Muffe oder was?

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Triona
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dabei seit: 05.10.2007

tz-tz-tz...

Trachten = Nazi ?

Eure (links-anarchische) Trachtenmaad
Triona

Aw, Thou beloved, do hearken to the Banshee's lonely croon!

sinn féin - ça ira !

Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

Gast
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Angst war es nicht, als ich auf den 200 m vom Parkplatz zum Transenball in Essen-Schonnebeck mehreren Passanten begegnet bin.Wohl ein ungutes Gefühl, das jedoch sehr schnell kippte! 'Mannomann, die sieht ja scharf aus!, konnte ich noch hören. Was aufbaute, trotz zunehmender Druckstellen auf den 13 cm-heels.
Mein erster Versuch vier Jahre vorher im Szenecafe Treibsand in Bochum
dauerte nur einen Kaffee lang.Ich fühlte mich, am Tresen sitzend, von über 20 Augenpaaren durchbohrt. Fast Panikstimmung bei mir, obwohl der/die Inhaber/in selbst in oberschenkellangen Stiefel und Perücke bediente. Sie hatte den Versuch unternommen einen regelmäßigen Abend einzurichten. Das stand auch im 'Prinz' und 'Colibri', den damaligen Programmzeitungen des Ruhrgebietes. Aber ohne Erfolg!
So war das! Es bestätigt nur meine Erfahrung aus den 68er Jahren! Wenn es wirklich um ernste persönliche Probleme geht,kann man sich auf die sogenannte Szene nicht verlassen. Anteilnahme?? Fehl am Platz!! Dafür habe ich aber bei anderen unerwartete Reaktionen erfahren, die die Angst genommen haben!
Barbara

Aline
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dabei seit: 20.11.2007

Ich habe, wie die Mehrzahl die 2 angekreuzt, auch wenn die anderen Alternativen ein bisschen mit hineinspielen.

Dass ich schon seit Jahren nicht mehr als Frau auf die Straße gehe, verdanke ich einem sehr unangenehmen Erlebnis am hellichten Samstagnachmittag (für südschwedische Schwestern: Sonnabendnachmittag) in der Münchener Fußgängerzone:

Ein junger Mann, offenbar ein Stricher, sprach mich vor einem Schaufenster an. Als ich nicht reagierte, begann er mich zu umtänzeln und vor hunderten Zuschauer zu rufen: "Ah, schön, Frau? oder Mann?" er hörte einfach nicht auf.

Ich überlegte kurz, ihm ganz undamenhaft die Zähne einzuschlagen, was nach den beiden Gewichtsklassen durchaus realistisch hätte sein können, wollte aber nicht noch zusätzlich durch eine Schlägerei weiter Aufmerksamkeit auf mich ziehen.

Es gelang mir schließlich durch ein Geschäft zu entfliehen und mit wackeligen Knieen mein Auto zu erreichen, um heimzufahren.

Ich glaube wirklich, dass man es den meisten von uns - es gibt sicher Ausnahmen - von weitem ansieht, dass wir nicht wirkliche Frauen sind. Das fängt damit an, dass die wenigsten eine Figur wie Kate Moss haben, meistens sind wir auch größer, unsere Gesichtsgeometrie ist selten weiblich. Man muß sich nur die Bilder im Forum oder auf der einschlägigen Websites ansehen.

Dazu kommt, dass bereits kleine Mädchen das typisch weibliche Verhalten lernen, soweit es nicht sogar angeboren ist, in der Pubertät machen sie einen Sozialisierungsprozess durch, den wir bei aller Anstrengung nicht nachholen können.

Irgendwie bleiben die meisten von uns doch verkleidete Männer und das sieht man uns an. Wenn man dann nicht altersgemäß zurechtgemacht und gekleidet ist, wird´s sehr schnell peinlich.

Dass uns nicht jeder darauf anspricht und mit dem Finger auf uns zeigt, sagt nicht, dass sie es nicht merken.

Noch eine Frage, an die, die häufig en femme ausgehen:
Wie kommt ihr an den neugierigen Nachbarinnen und den männlichen Blockwarttypen in eurem Haus vorbei, oder wohnt ihr alle in einer einsamen Hütte mitten im Wald Laughing out loud ?

