Teenager begeht Suizid: Vorurteile gegen Transsexuelle: „Gott macht keine Fehler“

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Lena4866
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Teenager begeht Suizid:

Vorurteile gegen Transsexuelle: „Gott macht keine Fehler“  

 

Die 17-jährige Leelah Alcorn wurde als Joshua geboren und fühlte sich in ihrem kurzen Leben im falschen Körper gefangen. Leelah war transsexuell. Kurz vor Neujahr brachte sich der Teenager um. In ihrem Abschiedsbrief machte sie die „Grausamkeit“ ihrer Eltern verantwortlich für den Suizid..

Der Freitod der Teenagerin Leelah bewegt die USA und rückt ein Tabu-Thema ins Zentrum der Öffentlichkeit: Transsexualität . Die tragische Geschichte 17-Jährigen zeigt, wie wichtig Aufklärung ist.Leelah wurde als Joshua in eine streng gläubige christliche Familie geboren. Sie fühlte sich seit ihrem viertem Lebensjahr andersartig. Denn Joshua wollte lieber ein Mädchen sein. Ihr Traum war es, eines Tages ihre männliche Hülle abzustreifen und endlich ein Leben als Frau führen zu können.

Fehlende Toleranz trieb sie in den Tod

Doch das Unverständnis und die mangelnde Toleranz ihrer Umwelt ließen Leelah glauben, dass ihr Traum niemals in Erfüllung gehen würde. Den einzigen Ausweg aus ihrem Leid sah die Teenagerin im Freitod. Kurz vor Neujahr warf sie sich vor einen Lastwagen.In einem Abschiedsbrief beschreibt sie ihren Leidensweg. Darin macht sie die Grausamkeit ihrer Eltern dafür verantwortlich, dass sie nicht mehr Leben wollte. Sie schildert, wie sie erst im Alter von 14 Jahren in der Schule von Transsexualität erfuhr. Ihr sei damals ein Stein vom Herzen gefallen, weil ihre Andersartigkeit nun endlich einen Namen hatte.

"Gott macht keine Fehler"

Doch als sie ihre strenggläubigen Eltern darauf ansprach, bekam sie nur religiöse Erklärungen als Widerhall zurück. „Gott macht keine Fehler“, erklärte ihre Mutter Leelahs Transsexualität.Carla und Don Alcorn hielten Leelahs Anwandlungen für einen temporären Spleen. Etwas, das sich durch eine Therapie lösen lässt. „Als ich 16 war, brachte mich meine Mutter zu Therapeuten – allerdings zu christlichen, die mir mit Vorurteilen begegneten. Dadurch bekam ich es nur mit noch mehr strengen Christen zu tun, die mir sagten, dass ich egoistisch sei und einem Irrglauben unterliege und Gott um Hilfe bitten solle."

In die Isolation getrieben

Leelah beschreibt in ihrem Abschiedsbrief, wie ihr Leben schlimmer wurde, nachdem sie sich in der Schule geoutet hatte. Zur Strafe wurde sie von ihrer Umwelt isoliert: „Meine Eltern nahmen mich aus der Schule, nahmen meinen Laptop und das Handy weg. Sie verboten mir, im Internet zu surfen oder soziale Netzwerke zu nutzen. Sie schnitten mich von meinen Freunden ab.“Diese Isolation trieb Leelah langsam aber sicher immer tiefer in die Depression. Ihr Lebenswille schwand zunehmend.Lerndruck, die Entscheidung, auf welche College sie gehen wolle und wie sie genug Geld sparen könne, um endlich von zu Hause ausziehen zu können, machten ihr zu schaffen. „Ich werde niemals erfolgreich eine Operation durchführen lassen können“, schreibt sie. „Ich weiß, dass ich niemals glücklich sein werde … entweder verbringe ich den Rest meines Lebens als ein einsamer Mann, der lieber eine Frau sein möchte. Oder ich lebe ein Leben als noch einsamere Frau, die sich selbst hasst. Ich kann nicht gewinnen. Ich sehe keinen Ausweg.“

Online-Petition fordert neue Gesetze

Sie wünschte sich nur noch eines: Dass ihr Tod nicht bedeutungslos bleibt. „Ich werde erst Frieden finden können, wenn Transsexuelle wie Menschen behandelt werden, die Gefühle haben, und für die auch Menschenrechte gelten.“Die Netzgemeinde wurde nach Leelahs Freitod auf ihren Abschiedsbrief aufmerksam, den sie auf Tumblr veröffentlichte. Mittlerweile hat das Transgender Menschenrechts-Institut bei Change.org eine Online-Peition gestartet.Darin fordert die Organisation den US-Senat dazu auf, per Gesetz die sogenannte reparative Therapie zu verbieten – das neue Gesetz soll unter dem Namen Leelah Alcorn’s Law eingeführt werden. Binnen weniger Tage hat die Petition fast 200.000 Unterstützer gefunden.

Umstrittene Behandlungsmethoden

Auch Leelah wurde von ihren Eltern zu dieser Behandlungsmethode gezwungen. Das Konversions- oder reparative Verfahren ist unter Psychologen höchst umstritten, weil Patienten dadurch schwerer seelischer Schaden zugefügt werden kann.

http://www.focus.de/familie/psychologie/teenager-begeht-selbstmord-vorurteile-gegen-transsexuelle-gott-macht-keine-fehler_id_4379363.html

Fanny
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Signed.

Das mindeste was man tun kann.

 

Minolfa
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sb-sabrina-sb
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unterschrieben ....

 

Die Eltern werden in der Hölle schmorren denn Gott liebt alle Menschen.

Give Peace a Chance " John Lennon "