Noch ein Grund für's Andersein? Entwicklung Gift in Plastik verweiblicht Jungen

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Magarethe
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Entwicklung

Gift in Plastik verweiblicht Jungen

Bestimmte Chemikalien aus Plastikwaren können einer US-Studie zufolge das Gehirn und letztendlich auch das spätere Spielverhalten männlicher Babys beeinflussen.

Jungen, die schon im Mutterleib mit hohen Dosen von Weichmachern der Phthalat-Gruppe in Berührung kommen, spielen später weniger gern mit typischen Jungenspielzeugen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Forschern der Universität of Rochester. Phthalate dürfen seit einigen Jahren nicht mehr für die Herstellung von Kinderspielzeugen verwendet werden, denn sie stehen im Verdacht, wie weibliche Geschlechtshormone zu wirken. Die Forscher fanden die Weichmacher jedoch etwa in Fußbödenbelägen aus Vinyl, in Verpackungsmaterial, Kunstmöbeln und Duschvorhängen.

Um den Einfluss der chemischen Verbindungen auf den männlichen Nachwuchs aufzuklären, untersuchte das Team um Shanna Swan Urinproben von werdenden Müttern ab dem vierten Monat auf Phthalate. Anschließend begleiteten die Forscher den Nachwuchs der untersuchten Frauen für 4 bis 7 Jahre und warfen dabei ein Auge auf das Spielverhalten der Kleinen. Jene Jungen, die schon im Mutterleib erhöhten Werten der Phthalate DEHP und DBP ausgesetzt waren, ließen Autos, Züge und Waffen links liegen und suchten das Weite, wenn sich ein Spielkamerad mit ihnen raufen wollte.

Die Forscher vermuten, dass die Substanzen DEHP und DBP einen Einfluss auf die Entwicklung des Gehirns haben und das männlichen Geschlechtshormon Testosteron blockieren. Elizabeth Salter-Green, Direktorin von CHEM Trust, zeigt sich besorgt über die Ergebnisse. Sie erklärt: „Es ist schon seit Jahren bekannt, dass die Phthalate, denen wir ausgesetzt sind, die Gesundheit gefährden können. Klar ist nur nicht, wie weit diese Gefährdung geht.“ Sie fügt an, dass die beobachteten Jungen noch sehr jung sind. Vermutlich könne ein verändertes Spielverhalten in frühen Jahren jedoch weitere Feminisierungen in anderen Bereichen des späteren Lebens mit sich bringen.

Quelle: Nach Inforamtionen des "International Journal of Andrology"
Autor: Sibylle Fünfstück
Stand: 19.11.2009

Weniger ist mehr!

Triona
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Aha, wir sind also alle vergiftet. :mgreen:

Oder waren das die Hersteller von Barbiepuppen usw?
Nur um ihren Umsatz anzukurbeln.
In den Dingern ist das Zeug ja womöglich auch noch drin. Sick

Magarethe schrieb:

... die beobachteten Jungen noch sehr jung sind. Vermutlich könne ein verändertes Spielverhalten in frühen Jahren jedoch weitere Feminisierungen in anderen Bereichen des späteren Lebens mit sich bringen.

Das halte ich allerdings (jetzt ernsthaft) für ziemlichen Blödsinn.

Wohingegen am Rest ja was dran sein könnte.
Ist ja auch ne Menge Östrogen ua in wachstumsgedoptem Fleisch und ebenso im Trinkwasser usw.

 

liebe grüße
triona

 

 

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Minolfa
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Ganz so abwägig ist das nicht, in den arktischen Regionen wird bei den Neugeborenen schon Jungenmangel beklagt.

Quelle z.B: Schulfernsehen 2008

Julia_mari
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Stimmt, habe ich auch schon von gehört. Das Zeug heisst Bisphenol A

guckste hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Bisphenol_A

Ist so ziemlcih in allen Sachen drin die plastikmässig mit Nahrung in Verbindung kommen. Bei Erhitzen oder Verschrammen der Oberfläche können kleine Menge austreten. Das Zeug steht in Verdacht bzw. wirkt wie Östrogen, was bei Kindern Fehlbildungen in den Geschlechtsteilen zur Folge hat. Also Penis kleiner, Klitoris größer oder später Männerbusen, unfruchtbar usw.

Das witzige ist, dass der Zeug in den "Plastikbabyfläschchen" drin ist. Die werden dauernd erhitzt mit Milch und sehen nach einem Jahr aus, wie eine Sonde auf Marsmission nach Absturz.

