Maischberger lässt Homo-Gegner auf Conchita Wurst los

Keine Antworten
Lena4866
Bild von Lena4866
Offline
dabei seit: 01.07.2005

Zitat:
Nächsten Dienstag

Maischberger lässt Homo-Gegner auf Conchita Wurst los

In der Talkshow zum Thema "Sexuelle Vielfalt: Mann, Frau, egal?" treten unter anderem ein homophober AfD-Politiker und eine Theologin gegen die ESC-Gewinnerin an. Auch Alice Schwarzer ist mit dabei.

Vor fast einem Jahr gewann Conchita Wurst den Eurovision Song Contest. TV-Zuschauer aus ganz Europa, auch aus Deutschland, zeigten, dass sie Vielfalt verstehen und unterstützen. Nun muss eine ARD-Talkshow das natürlich wieder in Frage stellen.

Unter dem bekloppten Titel "Sexuelle Vielfalt: Mann, Frau, egal?" lässt Sandra Maischberger am Dienstag darüber diskutieren, ob "Geschlechterrollen weniger festgelegt [sind], als wir gemeinhin glauben", und ob die Akzeptanz von individuellen Lebensentwürfen "weitere gesellschaftliche Folgen haben sollte – etwa beim Adoptionsrecht für schwul-lesbische Paare".

Ein wilder Themenmix also, der auch aufgrund der Gästeauswahl kaum Aufklärung, aber viel Quote bringen könnte. Trotz der Kritik an einer ähnlichen Maischberger-Sendung im letzten Februar hat die Moderatorin, neben Conchita Wurst und anderen Befürwortern von sexueller Vielfalt, erneut Vertreter des reaktionären Rands eingeladen.

http://www.queer.de/detail.php?article_id=23568

Zitat:
Sexuelle Vielfalt: Mann, Frau, egal?

Mann oder Frau? Conchita Wurst sorgte mit ihrem Sieg beim letztjährigen "Eurovision Song Contest" für Diskussionen: Sind die Geschlechterrollen weniger festgelegt, als wir gemeinhin glauben? Haben wir die individuellen Lebensentwürfe vieler Mitmenschen nicht bereits so weit akzeptiert, dass es weitere gesellschaftliche Folgen haben sollte – etwa beim Adoptionsrecht für schwul-lesbische Paare?

Conchita Wurst (Sängerin)

"Ich bin eine Frau mit Bart oder ein schwuler Mann", so beschreibt sich Tom Neuwirth alias Conchita Wurst. 2011 erfand der Österreicher diese Kunstfigur. 2014 gewann Conchita Wurst den "Eurovision Song Contest" und nutzte die große Popularität, um für Toleranz gegenüber jeder sexuellen Gesinnung zu werben. Sie trat vor dem EU-Parlament in Brüssel auf, traf in Wien UN-Generalsekretär Ban Ki-moon. "Sexuelle Orientierung hat nichts mit dem Charakter des Menschen zu tun, sondern ist lediglich eine angeborene Eigenschaft", so die "Vollbart-Diva" ("Stern").

Alice Schwarzer (Publizistin)

Seit Anfang der 70er Jahre prägt die Autorin ("Der kleine Unterschied – und seine großen Folgen") und "Emma"-Herausgeberin deutsche Frauengeschichte, kämpft für Emanzipation und warnt vor der Spaltung von Menschen in Männer und Frauen. "Dass Conchita Wurst jetzt so erfolgreich die Geschlechterrollen sprengt, begeistert mich", so die Feministin. "Es ist gut, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der jeder so lieben kann, wie er oder sie will. Ich hoffe, dass das so bleibt!"

Michaela Freifrau Heereman (Theologin und Mutter)

Die sechsfache Mutter ist überzeugt: Männer und Frauen sind verschieden. "Deshalb sehen auch die meisten jungen Frauen die größere Verantwortung für die Betreuung ihrer Kleinkinder bei sich", sagt Michaela Freifrau Heereman. "Wir tun den Menschen nichts Gutes, wenn wir versuchen, diese Grundunterschiede abzuerziehen." Alternative Familienmodelle sieht die katholische Theologin kritisch, "da es zu einer gelingenden Persönlichkeitsentwicklung den väterlichen und den mütterlichen Beitrag braucht."

Alicia und Nicki King (Transsexuelle mit Ehefrau)

Früher hieß sie Alexander, war Ingenieur, ein passionierter Motorradfahrer. Was kaum jemand ahnte: Seit der frühen Kindheit sah sich Alexander eher als Frau, lebte seine Veranlagung über Jahrzehnte aber nicht offen aus. Vor vier Jahren traf die Unternehmerin einen Entschluss: Nach diversen Operationen wurde Alexander zu Alicia King. Gemeinsam mit ihrer Ehefrau Nicki lebt die Transsexuelle an der Côte d’Azur.

Björn Höcke (AfD, Partei- und Fraktionschef Thüringen)

"Die klassische Familie muss wieder zum gesellschaftlichen Leitbild erhoben werden. Sie ist die Keimzelle unseres Staates." Für den Fraktionsführer der AfD im Thüringer Landtag besteht eine Familie aus Vater, Mutter und Kindern. Der Gymnasiallehrer und Vater von vier Kindern ist dagegen, dieses Konzept mit Hilfe der Gender-Ideologie auf andere Gemeinschaften auszudehnen.

Johannes Zeller (ließ Kind von Leihmutter austragen)

Der Diplom-Geograph und sein Partner erfüllten sich ihren Kinderwunsch mit Hilfe einer Leihmutter aus Thailand. Doch bis das schwule Paar ihren heute sieben Monate alten Sohn in den Armen halten konnte, mussten sie viele Hindernisse überwinden. Kritiker an dem Modell versteht Johannes Zeller nicht: "Wenn eine Familie zerbricht, dann leidet ein Kind. Ich stelle keine Konkurrenz dar und nehme niemanden etwas weg." Die Vorurteile seien schnell überwunden, sobald man seine Familie kennenlerne, so Johannes Zeller.

http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/menschen-bei-maischberger/sendung/mann-frau-egal-100.html