Personenstandsänderung

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sb-sabrina EX
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Hallöchen,

In meiner Heimatstadt habe ich meine PA beantragt wo mich auch die zuständige Richterin sofort eingeladen hat und mir mir die Richterin mitgeteilt hat das sie den Antrag nicht bearbeiten kann und weitergereicht werden mußt nach Magdeburg.

Die schnellsten waren die dann auch nicht.

Jetzt fehlen noch ..

Bescheinigung des Prdnungsamtes, Staatsangehörigkeitszeugnis, Entbindung der Schweigepflicht der Gutachter, verheiratet oder net und nochmal einen Lebenslauf .

Was habt ihr in den LL geschrieben.

Entschuldigt meine männliche Ausdrucksweise diesesmal. Ich könnte kotzen oder saufen heute vor Wut.

Das hätte mir die zuständige Richterin in meiner Heimatstadt auch sagen können das noch was fehlt

Schaut so eine vereinfachte PA aus ?

Minolfa
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Hall Sabrina,

sei erstmal herzlich geknuddelt! Statt Ko* und Sa*, renne doch mal kräftig um den Block, das tut auch gut und ist gesünder. Dass das Gericht in Deiner Heimatstadt keine Details zum Verfahren weiß, ist normal. Denen ist kein Vorwurf zu machen, außer dass sie so lange gebraucht haben, das zuständige Gericht rauszusuchen.

Zur Sache: Wenn Du Deutsche bist, steht doch die Staatsangehörigkeit auf dem Personalausweis? Bei mir hatte eine Kopie davon genügt. Sonst gibt's sowas im Einwohnermeldeamt. Die Entbindung von der Schweigepflicht kannst Du selber auf einen Zettel schreiben, Du musst nur selber unterschreiben und die Gutachter müssen eindeutig erkennbar sein, am besten mit Anschrift. Eine bestimmte Form brauchst Du nicht einhalten, der eine Satz "Ich entbinde ... von der gesetzlichen Schweigepflicht" genügt. Bei der Bescheinigung des Ordnungsamtes muss ich passen, sowas hatte ich noch nie irgendwo zeigen müssen. Dass ich ledig war, hatte ich schon im Antrag geschrieben, so dass die Frage bei mir nicht kam. Einen Lebenslauf wollten sie nicht, wäre aber kein Problem gewesen, weil ich für die Gutachter eh einen geschrieben hatte. Vielleicht hast Du da auch was, das Du dieses Wochenende schnell recyclen kannst?

Bei mir hatte ein Gutachter rumgetrödelt, aber das Gericht war unkompliziert. Irgendwo klemmt es immer mal, Kopf hoch! Wink

Liebe Grüße,
Michi

rafaela62
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Hallo Sabrina!

Diese Thema (Personenstandsänderung/Vornamensänderung) wird hir eigenartigerweise, in regelmäßigen Abständen neu diskutiert.

Folgendes ist eigentlich gängige Praxis:

1. Antrag beim zuständigen Personenstandsgericht (ist das zuständige Amtsgericht - kann dir normalerweise jeder "Pförtner" bei einem Amtsgericht sagen - ist hier in Thüringen zumindestens so)

Ist ja bei dir erledigt

2. In dem Antrag sollte stehen, dass du einen Antrag auf Vornamensänderung und/bzw. Änderung der Geschlechtszugehörigkeit gemäß TSG §§ 1 und/oder 8 stellst.

Ist, soweit ich deinen Beitrag richtig verstanden habe, erledigt.

3. Allgemeiner Lebenslauf, in dem du deinen Transsexuellen Weg bis jetzt schlüssig logisch darlegst. Hier rein kannst du auch erwähnen, ob du verheiratet bist oder nicht und ob du Kinder hast.

4. Gutachter: Das Gericht wird dir zwei Gutachter benennen, welche die "Befürwortungsgutachten" für deine Personenstandsänderung schreiben.

Was also soll da die Entbindung von der Schweigepflicht der Gutachter? Die Gutachten müssen ! ja zum Amtsgericht.

5. Bescheinigung vom Ordungsamt? Hääää - das hat doch nichts mit deiner Personenstandsänderung zu tun!

6. Staatsangehörigkeitszeugnis - ja ja Beamtendeutsch > Die wollen einfach nur ewine Kopie deines jetzigen Personalausweises haben!

Zum Schluß noch eine kurze Bemerkung:

Je nach Amtsgericht dauert die Bearbeitung bis zur Gutachterbenennung um die zwei Monate, und nach dem Eingang der Gutachten bei Gericht noch mal drei bis sechs Monate ehe du einen Anhörungstermin bekommst, bei dem der zusträndige Richter gegebenenfalls mit dir noch mal ein Gespräch führt. Dann dauert es erfahrngsgemäß noch mal etwa vier Wochen, bevor du das vorläufige Urteil bekommst (noch nicht rechtskräftig - aber schon verwendbar) und weitere vier Wochen bis du das Rechtskräftigkeitsurteil bekommst (der Staat hat eine Widerspruchsfrist von vier Wochen - klingt komisch ist aber so - ist ja bei jedem Gerichtsurteil so - dies wird aber in der Regel nicht passieren).

