Meine Bewerbung als Model für den Laufsteg

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Liv-Marit Norton
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dabei seit: 13.02.2006

Liebe Liliane,

ich stelle mir gerade die Schweißperlen auf der Stirn des XXX Teams vor. Durch Deine vorgegebene Auswahl an möglichen Ablehnungsbegründungen setzt Du das Team schon mächtig unter Druck.

Lass uns bitte wissen, wie sich das Team aus der Affäre zieht.......oder präsentiere uns besser noch die verspätet zugestellte Einladung zur Modenschau.

 

Liebe Grüße

Liv- Marit 

 

Eine echte Vision entwickelt ihr Eigenleben !

liliane
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Liv, ich denke, eine harmlose Nachfrage würde einfach ignoriert werden nach dem Motto, "da könnten ja alle kommen, und das geht ja nun wirklich nicht". Es ist auch nicht so, dass das eine alteingesessene und ehrwürdige Agentur wäre. Es ist eher eine junge dynamische und aufstrebende Firma, die mit sehr unkonventionellen Strukturen arbeitet. Es gibt zwei Chefs, die eine Frau kenne ich vom Casting, und die andere ist ihre Tochter. Die ist etwa 12 Jahre alt! Und als ich fragte, wie die Entscheidung gefällt werden würde, hieß es, dass die 12-jährige Juniorchefin das alleine machen würde. Und ich sollte mich nicht sorgen, die wäre trotz ihres jungen Alters schon sehr professionell. Wie das Mädchen also mit einer Transgenderbewerbung umgehen würde ist natürlich reine Spekulation, ich habe keine Ahnung, was sie überhaupt zu dem Thema und dessen Bedeutung für die Modeschau denken könnte. Beim Casting war sie natürlich nicht da sondern (hoffentlich) in der Schule. Vielleicht hat ihr die Mutter bei der Auswahl der Models über die Schulter geschaut und geholfen? 

n/v
Heike_007
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dabei seit: 10.04.2006

Offenheit und Ehrlichkeit scheinen unserer Gesellschaft immer weiter abhanden zu kommen, leider! Wenn denn überhaupt Ablehnungen versendet werden, so triefen diese zunehmend von gestelzten, nichtssagenden Phrasen und verströmen eine künstliche, aufgesetzt wirkende Freundlichkeit. Dass ein Sachverhalt auch sachlich nüchtern nach den Regeln allgemeiner zwischenmenschlicher Höflichkeit formuliert werden kann, wen interessiert das schon?

Ich befürchte, auch Deine pointierte Nachfrage wird wohl leider unbeantwortet bleiben Sad Sad Es ist schlichtweg kaum noch üblich, Absagen zu schreiben (und diese auch noch zu begründen).

Bei mir mag ein Jeder nach seiner Fasson selig werden (Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg 1620-1688).

Tassi EX
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dabei seit: 02.05.2007

Heike_007 schrieb:
Offenheit und Ehrlichkeit scheinen unserer Gesellschaft immer weiter abhanden zu kommen, leider! Wenn denn überhaupt Ablehnungen versendet werden, so triefen diese zunehmend von gestelzten, nichtssagenden Phrasen und verströmen eine künstliche, aufgesetzt wirkende Freundlichkeit. 

 

 

Mit solchen Aussagen wäre ich vorsichtig, denn viele können auch die Ehrlichkeit nicht vertragen und so verpackt man es irgendwie höflich. Wenn man zum Beispiel gerade in diesen Runden seine ehrliche Meinung in so mancher Hinsicht äussern würde, dann wäre wohl schon öfters der ein oder andere deftige Streit entstanden.

Klar ist es nicht so toll, dass man Anfragen so lange offen läßt. Doch sollte man sich auch in die Lage der Agenturen versetzen, welche generell mit Anfragen bombadiert werden. Der Vermieter meines Freundes hat in Düsseldorf eine sehr bekannte Modellagentur - wenn man dessen Schilderungen glaubt, ist es schon beeindruckend, wer alles eine Kariere in dieser Hinsicht anstrebt.

Ob allerdings ein Kind in der Lage ist, darüber zu urteilen, wer nun in Frage kommt und wer nicht, wage ich zu bezweifeln.

 

... Tassja

Triona
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dabei seit: 05.10.2007

Tassi schrieb:

...

Ob allerdings ein Kind in der Lage ist, darüber zu urteilen, wer nun in Frage kommt und wer nicht, wage ich zu bezweifeln.


... Tassja

 

warum auch nicht.
kannste zumindest nicht so verallgemeinern.
12 dürfte wohl aber auch in ausnahmefällen die grenze sein.
aber ich hätts in diesem alter wohl auch hingekriegt Wink + habe auch schon andere kennengelernt, denen ichs zutrauen würde.
is natürlich eher die ausnahme.

ansonsten haste recht.