Dann ist es noch interessant für die Epigenetik. Bisphenol programmiert die Gene der nächsten Generation um. Was heisst, dass heute nichts passieren muss, aber in ein paar Generationen evtl der Hammer kreist.

Ist halt so mit dem Fortschritt und der Plastikflasche Crazy

 

LG

Julia

n/v
Roxanne
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dabei seit: 03.01.2006

Da bekommt der Ausdruck "Weichmacher" eine zusätzliche Bedeutung...:mgreen:

Natürlichkeit ist langweilig    

Triona
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Die sehr wahrschienliche bzw bereits mehrfach bewiesene Wirkung dieses Gifts hab ich auch nit bezweifelt.

Lediglich daß ein "verändertes Spielverhalten in frühen Jahren ... weitere Feminisierungen in anderen Bereichen des späteren Lebens mit sich bringen" soll halte ich für Blödsinn. (zitiert aus Fünfstück, nach Margarethe)


Schulfernsehen 2008 (zitat Michela) - demnach schafft sich das Patriarchat mit seinen technischen Errungenschaften auf lange Sicht selber ab.
Untergräbt zumindest seine materielle Grundlage. :mgreen:

 

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Karin
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dabei seit: 03.04.2007

Laughing out loud Big Grin Mädels, werft euch Bisphenol A rein, dann wachsen die Titten.

So ein Blödsinn wird noch kommen :D Laughing out loud

Minolfa
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Triona schrieb:
demnach schafft sich das Patriarchat mit seinen technischen Errungenschaften auf lange Sicht selber ab.

Dafür gibt's ja jetzt den jährlichen Girls Day, damit die Mädels lernen selber auf die Trittleiter zu steigen, Glühbirnen zu wechseln und den Müll rauszubringen. Steve

Heike_007
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Die Geschichten mit den Phtalaten, Bisphenol A und anderen Chemikalien tauchen schon seit Jahren immer mal wieder auf. Meist im Zusammenhang mit Forderungen, Herstellung und Verkauf gewisser chemischer Verbindungen zu verbieten.

Ich habe von 1978 bis 1986 in der Chemieindustrie der ex-DDR gearbeitet, schon damals kursierten im Untergrund entsprechende Gerüchte :Sp  Im Übrigen gibt es kaum eine chemische Verbindung auf dieser Welt, die nicht irgendwelche schädlichen Wirkungen entfaltet.

Bei mir mag ein Jeder nach seiner Fasson selig werden (Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg 1620-1688).

Triona
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Heike_007 schrieb:

Die Geschichten mit den Phtalaten, Bisphenol A und anderen Chemikalien tauchen schon seit Jahren immer mal wieder auf. Meist im Zusammenhang mit Forderungen, Herstellung und Verkauf gewisser chemischer Verbindungen zu verbieten.

daß es neu wäre, hat ja auch niemand behauptet.

Nur die zitierte Studie war halt eine neuere.
Und eine mit Fehlern obendrein.
Lediglich der Zusammenhang mit dem Forenthema machte sie erwähnenswert.

Heike_007 schrieb:

Ich habe von 1978 bis 1986 in der Chemieindustrie der ex-DDR gearbeitet, schon damals kursierten im Untergrund entsprechende Gerüchte :Sp  Im Übrigen gibt es kaum eine chemische Verbindung auf dieser Welt, die nicht irgendwelche schädlichen Wirkungen entfaltet.

zb H2O, NaCl, C2H5(OH), THC, (alles natürlich) oder Medikamente, die für manche Menschen überlebenswichtig sein können, aber gleichzeitig auch als Rattengift eingesetzt werden, usw

Es ist meist allein die Dosis, die das Gift macht.
Und im Falle von sog Umweltgiften halt die ständige + schleichende Exposition, die oft für die betroffenen mehr oder weniger unvermeidbar ist, deren Einzeldosis häufig tatsächlich noch keine Gefahr darstellt.

Ich erinnere hier nur an die Wirkungen von Radioaktivität zb in KKW, die ja auch als natürliche Strahlung vorkommt, aber dort meistens keine größeren Schäden anrichtet.
Wenn wir ihr in Form der nätürlichen radioaktiven Strahlung von einfachem Beton aber tagein - tagaus rund um die Uhr ausgesetzt sind, dann kanns auf Dauer schon erheblichere Wirkungen haben.

 

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jasminchen
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Da habe ich zu viel am Schnuller genuckelt.....

Jestem prawda, nie mam tajemnicy.

Extra Gottingam non est vita, et, si est, non est ita. Cogito ergo sum

Hrad přepevný jest Pan Bůh náš ….

 

http://en.wikipedia.org/wiki/Prime_Directive