
Ich höre grad die wunderbare CD "Sacrificium" von Cecilia Bartoli mit Kastratenarien des Barock.

Im Beibuch zur CD wird auch auf die Geschichte der Künstler eingegangen. Unter anderem wird erläutert, daß junge Kastraten, die nicht den ersehnten Erfolg auf der Bühne hatten, oft in der Prostitution landeten. Sie waren da wohl nicht unbeliebt, weil ein "Seitensprung" eines Mannes mit dem "dritten Geschlecht" als entschuldbare edle Sünde ("peccato nobile") galt.
Wenn ich mir das Verhalten mancher Translover ansehe, meine ich da durchaus Parallelen zur Gegenwart zu erkennen. Man treibt es nicht mit einer anderen Frau und schwul ist man auch nicht, weil es ja kein Mann ist...
Das Heute Journal widmete der
Das Heute Journal widmete der Bartoli und ihrer von Dir angesprochenen CD am 20.10.09 einen Beitrag:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/868314/Bartolis-Arien-der-Lust#/beitrag/video/868314/Bartolis-Arien-der-Lust
Eine echte Vision entwickelt ihr Eigenleben !
Roxanne schrieb:Wenn ich mir
So abwegig ist der Gedanke vermutlich leider nicht; und nebenbei scheinen manche Menschen zu glauben, dass die durchschnittliche TG Sex mit allem und jedem haben will, weil sonst niemand in ihrer Sandkiste mitspielen möchte.
Und ja, man schaut nach solchen Angeboten schon etwas perplex drein und fragt sich, warum von dem früheren Drohpotential so unglaublich wenig übrig geblieben ist, dass es nicht einmal reicht irgendwelche Spinner auf Abstand zu halten.
Grimmig schauen zu können kann Vorteile haben
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Merke:
"Ich verspreche jedem ein Alibi zu geben, wenn er nur Mrs. Sunlight aus dem Weg räumt!"
Kimber schrieb:Und ja, man
Ach du meinst das eigene Drohgucken, ich dachte erst das des "Verehrers". Man kennt es ja besonders auffällig von Männern aus dem orientalischen Kulturkreis. Vor den Kumpels in der Öffentlichkeit voller Spott und teils Hass, aber allein dann überrraschend anders.
Natürlichkeit ist langweilig
Roxanne schrieb: Ach du
Jupp, das eigene Drohpotential scheint gewaltig zu sinken, wenn man erstmal als Transe gesehen wird. Und das andere...die wollen nur spielen.
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Merke:
"Ich verspreche jedem ein Alibi zu geben, wenn er nur Mrs. Sunlight aus dem Weg räumt!"
Dass (zu) viele Männer
Dass (zu) viele Männer sexuellen Kontakt zu Trans* suchen - die Erfahrung wird wohl jede von uns schon mal gemacht haben - hat sicher unterschiedliche Ursachen. Die Geschichte mit dem "ehrenhaften" Seitensprung ist mir neu, klingt aber durchaus plausibel.
Dennoch denke ich, dass in der heutigen Zeit das Interesse an außergewöhnlichen Sex-Varianten größer ist. Irgendwann sind Frauen für diese Männer einfach "langweilig" - kein Wunder, da sie sehr oft keine Beziehung wollen sondern nur Sex. So wie sich eine Beziehung mit der Zeit entwickelt, entwickelt sich auch die Erotik zwischen den Partnern - die Zeit wird aber heute oft nicht mehr investiert. Es geht eher um "schnelle Nummern" die möglichst "ausgefallen" sein sollen, damit man besser angeben kann.
Das spezielle Interesse an Trans* liegt meines Erachtens mehr an zwei Dingen: Interesse an Sex mit einem (physischen) Mann, ohne dass man sich als schwul oder bi rechtfertigen muss (damit kann Mann ja nicht angeben) und - schlimmer noch - die Darstellungen von Trans* in Pornofilmen als SheMales. Dass Frauen nicht so sexsüchtig sind wie in den Pornofilmen, haben sie schon gelernt (ich hoffe hin und wieder auch schmerzhaft). Trans* trifft Mann aber seltener und wenn Mann dann auf eine Trans* trifft, dann hofft er, diese sei wenigstens so sexsüchtig und versaut wie die SheMales in den entsprechenden Pornofilmen.
Viele Dokumentationen über Trans* hatten in der Vergangenheit auch oft den Inhalt: Thai-Transe heiratet Deutschen (wird oft zu dem Zweck "bestellt") um der Armut zu entkommen und macht in Deutschland dann brav alles was Mann will, einschließlich aller Hausarbeiten und Sexpraktiken, die er sich wünscht - und das ohne sich zu beklagen, ist ja immer noch besser als damals in Thailand: DIE Traumfrau des geistig und emotional minderbemittelten Deutschen schlechthin.