Mehr MzF als FzM Transgender?

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Roxanne
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dabei seit: 03.01.2006

Ob - und wenn - es tatsächlich mehr Jungs gibt, die sich als Mädels fühlen, ist ja umstritten. Es könnte ja sein, daß diese Menge nur auffälliger ist. Aber wenn: Woran liegt es?

Ich habe gestern von einer netten Dame eine These gehört, die interessant ist. Sie geht davon aus, daß "Gedankenausflüge" ins andere Geschlecht bei Mädchen einfacher "ausgelebt" werden können, als bei Jungen. Mädchen können leichter mal "kerlig" sein, als Jungs "tussig". Wenn die Wünsche nach Ausflügen in die andere Geschlechtsrolle aber unterdrückt werden und sich aufstauen, dann potenzieren sie sich quasi, werden also immer stärker, wie der Druck in einem Kessel ohne Ventil. Wenn der Druck zu groß wird, fliegt der Deckel ab......und der Heranwachsende oder Erwachsene wird ein Trans-X.

Nachvollziehbar?

Natürlichkeit ist langweilig    

Johanna
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dabei seit: 15.05.2007

Wenn du alle Transgender einschließlich derer, die nur zeitweise Kleidung des anderen Geschelchts anziehen, dann hast du sicher recht. Frauen können ihre männliche Seite viel leichter mit Verhalten und Kleidung kompensieren, ohne dafür schräg angesehen zu werden oder als Transvestit bezeichnet zu werden (Das war früher übrigens auch mal anders; Magnus Hirschfeld ist aufgefallen, dass es auch weibliche Transvestiten gab. Aber damals waren Hosen für Frauen tabu.)

Anders sieht es aus, wenn der Wunsch nach einem Körper des anderen Geschlechts dominierend wird und körperverändernde Maßnahmen angestrebt werden. Da sieht es für geborene Frauen genauso schlecht aus wie für geborene Männer; es dürfte für sie sogar schwerer sein, unerkannt als Mann zu leben, wenn sie nicht mit Hormonen und Operationen arbeiten.

Ich habe mal gelesen, dass es in Deutschland etwa dreimal so viele Transfrauen wie Transmänner gibt, wobei sich das Verhältnis langsam zugunsten der Transmänner verändert.  International gibt es unterschiedliche Werte. In Thailand sind Transfrauen wohl noch viel stärer überrepräsentiert, während es in einigen wenigen Ländern, z. B. Taiwan und Hongkong, sogar mehr Transmänner als Transfrauen gibt.

Die nationalen oder zeitlichen Unterschiede kann man sicher eher durch gesellschaftliche Normen und Zwänge erklären. Aber ich denke, wenn es um das Verhältnis Transmänner zu Transfrauen geht, kommen auch biologische Faktoren mit ins Spiel. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich bei einem ansonsten männlichen Körper eine weibliche Identität bildet? Und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für männliche Identität bei weiblichen Körper? Ich denke nicht, dass die Wahrscheinlichkeiten gleich sind, da im Detail unterschiedliche biologische Prozesse ins Spiel kommen werden.

Minolfa
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dabei seit: 06.12.2007

Bezüglich der medizinischen Geschlechtsidentitätsstörung glaube ich, dass das Verhältnis 1:1 ist. Die regionalen Unterschiede bei den Patient(inn)enzahlen werden wohl auf den unterschiedlichen kulturellen Voraussetzungen beruhen. Da immer ein gewisser "Leidensdruck" vorhanden sein muss, ehe medizinische Maßnahmen gewünscht werden, wirkt es sich bestimmt stark aus, dass Transmänner sich in unserer Kultur sehr weit in die Männerrolle hinein begeben können, ohne offiziell den Status "Frau" verlassen zu müssen.

