Parteiencheck zur Bundestagswahl

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Martina-Berlin
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dabei seit: 09.12.2008

Zonja schrieb:

Verzeih mir meine Direktheit: Offensichtlich hast Du das Wesen von Demokratie + Staat nicht verstanden,

 

ja ne ..is klar Wink Laughing out loud Laughing out loud Laughing out loud

"Lebe dein Leben"

Johanna
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dabei seit: 15.05.2007

Hallo Rika,

schöner Beitrag. Der gefällt mir.

Martina Berlin schrieb:

Warum soll ich Vorschläge machen ?
Ich möchte mich auch gar nich engagieren ...Null wirklich NULL Interesse daran !

Ist das verboten ...wohl kaum

Vor 75 Jahren haben Leute mit dieser Einstellung dann Hitler gewählt, weil die Männer der SA so schöne schneidige Uniformen hatten (Originalton meiner Oma). Wo das hingeführt hat, als die Bürger nicht mal bereit waren, sich ein klein wenig für ihren Staat zu interessen. ist bekannt. Heute geht das teilweise wieder los. Insbesondere im Osten (aber nicht nur da!) werden dann NPD und DVU gewählt, weil die dagegen sind, aber ohne auch nur ansatzweise deren Programm zu kennen.

Da stößt es dann sauer auf, wenn alle Politiker pauschal als Verbrecher bezeichnet werden. Ich kann mir schon vorstellen, was da abgeht, ist es doch ein "Spiel" um Macht, und ohne politischen Ehrgeiz kommt niemand weit. Aber das macht noch lange keine Verbrecher aus den Menschen.

Niemand ist verpflichtet, sich zu engagieren. Aber es ist Bürgerpflicht, sich zu informieren. Sonst sind irgendwann wieder die Bürgerrechte aller Menschen verwirkt.

Denkt dran: Unsere freie Wohlstandsgesellschaft haben wir denen zu verdanken, die sich engagiert haben,

Trans-Barbara
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dabei seit: 27.10.2008

Guten Morgen, Rika,  Johanna und Martina!

Rika und Johanna, Eueren Beiträgen ist noch kaum etwas hinzuzufügen!

Vielleicht noch dieses: Martina, da Du Deine  Erfahrungen nicht offenbaren willst, die Dich zu dieser Stellungnahme gebracht haben, darf ich einmal spekulieren und behaupten, dass die von Dir beobachteten 'Verbrecher' Verbrechen begehen, die alltäglich hundertfach in vielen Institutionen unserer Gesellschaft begangen werden! Vom Kanuverein über große Sportclubs bis in zu den Krchen!!!Ursache sind die menschlichen Unzulänglichkeiten: Machtgier, Selbstdarstellung, Überheblichkeit, Besserwisserei etc., etc......mangelnde Fähigkeit zur Selbstkritik.

Wirkliche Gesetzesverstöße von Politikern werden Dank einer funktionierenden Justiz und Presse i.d.R. aufgedeckt und geahndet!! Ich sage hier ausdrücklich i.d.R., da es auch weniger zufriedenstellende Urteile diesbezüglich gibt.

Die gewählten politischen Gremien sind ein Spiegelbild der Gesellschaft und kein(e) Wähler(in) kann sich davon freisprechen, diesen menschlichen Schwächen nicht auch zu unterliegen. Ich denke mit großem Unbehagen an eine Versammlung vor 40 JAhren, bei der ich als Juso mitgewirkt habe, den Ortsvostand mit Tricksereien zu kippen. Opfer waren auch alte Genossen, die schon in der Weimarer Zeit aktiv waren. Wir waren damals nicht bereit, uns mit diesen inhaltlich auseinanderzusetzen! Wir dachten, alles besser zu wissen.

Eine solche Selbstgerechtigkeit schadet unserer Gesellschaft mehr als die Taten vermeintlicher 'Verbrecher' in der Politik. 

Das meint Barbara

 

 

n/v
Trans-Barbara
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dabei seit: 27.10.2008

Zurück zu Julas Frage!!

Wir haben das Anliegen von Jula in ihrer Eingangsfrage vergessen! Dazu kann ich auf einen Artikel in der heutigen TAZ verweisen!

In TAZ ZWEI, Seite 14, wird unter dem Thema 'Ein beschränkter Horizont' von einer Studie 'Regenbogenphilanthropie! Deutsche Unterstützung für lesbisch-schwule, bi-, trans- und intersexuelle Menschenrechtsarbeit im globalen Süden und Osten' berichtet. Verfasser: Dreilinden gGmbH, Hamburg, und Forum for Active Philantrophy, Berlin.

Ein Ergebnis: Von 16500 Stiftungen in Deutschland verwenden sich lediglich 11 mit der Frage der Menschenrechte Anderssexueller!Das Gros der Mittel floß in die Hilfe HIV-infizierter Männer. Lediglich die politischen Stiftungen der Die Grünen und der Linkspartei unterstützen schwullesbische Projekte, wenn auch nur marginal.

