Outing per facebook

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Jana72 EX
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mohini schrieb:
 die wahrnehmung stark verändert bzw. die realität schöngefärbt?

Ja...ich meine genauso ist es. In Transgenderleben, besonders im Internet, wird umgemein schöngefärbt. Die entsprechende Nagelprobe ist auch relativ einfach. Gäbe es ein halbwegs realistisches Abbild im Forum müsste es alle 3 Wochen mal einen Threadtitel geben so nach dem Motto "Mist..GaOp hat's doch nicht gebracht.." ....oder  "TV sein ist doof, ich habe mir alles im Leben versaut". Jedem von uns ist klar, das es auch solche "Karrieren" im TG leben gibt, sie will nur niemand hören.  Und Deine Beobachtung erscheint mir genau zutreffend.....die, die Positives zu berichten haben, berichten ausführlich darüber, bei denen es in die Hose gegangen ist, die halten (verschämt?) den Mund.

Trotzdem darf man sich natürlich gegen die Pauschalierungen von Cveata verwahren.

 

Triona
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Das paßt auch hierher.

Entwurf der Regierungskoalition zur Reform des "Arbeitnehmerdatenschutzes":

Freie Presse schrieb:

Der Arbeitgeber darf außerdem alle öffentlich zugänglichen Daten einholen, auch wenn sie aus sozialen Netzwerken stammen. Er darf sich dort allerdings keine Informationen erschleichen, indem er etwa bei Facebook eine Freundschaftsanfrage stellt, um in geschützte Bereiche vorzustoßen.

aus: Freie Presse, 15.01.2013, Seite 5, nach dpa

Dieser Versuch, die allseits praktizierte Schnüffelei in Gesetzesform zu gießen, trifft natürlich alle Arbeitnehmer gleichermaßen.

Was den Arbeitgeber allerdings Transsexualität oder Transvestismus eines Arbeitnehmers überhaupt angeht, erschließt sich mir allerdings auch nicht.

Es ist aber ein Argument neben vielen, sich an Sachen wie Facebook überhaupt nicht zu beteiligen. Auch ganz unabhängig von T* oder sonstwas.

 

liebe grüße

triona

Aw, Thou beloved, do hearken to the Banshee's lonely croon!

sinn féin - ça ira !

Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

Avi
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Jana72 schrieb:

mohini schrieb:
 die wahrnehmung stark verändert bzw. die realität schöngefärbt?

Ja...ich meine genauso ist es. In Transgenderleben, besonders im Internet, wird umgemein schöngefärbt. Die entsprechende Nagelprobe ist auch relativ einfach. Gäbe es ein halbwegs realistisches Abbild im Forum müsste es alle 3 Wochen mal einen Threadtitel geben so nach dem Motto "Mist..GaOp hat's doch nicht gebracht.." ....oder  "TV sein ist doof, ich habe mir alles im Leben versaut". Jedem von uns ist klar, das es auch solche "Karrieren" im TG leben gibt, sie will nur niemand hören.  Und Deine Beobachtung erscheint mir genau zutreffend.....die, die Positives zu berichten haben, berichten ausführlich darüber, bei denen es in die Hose gegangen ist, die halten (verschämt?) den Mund.

Trotzdem darf man sich natürlich gegen die Pauschalierungen von Cveata verwahren.

 

 

Aber ...

Belastbare Zahlen gibt es dazu nicht. Oder?

Klar, es gibt eine Dunkelziffer. Alleine schon dadurch, das Menschen mit Erfolgen weit unkomplizierter umgehen und den Mißererfolgen hier garantiert ein ziemlicher Schwarm von " hab ich dir doch vorher gesagt" zur Seite steht.

Trotzdem, ich finde es an der Zeit Beides gleichberechtigt zu betrachten.

Und, eventuell wird heute weniger von scheitern berichtet, weil die Menschen eines geworden sind: realistischer.

Es wird nicht mehr unbedingt das große, allumfassende Glück gesucht, sondern das kleine, welches es ermöglicht wieder aufrecht durch das Leben zu gehen.

Fazit: Der Himmel hängt garantiert nicht voller Geigen, aber der Weg in die Hölle ist genausowenig vorprogrammiert.

Sky is no Limit

Jana72 EX
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Avi schrieb:
Und, eventuell wird heute weniger von scheitern berichtet, weil die Menschen eines geworden sind: realistischer.

.....also das die heutigen Menschen im erhöhtem Maße das Leben realistischer als andere davor sehen.....das würde ich bezweifeln. Und die Ansprüche ans "Lebensglück" sind meiner Meinung nach im Durchschnitt heute weit höher als noch wie vor 10 Jahren. Allerdings will das OttonNormalVerbraucher oftmals nicht sehen.

Das ein signifikant hoher Anteil von Transgendern mit dem heutigen Wissen die mögliche Vielzahl der Wege einer Transition heute besser einschätzen kann und dies auch tut, könnte ich mir dagegen schon vorstellen.

 

 

Avi
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Ist das nicht Realismus:

Aus einer gewissen Anzahl den für einen passenden Weg wählen und nicht irgendwelchen Hirngespinsten hinterherlaufen?

Und damit die Chance zu erhöhen, diesen dann auch erfolgreich zu gehen.

"Hand reich"

Sky is no Limit