 

liebe grüße
triona

Aw, Thou beloved, do hearken to the Banshee's lonely croon!

sinn féin - ça ira !

Hab nur kurz auf die Maus geklickt. Ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

Heike_007
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dabei seit: 10.04.2006

Tassi schrieb:
Mit solchen Aussagen wäre ich vorsichtig, denn viele können auch die Ehrlichkeit nicht vertragen und so verpackt man es irgendwie höflich.

Meiner unmaßgeblichen Meinung nach lernt der Mensch aus Absagen(=Niederlagen) und er erhält die Möglichkeit, es beim nächsten Mal besser machen zu können. Wenn die Absage dann eine einzige Aneinanderreihung von schwülstigen, eigentlich nichtssagenden Floskeln ist, nimmt man ihm diese Möglichkeit. "Brutalstmögliche" Ehrlichkeit habe ich nicht gefordert, so etwas wäre in dieser Situation deplaziert. Die Mischung aus Höflichkeit und Ehrlichkeit macht es, das ist sicher schwierig, aber möglich.

Bei mir mag ein Jeder nach seiner Fasson selig werden (Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg 1620-1688).

Tassi EX
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dabei seit: 02.05.2007

Im Grunde genommen, hat sie doch bereits eine Absage, durch das Verhalten der Agentur erhalten und mit Renitenz wird man in einem solchen Fall auch nicht viel weiter kommen.

 

Natürlich ist es schöner, wenn Menschen ehrlich zueinander sind - die würde ich mir ab und an auch in meinem Job wünschen, wenn Kunden in manchen Fällen sagen, dass sie sich melden oder es sich überlegen wollen. Für mich hat die Konsequenz einfach ganz normal weiter zu machen - nach dem Motto "wer zuerst kommt mahlt zuerst!" Ich habe ehrlich gesagt weder Zeit noch Lust Menschen hinterher zu laufen und jemand nicht will oder sich nicht klar äußert - pech gehabt, der Nächste bitte!

 

... Tassja

Johanna
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dabei seit: 15.05.2007

Tassi schrieb:
Im Grunde genommen, hat sie doch bereits eine Absage, durch das Verhalten der Agentur erhalten und mit Renitenz wird man in einem solchen Fall auch nicht viel weiter kommen.

Ganz allgemein zu Bewerbungen: Nach gegebener Zeit noch mal sehr freundlich nachfragen kann sinnvoll sein, weil man zeigt, dass man wirklich Interesse hat und man kann sich wieder ins Gespräch bringen, was bei mehreren gleichwertigen Bewerbern helfen kann. Wenn man hingegen sowieso schon auf dem Stapel"ungeeignet" liegt, wird eine Nachfrage nichts nützen, aber auch nichts schaden.

liliane
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dabei seit: 23.04.2006

Mir war schon klar, das weder meine Bewerbung noch meine Nachfrage nach den Gründen der Nichtberücksichtigung gute Chancen auf Erfolg haben würden. Ich wollte es trotzdem versuchen, habe ja nichts zu verlieren außer ein bisschen Zeit. Aber schon etwas zu gewinnen. Wie geht es jetzt weiter? Am Samstag ist diese Modenschau und wenn es nicht gerade stark regnet werde ich hingehen und sehen, was für einen Eindruck das macht. Vielleicht kann ich da ja auch noch die Chefin wieder sehen und kurz mit ihr sprechen. Oder ein paar Zuschauer fragen, wie sie es gefunden hätten, wenn ich da oben auf dem Laufsteg erschienen wäre... 

Anschließend ist das vergangene Geschichte und ad acta gelegt. Es wird weitere Gelegenheiten zu öffentlichen Auftritten mit ähnlichem Potential an Möglichkeiten geben. Den Model-Job brauche ich nicht. Da ich aber nun für ein Jahr in deren Kartei bin, könnte es sein, dass sich auch darüber noch ganz unverhofft Angebote ergeben.

 

Stay tuned.

 

n/v
Jula
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Hi Liliane,

zunächst und vor allem tut es mir leid, dass die ganze Sache für dich so unbefriedigend gelaufen ist. Dein Einsatz hätte zumindest eine vernünftige Rückmeldung verdient gehabt.

Wenn ich mich nicht sehr täusche ist die Chefin der von dir beschriebenen Agentur wirklich die 12-Jährige! Ich habe mal einen entsprechenden Bericht irgendwo gesehen. Und da hat die junge Dame sehr deutlich klargestellt, wer in dem Laden die Chefin und wer die Assistentin der Geschäftsführung ist!

Insofern ist mein Tipp: wende dich an diejenige, die in dem Laden das Sagen hat! Und das ist nicht die Mama.

NIVEAU ist keine Handcreme! Julas Homepagehttp://www.julaonline.de/