Personenstandsänderung

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rafaela62
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Ich danke mal für die Glückwünsche ;;)  - war ja sowieso blos ne Formsache, bei dem Gefühl was ich hatte.

Also auf zum nächsten Schritt

Gruß Rafaela

Leitende Betreuerin der SHG Trans Jena   

http://jena.transhilfe-thueringen.de

Optimismus und Selbstvertrauen sind das Wichtigste

Ilona Michelle
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dabei seit: 06.05.2009

mein zuständiges Gericht für die VÄ und PÄ ist in Kiel,

...im Dezember 2009, beantragte ich dort die VÄ als auch die PÄ, (PÄ noch mit Vorabentscheid).

Mein Antrag stellte ich schriftlich, mit folgenden Unterlagen: 

1. den Antrag selbst (mit meinen Vorschlägen, für die beiden unabhängigen Gutachter).

2. Kopie meiner Geburtsurkunde

3. Kopie meines derzeit gültigen Personalausweises (beide Seiten)

4. meinen grob geschilderten TS-Lebenslauf (hatte noch Nachweise, dass ich schon 1999 und 2004 versuchte, den TS-Weg zu gehen, somit konnte ich "nachweisen", dass ich mich schon länger als drei Jahre als Frau "fühle").

5. Bescheinigung meines Psychos, dass ich mich im "Alltagstest" befinde.

Da ich arbeitslos bin, beantragte ich zusätzlich Prozeßkostenhilfe, dazu fügte ich den aktuellen Hartz-4 Bescheid bei. 

Noch im selben Monat erhielt ich -vom Gericht- einen Termin zur Anhörung, -nach einem etwa 20min Gespräch wurde mir mitgeteilt, dass der Antrag-, mit den von mir vorgeschlagenen Gutachtern angenommen ist.

Brauchte dann nur noch den Antrag für die Prozeßkostenhilfe unterschreiben.

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Einer der beiden Gutachter war wohl nicht die beste Wahl, nicht etwa weil er ein schlechtes Gutachten schrieb, ...nein, dass tat er wirklich nicht, aber seine "Freundlichkeit" hielt sich in Grenzen, außerdem ließ er sich sehr viel Zeit, nämlich fast ein Jahr.

Im März 2011 wurde meine VÄ rechtskräftig, ...und die PÄ, wurde (nach Hinweis auf das TSG), dann auch entsprochen, die ab Mai 2011 ebenfalls rechtskräftig ist. 

LG, Ilona

 

Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.

rafaela62
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dabei seit: 20.01.2008

Also, wir lesen ja hier immer wieder, das die VÄ / PÄ in ähnlicher Art und Weise abläuft. Es ist nur erstaunlich, wie viel Zeit sich die Gerichte und Gutachter mitunter lassen.

Das es regional dermasen Unterschiede gibt, kann aber auch an den Zuständigkeitsteilen und Größe der Amtsgerichtsbereiche liegen.

In Thüringen z.B. gibt es sieben AG aber nur zwei, die TSG - Sachen bearbeiten.

Was die Gutachter betrifft, sind wir leider teilweise auch von der Meinung der AG abhängig. Ich hatte z.B. einen Thüringer und einen Sächsischen Gutachter. Wobei beide sehr viel für die jeweiligen AG als psychologische Gutachter arbeiten.

Sicherlich werden sich die Verfahren nach der "neuen Rechtsprechung" vereinfachen, da die Vorraussetzungen nicht mehr so hoch sind.

Rafaela

Leitende Betreuerin der SHG Trans Jena   

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susanne-ffm
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rafaela62 schrieb:

 - war ja sowieso blos ne Formsache,

und hat minimale Auswirkungen - Die Geburtsurkunde wird geändert aber die will eh keiner sehen, es sei denn man möchte heiraten

und im Reisepass erhält man den eintrag weiblich - wenn man, wie ich, nicht vor hat in Länder zu reisen wo man son Ding braucht auch eher unintressant

so gesehen wirklich nur Formsache

Da hat die Namensänderung wirklich mehr und wichtigere Auswirkungen auf das Leben

 

sb-sabrina EX
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Endlich nach  langen quälenden Wartereien habe ich heute meine Unterlagen von Dr Seikowski erhalten und mußt im Januar auf der Matte stehen wegen der PA und Gutachten für Hormontheraphie.

 

Karin
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susanne-ffm schrieb:
rafaela62 schrieb:
 - war ja sowieso blos ne Formsache,
und hat minimale Auswirkungen - Die Geburtsurkunde wird geändert aber die will eh keiner sehen, es sei denn man möchte heiraten und im Reisepass erhält man den eintrag weiblich - wenn man, wie ich, nicht vor hat in Länder zu reisen wo man son Ding braucht auch eher unintressant, so gesehen wirklich nur Formsache. Da hat die Namensänderung wirklich mehr und wichtigere Auswirkungen auf das Leben

Die PÄ hat nur minimale Auswirkungen? 1 1/2 Jahre Männerknast, und Einzelhaft zum Schutz. Danach Bezrksklinik

Minimale Auswirkungen, ja wirklich

Triona
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dabei seit: 05.10.2007

Da denkt man zumeist nicht daran, daß das heutzutagen jede und jeden treffen kann.
Aber wenn man Pech hat, ist es in einem Frauenknast auch nicht so sehr viel besser.
Besonders in Fällen, wo eine PÄ nach neuester Rechtsprechung ohne gaOP gemacht wurde.

liebe grüße
triona

Aw, Thou beloved, do hearken to the Banshee's lonely croon!

sinn féin - ça ira !

Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

Johanna
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dabei seit: 15.05.2007

Karin schrieb:
Die PÄ hat nur minimale Auswirkungen? 1 1/2 Jahre Männerknast, und Einzelhaft zum Schutz. Danach Bezrksklinik

Knast und Heirat sind wohl die einzigen Bereiche, in denen die PÄ größere Auswirkungen hat. Ich habe allerdings gehört, dass die Frage, ob Männer- oder Frauengefängnis nicht an Hand des rechtlichen Personenstandes entschieden wurde, sondern daran festgemacht, ob eine GaOP erfolgt war oder nicht. Ich habe gehört, dass TS mit GaOP, aber ohne PÄ in das Frauengefängnis "durften".

Trotzdem würde ich es vorziehen,weder in das Frauen- noch in das Männergefängnis zu müssen. Im Gegensatz zu Triona bin ich aber nicht der Meinung, dass es jede treffen kann. Zumindest mache ich mir deswegen keinerlei Sorgen. Und ich käme auch nicht auf die Idee, nur wegen dieser theoretischen Möglichkeit eine Op oder eine PÄ machen zu lassen.

Triona
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Johanna schrieb:

Knast und Heirat sind wohl die einzigen Bereiche, in denen die PÄ größere Auswirkungen hat. Ich habe allerdings gehört, dass die Frage, ob Männer- oder Frauengefängnis nicht an Hand des rechtlichen Personenstandes entschieden wurde, sondern daran festgemacht, ob eine GaOP erfolgt war oder nicht. Ich habe gehört, dass TS mit GaOP, aber ohne PÄ in das Frauengefängnis "durften".

 

Daß Knast und Heirat in einem Atemzug genannt werden dürfen, ohne daß es merkwürdig klingt, kommt wohl nicht ganz von ungefähr. Laughing out loud

Und auch wenn diese Handhabung (mit OP als ausschlaggebendem Kriterium) für einige persönlichen Einzelschicksale vlt eine "Verbesserung" ihrer Lage bedeuten mag, so wäre eine solche Regelung in zukünftigen Ernstfällen, wo eben dieses Kriterium zum alleinigen entscheidenden Kriterium einer Unterbringung einer weitgehendst angeglichenen TS (zB mit VÄ, langjähriger HT, jahrelangem Leben als Frau usw) im Männerknast herhalten kann, darauf abzuklopfen, ob sie nicht auch gegen das GG verstößt - analog zum Beschluß des BVerfG zur PÄ ohne OP.

 

Johanna schrieb:

Trotzdem würde ich es vorziehen,weder in das Frauen- noch in das Männergefängnis zu müssen. Im Gegensatz zu Triona bin ich aber nicht der Meinung, dass es jede treffen kann. Zumindest mache ich mir deswegen keinerlei Sorgen. Und ich käme auch nicht auf die Idee, nur wegen dieser theoretischen Möglichkeit eine Op oder eine PÄ machen zu lassen.

 

Auch ich würde das vorziehen.
Und meine Ansicht, daß das grundsätzlich jedeN treffen kann, möchte ich vlt dahingehend verfeineren, daß dabei auch eine hinreichend staats- und gesellschaftskritische Einstellung und Lebensweise oder die konsequente Wahrnehmung seiner Interessen auch gegen starke Gegner (wie zB Konzerne, Staatsbürokratie, Mafia uä) von Bedeutung sein kann.
Aber auch wenn man nur das Pech hat, in einer Zwangslage vlt mal eine falsche Entscheidung zu treffen mit vlt nicht immer vorher absehbaren schwerwiegenden Folgen, oder einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort war, so kann dieses staatliche Zwangsmittel doch grundsätzlich jeden treffen.
Wie heißt es doch so schön?
Vor dem Gesetz sind alle gleich.
Auch wenn manche dann  eben doch gleicher sind.

Aber einGrund für eine gaOP wäre das für mich auch nicht.

 

liebe grüße
trion@

(Das a im Klammeraffen müßte hier eigentlich ein A sein. Wink)

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Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

sb-sabrina EX
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Ehemaliges Mitgllied
dabei seit: 11.12.2010

Gestern stand ich auf der Matte bei Dr Seikowski.

Der fackelt wirklich nicht lange  und ist obendrein sehr nett.

Gutachten für Namens und Personenstandsänderung macht er sofort fertig einschließlich das Gutachten für die Hormontheraphie die ich dann sofort beginnen kann.

Im günstigsten Fall sogar beim Hausarzt.