Also übe dich in Gedult während des ganzen Verfahrens. Die gesammte Verfahrensdauer legt somit um ein dreiviertel Jahr. Ist ebend auch abhängig von den Gerichten.

Ich selbst habe meinen Antrag im Dezember 2010 gestellt (Vornamensänderung) und im März einen Ergänzungsantrag für die Änderung der Geschlechtszugehörigkeit mit der bitte beide ANträge gemeinsam zu behandeln. Dies wurde auch stattgegeben. Im Mai hatte ich meine Gutachtertermine und warte nun auf den Anhörungstermin.

Gruß Rafaela

Leitende Betreuerin der SHG Trans Jena   

http://jena.transhilfe-thueringen.de

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Ronja S. EX
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Hallo Sabrina,

nun weiß ich nicht, ob Deine Vornamensänderung bereits rechtskräftig ist/war und die (üblicherweise zwei) psychiatrischen Gutachten vorliegen. Sollte dies der Fall sein, reichen die vorhandenen Unterlagen in der Regel aus, um die Personenstandsänderung erfolgreich zu beantragen und auch genehmigt zu bekommen.

LG Ronja

Lebe Dein Leben wie du selbst, und Du wirst überrascht sein, was Du alles kannst.

sb-sabrina EX
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dabei seit: 11.12.2010

Vielen Dank Leutz,

Den Frust habe ich nicht ersoffen.

@Ronja

Meine Gutachter habe ich den Gericht vorgeschlagen. Scheinen angenommen sonst hätte es wohl beigestanden bei der Mitteilung. Ich habe das Recht auf eigene Wahl der Ärzte wahrgenommen.

Bei DR Seikowsky hängt noch mehr dran ,er möchte die Gutachten für die PA und die Hormontheraphie zusammen machen und wartet nun auf die Einladung von der Amtsrichterin aus Magdeburg.

Auf jedenfall rufe ich Monat in Magdeburg an.

Elke-no
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Johanna
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sb-sabrina schrieb:
Ich habe das Recht auf eigene Wahl der Ärzte wahrgenommen.

Gutachter sind keine Ärzte ...

Du hast kein Recht auf eine Wahl der Gutachter. Du kannst gerne Wunschgutachter vorschlagen, aber das Gericht kann nach eigenem Gutdünken die Vorschläge annehmen oder ablehnen. Ein paar nette gut begründete Worte helfen da sicher mehr als mit dem Kopf durch die Wand.

sb-sabrina EX
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Johanna schrieb:
Du hast kein Recht auf eine Wahl der Gutachter. Du kannst gerne Wunschgutachter vorschlagen, aber das Gericht kann nach eigenem Gutdünken die Vorschläge annehmen oder ablehnen. Ein paar nette gut begründete Worte helfen da sicher mehr als mit dem Kopf durch die Wand.

Alles klar,alles raus. Angerufen habe ich auch nochmal zum Landesamtsgericht damit nichts schief läuft. Gutachter sind auch angenommen.

 

rafaela62
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dabei seit: 20.01.2008

Juhuuuu

Meine ist nun durch und positiv erledigt.

Der Richter hat meine Akte noch mal überflogen, und mich gefragt ob ich mir ganz sicher bin.

Nachdem von mir ein klares "ja" kam und ich ihm noch mal kurz meinen individuellen Stand erklärt habe (Hormontherapie läuft, OP - Termin steht fest (Herr Dr. Schaff ist in der Hinsicht kein unbekannter)), hat er meinen Antrag eigentlich nur noch positiv "durchgewunken".

Alle drei Gutachten fielen durchweg sehr positiv aus (Hr. Dr. Strauß aus Jena, Hr. Dr. Seikowsky Leipzig, und von seiten des staatlichen Vertreters (hier Landesverwaltungsamt Weimar)). Der staatliche Vertreter hat sich den beiden bestellten Gutachtern, vorbehaltslos angeschlossen.

Das schriftliche vorläufige Urteil erhalte ich in etwa 4 Wochen (Personalmangel bei den Gerichtsschreibern bei Gericht) und etwa 3 Wochen später das entgültige Urteil. Nach Aussage des Richters besteht absolut keine Warscheinlichkeit, das die staatliche Seite Widerspruch einlegen wird, denn das würde schon in dessen Gutachten zum Ausdruck kommen.

Also darf ich mich ab heute (erstmal vorläufig) Frau Rafaela nennen - fehlt eigentlich in zwei Jahren nur noch die OP.

 

Gruß Rafaela

Leitende Betreuerin der SHG Trans Jena   

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Fanny
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dabei seit: 26.08.2005

... den adligen Titel "Tantchen" hattest du ja eh schon sicher ... Cool

Glückwunsch, Große. Kiss

sb-sabrina EX
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Ehemaliges Mitgllied
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Na denne gratuliere ich doch mal ganz lieb Smile