[off topic] Ehe ich an verschiedene körperliche Ursachen glaube, müsste ich überhaupt erst überzeugt werden, dass sich die Ursache außerhalb des Gehirns befindet. Meine Meinung zum Thema "TS-Studien" habe ich mal dort veröffentlicht: http://www.transpeople.eu/ebene2/ursachensuche.htm [/off topic]

Das weitgehende Fehlen von Frau-zu-Mann-Transvestiten erkläre ich mir genauso, wie es in den Beiträgen oben schon erwähnt ist: Eine Frau wird selbst dann nicht schräg angeschaut, wenn sie Anzug und Krawatte trägt. Man denkt sich eben, sie hat einen krassen Modegeschmack. Außerhalb der Bühne habe ich persönlich noch keinen FzM-Transvestiten bewusst gesehen.

Kira
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dabei seit: 20.02.2009

Hallo,

Ich habe das Glück, viele Frau zu Mann TS kennen zu dürfen. Es liegt auch daran, dass bei den Trans-Männern die Hormone wesentlich schneller anschlagen. Sowohl in Bartwuchs, wie.... erstaunlicher Weise auch auf die Stimme.

Auf den Schritt schaut kaum jemand.. da helfen kleine Hilfsmittel. Wer mehr will, da wird es teuer.

Das Abbinden der Brust ist wohl ein richtiges Problem, ähnlich des Tragens von Brustbrothesen bei M zu F unter Hormonen, wenn die Brüste wachsen. Es juckt es tut weh, man ist froh wenn man sie ablegen kann. So ist jeder F zu M froh, wenn er zu Hause ist und den Binder ablegen kann.

LG und Bussi, Kira

n/v
Kira
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dabei seit: 20.02.2009

Oh sorry, ich war ein wenig am Thema vorbei...

Ich wollte damit sagen: F zu M sind schneller nicht zu erkennen.

Bussi, Kira

n/v
Yvonne- Alison
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dabei seit: 24.09.2007

Wie das Verhältnis ist weis ich garnicht genau, es liegt warscheinlich an der Tatsache das die meisten FzM aus der Lesbischen scene kommen und da ist ein Männliches Erscheinungsbild doch nicht´s ungewöhnliches. Die dunkelziffer wird sehr hoch sein und ob es jemals genaue Zahlen gibt ist doch eigenlicht Egal, wozu auch, nur um Statistiken zu bereinigen oder zu erklären woher die TG, TS kommt.

Wenn ein Mensch sich anders fühlt und merkt er ist im falschen Körper gefangen, soll er sich doch  die Hilfe holen die es heutzutage gibt. Wenn also eine Frau sich in der scene ausleben und mit sich im reinen ist, warum nicht. Gott Liebt die Vielfallt und eine Bunte Welt.

LG Yvonne

 

n/v
Hawkins
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dabei seit: 30.01.2009

Mmmmh,ich glaube auch es is so 50 zu 50,klar,ich hatte es in vielem einfacher.Aber zum eigentlichen Thema,ich denke die Prozentzahl is in etwa gleich wat TS-TV angeht."Frauen" können ruhig mit nem Anzug z.B rumlaufen,oder Hosen tragen-Hemden,keine Sau dreht sich danach rum,tja,umgekehrt sieht es anders aus.So,bis dann,Lukas

Eyleen
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dabei seit: 09.08.2008

@Kira

Also ich lass die Dingen mittlerweile einfach weg.  Ist auch bequemer so.

 

 

*Unser Glück und Seelenfrieden beruhen darauf, dass wir tun was wir für richtig halten und nicht das, was andere sagen oder tun.*

**Mahatma Gandhi**

Kira
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dabei seit: 20.02.2009

Hallo Eyleen,

ich kann die Brüste eigentlich auch kaum noch (er)tragen.

Obwohl meine Brüste in der relativ kurzen Zeit schon gut gewachsen sind (A-Cup) sieht es mit Sillis halt im Verhältnis zu meinem Oberkörper doch esthetischer aus, auch wenn mir viel sagen, ich bräuchte die Dinger nicht mehr.

Aber eigentlich zielte meine Aussage eigentlich mehr auf die Hilfmittelchen bei FzM, sprich Brustkaschierung und Beule in der Hose *smile*

Bussi, Kira

 

n/v