Eure euch Ausgehenden beneidende
Aline

n/v
Christine2611
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dabei seit: 22.10.2007

Aline - in meinem Heimatort transe ich nicht. Dann setzt frau sich halt ins Auto, schon vorgestylt bis auf den Lippenstift mit ner Sonnenbrille und fährt woanders hin. Ganz einfach. Und ob in Hamburg oder sonstwo jemand merkt ( und es werden meiner meiner Größe schon einige sein) dass ich kein Biofrau bin , ist mir wurscht. So richtig dumm angemacht , so wie Dich, hat mich noch niemand. Brauch ich auch nicht wirklich. Aber selbst dann würde ich mir die gelegentlichen Ausflüge und Urlaube en femme nicht verkneifen. Nur Mut, wenn Du in Wirklichkeit nur halb so gut wie auf Deinem Avatar rüberkommst, solltest Du keine Angst vor Öffentlichkeit haben. Viele Biofrauen sind nur neidisch auf uns Transen, weil wir viel gepflegter und besser aufgemacht als sie sind.

Christine

Aline
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dabei seit: 20.11.2007

Hi Christine,

leider komme ich im richtigen Leben nicht einmal 10% so gut rüber.

Seufz

Aline

n/v
claudiaw
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dabei seit: 18.12.2004

hab 3 angekreuzt ... einfach zu wenig Zeit, sich öfter vernünftig zu stylen Sad

und christineb: ich galub einfach nicht, dass einen so viele Leute beachten: ich hab' schon in D'dorf gesehen, wie eine Domina einen gefesselten am Halsband hinter sich herzog (alles ordentlich gekleidet auf dem Weihnachtsmarkt) ... und glaubst Du, die Leute in deiner Prozentzahl haben gekuckt? NEIN.

wenn Du die Leute nicht direkt anschaust ... vergiss es ... und die Bemerkungen ... genau so ...

Zu Blockwart & Co.: nun gut, die sehen's halt, wenn frau rausgeht, aber was soll's (hab' allerdings keine Kinder, da wär's was anderes).

lg Claudia

seamstress
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dabei seit: 11.06.2007

Aline schrieb:
Noch eine Frage, an die, die häufig en femme ausgehen:
Wie kommt ihr an den neugierigen Nachbarinnen und den männlichen Blockwarttypen in eurem Haus vorbei, oder wohnt ihr alle in einer einsamen Hütte mitten im Wald

En contraire, ich habe gleich mehrere hundert Nachbarn und -innen im Haus. Da sich bei so vielen Leuten der persönliche Kontakt in der Regel auf einen freundlichen Gruß im Hausflur beschränkt, ist es absolut problemlos. Und weil ich auch nett grüße, gibt's die entsprechen Erwiderungen der Nachbarn. Wenn auch oftmals mit erstauntem Blick... Wink

Bei meinen Eltern am Ort (2.500 Einwohner), wo ich desöfteren die Wochenenden verbringe, kann ich mir das selbstverständlich nicht erlauben. Da heißt's dann zuhause nur so weit vorarbeiten, dass den flüchtigen Blicken etwaiger Betrachter beim Verlassen des Hauses nichts auffällt, und die Finishing Touches dann anbringen, wenn's sicher ist. In der Regel sind das ja dann bloß noch Lippenstift, Mütze und Pumps. Das kann man ja auch im Auto irgendwo am Straßenrand parkend erledigen.

Sabine

Triona schrieb:
tz-tz-tz... Trachten = Nazi ?

Nee, Trachtenmaid Olivia hat nur ein wenig mit selbigen gespielt...

Cool

__________________________
It's a Barnum and Bailey world
Just as phony as it can be
But it wouldn't be make-believe
If you believed in me

Inga-M
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dabei seit: 18.03.2005

Was mich bis jetzt vorm Rausgang am Wohnort abhielt war
die "Angst" vor peinlichen Situationen. Bis jetzt bin
ich hier erst einmal draußen gewesen, d.h. abends mit
dem Rad zum Bahnhof und in die S-Bahn.
Und bin auch mal abgeholt worden. Beim warten sind Nachbarn
(mit denen ich mich öfter unterhalte) 2m an mir vorbeigehuscht
ohne eine zweiteb Blick zu riskieren...

Wenn ich aber an das Draußensein in anderen Städten denke,
fällt mir keine unschöne Situation ein.