Historiker Arn Sauer, Autor der Untersuchung: Denn am Ende des Rgenbogens - dem globalen Symbol von Schwulen, Lesben, Transsexuellen u.a. - ist ein Schatz vergraben - den gilt es endlich zu finden und breiter gefächert zu verteilen.

Die Studie könnte Anregungen geben.  

Barbara

n/v
Eyleen
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dabei seit: 09.08.2008

@Roxanne

Ein kleiner Auszug aus dem ICD-Schlüsselverzeichnis:

F64 Störungen der Geschlechtsidentität
F64.0 Transsexualismus
F64.1 Transvestitismus, Beibehaltung beider Geschlechtsrollen
F64.2 Störung der Geschlechtsidentität des Kindesalters
F64.8 Sonstige Störungen der Geschlechtsidentität
F64.9 Störung der Geschlechtsidentität, n.n.bez.

Dies sind alles Krankheiten die als "behandlungsbedürftig" gelten und unteranderem die totale Leistungspalette der gesetztlichen Sozialversicherung auslösen können. Was beudeutet, das die Transsexualität als "Krankheit" gilt. Und nicht nur alleine die psychischen Folgen. Im Prinzip ist es ja auch egal wie das Kind nun heißt - es bedeutet aber im Fazit "WIR SIND ALLE KRANK" - sobald ich mich vor einem Arzt oute.

Ein rein hypothetische Frage: "Warum muss die Allgemeinheit für die Kosten einer Transsexualität aufkommen, nur weil jemand nicht in der Lage ist mit seinem Geschlechtsverständnis in Einklang zu leben?"

Ist es nicht einfacher, Möglichhkeiten zu schaffen - z.B. über Namensänderungen, Änderungen des Geschlechtskennzeichens etc. damit dieser Person bei der Wahl Ihrer Lebensführung geholfen werden kann. Dass also eine Transsexualität als etwas ganz "normales" betrachtet wird und auch von der Umwelt so wahrgenommen wird. Gestern ging ich noch als Mann spazieren - heute Leben ich als Frau! Alle weiteren Folgemassnahmen wie Lasern, Hormone, etc. würden somit in die Leistungspflicht des/der Einzelnen fallen und nicht mehr die Allgemeinheit belasten.

Fazit: Mit der heutigen gesetzlichen Regelung können wir mehr als zufrieden sein. Klar geht es immer besser! Aber, dass die Kosten im Regelfall übernommen werden, lindert auch so manche Not (psychisch wie physisch). 

An dem Verständnis der Menschen kann jedoch nur gearbeitet werden, wenn wir aus "Nachteulen" - "Schmetterlinge" werden.

@Martina

Etwas Einblick reicht bestimmt nicht aus. Etwas Parteiarbeit auch nicht. Warst du schon mal Trägerin eines öffentlichen Mandates? 

Also hau hier nicht so gross "auf die Kacke". Vage Andeutungen mögen wir Ruhries nämlich nicht. Kotz Dich aus, oder halt die Klappe.

@The Rest

Ja, ich angagiere mich politisch und öffentlich als Mandatsträger.

 

*Unser Glück und Seelenfrieden beruhen darauf, dass wir tun was wir für richtig halten und nicht das, was andere sagen oder tun.*

**Mahatma Gandhi**

Kimber EX
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dabei seit: 05.05.2009

Eyleen schrieb:

@Roxanne

Ein kleiner Auszug aus dem ICD-Schlüsselverzeichnis:

F64 Störungen der Geschlechtsidentität
F64.0 Transsexualismus
F64.1 Transvestitismus, Beibehaltung beider Geschlechtsrollen
F64.2 Störung der Geschlechtsidentität des Kindesalters
F64.8 Sonstige Störungen der Geschlechtsidentität
F64.9 Störung der Geschlechtsidentität, n.n.bez.

Dies sind alles Krankheiten die als "behandlungsbedürftig" gelten und unteranderem die totale Leistungspalette der gesetztlichen Sozialversicherung auslösen können. Was beudeutet, das die Transsexualität als "Krankheit" gilt. Und nicht nur alleine die psychischen Folgen. Im Prinzip ist es ja auch egal wie das Kind nun heißt - es bedeutet aber im Fazit "WIR SIND ALLE KRANK" - sobald ich mich vor einem Arzt oute.

Ein rein hypothetische Frage: "Warum muss die Allgemeinheit für die Kosten einer Transsexualität aufkommen, nur weil jemand nicht in der Lage ist mit seinem Geschlechtsverständnis in Einklang zu leben?"

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Mal eine andere Frage, ebenfalls rein hypothetisch: "Warum muss die Allgemeinheit für die Kosten einer Depression aufkommen, nur weil jemand nicht in der Lage ist mit seinem Lebensverständnis in Einklang zu leben?"

