:
 Blasphemie! Wie kann man so etwas schreiben? Wenn es erlernt wäre, könnte man es verändern. Das das in sehr vielen Fällen klappt muss totgeschwiegen werden, sonst zerfällt das Kartenhaus der Argumentation. "Wir" ist im Zusammenhang eines komplexen Syndroms mit unterschiedlichsten Ursachen sehr amüsant. Wir bedeutet sicherlich, dass jeder Wäsche- oder Trachtenliebhaber exakt dasselbe empfindet wie Intersexuelle?

 

Genau, Rückkehrer und Zweifler am besten verbannen nach Sibirien, damit die Trans-Ideologie keinen Schaden nimmt!

Jestem prawda, nie mam tajemnicy.

Extra Gottingam non est vita, et, si est, non est ita. Cogito ergo sum

Hrad přepevný jest Pan Bůh náš ….

 

http://en.wikipedia.org/wiki/Prime_Directive

 

danydanone EX
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dabei seit: 21.09.2012

Auf Erkältungen reagieren die Immunsysteme unterschiedlich, das einzige was wirklich verbindet, ist dass jedes Einzelne zweifelsohne geschwächt ist.

So will es der Krankheitskatalog.

Transsexuelle als Randgruppe zu bezeichnen, fände ich unangebracht, aber kann man gänzlich "Wir" als Ausdruck für Menschen in der Gesellschaft bezeichnen. Wir sind ja alle Ohne- oder Mitglied.

 

Der Künstler, ist Schöpfer schöner Dinge...

Jana72 EX
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jasminchen schrieb:
 das Kartenhaus der Argumentation. "
Genau, Rückkehrer und Zweifler am besten verbannen nach Sibirien, damit die Trans-Ideologie keinen Schaden nimmt!

Nur damit es nicht falsch verstanden wird. Ich habe ausschließlich eine (ernst gemeinte) Frage an Johanna gestellt. Die mir bekannten Argumentationen von Johanna aus der Vergangenheit waren nicht ideologisch und gingen immer weit über ein "Kartenhaus" hinaus.

Noch zum Thema: 2 aus meiner Sicht wesentliche Irrtümer erscheinen direkt oder indirekt in vielen Argumentationen.

1) Nur weil etwas Hirnorganisch  nachweisbar ist (wenn es denn so ist)  heißt es noch lange nicht zwingend, dass es angeboren ist. Ich erwähne dass nur, weil so viele auf der "Spur nach der geborenen Frau" sind.

Aber ganz genau eben so wichtig

2) Nur weil etwas erlernt (im Sinne frühkindlicher Entwicklung)  ist, heißt es noch lange nicht dass es "umkehrbar" "therapierbar" oder auch nur "therapiebedürftig" ist. Das ist auch keine zwingende logische Verbindung. 

danydanone EX
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Jana72 schrieb:

1) Nur weil etwas Hirnorganisch  nachweisbar ist (wenn es denn so ist)  heißt es noch lange nicht zwingend, dass es angeboren ist. Ich erwähne dass nur, weil so viele auf der "Spur nach der geborenen Frau" sind.

Die Wissenschaft findet ebenso kein Gen für das, was für Homosexualität veranwortlich sein könnte.

Allerdings fokussiert m.E die Wissenschaft eher das Erbgut, als die frühkindliche Entwicklung/Ausprägung.

Die Wahrheit ist vermutlich in der Mitte zu finden, die mehr oder weniger tendenziell abweichen kann.

Aber ab hier wird es mir zu komplex. Laughing out loud

Zitat:

Aber ganz genau eben so wichtig

2) Nur weil etwas erlernt (im Sinne frühkindlicher Entwicklung)  ist, heißt es noch lange nicht dass es "umkehrbar" "therapierbar" oder auch nur "therapiebedürftig" ist. Das ist auch keine zwingende logische Verbindung. 

Der Künstler, ist Schöpfer schöner Dinge...

jasminchen
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dabei seit: 17.06.2007

Jana72 schrieb:

1) Nur weil etwas Hirnorganisch  nachweisbar ist (wenn es denn so ist)  heißt es noch lange nicht zwingend, dass es angeboren ist. Ich erwähne dass nur, weil so viele auf der "Spur nach der geborenen Frau" sind.

 

Hallo Jana,

ich habe ja vorher schon mal dargelegt, dass es Thesen gibt, die darauf hinweisen, dass durch entsprechende Sozialisation auch Hirnstrukturen geschaffen werden. Was war zuerst da, Henne oder Ei?

Die Lösung der Transproblematik kann nur die Entscheidung eines informatierten, selbstbestimmten rationalen Individuums sein.

Die ganze Ursachenforschung erfolgt doch nur aus Rechtfertigungsdruck. Als mündiges rationales Wesen habe ich das Recht, mein Geschlecht selber festzulegen. Meiner Meinung nach haben Ärzte und der Staat nicht das Recht dazu!

LG Jasmina

Jestem prawda, nie mam tajemnicy.

Extra Gottingam non est vita, et, si est, non est ita. Cogito ergo sum

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http://en.wikipedia.org/wiki/Prime_Directive