Ich frage nun, was könnte im schlimmsten Fall ernsthaft ein Grund
sein nicht zuhause vor die Tür und unter Leute zu
gehen? Das wäre sicher eine handfeste Eigentherapie...<= Bitte
postet Gründe dagegen hier.

gespannt, Inga

P.M.O.S.F

Gast
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Guten Morgen ihr Lieben!

Ich hatte ja schon geschrieben, was ich angeklickt habe.

Inga fragte, was dagegen spricht, daheim vor die Tür zu gehen.
Vielleicht nehmen wir alle unbewußt Rücksicht auf unsere Nachbarn? Nein, denke ich nicht. Verlust sozialer Kontakte könnte ein Grund sein. Allerdings weiß ja niemand, ob es so ist oder nicht. Nur die, die auch am Tage daheim unter die Leute gehen.

Eine Grund könnte sein, und das hört sich deprimierend an, dass TVs wissen, dass es eigentlich nicht okay sein kann. Transsexualität ist ja keine Krankheit oder Perversion, darum nur natürlich, als Transsexuelle auf die Straße zu gehen.

Ich bin nun alles andere als feminin, auch wenn es zum Teil wohl auf meinen Bildern so aussehen könnte. Das sind aber ausgesuchte Bilder, auf denen ich mir Mühe gab.

Ich gehe ja raus daheim, aber ich achte drauf, nicht girekt jemandem zu begegnen. Schon deprimierend das alles.

Wir TVs werden bestimmt nicht akzeptiert, höchstens geduldet. Mehr oder weniger. Und dann müssen wir uns anhören lassen, pervers, schwul oder sonst was zu sein. Realität ist nicht verdrängbar.

Wünsche einen schönen Tag

Tanja Feelgood

GabiStern
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dabei seit: 18.05.2005

Tanja Feelgood schreibt:
Wir TVs werden bestimmt nicht akzeptiert, höchstens geduldet. Mehr oder weniger. Und dann müssen wir uns anhören lassen, pervers, schwul oder sonst was zu sein. Realität ist nicht verdrängbar.

Das sehe ich aber ganz deutlich anders!!
Wenn ich mit meiner Süssen Veranstaltungen besuche, sind wir im allgemeinen gern gesehen. Eine regelmässige Veranstaltung besuche ich sowohl mit Steffi* als auch mit ihrem männlichen Alterego. Da werden wir sogar begrüsst: Ach, wieso ist Steffi denn nicht hier...? und es wird bedauert, dass sie nicht mitkommt sondern er. Wir mußten uns auch noch nie anhören, dass Steffi schwul ist oder pervers. *g vielleicht sind wir letzteres ja trotzdem:-) Egal ob in Düsseldorf oder Köln oder in Hude auf dem platten Land ausser ein paar erstaunten Blicken ob der Körperlänge der hübschen jungen Frau an meiner Seite, vielleicht auch wegen meiner Breite ist uns noch nichts merkwürdiges passiert.
Zu dem Problem mit dem gesehenwerden:
Wir wohnen in einem Stadtteil der sehr dicht besiedelt ist in einer Seitenstraße. Im Haus selbst begegnen wir nur uns und unseren Kids. Die wissen inzwischen alle von Steffi und die Töchter unterstützen Steffi auch mit Make-up-Tipps oder mal mit nem schicken Accessoire oder mit Leihkleidung. Im Haus gibt es also kein Problem. Auf der Strasse sind uns vor allem unsere sehr, sehr netten direkten Nachbarn wichtig. Die kennen Steffi nicht, aber wenn sie Steffi mal treffen und erkennen sollten, dann würden wir eben ein offenes Gespräch führen und davon ausgehen, dass es sich bei unseren Nachbarn um aufgeklärte nette Menschen handelt die Steffi genauso respektieren wie jedes andere Familienmitglied. Selbst wenn sie mal grinsen sollten oder dann auch mal neugierig nachfragen sollten....davon geht die Welt nicht unter. Alle anderen Nachbarn können vielleicht schauen und tratschen.... aber das geht uns offengestanden am AR*** vorbei. Bislang glaube ich, dass es noch niemand bemerkt hat. dass hier eine Person 2 Aussehen hat.

Macht euch das Leben nicht so schwer, geniesst es lieber

Carpe diem et carpe noctem

Gabi

n/v