 

Sorry, dein Post war ziemlich undurchdacht. TGs sind Bestandteil der Allgemeinheit (und weder von Abgaben noch anderen Dingen befreit), und die Gesundheit und das Wohlergehen von TGs sollte genauso im Interesse der Allgemeinheit liegen wie das von anderen Menschen. Schlicht gesagt, deine Aussage bedeutet so viel wie das Ende jedwedes Solidargedankens.

Nur dummerweise wird die TG Problematik sehr gerne verharmlost oder nicht ernstgenommen. Und so lange immer der Makel der Geistesstörung einem Damoklesschwert gleich über einem schwebt (und man damit bewusst oder unbewusst anders wahrgenommen wird), wird sich daran nicht viel ändern.

Ich frage mich immer, warum man oft nur zwei Alternativen sieht: Geistesgestört und Leistung, oder nicht geistesgestört und keine Leistungen.

Warum nicht körperlich gestört und Leistungen? Oder man wirft die Transsexualität ganz raus und behandelt nur die anfallenden, durch Leidensdruck verursachten körperlichen Probleme?

Andere Menschen, die durch psychisches Leiden körperliche Symptome entwickeln oder einem normalen Leben nicht mehr nachgehen können, erklärt, stigmatisiert und pathologisiert man auch nicht sofort als gestört. Ganz im Gegenteil, man versucht ihnen möglichst schnell zu helfen wieder ein normales, möglichst beschwerdefreies Leben in dieser Gesellschaft führen zu können.

 

Unglücklicherweise ist die Position von TGs gesellschaftlich zu schwach, um sich gegenwärtig bei den Menschen, die etwas verändern könnten, Gehör zu verschaffen.

Doug hatte Recht: Macht´s gut und danke für den Fisch.

Lydia EX
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dabei seit: 18.01.2008

@ Kimber: na ganz so schlimm ist es nicht. Einige verschaffen sich schon Gehör. Die Medien unterstützen das auch. Beispiel gefällig? Kein Problem: guggst du hier

 

 

Eyleen
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dabei seit: 09.08.2008

@Kimber

Nein - nicht undurchdacht - sondern provokativ.

Solidarität ist ein wunderbares Wort - Wo fängt Solidarität an und wo hört sie auf? "Ist es solidarisch die gesetztliche Krankenversicherung zu verlassen, nur um sich Privat zu versichern?"

Aber ich sehe, dass Du durchaus Wünsche hast. Und alleine dafür hat sich mein Posting gelohnt.

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Wenn doch viel mehr so denken würden - und sich auch hierfür arangieren - wo würden wir heute stehen?

@Lydia

Wer weis was noch so auf uns zu kommt?

 

*Unser Glück und Seelenfrieden beruhen darauf, dass wir tun was wir für richtig halten und nicht das, was andere sagen oder tun.*

**Mahatma Gandhi**

Minolfa
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dabei seit: 06.12.2007

Ich glaube, hier werden die ICD-Schlüssel gerade mächtig überbewertet. Der ICD ist ein internationaler Schlüssel aller bekannten Krankheiten, und dient der WHO im Wesentlichen zur statistischen Erfassung. Nationale Abrechnungssysteme verwenden ihn dann auch ganz gerne, weil lange Prosa oft missverständlicher ist.

Längst nicht alles, was im ICD geschlüsselt ist, muss unter allen Umständen Krankheitswert erreichen, aber es kann Krankheitswert erreichen. Das Gerichtsurteil, worin die Krankenkassen zur Zahlung geschlechtsangleichender OPs verpflichtet wurden, stellt dann auch ganz deutlich klar: Nicht die Abweichung an sich hat Krankheitswert, sondern das Leid, das durch die Behandlung gelindert werden kann.

Deshalb ist es in meinen Augen irrelevant für die Krankenkassenleistungen, ob TS nun als Geschlechtsidentitätsstörung bei den psychischen Krankheiten (falsches Hirn), oder als Variante der Intersexualität bei den organischen Krankheiten (falscher Körper), oder als eine Art von Behinderung angesehen wird. Jemand, der mit einem Bein geboren wird, ist auch nicht krank im eigentlichen Sinne und bekommt trotzdem Krücken und Prothesen erstattet.

Selbst wenn man TS als Lifestyle definieren würde ... falls behandlungsbedürftige Beschwerden auftreten, siehe oben! Wenn sich ein  Motorradfahrer (=Lifesytyle) die Knochen kaputt fährt, wird er schließlich auch auf Kosten der Allgemeinheit zusammengeflickt.

Liebe Grüße, Michela

Lydia EX
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dabei seit: 18.01.2008

@ michela: na möglichereise sollte man TS dann als Unfall oder Lifestyle einstufen... Laughing out loud